Folge 66: Demokratie-Tour #1 – Aus dem Sozialkunde-Leistungskurs (Nordpfalzgymnasium)

Shownotes

Wie steht es um unsere Demokratie? Das wollen Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte auf ihrer Tour durch Rheinhessen herausfinden. Nach dem Auftakt mit einem Stand auf dem Mainzer Wochenmarkt sprechen unsere Experten im ersten Podcast der Tour mit dem Sozialkunde-Leistungskurs am Nordpfalzgymnasium in Kirchheimbolanden.

Wie nehmen junge Menschen Politik wahr? Darüber sprechen Korte und Rink mit den Schülerinnen und Schülern im Livepodcast.

Ein Angebot der VRM.

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00:00:03: Herzlich

00:00:12: willkommen auf unserer zweiten Station, unserer Tour von Korte und Ring.

00:00:16: Unserer Demokratietour des VRM-Podcasts.

00:00:20: Schön, dass ich mit Politikwissenschaftler Professor Doktor Doktor Dr.

00:00:24: Dr.

00:00:25: Karudolf Korte unterwegs sein darf!

00:00:27: Wir sind angekommen nach unserer Station auf dem Mainzer Wochenmarkt im Nordfalsgymnasium am schönen Kirchheim Bolanten.

00:00:33: Dürfen hiermit den Sozialkondoleistungskurs über Demokratie sprechen.

00:00:37: Und Herr Quarte, ja schön dass Sie es auch mither geschafft haben.

00:00:41: Ja ich wurde im Tourbus mitgeschleppt war so ein bisschen gefangen aber den Andock habe ich ja ohnehin wenn ich mit Ihnen zusammen bin.

00:00:50: Es finde ich auch schön das sie auf der letzten Bank einfach ruhig Platz genommen haben und wach geblieben sind auf unserer Tour.

00:00:55: Wenn Sie den Live Podcast mit verfolgt hätten könnten Sie sehen dass sich auch währenddessen im Tour Bus Fotos gemacht habe und die auch natürlich auf Insta schon hochgeladen habe.

00:01:05: Das finde ich erstaunlich so altersmäßig.

00:01:07: Also dieses digitale Denkenkorkorte nötigt mir immer wieder ein enormes Maß an Respekt ab?

00:01:12: Es geht ja darum, wie Wählerinnen und Wählerticken.

00:01:15: Viele der Wähler sind auf insozialen Medien unterwegs – viel mehr als sie jetzt!

00:01:22: Und das machen die in allen Altersgruppen, wenn gleich der Altersdurchschnitt bei wahlen natürlich... Bei der Bundestagswahl war er bei sechsundfünfzig Jahren insofern nicht mehr das Alter, bei dem die meisten auf sozialem Medien unterwegs sind.

00:01:35: Sie haben Wähler und Alter angesprochen.

00:01:37: Und uns war es ja auf unserer Demokratietour auch sehr, sehr wichtig mal mit Schülern und Jugendlichen zu sprechen und eben nicht nur mit älteren Menschen oder anderen Teilen der Gesellschaft.

00:01:46: Deswegen finde ich es nochmal sehr schön dass wir hier sein dürfen in Kirchheim-Bohland, Herr Korte wenn sie auf demokratischen Diskurs und Demokratieverhalten gucken welche Rolle spielen denn dort junge Menschen?

00:01:59: In der Umsetzung von Politik praktisch keine deren Interessen nicht wirklich vertreten werden im Parlament.

00:02:06: Das klingt jetzt aber negativ.

00:02:07: Ja, und so fänden wir ja hier damit wir es aufnehmen dafür Werbung machen dass man da umdenken muss das man also die Interessen von jüngeren stärker aufnimmt in Repräsentationsgedanken auch eines Parlaments.

00:02:20: Und dazu sehe ich auch unsere Tourie und deshalb habe Ich mich auch gerne entführen lassen.

00:02:26: das heißt wenn sie sagen Jugendliche werden im Prinzip kaum wahrgenommen oder spielen keine Rolle.

00:02:32: Kann das auch dazu führen, dass Jugendliche mit denen wir ja hier gleich am Tisch darüber sprechen werden sich vielleicht eben aus diesen Gründen nicht für Politik interessieren weil sie sich gar nicht gesehen und damit einbezogen finden?

00:02:43: Ja in einer Rentnerin und Rentnerdemokratie wählen die meisten eben als Rentner- und Pensionäre und auch die Intensität des Wählens nimmt mithalten zu.

00:02:53: Insofern ist es vollkommen klar, dass auch Themen wie Sicherheit eine größere Rolle spielen für ältere Leute als die Fragen von Gerechtigkeit.

