Folge 61: Trump, NATO und EU – Orientierung in unsicheren Zeiten
Shownotes
Politik im Krisenmodus – und die Epizentren liegen längst nicht mehr nur in Berlin oder Brüssel. Unser Blick geht mal wieder über den deutschen Tellerrand hinaus, denn Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte meldet sich in dieser Folge aus Abu Dhabi, einem Ort mit geopolitischer Bedeutung.
Im Mittelpunkt der aktuellen Folge steht die Frage, wie Politik und Gesellschaft krisensensibler und überraschungsfester werden können. Politikwissenschaftler Korte betont: Auch bei den Bürgerinnen und Bürgern braucht es mehr Agilität – und das Verständnis, dass Politik nicht alles wissen und lösen kann. Krisenfestigkeit beginnt auch individuell.
Außerdem schauen Chefredakteur Dennis Rink und Experte Korte auf die EU, Donald Trumps "Ansprüche" an Grönland, die Rolle der NATO in dem derzeitigen Konflikt und die außenpolitische Rolle des Bundeskanzlers Friedrich Merz.
Ein Angebot der VRM.
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00:00:03: Korte
00:00:04: und Rink.
00:00:06: Politik, die bewegt.
00:00:11: Eine neue Woche, ein neuer Montag und deswegen höchste Zeit für unseren VRM-Podcast Korte und Rink.
00:00:17: Und auch heute ist das wieder keine Selbstverständlichkeit, dass wir erscheinen, denn Herr Professor Korte, vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit genommen haben, denn Sie sind mal wieder im Urlaub.
00:00:28: Ja, ich muss ja neue Erfahrungen sammeln.
00:00:31: Das ist wichtig.
00:00:33: Als Sozialwissenschaftler ist man ja immer im Feld.
00:00:36: Als Beamter und vor allen Dingen als Hochschulprofessor ist man auch immer in Dienst.
00:00:41: Insofern ist das praktisch Arbeit.
00:00:43: Und ich nenne das deshalb Campus Süd, an dem ich hier bin.
00:00:47: Das heißt, wenn ich mir jetzt den Blick von ihrem Balkon angucke, das mit den Palmen mit Arbeit gleichzusetzen, das macht mich jetzt maximal neidig, aber ich komme damit natürlich klar zum Start in die Woche.
00:00:57: Ich halte es aus.
00:00:59: Ja, also es ist ja so, dass wir neue Epizentren in der Politik haben.
00:01:03: Dazu gehören die Golfstaaten.
00:01:06: Und die Vereinten Emirates sind Vermittler in vielen Konflikten.
00:01:10: Dort selbst mal zu sein, ist also zwingend notwendig.
00:01:14: Ich rate ja auch Chefredakteuren immer wieder, dass sie mal ausgehen aus ihrem Haus, nicht nur Führung simulieren gegenüber den Mitarbeitern im Haus, sondern auch mal einfach vor Ort gehen, nicht nur mit Leserinnen und Leser mit den Räumen, sondern auch mal andere Erfahrungen zusammen.
00:01:30: Und das mache ich hier einfach.
00:01:33: Aber haben Sie einen Vorort-Termin mit dem Scheich?
00:01:38: Also ich habe viele Zugänge hier natürlich neu erschlossen.
00:01:43: Auch international, weil natürlich ein internationales Publikum hier ist.
00:01:46: Vor allen Dingen beim Joggenmorgens fällt einem sehr viel auf, wie das hier geordnet, kreativiert, zivilisiert, verläuft und wie das alte neben den neuen existiert.
00:01:59: Und man sieht natürlich, was man mit Reichtum Zukunfts gewandt.
00:02:03: machen kann.
00:02:04: Das ist kontrastreich zu Russland, in dem ich schon viele Jahre nicht mehr war.
00:02:11: Ich war nur zweimal in Moskau, also es ist Jahrzehnte her.
00:02:16: Aber da wird ja investiert, praktisch nur in Vergangenheit, das fossile Vergangene.
00:02:22: Und hier wird mit dem Geld das Neue aufgebaut.
00:02:25: Ich will jetzt nicht über die Liberalität in diesem Staat fabulieren.
00:02:32: Da kenne ich mich viel zu wenig aus, da ist wahrscheinlich nicht weit hiermit.
