Folge 98: Die Bundespräsidentenfrage – Vorbote eines Machtwechsels?

Shownotes

In dieser Folge geht es um: - Den CSU-Parteitag: Merz’ disziplinierter Auftritt und sein Schweigen zur Bundespräsidentenfrage. - Die Nachfolge Steinmeiers: Ilse Aigners mögliche Kandidatur und die Chancen auf die erste Frau im Amt. - Die Bundesversammlung: Mehrheiten, Wahlgänge und mögliche Signale für künftige Regierungsbündnisse. - Eine grüne Kandidatin als Gedankenspiel: Warum ein Kompromiss mehr sein kann als der kleinste gemeinsame Nenner. - Die Wirkung des Staatsoberhaupts: Sprache, Orientierung und demokratische Beteiligung – mit Rückblicken auf Gauck, von Weizsäcker und Heuss. - Söders politische Perspektiven: Warum Korte eine mögliche Kanzlerrolle nicht grundsätzlich ausschließt. Live-Podcast zum Jubiläum: Am 24. November um 20 Uhr sind Korte & Rink mit dem Kabarettisten Lars Reichow im Staatstheater Mainz zu Gast. Anmeldung per E-Mail an Chefredaktion@vrm.de unter Angabe der Namen. Ein Angebot der VRM.

Transkript anzeigen

00:00:00: Einen neuen Montag und deswegen wieder höchste Zeit für eine neue Folge unseres VRM-Podcasts, Korte und Ring.

00:00:06: Auch heute bin ich wieder högster freut und auch ein wenig gerührt dass der bekannteste schönste wortgewandeste und profundeste Politikwissenschaftler Deutschlands sich Zeit für uns genommen hat.

00:00:16: Hallo Herr Professor Dr.

00:00:17: Korte!

00:00:27: Heute wieder gut gelaunt ist, weil ja auch international gute Ergebnisse vorliegen.

00:00:33: Find ich nach wie vor interessant, weil es uns aus diesem Tief rauszieht zu dem Sie aneigen.

00:00:41: Sie wagen den Blick nach Brasilien nämlich an und freuen sich das dort nicht Bolsonaro Jr.

00:00:46: gewonnen hat sondern der Amtsinhaber doch noch in der Stichwahl unerwartet, dass Blatt gedreht hat?

00:00:52: Auch

00:00:52: Serbien gar nicht so weit weg also...

00:00:56: Ja, ich bin... Sie sind dafür ihren Weitblick bekannt.

00:00:58: Deswegen hat es sie jetzt eher mit Brasilien in Verbindung gebracht?

00:01:00: Ja

00:01:01: okay!

00:01:02: Aber ich bin auch ein flammender Europäer.

00:01:05: Weil das europäische Lebensmodell wir ja zu verteidigen haben.

00:01:09: die Provokation unserer Freiheit durch Putin und durch Trump zieht ja voll auf Europa.

00:01:15: Und wenn man sie noch den Chinesen dazu nimmt ist es ja unser Lebensmodel was unter Druck steht.

00:01:21: Unser Mischungsverhältnis aus Gesellschaft, Staat Politik Wirtschaft unsere Definition von Freiheit.

00:01:29: Das kommt international nicht gut an, das möchte man ändern und von daher möchte man es destabilisieren und da fallen wir oft auf diese Lüge rein, auch auf diese Legende rein finde ich so ein autoritärer Zug nicht zu stoppen, zu bremsen ist.

00:01:52: Dass das alles in die eine Richtung geht.

00:01:54: Wir haben immer wieder Gegenbeispiele, die eben auch hilfreich sind zu sehen und dass jetzt in der Nähe und in der Ferne so nicht automatisch nimmt das rechtsautoritäre Gebarem zu.

00:02:09: Letztes Jahr Ungarn oder dieses Jahr weiß gar nicht mehr wie lange es schon her ist aber Ungarn war ja so eines der Beispiele die wir noch nennen konnten wo das ja auch dann dem Muster gefolgt ist

00:02:20: Polen vorher

00:02:21: Ja.

00:02:23: Und jetzt stehen wir kurz vor den Wahlen in den USA wieder, haben wir auch einen imposanten deutschen Eindruck gehabt am Wochenende mit einem deutschen Automanager auf der Bühne im Akt der Zubereitung.

00:02:41: Ja, super Unterwerfung.

00:02:43: Ich fahre kein Audi – super Unterwärfung!

00:02:46: Trumps.

00:02:46: sowas sieht man doch international sehr selten und das ist natürlich auch sehr befremdlich und passt sicherlich nicht zu den Compliance-Regeln dieser Firma.

00:02:56: Wahrscheinlich ohne die Hintergründe zu kennen, ist er massiv unter Druck gesetzt worden, das zum machen weil ich mir vorstellen kann dass er sich an zwei Fingern abzählen konnte was die Reaktionen sein werden.

00:03:08: Ich habe als erste Reaktion in Social Media babbeln auch schon gesehen, dass viele gesagt haben Audi fahre ich jetzt in Zukunft nicht mehr war ähnlich wie dieser Tesla-Move wo sich dann viele Leute von ihrem Tesla dann distanziert haben.

00:03:22: Ja weil einmal wenn man das heute nachliest die Firma von der Idee dort entstehen soll.

00:03:31: andere große Autofirmen haben ja auch in USA Werke.

00:03:35: das ist gar nichts Ungewöhnliches.

00:03:36: ökonomisch ist die Sache nicht ungewöhnlich Aber die Art in einem Wahlkampf am Schluss sich so anzubiedern, dass es ungewöhnlich vor allem von dem Hintergrund der Streichungssituationen von Stellen in Deutschland, die damit ja auch automatisch einhergehen.

00:03:57: Ich schätze Sie für Ihren Weitblick-Akkorde – das habe ich eben auch schon betont.

00:04:04: meiner Art, meiner gewohnt bodenständigen Art wieder den Blick vor die Haustür richten wollen beziehungsweise halb vor die haustür bis nach Bayern.

00:04:12: Ja, dabei auch was los.

00:04:15: Richtig genau.

00:04:15: und zwar mit ihnen über den Parteitag der CSU sprechen.

00:04:18: dort hat Söder gesprochen, dort hat er auf Friedrich Merz gesprochen.

00:04:22: Das ist ja immer...

00:04:24: Keine Brände ne?

00:04:24: Auf der Straße.

00:04:25: das war leicht zu erreichen offenbar!

00:04:28: Ja, war auch kein Schneesturm um kurzfristig dann auch in Berlin zu bleiben.

