Folge 64: Von Satire bis Sitzungsdruck – Warum Fastnacht für Politiker Pflicht ist

Shownotes

Die heiße Phase der Narrenzeit beginnt – und auch in der Politik steigt der Takt. VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte sprechen darüber, wie stark Fastnacht und politische Präsenz inzwischen miteinander verwoben sind. Besonders in der Fernsehfastnacht werden politische Räume ausgelotet: Wer dort nicht erscheint, verliert Sichtbarkeit. „Da braucht man Durchhaltevermögen“, sagt Korte. Rink ergänzt: „Und eine hohe Leidensfähigkeit.“

Diese benötigen diesmal beide selbst – denn Korte und Rink sitzen am Freitag bei „Mainz bleibt Mainz“ im Publikum. Ein besonderer Ort, an dem politisches Kabarett mit Satire, Ironie und Übertreibung den berühmten Narrenspiegel vorhält – während die Politikerinnen und Politiker selbst mit im Saal sitzen. „Kritik von der Bühne am Establishment“, so fasst es Korte zusammen.

Am Rosenmontag sind Korte und Rink „uff de Gass“ – daher erscheint an diesem Tag keine Folge. Die nächste Episode kommt am 23. Februar.

Ein Angebot der VRM.

Transkript anzeigen

00:00:03: Korte

00:00:04: und Drink.

00:00:06: Politik, die bewegt.

00:00:12: So schnell geht eine Woche vorbei und es ist wieder Montag und deswegen höchste Zeit für unseren VWM-Podcast.

00:00:17: Korte und Drink.

00:00:18: Und auch heute darf ich wieder den in dieser Woche mit Sicherheit, mit Sicherheit, narrigsten Politikwissenschaftler Deutschlands begrüßen, Prof.

00:00:26: Dr.

00:00:26: Karolorf Korte.

00:00:27: Hallo.

00:00:28: Ja, ein Helau am vor Montag, vor dem Rosemontag.

00:00:33: Sind Sie schon im Fieber?

00:00:35: Natürlich, das ist ja doch... als närrische Zeit nicht nur zu bezeichnen, sondern die Zeit ist eben mehr als nur dieser eine Tag.

00:00:44: Und da ich viel gearbeitet habe, am Rhein rauf und runter, da ist ja oft dann auch der Altweiber Donnerstag noch zentraler als der kommende Montag.

00:00:56: Und was ich beobachte, weil wir auch immer wieder darüber diskutieren, wo politische Räume entstehen, dass auch in den Wochen davor die zahlreichen Fassnachtssitzungen in ein Hessen gerade der Empfang oder die Nachsitzung, die dritte Halbzeit auch politische Räume in Wahlkampfzeiten sind, wo man gesehen wird, gesehen werden will und wo natürlich auch in der Haltung stattfinden.

00:01:19: Ja, das ist auch, finde ich, eines der anstrengendsten Bereiche, die so Politikerinnen und Politiker durchlaufen, dass sie natürlich unabhängig von den Wahlzeiten auch ansonsten da einfach Präsenz zeigen müssen.

00:01:34: wahrscheinlich zehn, fünfzehn Sitzungen mitmachen müssen und die Sitzungen sind ja dann fünf, sechs Stunden mit Pausen unglaublich lange.

00:01:42: Also da braucht man dauer Sitzvermögen, Durchhaltevermögen, aber wenn man sich nicht zeigt und den Ehrenplatz nicht einnimmt, wird das einem oft mindestens ein Jahr lang vorgehalten.

00:01:55: Also man muss durch Präsenz zeigen, dass man daran interessiert ist.

00:02:01: Nicht nur, dass man Humor hat, sondern dass man auch den Verein, die Aktivitäten, dass was zivilgesellschaftlich sich tut, was man eingeübt dort sieht, gut findet und damit auch würdigt.

00:02:13: Und das ist ja für die eine Veranstaltung absolut gut und richtig, aber man muss da ein bisschen Mitleid haben.

00:02:20: Da braucht eine hohe Leidensfähigkeit dann als Politikerinnen und Politiker in diesen Zeiten.

00:02:25: Wird Ihnen das auch ein Jahr lang rumgenommen, wenn Sie einen Ehrenplatz nicht einnehmen in einer Nahaller oder... Machen Sie das nicht?

00:02:31: Sie sind immer drauf.

00:02:33: Ich mache das ab und zu, aber das wird nicht irgendwie nachgetragen, weil ich ja kein gewähltes Amt habe.

00:02:41: Ich muss mich nur selbst repräsentieren und ich muss irgendwie hier bestehen vor der VRM.

00:02:46: Das ist schwer genug.

00:02:47: Und wenn ich da nicht da wäre, diese Lücke wird nachgetragen, weil ich weiß, Sie sind ja ein sehr nachtragender Mensch.

00:02:56: Deswegen muss ich da auf der Hut sein.

00:02:59: Wenn meine Freunde das jetzt hören, dann würde der eine oder andere wahrscheinlich anfangen zu lachen, weil mir das, das habe ich schon mal gehört, in einem suffisanten Note, das mit dem Nachtragen.

00:03:11: Ich habe einfach

00:03:12: nur ein gutes Gedächtnis der Korte.