00:02:36: Dennoch stellt es einfach auf, dass das Moderne hier eine Zukunft hat, ganz offenbar.
00:02:44: Thema international passt auch zu unserer heutigen Folge, dass Sie unterwegs sind, weil wir natürlich nach dieser Woche auch etwas über den deutschen Tellerrand hinausgucken müssen.
00:02:53: Ich sage mal so, wenn ich auf den politischen Start in zwei, sechsundzwanzig angucke.
00:02:59: Hat man ja vielleicht im privaten Gehirn politischen den Vorsatz, man lässt es mal ein bisschen ruhiger angehen, hoffentlich wird es nicht so krisenbehaftet.
00:03:07: Das würde ich jetzt nach zweieinhalb Wochen schon, wenn ich Politiker wäre und hätte diesen Vorsatz gehabt, Adakta legen.
00:03:13: Also die Politik bewegt sich ja weiterhin auch die deutsche Bundesregierung und kompletten Krisenmonus.
00:03:19: Ja, wir hatten ja letzte Woche schon den Eindruck, dass wir ein Jahresrückblick ansetzen können nach wenigen Tagen.
00:03:25: Das geht so weiter und das ist das Neue.
00:03:29: Wir brauchen deshalb Unsicherheitstraining, immer eine Sensibilitätsschulung für das, was vielleicht eintreten könnte.
00:03:35: Wie werden wir krisensensiv, irritationsfest, überraschungsfest?
00:03:41: Das ist ja die Schlussüberlegung, die man anstellt.
00:03:44: Also wie panzert man sich praktisch?
00:03:48: Und wie ist man variabel, um auf alles einzugehen?
00:03:51: Insofern brauchen wir nicht nur Krisenstäbe, sondern wir brauchen auch im Bewusstsein der Bürger.
00:03:58: eine Agilität und ein Verständnis, dass Politik nicht alles weder Regel noch wissen kann, was eintritt.
00:04:07: Also mit dem Überraschenden zu rechnen, das ist es und insofern ist die Konsequenz, doch wie können wir uns vorausschauend in einem Vorsorgestart selbst krisenfest machen?
00:04:23: Die Banalitäten der letzten Wochen haben wir gelernt, wie man vielleicht bis zu Generatoren, selbst anschaft oder irgendwie Wasser vorreden, wenn Strom ausfällt, diese Dinge.
00:04:34: Aber darüber hinaus kann man natürlich auch sich überlegen, was notwendig ist, im europäischen Kontext ganz sicherlich auch abschreckend auf andere zu wirken, dass niemand zugreift auf dieses Gebildet der Europäischen Union.
00:04:49: Das ist jetzt aber ein herer Anspruch, den Sie an die Bürgerinnen und Bürger haben, wenn Sie sagen, man muss mental krisenfester werden, weil ich mich gerade bei Ihren Ausführungen gefragt habe, wo die Grenze zwischen abstumpfen, resignieren und krisenfester sein, oder sagen jetzt mal aus der Medienbrille überhaupt noch Nachrichten zu konsumieren oder nicht?
00:05:08: irgendwann komplett abzuschalten und zu sagen, was ich nicht weiß macht, mich nicht heiß.
00:05:12: Das stimmt.
00:05:13: Die Gefahr ist groß.
00:05:15: Aber der Deutsche hat ja politiskulturell so ein super etatistisches Grundverständnis.
00:05:21: Der Fürsorgestaat, die Staats, ja Fürsorge, ist ausgeprägt.
00:05:27: Alles soll der Staat regeln.
00:05:30: Das ist ja letztlich auch eine Steilvorlage für sozialdemokratische Partei, die mit so Staatsfürsorge eher umgehen kann als marktliberale Parteien wie die FDP.
00:05:40: Aber die SPD nicht wirklich daraus auch etwas macht.
00:05:43: Aber das ist eigentlich der Zugang.
00:05:45: Das wird kontakariert einmal dadurch, dass vielleicht zu viel passiert und wir deshalb abschalten eher.
00:05:53: Das ist natürlich die Gefahr, die nicht, die schwer zu verhindern ist.
00:05:58: Umgekehrt kann man sagen, in der Krise kann man auch viel neu etablieren.