00:04:36: Aber CSU Parteitage sind für CDU-Kanzler oder CDU-Parteivorsitzenden der Vergangenheit ja nicht immer ganz einfacher Auftritte gewesen, wie haben Sie den Auftritt von Merz wahrgenommen?

00:04:47: Ich habe auch an sie gedacht natürlich weil ein Zentralersatz von Merze war.

00:04:52: ich glaube an Deutschland und so kommen sie mir auch immer vor also nicht an Deutschland aber ich glaube die Zukunft der Zeitung Ich meine, das ist klar aus Ihrer Rolle heraus.

00:05:03: Bin Überzeugungstäter, Herr Korte?

00:05:05: Aber ich glaube an Deutschland.

00:05:07: so klar nach diesem Investoren-Gipfel war Merz noch in diesem Move hatte das so nicht formuliert aber eine Erzählung ausgebaute, was alles besser wird.

00:05:17: Das hat man ihm ja im Unterstell, dass er nur so tagesorientiert sagt was alles schwieriger wird, aber keine Erzählungen.

00:05:26: Die war da!

00:05:27: Und er war unglaublich diszipliniert.

00:05:29: Er hat keinen Satz, kein Wort, nichts gesagt abseits des Manuskriptes und deswegen war das ein sehr gelungener Auftritt weil immer dann wenn er frei spricht ist die Gefahr groß dass er sich natürlich irgendwo hin vergallopiert was dann sein Team irgendwie wieder zurücknehmen muss weil er eben impulsiv ist was ja auch gut ist auch für Journalisten denke ich.

00:05:49: gut kann man auch mit Überraschungen rechnen, aber hier war das ja super interessant.

00:05:56: Wir in der Begrüßung eben Ilse Eigner aufzählte und dann im Saal natürlich großer Applaus aufbrandete.

00:06:07: Das war schon was Besonderes dass er da kein Satz, kein Wort nichts zugesetzt hat.

00:06:15: Jedes Wort wäre gegen ihn verbannt worden.

00:06:17: Das war – ich weiß gar nicht wie er das geschafft hat sich so zu disziplinieren.

00:06:22: Sie sind doch auch nicht so diszipliniert normalerweise?

00:06:24: Sie könnten es doch auch noch nicht.

00:06:27: Nee jetzt haben sie ja auch den entscheidenden Unterschied zwischen Friedrich Merz und mir herausgearbeitet.

00:06:31: wir sind zwar beides Überzeugungstäter aber erst disziplaniert und ich zumindest nicht wenn ich mit ihnen zu tun habe.

00:06:38: Ich

00:06:39: habe aber auch das Gefühl, dass Sie mit Disziplin nicht umgehen konnten.

00:06:42: Obwohl wir ja keinen sogenannten... Es gibt ja die Kategorie des Laber-Podcasts, hab ich gelernt.

00:06:48: Diese Kategorien haben wir ja nicht.

00:06:49: Die fühlen wir ja gar nicht.

00:06:50: Wenn es

00:06:51: uns geht?

00:06:52: Nein!

00:06:53: Das ist hier ein niveauvolles Labern Herr Korte.

00:06:56: Labern mit Niveau.

00:06:58: Genau, ich glaube auch an den Podcast.

00:07:01: insofern ist das stimmig Aber klar, die Tradition der Auftritte Wechselseide auf den Parteitagen der sogenannten Schwesterparteien ist nicht ohne.

00:07:12: Wie zieht man ein, wie viel Applaus?

00:07:15: Wie ist das abgestimmt?

00:07:16: Da ist ja nicht zufällig sehr ritualisiert und legendär natürlich Angela Merkel neben Seehofer Minuten lang stehend obwohl sie von der Bühne gehen wollte wie er sie dadurch versucht hat fertigzumachen im Hinblick auf ihre Migrationspolitik.

00:07:35: in sehr schlechter Eindruck, was die Zusammenarbeit der Partei entlang.

00:07:41: Im Moment ist diese Zusammenarbeit offenbar großartig.

00:07:44: Sie ist nicht getrübt aber sie ist im Spannungskontext.

00:07:49: nur durch diese Situation wehrschlägt.

00:07:53: jetzt welche Kandidatin für den Bundespräsidenten vor?

00:07:58: Das einzige was ich im Moment sehe beide Parteien nicht unmittelbar ein, ansonsten sind sie sehr gut gemeinsam unterwegs.

00:08:08: Also auf der Arbeitsebene habe ich auch das Gefühl dass zum Beispiel die Performance von Alexander Dobrindt als Innenminister ja aktuell auch das Kabinett und die Schwarz-Rote Koalition in gewissen Maßen in einem Kernbereich stützt.

00:08:21: Bei Markus Söder habe ich aber immer auf dem gestanden das Gefühl, dass zwar oberflächlich jetzt großartig sein mag irgendwie immer zutraue, dass er ja nichts ohne Hintergedanken macht.

00:08:34: Deswegen war mein Gedanke bei diesem offensichtlichen Burgfrieden zwischen beiden was der Plan dahinter ist.

00:08:41: also um den Kontext herzustellen denen sie auch schon angesprochen hatten es geht ja aktuell noch drum das wir einen Vorschlag oder mehrere Vorschläge zur Wahl des oder der neuen Bundespräsidentin in der Nachfolge von Frank Walter Steinmeier bräuchten und der Rose Elefant im Raum des CSU Parteitages Ilse Eigner war die zum einen von Söder ja schon in Position gebracht worden ist und zum zweiten, zumal vor einigen Monaten wir ja darüber gesprochen hatten.

00:09:07: Davon habe ich allerdings aktuell nicht mehr so viel gehört das die Nachfolgerin von Herrn Steinmeier erstmals eine Frau an der Spitze sein soll.

00:09:16: Deswegen war wahrscheinlich auch es nötig dass Herr Mert sich wirklich an seinen Manuskript hält.

00:09:20: wann alles was er in irgendeiner Form zu Frau Eigner gesagt hätte, hätte ihm wahrscheinlich schon negativ wie positiv ausgelegt werden können.

00:09:28: Aber da scheint ja irgendwas im Hintergrund zu laufen, weil es schon sehr ungewöhnlich ist, dass wir für die Wahl im Januar noch so gar nichts hören und ich zumindest den Gedanken von Ilse Eigner als Bundespräsidentin oder als Vorschlag nie davon trennen kann das der KO-Faktor für Markus Söder wäre doch noch Bundeskanzler zu werden wenn er das wollte, weil zwei Politikerinnen aus dieser Partei hier ausgeschlossen sind.