00:03:14: Ja, so kann man das modern, vielleicht positiv gewendet ausdrücken, aber man muss natürlich auch nicht nur alles schön reden, normal sind sie ja im schlecht reden bekannt als Journalist.

00:03:27: Man kann in diesem Fall aber davon ausgehen, dass sie das ein bisschen ihrem eigenen Defekt etwas schön reden.

00:03:33: Und das ist nie schön, wenn man bei Freunden damit konfrontiert wird, dass einer nie etwas vergisst, weil sie vergessen ja dann in der Regel auch das Schlechte nicht, sondern sie vergessen auch... in der Regel nicht das Gute, aber es wird nie zum Thema gemacht, sonst wären Sie ja in dem Beruf nicht gelandet.

00:03:50: Jetzt bewegen Sie sich aber entgegen dessen, wie Sie sich selbst immer bezeichnen, im groben Bereich der Spekulation dafür, dass Sie sich immer nur an Daten und Fragen festhalten können.

00:03:58: Das gebe ich gerne zu, aber das ist die Aura des Nährischen, die wir ja gerade betreten und die ist weniger empirisch und sofern habe ich das jetzt einfach mal in diese Aura reingepackt.

00:04:11: ist denn, weil sie das Narentum und die Fasnart angesprochen haben und wir ja jetzt tatsächlich auf den Höhepunkt der diesjährigen Kampagne mit dem Wochenende zu steuern und wir uns, wie wir schon herausgefunden haben, Herr Korte, am kommenden Freitag im kurfürstlichen Schloss bestimmt sehen werden, hoffe ich zumindest.

00:04:29: Ja, bin da gerne dabei, bin eingeladen vom ZDF dabei zu sein, weil dies ja auch das ZDF wieder dran ist, die wechseln sich ja immer mit dem SWR ab.

00:04:41: Und das ist natürlich eine, ja, in diesem Jahr sehr politische Veranstaltung.

00:04:46: Da geht es genau darum, welcher Politiker wird wann, nicht nur eingeblendet.

00:04:52: Wer wird länger eingeblendet, das messen die Parteien ja mit.

00:04:55: Wie wird welcher Politiker begrüßt oder nicht begrüßt?

00:04:58: Es gibt ja keine größere Demütigung für Politiker, als sie nicht beachtung.

00:05:03: Insofern ist das zentral.

00:05:05: Was hat man dann wie an?

00:05:07: Und sofern bin ich kleiner Miniteil davon, aber das ist eine sehr schöne Inszenierung.

00:05:12: Und ich vermute ja, dass ich sie gar nicht entdecke, weil sie ja so eine Vollmaske wahrscheinlich tragen.

00:05:18: Bei meiner Nase lohnt sich eine Vollmaske gar nicht.

00:05:20: Das ist eine Identifizierung des Merkmal.

00:05:22: Aber ich werde am Ende der Folge auflösen, Herr Korte.

00:05:27: Oh, ja, gut.

00:05:28: Dann sind wir alle gespannt, was das geben könnte.

00:05:32: Aber das ist schon interessant.

00:05:36: wenn man sieht, was dort nicht nur zusammengetragen wird, sondern was als Politikstatire, als politisches Kabarett, großartig dort am Freitag präsentiert wird und was ja in vielen Wochen im Vorfeld, in vielen Gemeinden schon längst auch gesehen worden ist.

00:05:54: Das finde ich einfach beeindruckend.

00:05:56: Und da sehe ich auch den Vergleich zu Köln, und da bist du glaubt, das ist eine eminent politische Veranstaltung.

00:06:03: Satire, Ironie, Übertreibung, Verfremdung, all diese Dinge spielen sicherlich eine große Rolle.

00:06:08: Aber der politische Kerngerhalt ist das Interessante, den sogenannten Narrenspiegel, dem Establishment vorzuhalten, was unten sitzt und was dann eingeblendet wird und was die Ganzzeit sich darüber amüsieren muss, dass man selbst dort karrikiert wird.

00:06:24: Das ist super schwer, weil man weiß ja nie, in welchem Moment die Kamera aufreiten, ausleuchtet, alles ausleuchtet und das ist auch zuweilen, vermutlich anstrengend.

00:06:35: Aber da die Rückfrage, weil Sie das eben so selbstverständlich gesagt haben, die Parteien messen quasi eine Präsenzzeit, so wie eine Redezeit in einer Podiumsdiskussion.

00:06:47: Damit beschäftigen sich ja offenbar auch Fernsehräte, dass da eben die Parteien sich melden und sagen nicht nur über bestimmte Berichte und Positionen, sondern auch in der Präsenz, der Dauer, der Berichterstattung über ein Parteitag war etwas länger oder kürzer.

00:07:02: Das ist der normale Alltag.

00:07:05: Da haben sie doch in ihrer Redaktion vermutlich auch mitzutun.

00:07:07: Und das spielt in den Wahlzeiten.

00:07:09: Wir haben dann vier Wochen oder das in der dreieinhalb Wochen.

00:07:12: ungefähr vor der Wahl spielt das natürlich eine Rolle, wer da wie begrüßt wird und wie lange eingeblendet wird.