00:06:03: Also man kann aktiv handeln.
00:06:07: Man kann neue Szenarien aufmachen.
00:06:11: Man kann gestalten, wenn praktisch das Großklima ist, destruktiv alles zu zerstören, wie es ja Trump vormacht.
00:06:19: Also kann ich auch neu aufbauen.
00:06:22: Nie sind Zeiten so gut zum Gestalten, wie in einer Zeit, in der alles offenbar zerbricht.
00:06:29: Also wo sind die Akteure und wo sind die Institutionen, wie so krisenfest handlungsorientiert sind?
00:06:35: Und auch im Sinne des Chefredaktors, wo ist die... Öffentlichkeitsinitiative, die mediale kommunikative Offensive, um aus diesem Szenario als Sieger hervorzugehen.
00:06:46: Das ist doch die Frage.
00:06:47: Aber wenn die Leute immer weniger Nachrichten konsumieren wollen, ja, was wäre die Konsequenz des Herr Produkteurs?
00:06:55: Aber es aus Ihrer Sicht zum Beispiel, wenn ich auf die EU gucke, die ist ja in einem sehr reaktiven Muster.
00:07:03: Also sie reagieren jetzt wieder auf Trumps Ankündigung mit den Strafzöllen.
00:07:07: Sie haben eine begrenzte Anzahl an Menschen nach Grünland geschickt an Soldaten, aber sie wirkt ja jetzt weiterhin nicht aktiver gestaltender Teil in dieser Entwicklung, die sich dort gerade vollzieht.
00:07:22: Oder sind Sie ein bisschen anders?
00:07:23: Ja, es sieht an das kurzfristig so aus getrieben, aber die Rahmenbedingungen im letzten Jahr, wie sich das über Monate entwickelt hat, selbst Schulden zu machen, eine Rüstungsindustrie europaweit gemeinsam aufzubauen.
00:07:38: neue Kreditideen zu entwickeln, wie immer die Ukraine unterstützt.
00:07:43: Da ist schiel an neuer gemeinsamer Solidarität entstanden und auch an neuer Handlungsfähigkeit bis dahin, dass eben die ersten Gespräche auch laufen, das nukleare Europa zu denken.
00:07:58: Das ist nicht alles immer öffentlich, aber das läuft ja im Hintergrund.
00:08:02: Das sehe ich nicht so.
00:08:03: Also ich sehe, wie immer die Krise in Europa auch gewirkt hat, dass sie letztlich politisch genutzt worden ist.
00:08:13: Klar, es ist tagespolitisch reaktiv, aber das ist auch ein bisschen getrieben durch sie, weil sie ja immer uns praktisch das präsentieren.
00:08:22: Ja, genau.
00:08:23: Was Trump gerade sagt, wenn er nie ist, wird das von ihnen übermittelt.
00:08:28: Die Konsequenz wäre ja darauf gar nicht zu reagieren, sondern eine eigene Öffentlichkeit zu schaffen, die auch eben ein Recht hat, bedient zu werden.
00:08:36: Ja, Herr Korte, jetzt sprechen Sie wie der Politikwissenschaftler, der in Abu Dhabi in der Sonne sitzt und sich das Leben einfach macht, wenn der Herr Trump als US-Präsident im Orwell Office sagt, er hebt Zeltzündzölle auf EU-Produkt und es betrifft uns.
00:08:51: Oder er sagt, ich denke drüber nach in Krönland einzumarschieren, fällt es mir natürlich schwer zu sagen.
00:08:58: Lassen wir mal.
00:08:59: Ja.
00:09:00: Es ist, dass es ja tagesorientiert, kurzfristig gedacht.
00:09:05: Ich bin ja praktisch Feldforschen unterwegs.
00:09:08: Insofern versuche ich ja, vielleicht neue Strömungen ja aufzunehmen.
00:09:13: Und du findest, was dann da auch gegensetzt zu können.
00:09:17: Aber was ist daran letztlich überraschend, dass Trump so reagiert, wie er reagiert?
00:09:22: Eigentlich nichts.
00:09:23: Hätte man mal mit rechnen können, dass sie das nicht wirklich gefällt.
00:09:27: Und so eher hätte man ... vielleicht am besten da bleiben soll mit unseren Soldaten.