00:09:52: also ich finde es kompliziert.

00:09:53: Ich weiß nicht, ob ich dem Frieden so trauen würde.

00:09:55: Wie schätzen Sie das ein?

00:09:56: Naja und sie sind vor allen Dingen traurig und sauer zugleich weil sie ja gerne baden in diesen verschiedenen Namen Und nicht so richtig an die Namen rankommen.

00:10:05: Das ist so'n bisschen.

00:10:06: dann könnten sie ja mehr spekulieren.

00:10:08: das ist ja doch

00:10:10: Können wir mal mitmachen beim spekulation.

00:10:11: Es macht Spaß der Korte

00:10:13: Ja schon lange auch kein neuer Name mehr aufgetaucht.

00:10:17: aber Die Situation ist natürlich so dass sie selten Jahre vorher oder Monate vorher abgeklärt war.

00:10:29: Es ist jetzt nicht ungewöhnlich zu anderen Bundespräsidentenwahlen und Merkel hatte ja wenig Geschick, die vorzuschlagen, die sie am Ende auch durchgesetzt hat oder umgekehrt.

00:10:42: das sie sich dann irgendwie arrangieren musste, dass die CDU da nicht richtig immer zum Zuge kam obwohl sie Mehrheiten hatte.

00:10:50: Er hat ja in Personalpolitik nicht immer nur ein gutes Händchen gehabt und das wirkt nach.

00:10:55: Und jetzt ist der Druck natürlich da auf den Parteivorsitzenden auch etwas vorzuschlagen, weil er das Image hat, der SPD zu sehr in der GroKo immer nachzugeben möchte man markant mal einen Vorschlag haben, der auch trägt Jetzt hatte er im Moment Rückenwind kann man sagen.

00:11:14: die Umfrage Daten gehen erstmals seit Monaten nach oben die seriösen Umfrage-Daten für die Sonntagsumfrage.

00:11:23: Interpretieren Sie da als Wahlforscher im Wählermarkt Bestseller, Autor rein?

00:11:29: Oder was hat das für Sie für Gründe?

00:11:32: Es kann noch Fehlerquote sein.

00:11:36: Ab zwei Punkte plus würde ich mich jetzt nicht verlassen.

00:11:39: aber dass so eine Richtung sich ändert, das macht natürlich etwas in Führungsmanagement dieser Parteien und die Wahrnehmung ändert sich.

00:11:49: dass dieses stoische Festhalten wir müssen verändern, auch wenn es wehtut.

00:11:56: Dann vielleicht sich doch durchsetzt nicht nur sondern auch auszeichnet und mit der Terminierung des Bundesparteitags der SPD im Januar so eine Ziellinie klar ist bis dahin man das eigentlich abgeräumt haben müsste.

00:12:10: Das könnte schon die Zustimmungswerte verändern.

00:12:15: Ansonsten ist es reine Spekulation natürlich, was man da.

00:12:19: Das ist so der Rahmen in dem man vielleicht aus einer Stärke heraus dann Personen vorschlägt und man braucht für den ersten oder zweiten Wahlgang ja die absolute Mehrheit in der Bundesversammlung, sixhundertdreißig Bundestagsabgeordnete, sechshundert dreißig proportional zum Parteien Verhältnis aus den Landtagen delegierte.

00:12:43: Das könnten auch Sie sein, wenn sie nominiert werden von einer Partei so dass die Stärkeverhältnisse abgebildet werden.

00:12:52: aber darin liegt auch das Risiko bei knappen Mehrheiten weil gerade bei Ihnen wäre ich jetzt auch nie sicher ob sie dann Wehen Sie dann wählen?

00:13:01: Das ist ja ein bisschen bei Ihnen vielleicht auch vom Spaßfaktor, was die tagsvore noch in Berlin erleben.

00:13:09: Samstags morgens ist die Wahl und wenn sie freitags oder abends noch irgendwelche Leute in Berlin treffen, dann weiß man gar nicht, was sie samstags auf einmal wählen.

00:13:16: Also bei knappen Märkten haben wir das ja bei Wolf auch erlebt, bei dem die Wahl mit drei Wahlgängen dann über acht Stunden dauerte – die Wahlgänge.

00:13:27: Also dann muss man mit dem Rückflug oder den Rückzug buchen.

00:13:31: Reservierung muss mal aufpassen, kann ich ihn jetzt schon sagen?

00:13:33: Würde mich

00:13:33: da an Sie halten weil sie haben da Erfahrung!

00:13:35: Ja ja, ich werde mir einen Zug reservieren und daraus können Sie absehen wie sicher ich davon ausgehe dass es ein Wahlgang braucht oder mehrere Wahlgänge.

00:13:47: das können wir schon vereinbaren.

00:13:49: aber So ist das ein unglaublich beeindruckendes Gremium, finde ich die Bundesversammlung.

00:13:55: Auch die Stimmung, die ich da in all den Jahren immer mitbekommen habe – in der Stadt.

00:14:00: wenn dann diese sixhundertdreißig oder je nach Jahrgang oder nach Wahl waren es ja mehr oder weniger.

00:14:09: In der Regel weniger.

00:14:10: Die mischen natürlich so eine Stadt am Tag vorher auch auf.

00:14:15: Das ist ne feierliche zeremonielle Grundstimmung bei der man sich geehrt fühlt, dass man sowas wählen kann.

00:14:26: Und es ist insofern auch repräsentativ, weil es doch wirklich breit vieles abbildet was so an politischen Machtgefüge in der Republik existiert.

00:14:37: aber da ist viel auch hinein interpretiert worden überinterpretiert worden als Vorboten des Machtwechsel.

00:14:44: das könnte man jetzt ja auch sehen.

00:14:46: wenn man sieht kann es nicht als Ausweg eine grüne Kandidatin sein wäre ja ein interessanter origineller Ausweg zu sagen.

00:14:55: Die neuen Machtverhältnisse deuten auf rot-rotgrün hin oder rot-grün-rot im Bund, oder auch im Blick auf.

00:15:04: wenn es schwarz sich stabilisiert mit grün könnte dann hier auch Mehrheiten wieder denkbar wachsen.

00:15:14: Anwachsen.

00:15:14: ist das dann ein Zeichen, wenn man sich zwischen CDU CSU und SPD nicht einig, könnte doch eine grüne Kandidatin der ideale Ausweg sein praktisch als eine Zukunftsprojektion bei der man hofft sich die Position für die Mehrheitsbildung der Zukunft zu erleichtern.