00:07:18: Weil wir eben durch die Wahlforschung auch belegen können, hier kommt die Imperie wieder zum Zuge, dass Präsenz und Bekanntheit sehr viel ausmacht, ob einer dann gewählt wird oder nicht.

00:07:30: Völlig unbekannte Leute.

00:07:33: werden gewählt vielleicht über ihre Partei, aber die eigentliche Mobilisierung läuft natürlich über die Bekanntheit einer Person bei zumindest bei Landtagswahl.

00:07:43: Ich merke, dass die Aufregung auch Medien gegenüber in Wahlkämpfen zum Wahltag hinsteigt und ich tatsächlich regelmäßig von Lesern oder Akteuren damit konfrontiert werde, wenn ein Bild die Partei zeigt und ein Bild die anderen eine Analyse zum Beispiel.

00:07:59: Wir versuchen ja schon, Also ausgewogen natürlich gerade in Analysen, aber schon auch teilweise von Zeilenlängen her, das so ausgewogen zu gestalten, dass ich schon auch immer Redaktionsinterne darauf fährt, lege, dass wir auch den journalistischen Auftrag haben, manchmal einen Punkt zu setzen und Dinge zu gewichten, vor lauter Gleichgewichtung, damit wir nicht irgendwann nur Wahlprogramme wiedergeben, sondern auch den Mehrwert den journalistischen bieten, aber das ist schon manchmal abenteuerlich, was dann uns als Medienhaus auch unterstellt wird.

00:08:26: Ich muss dann immer ein bisschen lachen, wenn sich der eine schreibt mir eine Mail und sagt, ihr seid seit der Regierung schon SPD-nah, der andere hat jetzt auf den Facebook-Kommentar von mir geantwortet, ich sei ja relativ CDU-ner und würde jetzt Wahlkampfhilfe für die CDU machen, die würde ich immer gerne mal miteinander... Daten, damit die sich austauschen können, um vielleicht herauszufinden, wer jetzt Recht hat, wobei mir immer wichtig ist.

00:08:44: Wenn alle aus allen Richtungen meckern, hat man auch alles richtig gemacht.

00:08:47: Ja, das ist ein gutes Zeichen.

00:08:48: So werde ich das bei mir auch, wo ich wie eingeladen werde, wenn das keine öffentlichen Termine sind, sondern eher im Kontext der Parteien, Hintergrundgespräche, wer da alles etwas mit allem machen möchte.

00:08:59: Wenn das alle Lager sind, hat man da alles richtig gemacht.

00:09:02: ist man schwer zu verorten und so sollte es ja auch letztlich sein, um dann Beratungsleistung auch tätigen zu können.

00:09:08: Ich bin wirklich mal gespannt am Freitag mehr aus dem ersten Wahlkampf, also aus dem Stuttgarter Wahlkampf dort auftaucht, weil auch wenn es jetzt dran ist, wechseln sich mit dem SWR ab.

00:09:20: Also das strahlt ja aus natürlich auch stark in den Baden-Württembergischen Raum.

00:09:26: Und das wäre auch naheliegend, dass von dort dann sich politische Prominenz zeigt, um auch daran zu erinnern.

00:09:33: Aber ich weiß nicht, ob dazu keine Informationen, aber es wäre natürlich interessant zu sehen, weil der Wahlkampf bundesweit natürlich erstmals noch die viel größere Beachtung findet als der Mainzer Wahlkampf.

00:09:44: Es ist ja auch die Mutter alla TV-Sitzungen mit einer langen Historie.

00:09:47: Ich habe gerade die Tage noch mal recherchiert.

00:09:49: Es gab, glaube ich, die Sendung mit dem höchsten Marktanteil, Heute unvorstellbar, aber man sieht eben den Stellenwert auch als politische Bühne und sie waren ja auch schon in der ein oder anderen Dokum mit der Geschichte dieser Fernsehfastnacht zu sehen.

00:10:06: Da fand ich im Blick immer spannend, der Charakter dieser Sitzung hat sich ja im Laufe der Jahre insofern verändert, dass dort früher nicht nur geraucht wurde, wurde früher überall, sondern auch kein Kostüm getragen wurde, sondern dass dann eher ein relativ editärer Kreis war.

00:10:21: Und dort ja aber auch schon politisch ausgeteilt wurde und man auch in Wahlkämpfen gesehen werden wollte und gesehen wurde.

00:10:27: Eine Episode erinnere ich mich legendär mit Strauß und Kohl, die beide in einem Raum saßen, wo dann auch der Redner aufgegriffen hat in Richtung Kohl, ob man denn einen Strauß binden wollte und dann wurde Strauß eingeblendet.

00:10:39: Das fällt glaube ich dem anderen Politiker relativ schwer, da immer dann im ersten Moment die Kontenost zu bewahren muss es ja aber, weil ein blöder Gesichtsausdruck könnte dann auch schwere Folgen haben.

00:10:50: Sie wissen ja, ich bin Westfale und auch... Also hier die hohen Migrationshintergrund, diese Region.

00:10:58: Aber als Westfale war das für uns ein Höhepunkt der Fastnacht.

00:11:01: Da wurde das Zimmer geschmückt und dann haben wir das alle geguckt und als Kinder durften wir länger aufbleiben.