00:09:31: Ich habe jetzt gehört, das ist schon wieder zurückgekehrt.
00:09:35: Ja, kurze Stippvisite.
00:09:37: Aber gut ist die Frage.
00:09:39: Bei den paar Soldaten, das dachte ich, schwerer Vergleich, muss ich ein bisschen an die Blauhelmer denken.
00:09:45: Weil bei dem Beginn des Ukraine-Konflikts, als die damalige Verteidigungsministerin gesagt hat, wir haben fünftausend Helmer organisiert und schicken die in die Ukraine.
00:09:54: Es hat schon was, ein bisschen mehr mit dieser Symbolik zu tun.
00:09:58: und im Vergleich zu dem, wo ich gerade hier bin, also so wie ich Sie kennen und einschätze, sind Sie ja auch morgens um sechs unterwegs und legen ein Handtuch auf die Lege.
00:10:07: Und diese Art von Symbolik ist das auch.
00:10:11: Dass wir da die paar Soldaten schicken, dann ist eben das doch belegt.
00:10:14: Obwohl es ein wenig Zeitigstückchen Stoff ist, halten sich die Leute dran und denken, der ist jetzt besetzt.
00:10:20: Obwohl, wie bei ihnen, zehn Stunden lang niemand da drauf geht.
00:10:23: Das ist ja nur ein Möglichkeitenraum, den sie sich schaffen mit diesem Handtuch.
00:10:29: Sie nutzen das einfach egoistisch und andere können es nicht nutzen, aber es ist einfach so.
00:10:35: Da bin ich und man wird einfach ein bisschen protzig, wird das dahin gelegt.
00:10:39: Wahrscheinlich auch noch eine aggressive Farbe.
00:10:44: Ich würde Maxi mein Handtuch um sechs da hinlegen, weil Leute wie sie in meinem Hotel Urlaub machen und schon um halb sechs anfangen dort Handtücher hinzulegen.
00:10:50: Also ich würde einfach nur in einem reaktiven Muster, mein eigenes Territorium versuchen abzustecken.
00:10:55: Ja, aber insofern bekommen wir in der neuen Zeit.
00:10:58: Das ist eben Interessenpolitik, nicht Wertepolitik.
00:11:02: Bei Werten würde man ja kultivierter umgehen, bei Interessen ist einfach, da bin ich, das gehört mir, das habe ich gekauft, das habe ich gebucht, das ist Trumpismus pur.
00:11:12: Insofern steckt das in uns allen drin, vor allen Dingen in ZF-Redakteuren und das wird jetzt eben in Politik überfühlt.
00:11:21: Kurze Frage, mit bespannungsvoll erwarteter Antwort, was glauben Sie, denn wird Trump... Grönland, also die ganze Szenarien, die da übernehmen, ist das für sie vorstellbar, dass der in Grönland einmarschiert?
00:11:33: Gut, jetzt sagt man ja, das schreckende Szenario ist da vorher, wenn du zu Ela, er ist jetzt schon mal kurz irgendwo einmarschiert und hat dort einen, ist nicht zu vergleichen, aber er stellt es halt die ganze Zeit in den Raum.
00:11:43: oder ist das eine Maximaltruhung, wo er auf einen Kompromiss, auf einen Deal hinausmöchte, den er ja so gerne macht, um der ganzen Sache zumindest in Schritten herzukommen?
00:11:54: Ich glaube, das ist ein falscher Gedankengang.
00:11:57: Gewissheitsrund ist ja Alltag, die muss einfach alles zuzutraue.
00:12:01: Es gibt nur Regelosigkeit, Zerstören.
00:12:04: Also der Galaktengang muss ja sein, was können wir tun, um das Optimum für uns herauszuholen?
00:12:10: Und das ist, dass wir Gründer eben als unabhängigen Staat schützen, dass er eine Dänowark-Konstellation hat, die also EU-relevant ist, NATO-relevant.
00:12:22: Das ist, glaube ich, das heran, die Trump.
00:12:24: Wann, wie agiert, wissen wir nicht, ihm ist alles zu zutrauen.
00:12:28: Aber dass jetzt innerhalb der NATO irgendwie Truppen aufeinander schießen, das halte ich jetzt für vollkommen unwahrscheinlich.