00:03:02: Wenn so wenige im Elektorat oder der wahlberechtigten junge Leute dabei sind muss sich die Politik nicht darum bemühen diese Interessen unmittelbar anzusprechen, sondern vielleicht vor der Wahl Rentnerinnen und Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre nicht zu verärgern ist.

00:03:19: Deshalb viel wichtiger aber umso wichtiger es darauf outmerksam zu machen wie man es schaffen kann Interessen von jungen Leuten trotzdem ernstzunehmen wahrzunehmend aufzunehmen umzusetzen.

00:03:30: Zumal ja in vielen aktuellen politischen Diskussionen Thema Schulden, Thema Rente, Thema Gesundheitswesen davon gesprochen wird dass es ja eine Generationengerechtigkeit gibt und das ja als Thema oder auch als Kritikpunkt immer angeführt wird aber offensichtlich nicht von der Politik übersetzt wird.

00:03:48: Dass diejenigen über die dort gesprochen werden auch mit Anbezogen werden?

00:03:51: Ja,

00:03:51: es steckt den Begriff der Nachhaltigkeit drin.

00:03:54: Schöpfung gewahren, auch wie irgendwann man das formulieren wird.

00:03:57: Wie nachhaltig ist jede Entscheidung, dass die nachwachsende Generation damit auch umgehen kann.

00:04:02: Das Bundesverfassungsgericht hat sich klar zur Zukunftsfähigkeit bei Umwelthemen geäußert.

00:04:07: Vor ein paar Jahren, ich weiß nicht mehr in welchem Jahr war ja die Grundsatzentscheidung in Karlsruhe, indem eben sehr klar herausgearbeitet worden ist dass eine Politik umwelt- und klimapolitisch aktiv sein muss weil diese der nicht klimapolitisch unterwegs die die die Karlshoherrichter sondern sie prüfen den Freiheitsgrad des Grundgesetzes ob der eingehalten ist oder nicht.

00:04:31: Und da kamen Sie zu dem Ergebnis das eine Politik die in einigen Jahren angesichts der sich anbahnen Klimaschwierigkeiten, Klimakatastrophen nur noch damit beschäftigt ist.

00:04:45: Hundertprozent des gesamten Steuerbudgets auszugeben um eine schlimmste zu verhindern dass so eine Politik eben verhindert werden muss.

00:04:53: Insofern muss man vorher beispielsweise für Klimapolitik was machen.

00:04:56: das war ne sehr interessante Rechtsprechung die aus Karlsruhe geradezu wiegweistet waren, die grade für Schülerinnen und Schüler hochinteressant ist unabhängig von den permanenten Rentendiskussionen bei dem es natürlich auch darum geht noch ein Budget zu haben, von dem man am Ende auch etwas steuernd machen kann.

00:05:17: Sind Sie vor dem Hinterkont eigentlich für einen Wahlrecht ab sechzehn oder dagegen?

00:05:21: Ich bin dafür weil Forschungsergebnisse dazu zeigen, auch wie politisiert man mit Sechzehn ist.

00:05:31: Wie informiert man mit sechzehnt ist und wie man Insofern dann participativ seine Themen mit einbringen kann.

00:05:39: Viel stärker auch die wählt, die sich für einen noch einsetzen.

00:05:43: also ich bin sehr dafür jetzt bei der kommenden Landtagswahl.

00:05:46: in einem Fall kann man es hier noch nicht aber ungleich weiter.

00:05:49: bisschen südlicher kann man's jetzt und am Sonntag wird ja ein Stuttgart gewählt.

00:05:53: da ist das erstmals mit des Sechzehn auch übersetzt.

00:05:56: Ich hoffe dass es in diesem in den neuen Periode des Landtages sich auch übersetzen lässt Dass das in Rheinland-Pfalz auch der Fall sein geht.

00:06:06: Einen Teil unserer Demokratietour Herr Korte ist ja auch das Vorhaben, dass wir sie aus ihrem angestaubten Professorenzimmer mal rausholen mit der Realität konfrontieren.

00:06:13: Das heißt auch mit Leuten sprechen lassen und nicht immer nur über Leute.

00:06:17: Deswegen sind wir hier in einer Schule gelandet und ich würde mal Richtung des Sozialkunde Leistungskurses fragen.

00:06:23: Ihr habt da bestimmt auch ein paar Fragen mitgebracht oder aus dem was wir eben besprochen haben steckt mir auch schon ein paar Themen drin.

00:06:30: Erster Punkt wie blickt ihr denn auf das Thema?

00:06:33: werdet ihr in eurem Alter von der Politik aus eurer Sicht wahrgenommen oder gänzlich ausgeblendet, so wie das Akkorde eben gesagt hat?

00:06:42: Ja also ich würde nicht sagen dass wir gänzlich quasi ausgelassen werden.