00:11:06: Das ist wirklich eine feste Bank gewesen im Verlauf des Jahres, auf das man sich gefreut hat.

00:11:12: Natürlich habe ich da als Kind wenig kapiert, weil es eben ein politisches Fernsehen war.

00:11:18: Man ist vielleicht auch mal zwischendurch eingeschlafen, was auch immer.

00:11:20: Aber interessant, Sie sagen, es war damals eine elitäre Veranstaltung.

00:11:24: Das ist es heute auch noch.

00:11:26: Die Bruntheit leuchtet gar nicht, dass das Establishment da sitzt.

00:11:30: Das Chefredakteur sitzt da unten und nicht das gemeine Volk, nicht die Leute, die bei Ihnen.

00:11:36: normal schreiben, dass der Chefredakteur sitzt da, das ist der große Unterschied.

00:11:42: Sie können sich gleich rechtfertigen, die saßen früher auf.

00:11:45: Sofern ist es ja auch eine Kritik von der Bühne am Establishment.

00:11:48: Das ist fast schon, kann man sagen, ein populistischer Blick.

00:11:52: Wir hier oben, Blicken auf euch da unten, also in Wirklichkeit ist es ja genau umgekehrt.

00:11:57: Aus allen Bereichen sind führende Personen, die dort Es schaffen, auf dem schmalen, kleinen Stühlchen zu sitzen, diese vier Stunden komprimierte Sitzung auszuhalten.

00:12:09: Und da sollte man sich nicht drüber täuschen.

00:12:12: Es ist insofern eine treffende Beobachtung von der Bühne, da etwas zu produzieren, was offenlegt, was falsch läuft, was verzerrt ist, was übertrieben ist und das humorvoll.

00:12:29: darzustellen, das ist so ein klassischen Nachendspiegel vorzulegen und dann gibt es ja auch Übertreibung wie zu Bonnewitz-Zeiten, die dann die Humorkonzerne als solches kritisieren, diese Humor-Mafia, also das Etablierte auch um den Humor herum ernst nehmen.

00:12:50: und allein die Ausrüstung sage ich jetzt mal mit den vielen Orden und... den ganzen Uniformen nehmen natürlich, nimmt man mal den Humor, sondern es zeigt wie ernsthaft die Leute das auch in den Rangfolgen, in den Skalierungen für sich selbst nehmen.

00:13:13: Und da ging eben jahrzehntelang oder sehr oft Bonnewitz voll rein und hat das dann zusätzlich kritisiert.

00:13:21: Nur Merkung am Rande im Vergleich zu ihm muss der Chefodaktor sich jedes Jahr aktiv um eine Karte bemühen und ist jedes Mal froh, wenn er eine bekommt, dass also kein Automatismus.

00:13:29: Aber was sie ansprechen, ist natürlich mit dem Spiegel in der Person des Tils, der ja wirklich einen Spiegel dabei hat, jahrelang von Friedrich Hoffmann verkörpert und jetzt zu Florian Sitze im Prinzip übergangen oder aufgegriffen als Figur der Mainzer Fastnacht.

00:13:43: Und wenn sie das mit den Orden ansprechen, ich erinnere an Johannes Gerster, hochdekuriert und dort natürlich dann auch immer mitten in der Fastnacht.

00:13:51: Und dann erinnere ich mich an den Broten vom Bundestag zum Beispiel, der ja als Kern die politische Fastnacht aufs Korn genommen hat, wo ich mich aber immer frage oder mich interessieren würde, wie Sie das sehen.

00:14:04: Das eine ist ja tatsächlich immer das Vorhalten des Spiegels auf sachlicher Ebene oder auf politischer Ebene.

00:14:10: Manchmal gleitet sie einmal ab in eine etwas persönliche Note.

00:14:15: Hat dafür Sie die Fastnacht eine Grenze, wo Sie auch manchmal in der Vergangenheit schon das Gefühl hatten, das war jetzt vielleicht eins drüber?

00:14:21: Fast nacht auch das.

00:14:22: Ja, also diese historischen Zusammenschnitte daran kann man das erkennen.

00:14:27: Der Witz hat sich natürlich verändert, der Humor hat sich verändert, aber auch unsere Vorstellung von politischer Korrektnis hat sich verändert.

00:14:33: Da gibt es Dinge, die heute niemand mehr so vortragen würde.

00:14:37: Allein schon, die das nicht emanzipierte im gesamten Arrangement, also diese Otter- und Ballatmosphäre.

00:14:46: bei der es immer so wirkte, dass da die Damen mitgenommen wurden, aber nicht im Zentrum waren, sie wurden noch eingeblendet und auf der Bühne eben auch die Witze nur gegen die Frauen gerichtet hat, nicht nur, aber doch viel.

00:14:59: Das ist ja völlig aus der Zeit gefallen.

00:15:02: und da gibt es eben auch Stücke, die das wieder karikieren, wenn es darum geht, so Identitätspolitik ins Zentrum zu rücken, sich vielleicht zu viel aus Sicht der Bühne.

00:15:14: nur noch um Minderheiten zu kümmern, die keine Minderheiten sind, sondern nur weil einer jetzt wie am linken Knie ein Tattoo hat, daraus eine Minderheitsfrage zu machen, dass alle, die ein Tattoo am linken Knie tragen, natürlich auch wichtig sind.