00:12:36: Und die Anstrengung, also wenn man sich überlegt, was er dort erreichen möchte, angeblich eben chinesische und russische Invasionen oder Ressourcenausbeutung zu verhindern.
00:12:48: kann er das ja auch auf ganz andere Weise machen.
00:12:51: Er hat ja die Basen dort schon aufgebaut, die kann er vergrößern.
00:12:55: Er kann auch gerne die amerikanische Flagge da in seinem Konsulat hissen.
00:13:00: Man sollte das auch nicht am Ende überbewerten.
00:13:02: So sehe ich das.
00:13:03: Aber mit was er agiert, da ist immer mit allem zu rechnen.
00:13:09: Das heißt, sie machen sich auch keine Sorgen um die Nato.
00:13:15: Gut, ich greife, wenn ich jetzt aufgreife, was in der Bundesregierung aus SPD-Kreisen wird gesagt, wenn da da was macht wäre, dass das Ende der NATO jens Spahn hat gesagt, naja, dann müssten wir jetzt mal darüber reden, kämen wir ein bisschen darauf an.
00:13:26: Also das ist ja immer die Frage der Welle, die dort überschwappt.
00:13:29: und wenn sich dann jetzt auch wieder anfängt, schwarz-rot über die Deutungshoheit seines Handelns in die Wolle zu bekommen, dann haben wir wieder ein Konfliktfeld zwischen unseren beiden Parteien, die ja eigentlich genug miteinander zu tun haben.
00:13:41: Also das Bündnis hat sich verändert.
00:13:43: Das ist nicht nur größer geworden.
00:13:45: Auch unter der Kriegsbedrohung haben wir zu neue Mitglieder bekommen, was ja tätelang völlig unklar war, dass die Finanzierungen werden besser.
00:13:56: Also ein Bündnis wandelt sich, verändert sich, würde damit auch sich wandeln.
00:14:03: Ich sehe das nicht in diese destruktive Herangehens, sondern ich sehe Zeränderungsmodus.
00:14:09: Was können wir neu kreieren, um eine Naht, die eben abschreckend auf andere wirken soll, weiter zu verstärken?
00:14:18: Das muss die Fragestellung sein.
00:14:20: Und was ich innerhalb der SPD höre, ist eben die Frage, was zur Kontroverse für die Nuklearfragen ist, wie man Atom macht.
00:14:31: Teilhaber werden könnte, auch nicht immer nur mit dem Verweis des alten Verträge.
00:14:35: Dazu gibt es, dass wir das alles nicht dürfen.
00:14:37: Man kann Verträge eben auch verändern, wenn alle zustimmen, alle Partner nicht einseitig, aber wenn alle neu verhandeln, ist das ja denkbar.
00:14:46: Also das Abschreckungsszenario, das müssen wir ausweiten.
00:14:50: Es war völlig klar in einer impfrealisten Zeitalter, in dem wir stecken, müssen wir alles darauf setzen, die Bündnisse Attraktiv so auszubauen, also ein Gegenmodell des Handelns aufzubauen und dieses Gegenmodell so abschreckend auch zu organisieren, dass andere es nicht antasten.
00:15:10: Auch zeitgleich hier Mekkosaure abkommt.
00:15:14: Jahrzehntelang verhandelt es auch keinen Zufall, dass das Gegenmodell, also Verhandeln über Interessen auch auf einmal abgeschlossen wird.
00:15:22: Es gibt immer Trend und Gegentrend.
00:15:28: Was heißt es jetzt diese internationale Entwicklung aus ihrer Sicht für Friedrich Merz, den Außenkanzler, der ja, wie wir schon häufig besprochen haben, im EU-Kontext ja ganz formidable als Krisenmanager unterwegs ist, ist jetzt aber natürlich auch wieder außenpolitisch gebunden.
00:15:46: Man hat ja manchmal das Gefühl, dann fehlt ihm etwas Kapazität für Innenpolitisches Handeln und Vorantreiben.
00:15:55: Grundsätzlich stärkt die Internationalisierung ihn auch.