00:15:40: Ich muss jetzt den einen Witz, muss ich nur machen.

00:15:42: Der Korte der bezog sich auf den Anfang ihrer Antwort und zwar würde ich die Überschrift formulieren bei Rückenwind von Merz Politikwissenschaftler Korte Doppelpunkt Merz hat Rücken.

00:15:50: Wind aufgrund von Fehlerquote Das wäre meine Kernaussage Wenn ich das zusammenfasse.

00:15:56: Und weil wir ja jetzt aber den aktuellen Anknüpfungspunkt Ihrer Antwort dort anknüpfen müssen kann ich Ihnen jetzt leider gar nicht die Möglichkeit geben darauf nochmal einzugehen.

00:16:04: Auf meine Überscript sondern die steht jetzt in so einem Raum.

00:16:09: Das ist, achten Sie aber selbst glaube ich als unwahrscheinlich dass sich SPD und CDU auf eine grüne Präsidentin... Nein.

00:16:16: Nicht unwahrscheinlich!

00:16:18: Aber das heißt es ist ja aktuell ne Pattsituation im Hintergrund gäbe.

00:16:21: man kriegt da nicht so viel mit Und es wurden ja manchmal Namen gehandelt, aber so richtig offiziell öffentlich ist das bisher nicht geworden außer wenn Herr Söder Frau Eigner vorgeschlagen hat?

00:16:32: Aber das wäre ja wechselseitig schon ein starker Vorgriff auf die Zukunft, wenn man sich auf Grün einigt.

00:16:39: Ich meine, die Grünen hätten in ihrem Gedankenspiel den Vorteil, dass sie sowohl bei Rot-Grün-Rot als auch bei Schwarz-Grünen respektive in der Regierung wären und das wechselseitig entweder SPD oder CDU dabei werden.

00:16:53: Fände ich jetzt aber schon spektakulär vor dem Hintergrund dessen, dass bisher ja immer nur ähnliche Namen gehandelt worden sind?

00:17:00: Ja... Vorboten des Machtwechsels, da gab es in der Geschichte eben von Lübcke bis zu Schell schon Wahlergebnisse die das nahe legen.

00:17:17: Ich will auch nochmal auf einen Text herweisen hier im Wochenende angefangen abzulesen weil er zu dick ist um ihn schnell zu lesen fast tausend Seiten von Wolfram Pyta ein Zeithistoriker aus Heidelberg.

00:17:32: Man hört unseren Podcast-Akkorde.

00:17:34: Die

00:17:34: Macht des Kompromisses, eine Geschichte des Regierens in Deutschland seit eighteenhundertvierzig geht bis zur Kohlzeit dann durch.

00:17:44: Der Hintergrund ist zu sagen dass diese moderierte Konsensfindung das Politikmanagement in Deutschland sehr gut charakterisiert und Viel an gesellschaftlichen sozialen Frieden mit dieser Kompromisskultur in Deutschland zusammenhängt, die uns fundamental unterscheidet vom europäischen Ausland.

00:18:04: Das ist ja auch meine These im Blick auf die Wählermärkte und er arbeitet das sehr gut durch.

00:18:09: aber Die Kernüberlegung des Konsens ist nicht dass jede Abstriche macht um etwas Gemeinsames zu finden sondern der ideale Konsens Im Sinne eines Kompromisses so wie es in dem Buch entwickelt wird besteht darin etwas drittes gemeinsames, neues auch zu entwickeln.

00:18:28: Dann ist er sehr traktfähig der Kompromiss.

00:18:31: Das Dritte neue wäre jetzt die grüne Kandidatin einfach als eine Idee wenn es man sich verhargt zwischen CSU-Kandidatin CDU-Kandidatin und der SPD die mit Sicherheit keine Kandidatin benennen wird aber vielleicht nicht so enthousiastisch die beiden Namen die vorgeschlagen würden unterstützt.

00:18:56: Dann wäre das ein Ausweg!

00:19:00: Wir haben über den Kompromiss schon häufig gesprochen, in unserer aktuellen Öffentlichkeit wird der Kompromisse eigentlich immer mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner gleichgesetzt und nicht mit einer dritten gewinnbringenden Alternative im Sinne einer Einigung für die gemeinsame Sache.

00:19:17: Und ich ruf ja immer zum Adelung des Kompromisses auf weil er schon natürlich zeigt, wie man aus Verhandlungssituationen rauskommen kann bei unterschiedlichen Interessen und diese Interessentunterschiede eben Charakteristikum sind unserer Freiheit.

00:19:37: Und damit irgendwie nicht nur irgendwie sondern sehr substanziell umzugehen muss man eben ein Verhandlungen Arrangement knüpfen mit verschiedenen Herangehensweisen auch Regelungen von Vertrauen charakterisiert vor allen Dingen von dem Mandat, was man zu verhandeln hat.

00:19:56: Das sind verschiedene Rahmenbedingungen notwendig aber sie sind letztlich die Substanz einer organisierten Freiheit.

00:20:03: und dieser Kompromiss als solches leidet sehr auch unter diesen digitalen Verhältnissen.

00:20:09: dass es nur gut oder schlecht gibt null oder eins dieses binäre lässt

00:20:15: die Herausforderung

00:20:16: nicht zu und der Kompromiss unter Rechtsautoritären, auch Links-Autoritären herangehensweisen hat auch wenig Chancen.

00:20:23: Weil nur deren Mehrheiten am Ende gelten und akzeptiert werden um keine Kompromisse.

00:20:29: Die Herausforderungen wäre doch aber tatsächlich bei dem Fall Bei einem Kompromis Den Küchenzuruf wegzubekommen dass der notwendig geworden ist allein schon notwendige worden wäre.

00:20:42: die falsche Formulierung weil man sich auf vorher genannte Kandidaten nicht einigen konnte.

00:20:49: Also steht ja immer diese Nicht-Einigung im Vordergrund, weshalb ein Kompromiss erst notwendig geworden ist.

00:20:54: und genau diesen Schritt vorher muss man ja entweder Gefühl oder der Begründung wegbekommen um zu erklären warum der KompromISS jetzt eigentlich auch eine sehr gute Lösung ist?

00:21:05: Oder vielleicht sogar die beste.

00:21:06: im Sinne eines Kompromisses

00:21:09: Ja und es wird so Einvernehmlichkeit hergestellt Was auch nicht bedeutet, dass alle mit allen Teilen übereinstimmen.