00:06:44: Aber ich würde schon sagen, dass eben der Hauptfokus auf die älteren Generation liegt was ja aber auch Sinn macht weil wir eine sehr alte Gesellschaft haben.

00:06:53: Aber zum Beispiel denken viele Parteien über dieses Wahlrecht ab sechzehn nach.

00:06:56: Zum Beispiel die FDP hat das her glaube ich in ihrem Wahlprogramm stehen und Viele Menschen denken eben darüber nach, aber es müsste noch mehr getan werden.

00:07:05: Zum Beispiel in Jugendorganisationen von Parteien investiert werden und dafür mehr Werbung gemacht werden.

00:07:12: Es geht auch darum, Demokratie im Kern aus jugendlicher Sicht sich stärker anzusehen.

00:07:22: Demokratie ist ja erst mal organisierte Freiheit und die braucht Begegnungsorte.

00:07:26: Die braucht Demokratieort, die braucht Räume der Überschneidung.

00:07:29: Und wo sind denn ihre Begegungsordnungen?

00:07:33: Um Demokratie zu erfahren, abseits der Schule.

00:07:35: Hier ist natürlich ein wichtiger Ort.

00:07:37: Aber wo ist er?

00:07:38: Also man müsste ja viel mehr solche Treffpunkte für Jugendliche machen.

00:07:42: Es gibt jetzt in einer Fall auch diese Initiative von wem die Ortskneipen wieder erhalten will und hundert neue Kneippen oder was auch immer.

00:07:50: Das ist eine super gute Idee weil wir brauchen praktisch Treffpunkte.

00:07:54: Wir brauchen Formate, in denen sich Räume der Überschneidung treffen nicht immer die gleichen sondern auch andere.

00:08:01: Ich habe in meinem Buch Wähler merkt, der Wählerblock überrascht sich ja nicht.

00:08:06: Der kommt relativ spät für ihre Werke.

00:08:09: Die Metapher gewählt des Wochenmarktes weil das eigentlich ein Treffpunkt ist.

00:08:13: unterschiedlicher Leute die auf so einen Wochenmarkt geben als Kunden auftreten dass die Frage wie kann man Kundenliebe steigern?

00:08:23: Wie kann man Kundendung steigert?

00:08:24: also genau wie uns vor dem Dresen hinter den Dreseln als Wähler oder als Parteipolitiker, wo ist in der Mitte eigentlich das Interessante auf so einem Wochenmarkt?

00:08:35: Oder ist es an den Rändern interessanter, wodurch gewinnt man Attraktivität.

00:08:38: Warum bestellen die Leute online?

00:08:40: Warum gehen sie nicht selbst hin?

00:08:41: Man kann sehr viel mit der Metapher glaube ich arbeiten und im Kern geht's darum ein Demokratieort zu kreieren, der nicht eben nur das Parlament ist sondern die Alltagsbegegnung des Alltagssprichts zu verstehen, unterschiedliche Interessen wahrzunehmen und sich darüber auszutauschen.

00:08:58: Und das, finde ich, braucht man auch viel mehr für junge Leute.

00:09:02: Wo macht man das hier?

00:09:03: In Kirchermullern abseits der Schule.

00:09:06: Ohne dass es was kostet.

00:09:07: Natürlich kann die in ein Restaurant gehen und darüber reden aber da müssen sie immer Geld in die Hand nehmen!

00:09:12: Ich glaube, das ist auch so ein Problem, was wir bisschen haben also was ja auch selber als Sozialkunde-LK festgestellt haben Es kam schon sehr, sehr oft vor, dass wir auch so Projekte gemacht haben.

00:09:22: zum Beispiel am neunzehnten Februar waren die Omas gegen rechts da.

00:09:26: Da gab es quasi so einen Tag, wo man sich in der Schule informieren konnte.

00:09:29: Wo man Parteien verschiedene Fragen stellen konnte in der Podiumsdiskursion was darauf anschließend gefolgt ist.

00:09:36: aber das Problem ist einfach dass wenn man nicht quasi wie wir jetzt das Privileg hat in einem Sozialkundereig hat zu sein und dann auch noch Freunde hat die vielleicht gar nicht an Politik interessiert sind Dann hat man halt auch nicht diesen Austausch.

00:09:50: Bei uns kommt es auch zum Beispiel manchmal vor, dass wir sogar auf Klassenfahrten oder so manchmal kurz über Politik reden.

00:09:56: Aber ich glaube das hat auch ein bisschen was mit der Peer Group dann zu tun, mit der man unterwegs ist und wenn man halt als einzelne Person an Politik interessiert ist aber es keine Jugendorganisationen gibt die einen zu diesen Menschen führen, die das selbe Interesse oder auch ein anderes teilen wodurch man quasi andere Perspektiven bekommt, dann wird man da so ein bisschen außen vorgelassen sich eher so den sozialen Medien hingibt und da dann auch schnell in so Filterbabels landen kann, weil man einfach nicht mit Menschen der Realität konfrontiert wird die vielleicht auch andere Meinungen vertreten.