00:16:00: die Kanzler Demokratie im klassischen Sinne, die sich oft über Außenpolitik legitimiert, zu einer sehr frühen Phase, in dem er zeigen kann, wie er eben der deutsche Interessen mit europäischen Versuch zu verstärken und vor dem Mittergrund der kommenden französischen Wahlen usw.
00:16:23: Es ist schon interessant zu sehen, dass er diese Stärke ausbaut.
00:16:26: Ich glaube, er nutzt das.
00:16:29: Vielleicht gibt es auch die Konsequenz, dass er für ihn politische Dimensionen, für die Sozialstaatsbeformen stärker eine Abstimmung mit anderen sucht innerhalb der Partei, die das übernehmen.
00:16:42: Ich weiß es nicht.
00:16:43: Ich kann nur hoffen, dass diese Schlussfolgerung der letzten Monate eine Konsequenz ist.
00:16:51: Aber zumindest die Umfragung.
00:16:53: Weiß jetzt nicht aus Ihrer Sicht, was gerade der Einflussfaktor ist, ob es diese Grünland-Krise und die Außendarstellung ist, aber die Umfragen laufen jetzt gerade besser für Ihnen.
00:17:02: Also es scheint eine Reaktion der Wähler zu geben auf das, was er tut.
00:17:06: Ja, es ist stärker wird anerkannt, die Tapferkeit zu stehen, da eine klare Position zu beziehen.
00:17:16: Dahinter verstecken sich viele gerne.
00:17:20: Das sieht eben wie eine Leistungsversprechung aus, den dieser Staat auch zu erbringen hat, ganz offenbar.
00:17:26: Und wenn das eben in den anderen Feldern auch passiert, dass eine Regierung nicht auffällt, dass sie unterschiedliche Dressen zwar ausgleicht, aber nicht auffällt im Sinne der permanenten Beschimpfungen, dann wird das sofort honoriert.
00:17:42: Das ist der einfachste Weg, auch Wahl zu gewinnen und zu mobilisieren.
00:17:47: Und das kann ich der Bundesrepublik nur wünschen, diese Wahl ja, dass sie das hinbekommt, weil davon eben die politische Mitte, die Parteien der politischen Mitte alle gleichermaßen von profitieren.
00:17:59: Die Distanz, Demokratie wird geringer, sie schwindet geradezu, wenn die Politik harmonischer agiert.
00:18:11: Gut, die Hoffnung haben wir schon seit langem, weil es eines der Mittel wäre für Ränder und Randparteien, um sie klein zu halten.
00:18:19: Ja, aber Sie sind Teil des Problems als Chefredakteur.
00:18:23: Das wissen Sie ja.
00:18:24: Das ist eine Prämie, dass Sie mich heute als Teil eines Problems bestanden haben.
00:18:28: Was haben Sie denn zum Frühstück getrunken am Urlaub?
00:18:31: Es war sehr gut, gut erstarrt in den Tag.
00:18:35: Und deswegen war ich auch mutig, heute mit Ihnen auch zu starten, das dazu zu nehmen, mit diesem Zeitunterschied.
00:18:42: Habe ich mir das ja erarbeitet.
00:18:43: Ich habe mir den Vorteil erarbeitet.
00:18:44: Ich bin ja jetzt drei Stunden vor Ihnen.
00:18:47: weil es also schon drei Stunden lang etwas mehr als sie nur erahnen können.
00:18:51: Das ist der riesige Vorteil.
00:18:53: Ja, aber wenn ein Raunen in einer Partei von irgendeinem Hinterbänkler zum Thema der Medien gemacht wird, dann ist das ihre Schuld.
00:19:03: Weil das Raunen dann eben manchmal auch nicht ernst zu nehmen ist oder auch zu unterdrücken.
00:19:09: Aber sie müssen nicht über jedes Raunen berichten.
00:19:14: Ja.
00:19:15: Ich verstehe und nehme wahr, das ist ja auch nicht das erste Mal, dass sie das in Richtung der Medien adressieren.
00:19:22: Und ich habe ja schon das eine oder andere Mal zugegeben, dass wir da auch eine Teilschuld an öffentlicher Stimmung mittragen, in der Abwägung dessen, wo eine Erregungsspirali an Anfang findet und wo sie zurecht stattfindet und wo es eventuell überzogen ist.
00:19:39: Okay, das ist schon mal der erste Weg zur Besserung.