00:21:16: Sondern sich dessen bewusst sind das beim nächsten Mal man durchaus eine Chance hat auch Mehrheiten für sich selbst zu bekommen.

00:21:24: Auch dieses Gefühl muss ja auch bei Einvernehmlichkeit da sein ohne dass jeder unterschreibt zu hundert Prozent mit dem, was vereinbart worden ist, übereinstimmt.

00:21:34: Das macht ja die Besonderheit aus.

00:21:36: Es ist ein Vertrauensraum bei der eben die Freiheit besteht auch für die Unterlegenen am Ende mal Mehrheit zu sein.

00:21:43: Das ist die große Kunst des Verhandels und manchmal ist dieser Ausweg in dieser dritten Konstellation das ist jetzt auch rein spekulativ.

00:21:55: es kann ja auch einfach sein dass von März, den er findet für die Kandidatin oder den Kandidaten so überzeugend ist dass die CSU und die SPD gerne darauf einschwenkt.

00:22:08: Das will ich ja gar nicht ausschließen das diese Möglichkeit noch da ist.

00:22:12: wir brauchen einen demokratischen Populisten der Mitte geradezu in diesem Amt.

00:22:19: Die Herausforderungen sind gigantisch!

00:22:20: Die Erwartung sind gigantesch der Struktur von Öffentlichkeit also die Öffentlichkeite eine Struktur zu geben um die Dinge an Nachfragen, an Unzufriedenheiten einzufangen.

00:22:33: Der ist riesig.

00:22:33: und was früher gute Chefredakteure mit einem großartigen Leitartikel hinbekommen haben das ist eben heute so einfach nicht mehr möglich.

00:22:43: und dazu brauchen wir Bundespräsident dieses Sprache sprechen, die das aufnehmen, die es strukturieren, sich gleichermaßen auch in den Parteienwettbewerb auskennen aber vor allen Dingen gegen den Strich Dinge formulieren, die auf große Resonanz stoßen.

00:23:02: Deswegen so einen demokratischen Populisten der Mitte wäre eigentlich die richtige Herangehensweise.

00:23:08: Wir sprechen ja leider nicht so gerne in superlattiven wie ich sondern kommen wir immer etwas abwägen da um die Ecke.

00:23:15: aber würden sie den Gedanken teilen dass tatsächlich jetzt dieser Bundespräsident-Bundespräsidentin wirkungsmächtiger sein muss als All seine Vorgänger?

00:23:26: ist mir ein bisschen zu absolut, aber als der Großteil seiner Vorgänger.

00:23:30: Weil wir uns einen Bundespräsidenten ohne jetzt zu sehr Kritik dranzuüben wie jetzt Frank-Walter Steinmeier vielleicht nicht noch mehr nochmal so leisten können weil wir einfach eine große Notwendigkeit haben für dieses Amt.

00:23:43: während man früher in etwas weniger polarisierten gesellschaftlichen Zeiten ja das Gefühl hatte der Bundespräsident.

00:23:50: Das Außendarsteller ist natürlich Wächter über die Verfassung und über dem Demokratie Nicht so unter Druck bei vielen Vorgängern, wie es vielleicht aktuell ist.

00:24:01: Ja, fröhlich Freiheitsverliebt in die Zukunft verweisen mit Klarheit, Orientierung geben ist nicht gar nicht einfach.

00:24:09: aber wir sehen an dem Seelsorger Gauck der eben als Seelsorger Begriffe geprägt hat und den wir uns sofort orientieren konnten den auch immer zugehört haben dass das sehr viel auslöst.

00:24:26: Sprachgewinn ist Bachtgewinn.

00:24:28: Wir können es dann damit identifizieren, nicht dass wir davon Fürsorge erwarten aber doch eine Hilfestellung.

00:24:37: und wer das zu sehr als bürokratische Aufgabe interpretiert der erreicht die Bevölkerung nicht.

00:24:50: man muss sich auskennen auch als Jurist vielleicht um blockierte Regierungsbildungen aufzulösen, als zumindest in der Verfassung sollte man sich auskennen.

00:24:59: Aber das kann man sich irgendwie auch anreignen.

00:25:01: Wichtiger ist bei einem Amt was Formal keine Macht hat die Sprache eben als zentralstes Instrument für Gestaltungspotenziale zu nutzen.

00:25:11: Insofern muss er sprachwach oder sie sprachwach sein.

00:25:16: In einem Ausmaß Das kann man gar nicht genug betonen Klarheit, Sehnsüchte, Orientierung, Entscheidung, Sicherheit, Zugehörigkeiten zu kanalisieren.

00:25:30: Mit Blick auf die letzten Jahrzehnte wird ja auch deutlich wie schwierig die Findung eines solchen Kandidaten ist.

00:25:37: weil wenn ich zurückblicke Steinmeier sehe ich da nicht Gauk ist derjenige der gefühlt immer noch der Bundespräsident der Herzen ist weil ich das Gefühl habe wenn er irgendwo öffentlich auftritt oder sich auch über Demokratie oder Gesellschaft äußert ist es immer noch wirkungsmächtiger als dass was Frank-Walter Steinmeier sagt.

00:25:53: aber auch davor, wenn ich an Horst Köhler Christian Wulf und so weiter zurückdenke.

00:25:58: Das waren ja alles nicht diejenigen, die mit ihren Auftritten eben ein Land geeint oder einen Diskusunspunkt zum Beispiel gesetzt haben.

00:26:08: Wer würde denn aus ihrer Replik in diese Kategorie von Gaug fallen, die sie eben selbst beschrieben haben?

00:26:15: Ja, jetzt machen Sie wieder das Glatteis hier auf.

00:26:18: Klar, Sie wollten mir einen Namen nicht nur wer es wird sondern wer's dann auch kann.

00:26:24: Nein mit Rückblick!

00:26:24: Wer konnte ist denn?

00:26:26: Ja so Gaug allemal.

00:26:28: Interessant dass der einzige der Keinerpartei angehörte den wir gehört haben.

00:26:32: also mitsetzen wie unser Herz ist weit aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt.

00:26:36: und etwa

00:26:37: Genau Gaug-Kontes, Kühler und Wulf glaube ich nicht

00:26:40: Auch im Konter Doppelpart zu merken.

00:26:43: als Eisprinzess sind eher als zur Rührung immer in der Lage.

00:26:48: auf die Minute

00:26:49: super.

00:26:50: Sie wollte ihn ja aber nicht immer,

00:26:51: bitte?

00:26:52: Sie wollten ihn ja nicht.

00:26:53: immer war er erst der zweite Anruf zurück.