00:10:30: Das ist eine Gegenöffentlichkeit, die man dann sucht in den sogenannten Sozialmedien, die eigentlich eher asoziale Medien sind.

00:10:37: Und die Gegenöffentigkeit, indem man sich dann zurückzieht.

00:10:41: aber das politisch.

00:10:44: Bei Herrn Ring ist das praktisch ja schön, nach Büchern nennt man das bei ihnen geordnet.

00:10:50: Politikseiten und Schüttungseiten, Sportseite.

00:10:54: Schön systematisch aber Politik im eigentlichen Sinne ist in allen Seiten, in all seinen Bücher.

00:11:01: Das will er wahrscheinlich nicht wahrhaben, aber es ist einfach so.

00:11:04: Denn dass sie in den Bus steigen und wohin fahren ist natürlich schon politisch.

00:11:09: Kann man fahren?

00:11:10: Ist eine Infrastruktur da!

00:11:12: die das rechtfertig zu fahren.

00:11:14: Ich hatte jetzt das große Glück, in einem Bus mitgenommen zu werden und der Fahrer war so einigermaßen ... ich bin also einigermaßen heil angekommen aber das ist ja keine Selbstverständlichkeit damit geht es ja los.

00:11:26: Es geht ja nicht um Parteipolitik sondern es geht um ein gelingendes Leben als junger Mensch und das ist sehr voraussetzungsvoll wo man hingeht, wo man herkommt was man hat, was man machen möchte.

00:11:38: Das ist alles standortpolitisch.

00:11:40: Wir haben ja auch ganz am Anfang gesagt, dass junge Menschen auch sehr politisch unterwegs eigentlich sind.

00:11:45: Also dieses Politisieren wächst ja vor allem in diesen Zeiten.

00:11:50: aber man erkennt ja auch, dass die Partei gebundenheit extrem abgenommen hat also vor allem bei jungen Menschen.

00:11:56: Es kommt sehr, sehr oft vor das wir uns zum Beispiel mit Freunden unterhalten und natürlich redet jetzt nicht unbedingt darüber welche Partei man wählt aber es kommt schon oft zu dem Thema welchen Parteien findet ihr denn so wirklich gut?

00:12:09: Und da ist halt dann wirklich das Problem, es gibt nicht mehr so diese Stammwähler wie früher die sagen zum Beispiel ich will immer die CDU oder immer die SPD.

00:12:17: Sondern da kommen schon so auch Themen auf dass man sich selber auch mal so fragt ja was will ich denn eigentlich wirklich?

00:12:23: Oder gefallen wir dann überhaupt alle Punkte was ja nahezu unmöglich auch eigentlich isst?

00:12:27: Aber ich sehe da ein riesen Vorteil, so'n Tagespläbis zieht wie in der Werbung.

00:12:31: Die Parteien müssen sich täglich um uns bemühen!

00:12:34: Die haben uns nicht einfach als Wähler auf Dauer.

00:12:38: Das ist ein Vorteil.

00:12:39: Aber klar, es setzt so voraus, dass wir uns damit auseinandersetzen was die anbieten und normal ist das so wenn sie mit einem Prozent von dem was Angeboten einverstanden sind dann kann man so eine Partei auch wählen.

00:12:51: mehr brauchst gar nicht sein.

00:12:53: also bei dreißig Prozent will überlegen was das soll.

00:12:55: aber hundert oder mehr als fünfzig findet man nie in einem Programmangebot entweder zur Person oder von den Parteien.

00:13:03: ja ich denke auch es geht mehr so darum geringste übel zu wählen, sag ich mal.

00:13:08: Also nicht mal Übel... also ich denke das ist jetzt so ein bisschen...

00:13:11: klingt jetzt aber hart!

00:13:11: Ja es ist aber ja, finde

00:13:12: ich es auch.

00:13:12: Klingt sehr hart, aber ich denke schon.

00:13:15: Also vor allem wenn man jetzt.. Ich denke man muss dann auch bisschen differenzieren auf welcher Seite man steht würde ich sagen?

00:13:21: Also ob man eher dann wirtschaftlicher orientiert ist oder eher so auf die soziale Schiene gehen möchte und da muss man ja schon abwägen wenn man quasi für eher die wirtschaftlichen Parteien sind können ja trotzdem Werte für die man eigentlich auch steht dann so bis hin Hinten wegfallen.

00:13:38: Es muss nur übereinstimmung geben in Teilbereichen, die einem wirklich wichtig sind Und das ja auch bei den Walomaten so, man kann das ja gewichten.