00:19:42: Selbsterkennung.
00:19:44: Ja, ich will Ihnen ja Ihren Urlaub nicht verderben.
00:19:46: Ja, okay.
00:19:47: Und ich will Ihnen Ihren nächsten Leitartikel nicht verderben.
00:19:51: Und Ihre Pro, weil Sie an der Regel immer dafür sind, dass irgendwelche Bürgermeister ihr Amt verlieren, weil Sie eine kleine Feeltat begangen haben.
00:19:59: Dann sind Sie ja sofort dafür, dass Sie ihr Amt verlieren.
00:20:01: Das
00:20:02: ist ja rigoros.
00:20:04: Da sind wir immer noch Rekorde verschiedener Meinung.
00:20:06: Ich finde, wenn man absichtlich in der Öffentlichkeit die Unwahrheit erzählt hat, dann ist das eine, die fehlt hat und das andere das bewusste, täuschende Öffentlichkeit.
00:20:14: Das finde ich ist dann schon schwerwiegender.
00:20:20: Ja, es war keine Bagatelle.
00:20:22: Das gebe ich zu.
00:20:22: Aber ich hätte eher gehofft, dass Sie als ehemaliger Tennis-Spieler da ein bisschen mehr Weizsicht eingebracht hätten.
00:20:31: Ich weiß zumindest, dass Tennis ein Ventil sein kann.
00:20:35: Wie gesagt, man kann dann aber auch dazustehen und muss mit den Folgen leben, weil am Ende kommt es ja hier raus.
00:20:41: Ich weiß nicht, ob ich es für diesen wunderbaren Tennis-Film geworben habe, extra Wurst.
00:20:47: Nein.
00:20:49: Ich
00:20:49: weiß nicht, habe ich das schon?
00:20:51: Das ist ja jetzt angelaufen mit Happy Kerkeling und Christoph Marjareff.
00:20:55: Die haben
00:20:56: Sie letzte Woche erzählt, dass Sie bei der Premiere waren.
00:20:59: Ja genau, das ist ja das Szenario ist ja das eine Tennis Club Versammlung, Vereinsversammlung in der Deutschen Vereinsmeiererei.
00:21:08: Klassisch dargestellt wird ein über- und zwanzigjähriger amtierender Präsident wird einstimmig wieder bestätigt, aber dann entwickelt sich eben etwas, was aus dem Ruder läuft und was sehr schön ist, weil man sich selbst ertappt fühlt auf vielen Stellen.
00:21:23: weil es praktisch ein Film ist über Polizeekorrektnis und wie ein Kamerspiel inszeniert ist.
00:21:28: Das ist sehr attraktiv.
00:21:29: Immer Triggerpunkte, wie am Ende eine Einigung wieder aufgerufen werden und Showrunnen fliegt alles wieder um die Ohren.
00:21:36: Das ist aus meiner Sicht sehr gut gemacht.
00:21:39: Und Humorvoll.
00:21:40: Ich weiß ja nicht, Sie müssen auch mal über sich selbst lachen können, können Sie das?
00:21:44: Häufig, häufig, aber das sagt alles derjenige, der auf seiner Kreuzfahrt fast zur Mäuterei aufgerufen hat, weil er mit dem der Kapitänstemokratie nicht zurechtgekommen ist.
00:21:55: Nöstend, Nöstend.
00:21:56: Also Führung muss schon irgendwie modern passivativ angelegt sein und sonst kann ich dem nicht einfach so unterordnen.
00:22:04: Nur durch Ansage, man muss es bei mir begründen.
00:22:08: Das kam immer begründungslos daher und das ist ja auch nicht, wäre ja auch nicht ihr Erziehungsstil, nämlich Mann.
00:22:13: Sie sagen ja nicht nur, nein, sie begründen ja das, nein.
00:22:17: Ich erzähle jetzt
00:22:18: zu Hause, den Kindern versuche ich viel zu begründen, auch wenn keiner darauf hört.
00:22:22: Ja, der Kapitän hat nichts begründet, er hat einfach angeordnet und das ist nicht mein Verständnis.