00:26:54: Ja ist klar.

00:26:55: Erst mal wollte sie ihn nicht mehr und zweiten Mal dann doch schon eher.

00:26:59: Warum ich sie jetzt dahin dass sie mir endlich mal sagen werden der Vergangenheit aus ihrer Sicht da zugetroffen hat oder vielleicht auch nicht.

00:27:06: Ich habe ihn ja mit Köhler und mit Wolf schon Namen genannt Da müssten Sie jetzt nur mal den Daumen heben oder denken.

00:27:12: Also von Weizhecker

00:27:13: natürlich, von Weitzhecker einmal in der ersten Amtszeit also würde auch jedem raten nur fünf Jahre das zu machen.

00:27:20: die zweiten Amtszeiten war nie grandios natürlich prägend Häus der allererste und er ist unvergessen, der dieses Amt erst mal ausgeformt hat sich gegen Adenauer durchgesetzt hat in der Konstellation dieser besonderen Herausforderung ein international verhasstes Land irgendwie da Staatsoberhaupt zu sein, das wieder auf die Beine zu stellen.

00:27:47: Das war nicht einfach.

00:27:49: hohe Intelligenz also geistige Unbeschenktheit reicht da nicht aus dann muss man schon mehr auch nicht so.

00:28:00: Also die Belanglosigkeit von Reden, so eine Lauge der Belanglosigkeit, das hilft auch nicht weiter.

00:28:08: Es gibt herausragende Ausnahmen aber es kommt auf die Situation an, auf die Zeit und auf die Herausforderung, auf diese Konstellation wer jeweils im Kanzleramt ist.

00:28:18: Auch so ein Duo wirkt dadurch in der Wechselseitigkeit.

00:28:22: weitzeckersgröße geistige Überintelligenz wie dies wahrgenommen wurde ihm Abgrenzung zu Kohl darauf beschworen, was in der Sache so natürlich gar nicht stimmte.

00:28:35: Weil die Intelligenz mit der Kohl auch mit der Weitsicht zum Beispiel Deutsche Einheit organisiert hat hätte Weizecker ihm ja auch beispielsweise nie richtig zugetraut und er hat dann mit der Deutschen Einheit als Weizeicker ja auch ein bisschen gefremdelt war aus der Zeit gefallen.

00:28:52: also finde ich sehr interessant die Paarungen sich konkret anzusehen und damit auch die wechselseitigen Wirkung.

00:29:00: Mein Punkt ist einfach, dass jetzt in einer Zeit es nicht nur einfach ausreicht, sich gegen die AfD zu positionieren.

00:29:08: man muss mehr Lust machen im Sinne eines demokratischen Populisten für fröhliche Freiheitsverliebtheit geradezu Und die Vorzüge dieses freien Lebens zu verteidigen, uns mitzunehmen in den Schwierigkeiten.

00:29:24: Die das mit sich bringt.

00:29:25: dazu braucht man eine originellen Sprachgestos und auch Antriebsmomenten.

00:29:32: Man kann auch operativ, obwohl man formal das nicht darf Das Thema vorantreiben, was wir ja auch mehrfach hier zum Thema gemacht haben.

00:29:41: Wie kann man so eine Legitimationskrise durch Krise der Repräsentation auflösen?

00:29:46: Natürlich durch Partizipationen, durch Gesellschaftsberatung, durch alle neuen Formen von Partizhipationen.

00:29:52: Durch alle zu abenteuerliche Ideen wie man aus einem Schlossbild wie heraus diese Prozesse antreiben kann, der Teilnahme und Teilnahme sie zu verändern sodass wir unter den Rahmenbedehungen Entscheidungen mit einbringen zu können, sie neu zu formulieren.

00:30:16: Auch aus dem Schloss Bellevue etwas hören sollten und damit er anstößt oder sie anstürzt neue Prozesse wie man Entscheidungsfindung Willensbildung neu und anders zusätzlich organisieren

00:30:31: kann.".

00:30:32: Was ist denn aber von außen Ihr Eindruck gefühlt?

00:30:34: von einem halben Jahr waren sich Aller handelten Personen einigt, dass die Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier eine Frau sein sollte.

00:30:43: Das schien quasi abseits von Namen der Breite Konsens.

00:30:47: Es wurden gehandelt.

00:30:48: ganz am Anfang Jüller Knöckner dann Annegret Krampappen, Karrenbauer Priehen, die Ministerin wurden gehandelt.

00:30:55: und jetzt zuletzt höre ich außer von Markus Söder der Ilse Eichner ins Spiel bringt überhaupt nicht mehr viel von Frauen, sondern bekommen ehrlicherweise aus CDU rein.

00:31:05: Immer mit das Boris Rhein der hessische Ministerpräsident unbedingt Bundespräsident werden möchte was man auch an der einen oder anderen Äußerung die er zuletzt getätigt hat vielleicht ableiten könnte.

00:31:15: es wird immer wieder gesagt dass Friedrich Merz den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Otto de Fabio seines Zeichens auch ein Mann präferieren würde.

00:31:24: wie sicher sind sie sich denn In der nächsten, nach dieser nächsten Bundesversammlung tatsächlich eine Frau Bundespräsidentin wird.

00:31:34: Oder anders gefragt sehen Sie sich noch genauso sicher wie vor einem halben Jahr oder nicht mehr so sicher?

00:31:40: Das ist ja so eine typische journalistische Frage das einschätzt zu können.

00:31:49: Das ist auch das was Söder am Wochenende in seinen Interviews immer wieder herausgearbeitet hat dass es einen Vorschlag von der CDU K gab einen breiten Wunsch der CDU, dass es eine Frau sein sollte.

00:32:03: Deswegen hat er einer Frau vorgeschlagen.

00:32:05: Das war auch

00:32:05: übrigens in unserem Podcast das Ausschlusskriterium des Vordergründige was sie für sich selbst immer vorgeschoben haben?

00:32:11: Ja genau und ja...das ist schwer zu beurteilen.

00:32:17: ich glaube im Moment nicht Kompromiss im Sinne eines dritten Herangehens, dann ein Mann wäre das glaube ich nicht.

00:32:27: Ich glaube dass die Chancen... Das ist eine Frau wird diesmal wirklich ernsthaft sind höher sind als bei den letzten Malen bei denen dann immer nur alibi mäßig Frauen vorgeschlagen worden sind wenn klar war dass sie keine Mehrheit haben.