00:13:47: Was einem deutend davor kommt.

00:13:49: wenn dann soziale Themen wichtiger sind als Rehmathemen können sie das Gewichten und kriegen eine andere Partei Formation am Ende raus oder Sie machen gar keine Gewichtung?

00:13:59: Dann sind Sie mal natürlich auch überrascht aber es ist zumindest ein Möglichkeit.

00:14:03: was macht denn sowas wie der neue Krieg jetzt ab Samstag mit Ihnen?

00:14:08: wird das hier in der Schule behandelt.

00:14:10: reden Sie nur untereinander darüber.

00:14:13: Sie sind für mich die interessanteste Generation, die überhaupt da ist.

00:14:17: Sie sind ja voller Resilienz weil ihnen kann niemand mehr was anhaben.

00:14:20: Sie haben schon tausende Megakrisen hinter sich und sind immer noch gut drauf.

00:14:26: Das macht doch ihre Jahrgänge aus!

00:14:28: Ist doch beeindruckend.

00:14:29: Ich musste nie um meine Freiheit kämpfen Die hatte ich immer.

00:14:33: Bei mir gab es keine Kriege Es gab den Kalten Krieg das war alles eingefroren Da war ja nichts bei Ihnen permanent etwas los.

00:14:40: Und was macht das mit ihnen?

00:14:43: Ich muss schon sagen, dass mir das relativ Angst macht.

00:14:46: Also in der Schule reden wir jetzt nicht so drüber einfach weil wir gerade keine Schule haben.

00:14:49: aber ich rede mit meinen Freunden da ein bisschen darüber und ich finde es schon etwas angster bekommen vor allem weil ich habe das Gefühl dieses Regime im Iran relativ uneinschätzbar ist.

00:14:59: also ich hätte auch Angst das wird zwar dieses Atom-Silo oder was es war von den USA zerstört aber falls sie doch irgendwas hätten ich würde denen auch zutrauen das jetzt eine Atome beschmeißen.

00:15:09: Also ich habe schon Angst, ob das eskaliert.

00:15:12: Vor allem auch mit Trump.

00:15:13: der ist ja auch nicht sehr einschätzbar und deswegen bin ich mal gespannt was da passiert und ich hoffe dass es schnell zu Ende geht.

00:15:20: Es scheint wirklich eine militärische Großmacht zu sein sowie die im Moment Unsicht schlagen also beeindruckende Anführungszeichen.

00:15:28: Angeblich haben doch die Israelis und andere schon zentrale Dinge dort zerstört.

00:15:33: Ich bin überhaupt kein Militärexpert und trotzdem schießen die in alle Richtungen treffen auch, also da ist es rechtfertig letzte Jahre ein Einsatz zu sagen das Regime ist gefährlich.

00:15:44: Das müssen wir irgendwie klein halten.

00:15:46: so kommt mir zumindest naiv vor meiner Wahrnehmung von Sicherheit zur Militärpolitik, von der ich keine Ahnung habe.

00:15:55: Was mir auch Angst macht, ist dass der Iran ja auf zivilistische Ziele schießt.

00:15:58: Zum Beispiel da der Flughafen in Dubai wo viele Zivilisten waren oder ich glaube ein Hotel in Dubai wird auch getroffen was ja gar keine militärischen Ziele sind also was dem Iran gar nichts bringt eigentlich das da bombardieren und deswegen bringen die mir auch den Eindruck über das sehr unentschätzbar sind und schon vor den Angst haben könnte.

00:16:20: Ja so was mich auch sehr angstmacht ist weil diese Revolutionsgarde halt nicht nur jetzt konventionelle Kriege führt oder auch nicht nur eine Gefahr von Atomwaffe herrscht, sondern da auch Propaganda über soziale Medien speutiert.

00:16:37: Und man hat es ja auch am Sieg im Oktober gesehen, dass viele falsche Informationen von beiden Seiten ausgestreut werden und auch diese Stimmung im Land sehr aufgeheizt hat.

00:16:46: Mir macht das jetzt Angst wenn ich daran denke, dass jetzt noch mal weiter so Propagandas vielleicht in Zukunft hier auch in Deutschland gestir- geschmallt werden kann oder hier in Europa und die dann die Gesellschaft zum Beispiel vor Wahlen noch mal weitersparten können.

00:16:57: Ja, also hybride Kriegsführung auch von der Seite was das fundamentale Grundsatzproblem aufwirft welche Wirklichkeit ist wirklich?

00:17:07: Was ist Fake und was ist Fakt?

00:17:09: wie kann man es noch unterscheiden?

00:17:11: Welches Bild ist echtes Bild ?