00:15:29: Da gibt es auch Stücke, die das dann in diese übertriebene Maße zeigen.

00:15:32: Aber da ist schon der gesellschaftliche Wandel, der Wertewandel, der Emanzipationsschub, hat natürlich auch diese Sitzung.

00:15:42: vollkommen verändert.

00:15:45: Aber das Etablierte ist geblieben.

00:15:47: Auch die Richtung der Kritik ist natürlich geblieben.

00:15:51: Ich muss jetzt, weil Sie das gerade erzählt haben, an meinen Livetalk rings Lokalrunde in der zweiten Staffel denken.

00:15:58: David Margit Sprunheimer zu Gast und die hat dort auch sehr eindrücklich geschildert wie Sie ja.

00:16:03: als erste und einer der wenigen Frauen jahrzehntelang über die auf die Bühne geschafft hat eigentlich nur über Umwege per Zufall und dann auch Teil von ein zwei Liedern waren.

00:16:14: kurz schlucken musste, als sie mir erzählt hat, was da der Inhalt war mit Würmern und auf die Bühne und in den Mund und andere Dinge, die man sich wirklich nicht mehr vorstellen kann.

00:16:21: Aber sie hat gesagt, das war eben damals so.

00:16:24: Ja, oder die Männer waren verkleidet als Frauen.

00:16:26: Ja.

00:16:27: Frau Babisch und Frau Strubbelig und andere, die waren dann als Frauen rollen auf der Bühne, aber es waren Männer.

00:16:34: Und das zeigt eben den Wandel, den auch diese Sitzung natürlich mitgemacht hat, wenn gleich es eher eine konservative Anmutung geblieben ist, von der Herangehensweise zu kritisieren, auch von der Darbietungsform.

00:16:53: Es ist ja nicht revolutionär umtriebig, sondern es ist stabile Verlässlichkeit durch das, was einen erwartet, nicht nur die Figuren, die einen erwarten, sondern auch das Ritual.

00:17:07: Und das leicht zu modifizieren, ist ja in all den Jahren auch glaube ich, den Fernsehen sehr schwer gefallen und ist einmal auf große Kritik gestoßen, sodass eigentlich es immer so aussieht wie immer.

00:17:20: Das ist ja tatsächlich auch jedes Jahr ein neues Thema bei der Besetzung der Fernsehsitzung, zum einen, dass die Fernsehsitzer sagen, Fernsehsender sagen, sie haben ein überregionales Publikum und da müssen zum einen die Parteien, oder die, nicht die Parteien, sondern die Protagonisten müssen ja überregional bekannt sein, das heißt, man setzt.

00:17:40: auf bekanntere und tut sich mit Newcomern per se schwerer.

00:17:43: Und dann sind natürlich manche Vorträge auch lokal hier sehr erfolgreich, weil sie lokale Themen auftragen und dann müssen aber bisweilen die Auftreten dann ja ihre Vorträge für die Fernsehsitzung entweder kürzen oder umschreiben, weil sie weniger Zeit haben.

00:17:56: Sie haben es ja schon angesprochen, geht ja nur vier Stunden die Sitzung und zum zweiten werden dann manchmal zu lokale Themen auch ausgestrichen, um eben überregionale Punkte zu setzen, weil man mit Stilrichtung auf das Überregionale Publikum sagt, das muss eben jeder verstehen.

00:18:10: Und deswegen ändert es ab und an den Charakter dieser Fernsehsitzung im Vergleich zu den vorherigen Sitzungen und führt dazu, dass dort häufig die bekannten Gesichter sind und immer drüber debattiert sind, dann macht ihr denn jetzt diesen Generationswechsel?

00:18:22: Ja, ja, Jüngere tauchen schon auf.

00:18:25: Ja, aber sehr, sehr mühsam und sehr, sehr punktuell, dass die man eingezogen werden und sich dann über Jahre... Jetzt praktisch

00:18:31: die aufbruchsbreite politische Mitte, auch die konstruktive Mitte, die sich dort trifft unten wie oben.

00:18:38: extremer wenig Zugang, auch wenig Zulauf, das muss man schon sehen, dass man sich ein bisschen vergewissert, dass man dazugehört, aber auch diese moralischen Ernst mit einbringt, die Haltung auch öffentlich zu dokumentieren.

00:18:55: Also dieses Anti-AFD-Bashing, was ja einige der Figuren auf der Bühne sehr stark und sehr explizit machen, ist eben Ausdruck, dass die Mehrheit hier als politische Mitte versammelt ist und eigentlich aus dieser Stärke heraus auch mobilisieren könnte.

00:19:13: Und darüber haben wir ja oft gesprochen, meistens fällt uns das nicht auf, dass das genutzt wird und gemacht wird, sondern man eher Angst verzagt.

00:19:23: resigniert, guckt, was die Ränder machen, aber selbst nicht aufwuchsbereit ist oder nicht danach greift, eine politische Geschichte selbst zu erzählen, was doch alles gut ist, was gelingt.

00:19:34: Dieser Tage schrieb einen Kollege von Ihnen, überall ist Magdeburg, ich bringe das ja immer mit überalles Lüdenscheid, Blick auf die Reparatur, zweijährige Reparatur.