00:32:41: Wenn wir jetzt auf die frau Ilse Eigner die der Rosa Elefant im Raum des Parteitages am Wochenende gewesen ist Die anwesend war und von März auch begrüßt wurde aber gar nicht in diesem Kontext ja erwähnt oder diskutiert worden ist, werden wir das jetzt weiter verfolgen.

00:32:58: Das wäre ja auch das Ende aller Hoffnungen von Markus Söder doch noch irgendwann mal wenn März wackeln sollte Bundeskanzler zu werden?

00:33:05: Auch mehr Zeiten der Unbrechenbarkeit und des Gewissheitsschwundes, dass sowas würde ich im Sinne eines Automatismus nicht ausschließen.

00:33:15: Wenn wir sehen mit welcher Größenordnung die FDP jahrzehntelang Vizekanzlerschaften gestellt hat als Kleinstpartei.

00:33:27: Wie sie entscheidend dafür war, wer am Ende eine Mehrheit als Bundeskanzler bekommen hat?

00:33:35: Wenn wir jetzt sehen wie die Rolle von Kleinparteien auch unter mehrheitsführendem Osten ist was die BSW und so weiter anbelangt.

00:33:42: ich würde jetzt nicht ausschließen dass kleine Parteien sich weiter in Position bringen über die Größenordnung hinaus.

00:33:54: Das eine schließt das andere formal.

00:33:56: Es muss eine besondere Situation sein, gerufen zu werden.

00:33:59: Die CDU müsste vergessen was die CSU ihnen bei dem Laschet-Balkant angetan hat dass sie zu den schlechten Wahlergebnissen maßgeblich beigetragen hat, den Kandidaten zertrümmert und auch die Regierungsbildung zertrümmert.

00:34:15: Laschet hätte gerne Mehrheit hinbekommen.

00:34:18: All das muss mal runter schlucken!

00:34:19: Es fehlt der große alte weiße Mann, der mit Schäuplet damals eben gesagt hat ihr machts oder ihr macht es nicht?

00:34:27: Den gibt's nicht.

00:34:28: ich schließe deshalb Situationen nicht aus dass so ein Ruf kommen könnte unter den Rahmenbedingungen.

00:34:36: Also es gibt ja zwei Modelle immer, das eine ist ein Kanzler verzichtet und man wählt nach.

00:34:42: Und das andere Modell ist dann die Kanzlerinkandidatur.

00:34:47: Ruf muss ich immer an Konklavis denken, die dann irgendwann wählen oder aus der Menge gerufen wird.

00:34:54: Wer haben Sie das Gefühl?

00:34:55: Glauben sie dass Markus Söder in der Reihe einer CDU-Fraktion oder auch der Gesamtpartei inklusive der Ministerpräsidenten mehrheitsfähig wäre?

00:35:07: kommt auch eben auf die besondere Situation an.

00:35:09: Das schließe ich nicht aus, eine Person zu haben mit der man Zukunft verbindet, mit dem man neue Mehrheiten verbindet und eine andere Ansprache verbindet.

00:35:28: Es gibt ja diese Sehnsucht nach mehr autoritärem Gestus, die geht ja mit ihm auch anheim.

00:35:35: Aber nicht im Sinne einer anordnen Disziplinierung wie es mit Merz verbunden ist sondern schon cleverer innerhalb eines Parteien-Arrangements weil Merz wirkt ja oft außerhalb seiner eigenen Partei weil er etwas anordnet und gar nicht darauf achtet dass er die Partei mitnehmen möchte.

00:35:59: Das ist bei Söder anders und das Terror der CSU im Moment über den Innenminister ist gut vorbereitet auf Sympathie im Moment gestellt, dass all das würde die Sache jetzt nicht fundamental ausschließen?

00:36:17: Ich hatte auch das Gefühl wenn man sich auf eine Zeit nach März, ob die jetzt nach der nächsten Bundestagswahl wann noch immer die Bundestagswahl wäre sich beziehen würde oder ein Wechsel dort an der Spitze anderweitig vollzogen wäre, muss die CDU ja irgendwas anders machen.

00:36:36: Auch personell.

00:36:37: und alle Kandidaten, die dort wie jetzt Henrik Wüst so die logischen Nachfolger wären, die wären zwar nicht mehr als zwei Punkt Null aber sie wären ja ähnlich datsmännisch und ähnlich vom Auftreten her und zwar jetzt nicht in diesem CEO-Duktus von oben herab, aber ich glaube Sie würden sich nicht signifikant unterscheiden.

00:36:57: Deswegen erwisste ich mich auch schon bei den Gedanken, wenn die CDU sagt um aus der Abwärtsspirale rauszukommen müssen wir was anderes machen.

00:37:03: Wäre der das auf jeden Fall markant anders machen würde Markus Söder.

00:37:08: Nur als Gedankenspiel habe ich jetzt nicht zu Ende gedacht... Ja

00:37:12: so Kanzler Tinder, ne?

00:37:14: Das machen sie ja auch gerne.

00:37:16: Wir haben mal Bundespräsidenten Tinder gemacht, jetzt machen wir Kanzlertinder.

00:37:21: Ja, das ist Zeitvertreib.

00:37:23: Wichtiger wäre jetzt im Sinne der Problemlösung die anstehende, dass wirklich in den nächsten Wochen gesetz Entwürfe kommen, die so durchschlagen wie das jetzt zuletzt bei der Notfallgesetzgebung war, Notaufnahmengesetzgebungen in meinem Vokabular, das hieß bestimmt ganz anders als das Gesetz.

00:37:44: also, dass es doch auf große Resonanz gestoßen immer wieder neue Angehensweisen an Mehrheiten.

00:37:50: Dass die Regierung nachweist, dass sie Politik- management noch kann, also Probleme auch abzuräumen.

00:37:56: Da setzen wir ja auf Rheinland-Pfälzische Impulse sehr stark.

00:38:02: Sehr interessant auch wie über den Ministerpräsidentenvorsitz, Ministerpräsidentskonferenz Vorsitz von Herrn Schneider seine Bekanntheit deutlich zugenommen hat.

00:38:15: und jetzt mit der Stärke im Bundeskabinett mit Rheinland-Pfalz und auf der als Bundestagspräsidenten-Ebene ist schon beeindruckend, wie Rheinland Pfalz die Berliner Republik einnimmt.

00:38:31: Trotzdem gerne zum Ende dieser Folge, das stimme ich Ihnen natürlich bei und als Rheinlands-Phalzer und Chefredakteur aus RheinLand-Pfalz freue ich mich natürlich über diesen Einfluss also den Einfluß der Politiker nicht über meinen.