00:22:29: Ich glaube, die Hörerinnen und Hörer und Zuschauerinnen und Zuschauer werden einen Eindruck dafür bekommen, was... Am dritten und vierten Februar in unserem gemeinsamen Buserkorde passieren wird, wenn wir zusammen auf eine Demokratietour gehen und dort Zeit miteinander verbringen.
00:22:45: Leibhaftig und lebhaft, denn... Ich arbeite dran.
00:22:54: Nur zur Vorstellung hier unserer fleißigen Zuhörer, da ich ja sehr oft mit ihnen darüber gesprochen habe, wo Demokratieorte erwachsen und wo Demokratie stattfinden kann und was für eine Rolle Medien in der Demokratie haben, was sie jetzt auch heute schon drei bis sieben Mal wieder betont haben, habe ich das zum Anlass genommen, um natürlich mit ihrem Einverständnis eine Demokratietour ins Leben zu rufen.
00:23:16: Und wir fahren wir zwei mit einem Bus zusammen am dritten und vierten März gemeinsam durch Rhein-Hessen an verschiedene Orte.
00:23:23: kommen mit verschiedenen Gruppierungen ins Gespräch.
00:23:26: Und hier kann ich schon mal die Einladung für alle Zuhörerinnen und Zuhörer aussprechen.
00:23:30: Am dritten März um neunzehn Uhr wird es unseren zweiten Live-Podcast in der Geschichte von Korte und Ring geben.
00:23:37: Wieder bei uns in der VRM, der erste war ja schon von großem Erfolg gekrönt, wer dort teilnehmen möchte kann, wenn er das hier hört, eine E-Mail mit den Namen an Chefredaktionen at VRM schicken.
00:23:49: und sich ab heute anmelden für den Live-Podcast am dritten März am neunzehnten Uhr.
00:23:53: Und Herr Korte, weil ich natürlich ihren Weg begleite mit ihrem neuen Buch auf die Bestsellerliste, wird es dort auch die Möglichkeit geben, dass eine ausgewählte, nach einer Verlosung eine ausgewählte Gruppe an Gästen ein handsigniertes Exemplar von Ihnen bekommt.
00:24:08: Ja, das ist, das ist ja schön.
00:24:12: Ich kann das nur unterstützen.
00:24:14: Das wird gut.
00:24:15: Und das Buch muss der Leser beurteilen, ob das gut ist.
00:24:21: Die Demokratietour wird auf jeden Fall gut gehen.
00:24:23: Wir sind mühefreundlich, dass Sie mitmachen.
00:24:25: Ich bin gespannt, was dabei rauskommt.
00:24:27: Ich glaube, tatsächlich über Demokratie mit verschiedenen Leuten zu sprechen im Vorfeld der Landtagswahl trifft einen ganz guten Punkt in unserer Zeit.
00:24:35: Der Bus ist ein eigener Demokratieort.
00:24:40: Aber an der Escorte sollten Sie noch arbeiten.
00:24:42: Ich habe eben gesehen an Ihrer Reaktion, dass das noch nicht vorbereitet ist.
00:24:46: Herr Korte, ich arbeite gerade dran neben dem Bus, den ich organisiert habe und der Fluxen-Idee, dass auf diesem Bus unser Beider-Konterfei aufgeklebt wird, damit wir dort erkennbar durch Rhein-Hessen fahren.
00:24:55: Da bin ich gerade dran.
00:24:56: Ich habe ja noch Zeit bis zum dritten, vierten März.
00:24:59: Dann kriege ich das mit der Escorte auch noch hin.
00:25:01: Sehr gut.
00:25:03: Dann vielen Dank, Herr Korte, dass Sie sich auch heute aus den Emiraten Zeit genommen haben für unseren Podcast.
00:25:08: Ich wünsche weiterhin gute Erholung.
00:25:11: Das scheint Ihnen ja sehr gut zu tun, so krawallig, wie Sie heute drauf waren.
00:25:14: Das klingt sehr erholt.
00:25:17: Und wünsche unseren Hörern und Hörern eine schöne Woche.
00:25:21: Danke fürs Zuhören.
00:25:22: Wir hören uns nächsten Montag wieder.
00:25:23: Und wie gesagt, wer Interesse hat, bitte anmelden am dritten März, Bis dahin eine schöne Woche auf
00:25:56: Wiedersehen.
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