00:17:13: Was ist Empirie und was is behauptete Empirie?

00:17:17: Das zieht sich auch durch alle ihre Schulfächer durch.

00:17:20: Es ist ja die neue Arena des Lebens über KI, die Möglichkeit Manipulation zu haben und keine Basis mehr zu haben auf die man sich beziehen kann.

00:17:31: Deswegen braucht man eine Qualitätszeitung, die das anstrengend für uns prüft jeden Tag.

00:17:37: Prüft ob die Bilder wirklich diese bringen Bilder sind, die auch so stattgefunden haben und Texte.

00:17:46: das eigene Informationsverhalten überprüfen.

00:17:49: An das sehe ich auch keine Möglichkeit, aber für einen selbst auch, wann ist das was sich gerade in den sozialen Medien aufgerufen habe etwas von Relevanz?

00:18:01: Wann ist es keine Relevance?

00:18:02: Warn ist behauptet?

00:18:03: Worn ist es wahr?

00:18:05: Find' ich super schwer und in Kriegszeiten erst seit.

00:18:07: Krieg definiert sich durch Lüge.

00:18:10: Und die erste Wahrheit, die stirbt, ist immer die Wahrheit die durch KI generiert wird.

00:18:14: KI ist ein Unwahrheitsmaschine erstmal.

00:18:18: Ist dann Herr Korte vor dem Hintergrund, was Sie gesagt haben?

00:18:21: sind soziale Medien oder jetzt auch KI demokratiegefährdend aus Ihrer Sicht?

00:18:25: Ja kann man sagen wenn es praktisch darum geht den gemeinsamen Bezugsboden für Wirklichkeit zu verlieren wenn es darum geht dass es dominante Der Fake News gibt, die letztlich durch Medienmacht in Kalifornien so gebündet werden.

00:18:47: Dass wir am Ende nicht mehr entscheiden können, welche Informationen wir bekommen.

00:18:51: Das ist eine ganz neue Herausforderung für die Politik und auch für Wissen insgesamt.

00:18:58: Wir hatten eben noch eine Wortmeldung zum Thema Iran.

00:19:02: Wandert das Mikro kurz weiter?

00:19:07: Also ich habe heute Morgen auch in der Tagesschur dazu was gelesen und ich finde, ich mache mir nicht nur Sicherheitstechnik-Sorgung, sondern auch Versorgungstechnisch.

00:19:13: Ich meine viele Ressourcen kommen ja aus der Richtung.

00:19:16: wie ist es da?

00:19:17: Also wenn der Krieg sich erweitert, eskaliert man kann jetzt nicht sagen, wie lange das noch dauern wird.

00:19:20: Es ist immer schwerer.

00:19:21: also man denkt oft dass etwas kürzer dauert als es dann in der Realität so ist.

00:19:25: Und auch im Iran wurde ein wichtiger Handelsweg über die Schifferoute gesperrt.

00:19:30: und da ist halt auch die Frage, die werden das ja direkt merken oder die merken sich auch schon direkt als man geschaut hat.

00:19:34: Die Tankpreise sind ja direkt angestiegen und ich meine das kann man noch verkraften.

00:19:38: aber die Frage ist wenn es jetzt über längeren Zeitraum angeht und auch in Russland Ukraine diesen Krieg den wir auch schon haben für Sorgungstechnischen jetzt noch im arabischen Rahmen dann wird's halt auch für uns sehr schwer und da muss man nicht ausschauen wie man jetzt darauf reagiert.

00:19:52: Am Ende ist immer China der Gewinner oder so habe ich den Eindruck Barlem, aber es ist einfach interessant.

00:19:58: Früher konnte man sagen das war irgendwie ein stellvertreter Krieg fernab irgendwo oder hat man was drüber gelesen?

00:20:04: Hat er nicht betroffen?

00:20:05: heute ist praktisch jeder jede Unmittelbarkeit gegeben durch dass wir die Verdichtung der Medien auch sofort erfahren und durch die Globalisierung eben wie sie genau sagen.

00:20:15: Die Ressourcenfrage des Alltags davon sind wir sofort betroffen.

00:20:20: Das finde ich Dichter näher kann Welt gar nicht werden.

00:20:24: Umso mehr muss man sich doch eigentlich wundern, dass wir zu alten Konstellations zurückgekehrt sind das Recht des Stärkeren wieder einzusetzen.

00:20:33: die Logik von Feinden und Freunden und nicht die von Interdependenz weil es ist das naheliegendste wäre interdependent anzuerkennen wenn wir erkennen dass kein Thema uns unberührt lässt sondern wie sofort betroffen sind.

00:20:45: Eigentlich widerspricht aus der These dass man auseinander dividiert sondern eher dass man verhandeln als Ziel ansieht, weil es damit allen besser gehen kann.