00:19:44: Das war, der Kollege von Ihnen schrieb, dass ihm auf seine, ja vielleicht selbst... beschriebene oder wahrgenommenen Miese-Petrigkeit immer alles zu denken.

00:19:53: Es geht dem Bach runter, es wird schlecht und hatte auch prognostiziert, dass Magdeburg vielleicht schief gehen kann für den neuen Ministerpräsident.

00:20:00: Jetzt hat er zwei Stimmen mehr bekommen.

00:20:03: Also warum kann man sich auch mal so eine andere Sicht sehen, dass es auch gut werden kann, dass sich etwas positiv verändern kann?

00:20:10: Da finde ich, ist die Sitzung auch ganz hilfreich, wenn man sie insgesamt nimmt, was dort an Beschimpfungen abläuft, was an Darstellungen abläuft, dass es doch in dieser Szene der politischen Mitte sich letztlich abspielt.

00:20:24: Das wird ja tatsächlich deutlich, wenn Andreas Schmidt als Obermestiner in seinem einen Vortrag, der ist ja mittlerweile tatsächlich schon legendär geworden, als er komplett gegen die AfD ja auf der Bühne fast schon ausgerastet ist.

00:20:35: Lars Ayschow macht das ja Jahr für Jahr, dass er da sehr deutlich wird und man merkt dieses Wechselspiel zwischen Saal und Redner, die sich ja beide dann... entfalten oder einen Kraftzentrum erzeugen, was glaube ich auch dazu führt, dass Jahr für Jahr der Redner auf der Bühne mittlerweile gar keine Hemmung mehr hat, über die AfD zu sprechen.

00:20:52: Also da wird ja von der Wortwahl her alles rausgefeuert, was vielleicht früher mit Sicherheit politisch nicht korrekt gewesen wäre und was ich heute manchmal zog, ich dann auch, wenn ich das höre, weil ich denke so komplett unter der Gürtellinie, auch wenn es passt und wenn sie es vielleicht verdient haben, sollte man so eine gewisse Kontenors vielleicht noch bewahren, aber man merkt natürlich das Wechselspiel im Saal.

00:21:11: Ja, weil wir doch gelernt haben, wie differenziert man in einer werften Demokratie gerade so konstruktiv umgehen kann mit der AfD, eben nicht generell, sondern sehr präzise Einzelnen, die vielleicht auch zu so einer Sitzung wollen oder die waren ja auch ein, zwei Mal als Gäste da nachzuweisen, was sie eben Antidemokratische gerade zu gesagt haben verfassungsfeindlich gesagt haben geschrieben haben oder Mitgliedschaften in bestimmten Gruppierungen.

00:21:39: Aber diese Einzelnachweis von Personen ist das Wirkungsvollste auch als Instrumentarium, weil wir haben, was auch viel überzeugender ist als generell, weil die Partei sitzt in den Landtagen, sitzt in Bundestag, sitzt in den Kommunen.

00:21:52: Da ist es dem Wähler oft schwer erklärbar, dass da so ein fundamentales Bashing erfolgt.

00:21:59: Würden Sie die TV-Sitzung politisch irgendwo verorten.

00:22:04: Kann man die verorten?

00:22:05: War die früher konservativ, ist jetzt mittiger?

00:22:10: Konzervativ im Sinne der Status quo-Oientiertheit, der Stabilitätsbewussten herangehensweise an Themen, an bestimmte Rituale.

00:22:26: Ja, das ja auch eine konservativ ist ja in allen Parteien ein denkiger Flügel.

00:22:34: Die Parteien, der Mitte waren alle da.

00:22:36: Ich erinnere mich auch an Bilder wie Librand und so was, auch Hiron der Sozialdemokratie,

00:22:45: die

00:22:47: da eine große Rolle gespielt haben, über die Landesgrenzen hinweg.

00:22:54: Aber in dem Gestos, der Behaaktlichkeit auch... der langsamen Veränderung, der das bewährte Inzentrum rückt, ist das natürlich eher eine konservative Veranstaltung.

00:23:09: So würde ich das schon einordnen.

00:23:11: und das sollte auch nicht davon ablenken, dass vielleicht rebellische Kleidung als Mast gerade dort eine Rolle spielt.

00:23:20: Das ist ja auch immer die Frage.

00:23:22: Haben Sie schon mal mitbekommen oder hätten Sie eine Einschätzung?

00:23:25: Wenn ich jetzt Politiker im Wahlkampf fahre oder generell Politiker, haben wir schon drüber gesprochen, Mimik und Gestik spielt eine Rolle, wenn die Kamera an ist, aber natürlich auch die Verkleidung.

00:23:33: Markus,

00:23:34: macht das ja immer etwas provokativ?

00:23:36: Das ist der

00:23:37: Süder.

00:23:38: Süder ist ja da vorne.

00:23:40: Also der, was er dieses Jahr auf seiner besonderen Frankensitzung da agiert, das ist ja doch sehr aufwendig.

00:23:47: Das ist ja eine völlige Verwandlung.

00:23:49: Und ja, also was möchte man sein?

00:23:52: Ich meine, die Uniformen heben ja auch in einen besonderen Stand und die sind nicht nur teuer in der Anschaffung.