00:38:43: eine Schleife rund

00:38:43: um die... Wann sind Sie so zurückhaltend?

00:38:46: Bei Ihnen immer.

00:38:48: So bin ich immer der Korte, Sie schieben mich nur immer in so eine andere Ecke.

00:38:52: Das

00:38:53: wirkt aber jetzt wie eine intelligente Generalverriegelung!

00:38:58: Schleife rund um den Bundespräsidenten... Ich habe gesagt komisch das dann noch kein Name oder kein Kompromiss herrscht.

00:39:03: Sie haben gesagt es ist ja noch Zeit.

00:39:04: Wann würden sie denn?

00:39:07: Also ungeduldig werden sie wahrscheinlich nie als ausgeruhter Wissenschaftler.

00:39:10: Aber wann wäre es denn für Sie an der Zeit einen Vorschlag zu erhalten oder zu kennen?

00:39:18: Aus meiner Sicht reicht da der November würde ausreichend.

00:39:23: Wenn es eine Kandidatin ist, die jetzt in der Berliner Republik noch nicht so unterwegs ist muss sie ja auch die Gelegenheit bekommen sich in den Fraktionen vorzustellen.

00:39:35: Sie muss keinen Wahlkampf starten.

00:39:37: Es gab ja Kandidaten wie Herzog damals, der richtig Wahlkampf gemacht hat weil der spontan praktisch eingesprungen war damals Und Kohl dann ihn genommen hatte, also es gibt so Wahlkampfkonstellationen.

00:39:52: Aber man muss schon in den Bundestagsfraktionen vorbeikommen nicht nur in der Weihnachtsphase da wir Ende November solche Besuche schon gut.

00:40:03: die Fraktionen in den Landtagen kann natürlich nicht alle besuchen das geht nicht.

00:40:07: aber Das wäre eigentlich eine seriöse herangehensweise.

00:40:14: Ich sagen wir zwei behalten dass geschehen in den kommenden wochen im november Im Blick und vor allen werden wir es auch.

00:40:21: Und das ist jetzt eine wichtige Nachricht für alle treuen Korte- und Ringhörer zu unserem Jubiläum im Blick halten, und zwar mit einem Live-Podcast, zu dem wir sie alle herzlich einladen möchten.

00:40:32: am vierundzwanzigsten November um zwanzig Uhr werden Karl Rudolf Korte und ich im Staatstheater Mainz live einer Podcastfolge XXXL aufnehmen rund um das Jubiläum unserer hundertsten Folge.

00:40:46: und da haben wir uns auch etwas besonderes ausgedacht.

00:40:48: Und zwar freuen wir uns aus demweise nicht nur zu zweit auf der Bühne zu sitzen, sondern dass politische Geschehen und einen Blick auf unsere Gesellschaft mit dem Kabarettisten Lars Reicho zu werfen den Herr Korte schon sehr lange kennt aus Kindheitstagen quasi an.

00:41:02: Das heißt es ist eine Wiederzusammenführung, auf die ich mich natürlich sehr freue weil auch Herr Reicho dafür bekannt ist, dass politisch geschehen durchaus scharfzüngig und offen einzuordnen und zu begleiten.

00:41:13: Und wir freuen uns auf jeden, der sich anmelden möchte oder vorbeikommen möchte am vierundzwanzigsten November um zwanzig Uhr im Staatstheater.

00:41:20: Anmeldungen sind möglich unter chefredaktionadvrm.de.

00:41:24: Einfach eine Mail schreiben mit den beiden Namen.

00:41:27: Sie kommen auf eine Liste.

00:41:28: Wir bestätigen dann den Eingang und ich glaube das wird ein ganz schöner Abendakorde oder?

00:41:32: Es wird superabend.

00:41:34: Vor allen Dingen kann ich mich auch mit dem anderen Mal unterhalten Nicht nur mit ihnen, das wird insofern dann bereichernd anreichend geradezu.

00:41:44: und es ist ein Dienstagabend.

00:41:46: Ich weiß nicht ob Sie Dienstags auch noch arbeitsfähig sind weil normal kenne ich Sie ja nur

00:41:51: Montags?

00:41:52: Ja.

00:41:52: Ich habe Montag morgens immer so einen Standardtermin im Kalender.

00:41:55: der nimmt mich schon immer relativ mit dass stimmt da aber meistens schaffe ich bis Dienstag.

00:42:00: Das wie so ein Verwöhnungsschaden.

00:42:04: Eintreten kann.

00:42:06: Aber so hat jeder seine Aufgabe?

00:42:07: Ich habe das Gefühl an diesem Live-Podcast muss ich gucken, dass sich auch zu Wort komme wenn Sie und Herr Reichow auf der Bühne sitzen.

00:42:13: da muss jeder einfach seinen Platz finden.

00:42:15: Ja, das stimmt.

00:42:17: aber, wer schon den Chef im Namen hat, der setzt sich auch durch.

00:42:24: Das ist ja bei Herrn Reicher und bei mir nicht der Fall Wir sind ja nur in der Zuhörerrolle praktisch.

00:42:31: Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf in diesem besonderen Rahmen, Herr Korte rund um unsere hunderte Folge.

00:42:36: Unser schönes Jubiläum oder unseren hundertsten Geburtstag miteinander zu feiern.

00:42:40: wir werden natürlich auch noch eine Special-Folge dann direkt zum Hundertsten machen die live Podcast folges kurz danach und ich habe immer den Eindruck Herr Korter erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht dass wir zwei ist schon jetzt annähernd einhundert Folgen miteinander aushalten.

00:42:56: also wahrscheinlich ich eher mit ihnen als sie mit mir.

00:42:58: aber

00:42:59: Ja, das Gute ist natürlich dass die Berliner und die Mainzer und die Wiesbadenhaar-Republik sich immer weiterdreht.

00:43:04: Sodass wir dann auch genug Stoffe haben.

00:43:06: Das ist ja das Interessante!

00:43:09: Deswegen freue ich mich jetzt schon auf unsere nächste reguläre Folge am kommenden Montag.

00:43:13: Ich bedanke mich Herr Korte bei Ihnen wie immer für Einschätzungen aller Art und Gedenkanstöße, die unsere Hörerinnen und Hörern, Zuschauerinnen und Zuschauer garantiert auch wieder durch diese Woche begleiten werden.

00:43:26: fürs teilnehmen akkorde.

00:43:27: danke schön da draußen für die aufmerksamkeit und allen noch eine schöne woche auf wiedersehen und tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.