00:20:55: Wir hatten vorhin schon das Thema der Daseinsvorsorge und den ländlichen Raum – der klang so ein bisschen an.

00:21:01: jetzt ist hier in Kirchheim-Burlanden gerade wenn ich mir das Thema ÖPNV und Mobilität angucke.

00:21:05: wir haben tatsächlich sehr ländlicher Raum.

00:21:09: wie sind denn da eure Eindrücke hier in die Schuhgruppe gesprochen?

00:21:13: Löst Politik die Probleme die ihr im Alltag habt und wie beschäftigt euch dieses Thema?

00:21:20: Also ich muss sagen, dass es besser geworden ist im Vergleich zum Beispiel vor zehn Jahren.

00:21:25: In der Grundschule war... Da weiß ich noch in meinem Ort ist morgens ein Bus gefahren und mittags ein Bus und das wars.

00:21:30: Das ist jetzt schon besser geworden.

00:21:32: Jetzt fahren vier Busse am Tag!

00:21:35: Und ich habe auch gehört, dass die Zillertalbahn ausgebaut werden soll also so eine Zugstrecke hier.

00:21:42: Ja.

00:21:43: Das hab' ich auch schon seit vier Jahren gehört, das nächstes Jahr fertig sein soll.

00:21:46: da bin ich mal gespannt wann's soweit is'.

00:21:48: Aber es ist ja wenigstens schon mal ein Fortschritt, dass quasi etwas passiert.

00:21:52: Und ich finde das die Politik da auf jeden Fall was macht ... aber noch nicht genug.

00:21:56: also jetzt klar wir können alle Autofahren, jetzt haben wir es alle einfacher... aber als wir noch angewiesen waren auf den ÖPNV war's schon schwer sich mit Freunden zu treffen oder so weil man dann auch auf seine Eltern angewiesen war, die einen fahren?

00:22:07: Ja!

00:22:08: Oder auch Freunde, die ihn für Röschner haben ne?

00:22:10: Immer ältere Freunde haben, wenn sie mein Alter sind und immer jüngere Ärzte haben als Freunde.

00:22:18: Gut denn hier im Alter ist auch schwer mit älteren Freunden.

00:22:20: Ja,

00:22:23: den merk ich mir!

00:22:27: Also meine Erfahrung nach es ist jetzt so dass die Mobilität innerhalb des Kreises sehr schlecht ist.

00:22:33: also wir haben jetzt in der letzten jahren wieder mehr Züge die fahren mehr Busse die fahren aber das ist sehr schwer sich innerhalb des kreises zu bewegen.

00:22:41: jetzt außer vielleicht noch Kibo zu kommen war jetzt Die Züge fahren zum Beispiel von Kibo nach Mainz, von Eisenberg aus nach Mandeheim oder von Rockenhausen aus nach Keilslautern.

00:22:53: Aber jetzt nicht in eine andere Stadt im Kreis und mit Bussen sieht es ähnlich aus.

00:22:57: ich komme nach Kibo von Eisenberg aber nach Rockenhause ist die Verbindung wieder viel schlechter und da fahren dann eigentlich fast immer noch keine Busse.

00:23:04: also das wird noch viel Potenzial verschenkt Verbesserungspotenzial, weil ja unsere Freunde hier in ganzen Kreisfalm verteilt wurden.

00:23:15: Also wenn man sich treffen will ist mal eigentlich hier auf dem Standort Kibo angebunden gewesen und nicht mehr auf Ortschaften drumherum.

00:23:21: da braucht man dann das Auto.

00:23:23: Das Interessante ist ja wenn du sagst Wenn man sich treffen möchte Ist es schwierig dieses sich treffen möchten dann aufrecht zu erhalten gerade in den Möglichkeiten wie man heute miteinander Kontakt tritt Weil man eben so einen weiten Weg auf sich nehmen muss.

00:23:36: oder nehmt ihr das wahr?

00:23:38: Wir haben mittlerweile alle einen Führerschein und da kann man nicht gut treffen, aber früher war das wirklich ein Problem.

00:23:44: Man konnte sich nicht einfach mal mittags so treffen vor allem wenn die Eltern Berufstätik waren und dann die Freunde in sechs verschiedenen Orten gebohnt haben.

00:23:52: Erkorte finde ich interessant vor dem Hintergrund dass wir ja wirklich häufig darüber sprechen wo jetzt nicht nur Demokratie räumen sondern auch gesellschaftliche Räume entstehen und man dort ja fast schon Hindernisse überwinden muss, um diesen gesellschaftlichen Raum zu betreten bzw.

00:24:07: andersherum.

00:24:07: heutzutage mit den Möglichkeiten von Social Media und anderen Dingen die Versuchung relativ groß sein kann sich dann eben in diesem Raum zu beginnen?