00:24:00: Sie zeigen eben auch, dass man vielleicht mehr sein möchte, als man im Alltag ist.

00:24:05: Das kann man durch eine Uniform ja auch dokumentieren.

00:24:08: Die Spitzenpolitiker sind natürlich gut beraten, dass sie das sehr beutsam machen, dass sie das ihrem Stil entsprechend eine Rolle wählen und sich da zum gespött machen.

00:24:22: Söder ist praktisch drüber bei allem.

00:24:24: Da ist das egal.

00:24:26: Bei ihm geht man davon aus, dass das nicht normale, das normale ist.

00:24:31: Wobei ich bei den Uniformen teile ich Ihre Meinung, aber das hat auch etwas von Glaubwürdigkeit zu tun, wenn ich jetzt wie Jan Metzler, dem Bundestagsabgeordneten, der ja wirklich schon sehr, sehr lange in einer Grade ist und deswegen auch mit einer gewissen Verbindung und Haltung.

00:24:47: Das trägt, den nimmt man sehr ab, wenn ich jetzt aktiver Politiker in einem Wahlkampf fahre und würde auf einmal mit einer Garde-Uniform kommen, wo man ja äußerlich allein schon sieht, dass da gar nicht viel dran hängt und dass die noch relativ blanko ist.

00:24:58: Das wäre für mich jetzt schon einen Schritt zu viel, um zu sagen, das machst du jetzt nur im Wahlkampf und du stehst halt nicht dahinter.

00:25:04: Und das ist ja auch die Kraft dieser sozialen Bewegung.

00:25:08: Letztlich werden ja auch neue Demokratieorte kreiert durch diese Sitzungen.

00:25:16: in tausendfacher Folge in vielen kleinen Gemeinden, der Vorlauf über Monate etwas gemeinsam zu erarbeitet.

00:25:22: Das ist doch ein Demokratie-Projekt an sich.

00:25:25: Das ist doch die Hauptfunktion.

00:25:28: Nicht nur, dass man auf der Bühne natürlich die Politik kritisiert.

00:25:33: Lautheit, sondern auch in dem gemeinsamen Herangehen, Interessen.

00:25:38: gemeinsam zu formulieren, die Zeit zu verbringen, sich gemeinsam etwas zu erarbeiten, sich dabei auszutauschen.

00:25:44: Das ist die Bewegung, die fast nach jedes Jahr auslöst, tausendfach.

00:25:51: Und der Kulminationspunkt, der kleine, den wir dann öffentlich sehen, ist auf der Bühne dieser einen Beitrag.

00:25:58: was da im Hintergrund läuft, ist einfach, ist faszinierend und man müsste es erfinden.

00:26:02: Genau deshalb, weil hier eben Gemeinschaft geschaffen wird, Solidarität sich erstellt und auch in ganz klassisch analogen Formen die Demokratie lebt.

00:26:14: Haben Sie im Laufe der Jahrzehnte, in denen Sie diese Sitzung verfolgt haben, irgendein Lieblingsredner oder jemanden, den Sie besonders gemocht haben oder immer noch mögen?

00:26:23: Ja, also Bonnewitz war, finde ich, mein Hero, weil er eben auf so vielfältige Weise scharfzüngig und intelligent kritisiert hat, auch letztlich sich selbst.

00:26:40: Das fand ich, die Rolle war, Prinz Biby fand ich sehr fasziniert, aber bei den anderen jetzt welche herauszugreifen wäre ein bisschen unfair, weil Das ist, je politischer das ist, umso mehr interessiert es mich natürlich.

00:26:54: Und ja, da gibt es ja wirklich Paraderollen, die sich eignen, wenn man politisch interessiert ist, den Regelrecht zu folgen.

00:27:07: Bei Bonowitz bleibt immer hängen Ehre die Alten, bevor sie erkalten.

00:27:13: Mir persönlich hat Jürgen Dietz tatsächlich, den ich vorhin schon mal erwähnt habe, als Bote vom Bundestag, weil man auf politische Fastnacht gepolt ist, mit einer gewissen Schafzünglichkeit.

00:27:23: Das hat auch manchmal ein bisschen drüber und ich fand manchmal auch im persönlichen Bereich ein bisschen beleidigend.

00:27:28: Aber sowas fehlt, finde ich, bis heute in der Aktienturierung, weil das natürlich durch diese Rolle des Boten vom Bundestag ist.

00:27:36: Oder politiker Darstellung als solche, also als Merkel auf die Bühne zu kommen oder als Trump oder War nicht überprinchal, das war schon beeindruckend.

00:27:46: Man könnte ja auch mal als Schiffredakteur auf die Bühne kommen, finde ich.

00:27:49: Das wäre immer eine sehr schöne Rolle, finde ich.

00:27:52: Eine gute Überleitung.

00:27:53: Ich glaube, Herr Korte, auf der Bühne will mich niemand sehen.

00:27:55: Aber ich werde natürlich ein Publikum sein und habe meine Überraschung mitgebracht.

00:28:00: Für diejenigen, die uns auf YouTube verfolgen, diejenigen, die uns nur hören, den muss die Beschreibung lang.

00:28:04: Aber wir haben ja über das Kostüm gesprochen.

00:28:09: Oh, ja.

00:28:11: Leute, schaltet ein.

00:28:13: Schaltet ein.

00:28:14: Werde tatsächlich mit einem...

00:28:16: Das sieht gut aus.

00:28:17: ...Jaket kommen und mit einer Z-Pujama Hose.

00:28:20: Das ist gut.

00:28:21: Und man muss uns ja von der allgemeinen Zeitung, also

00:28:25: vor der Frage der

00:28:26: Kostüm, jetzt sagen Sie natürlich als Leser der Wormser Zeitung, wo ist die WZ, das stimmt.

00:28:31: Das stimmt, das müsste, also ich warte dann postalisch auf eine Zusendung noch, dann trage ich das auch gerne am Freitag, aber das A ist natürlich das legendäre A, ist das große Erkennungszeichen, das stimmt.

00:28:44: Das ist

00:28:45: sehr originell, das sehr schön ist das.

00:28:48: Genau, dazu gibt es die Pyjama-Hose, für oben oben muss ich mir noch was überlegen, damit ich entweder erkannt oder nicht erkannt werde oder was stilecht ist.

00:28:54: Jetzt müssen Sie akkorde noch Ihr Kostüm verraten.

00:28:58: Ja, das ist eine... Die älteren werden sich daran erinnern, es gab immer so einen Sendeschlusszeichen.

00:29:07: In Farbe gab es das schon und dieses Sendeschlusszeichen, das werde ich auf meinem Jackett und meiner Hose und meiner Krawatte tragen.

00:29:14: Weil ich denke, wenn mich ein Sender einlädt, das ZDF dankenswerterweise ist das auch angemessen, dass ich mich so kleide.

00:29:21: Insofern ist das eine Parallele.

00:29:23: Sie haben das A und ich habe das Sendeschlusszeichen.

00:29:26: Was man heute nicht mehr kennt, weil rundum gesendet wird, aber das hat damals eine große Rolle gespielt.

00:29:31: Und Sie haben, dass Sie den Sendesschluss quasi dokumentieren und verkörpern.

00:29:39: Soll ich da noch drauf eingehen oder lassen wir das im Raum stehen, was da jetzt nachliegend ist?

00:29:46: Denken lernt man beim Denken.

00:29:48: Also wenn Sie jetzt nachdenken, ist das ja auch mal für die Zuhörer interessant.

00:29:54: Also wenn wir nicht so viel Zeit haben, irgendwann ist es wahrscheinlich... der Podcast dann zu lang, aber ich würde sagen, wir überlassen jedem unserer Zuhörer den Interpretationsspielraum, das Karl-Rolf Korte, das personifizierte Sendeschlusszeichen.

00:30:08: Ja, genau.

00:30:10: Danke, Herr Korte, für die Einschätzung.

00:30:11: Ich freue mich sehr, wenn wir uns am Freitag hoffentlich sehen.

00:30:15: Der Saal ist so eng, dass man sich eigentlich sehen muss, aber manchmal... vielleicht auch übersieht, aber sie wissen ja jetzt, wo sie mich suchen müssen, zumindest wie ich aussehe.

00:30:23: Ja, und bei ihrer Körberlänge, sie sieht man ja überall, das ist doch klar, und um den Chefrelektor herum gibt es immer auch Trauben von begeisterten Menschen, Schreibern, Schreiberinnen, Leserinnen, Lesern, das ist schon, das ist klar, man wird dem Tross folgen können, wo sie sich bewegen, das sieht man dann natürlich mit ihrem Umfeld.

00:30:45: Und ich wünsche auch allen Hörern und Hörern, Eine wirklich tolle, narrische Woche, denn das geht da jetzt sehr schlag auf schlag los.

00:30:55: Genau.

00:30:55: Vielen Dank für den Podcast heute, für die sehr unterhaltsam und trotzdem politisch angehauchte und wichtige Einschätzung an Sie, Herr Korte.

00:31:04: Wir sehen uns am Freitag.

00:31:06: Wir wünschen allen Zuhörerinnen und Zuhörern, Zuschauerinnen und Zuschauern.

00:31:09: Am Freitag viel Spaß bei der Fernsehsitzung.

00:31:11: Wir machen am Rosenmontag eine Pause, weil in Mainz am Rosenmontag die Uhren... anders ticken und dort wahrscheinlich die Aufmerksamkeit für politische Postcards nicht so ausgeprägt ist wie sonst.

00:31:22: Das heißt, wir hören uns in zwei Wochen wieder.

00:31:25: Danke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

00:31:27: Danke, Herr Korte, für die nervigen Einblicke.

00:31:29: Danke und hallo.

00:31:31: Helao.

00:31:31: Bis dahin in zwei Wochen und tschüss.

00:31:35: Das war Korte und Ring, ein Podcast der VRM von allgemeiner Zeitung, Wiesbadener Kurier, Darmstädter Echo und Mittelhessen.de.

00:31:44: Redaktion und Produktion Dennis Ringg und Mike Dornhöfer.

00:31:48: Habt ihr Themenwünsche, Feedback, Anregungen oder Kritik, dann schreibt uns gerne eine Mail an audioatvm.de.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.