00:24:17: Ja es ist nicht auf Integration angelegt sondern eher auf der Sintkation auf die berühmte Gesellschaft der Singularitäten was eigentlich eine Gesellschaft ist nicht nur von individuellen sondern eine Gesellschaft von besonderem Und die sind dann mit sich selbst auch besonders zufrieden.

00:24:35: Aber so kann eine Demokratie, die analog organisiert ist und organisiert sein sollte nicht am Ende funktionieren.

00:24:42: Insofern ist die Frage der Mobilität wirklich ne zentrale Frage der Daseinsvorsorge.

00:24:47: Haben wir über viele Jahre auch unterschätzt oder eben ganz einseitig nur auf private Autos um Ende gesetzt?

00:24:54: Wir können eben nachweisen das in dem Maße, indem solche Alltagserschwernisse bestehen, Menschen unzufrieden werden.

00:25:03: Mit der Politikverachtung zunehmend und letztlich Parteien der politischen Mitte nicht mehr wählen sondern eher extrem.

00:25:10: Und das ist genau der Punkt.

00:25:12: Wir hatten heute Morgen auch an dem Stand verschiedene Leute die uns angesprochen haben vor dem Staatsjagd in Mainz dass sie in ihrem Ort von A nach B nicht kommen sondern nur irgendwie immer zentral nach Mainz rein Aber nicht im Ort noch irgendwo hinkommen.

00:25:28: Und wenn man kein Geld hat, sich ein E-Bike zu leisten oder so alt ist um überhaupt einen Fahrrad zu fahren... ...ist das ein Problem und die Erwartung an Politik ist dass sie diese Mobilität herstellt weil der Austausch mit anderen ist nicht nur extrem befriedigend sondern auch Teil eines gesellschaftlichen Zusammenlebens in einer Demokratie.

00:25:52: Wir brauchen eine Infrastruktur nicht nur für Daseinsvorsorge als Freiheitsgarantie, das ist eigentlich der Hintergrund.

00:25:59: Nicht nur eine Infrastruktur die im Kriegsfall irgendwie greift sondern an den Alltag auch so regelt dass wir nicht unseren Wutpegel bis abends anfüllen was alles nicht funktioniert und in einer Familie zusammensitzen und sagen ich bin nicht von A nach B gekommen, ich bin wieder zu spät gekommen.

00:26:21: Ich musste fünf Stunden früher fahren um den Termin rechts hatte ich zu erreichen.

00:26:25: Da wird man wütend und dann schiebt man das auf den Start.

00:26:30: Das hilft nicht, insofern ist jeder Cent ein freier Cent dem er dafür einsetzen.

00:26:36: Ich finde es haben wir zu spät erkannt oder wir haben das Geld in falsche Richtungen eingesetzt?

00:26:43: Frage in die Runde.

00:26:44: Kirchheim-Bohrland gehört ja zu den Landkreisen, die tatsächlich einen relativ hohen AfD Wahlanteil haben.

00:26:51: Jetzt hatten wir eben ein Beispiel Mobilität, was zu Unzufriedenheit mit dem politischen System führen kann und was zu einer Stärkung der politischen Ränder führen kann.

00:27:01: Ihr als Sozialkunde-Laisenskurs, die ja wie wir bisher schon in den Gespräch erfahren haben, politisch sehr interessiert sind und aufgeklärt sind – wie nehmt ihr denn diese Wahlergebnisse hier in diesem Kreis wahr?

00:27:11: Und zum zweiten bringt ihr das miteinander in

00:27:14: Verbindung?".

00:27:15: Ja also ich finde die Wahler Ergebnisse schon sehr schockierend Und das macht mir auch Angst jetzt in der Zukunft, was da passiert bei der Landtagswahl.

00:27:24: Also ich hätte jetzt nicht so eine große Lust auf ein blaues Parlament und ich würde es auch teilweise mit dem ÖPNV in Verbindung bringen weil ich glaube dass das eben für viele jüngere Leute auch, weil ich habe zum Beispiel den Stufen unter uns diesen auch sehr bläubigen Stufen was ich gehört hab, dass das auch quasi dazu führen kann.

00:27:42: aber was glaube ich auch dazu führt ist dass hier in der ländlichen Region eben auch ein sehr geringer Wohlstand und vielleicht viele Menschen das dann beispielsweise darauf schieben.

00:27:52: Ich habe schon oft gehört, also ich zitiere jetzt zum Beispiel die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg, dass sowas gesagt wird was gar keinen Sinn macht und deswegen wird die AfD gewählt.

00:28:02: Und ich glaube auch, dass es dadurch kommen könnte und die Menschen eben quasi ihre Fehler auf andere schieben.

00:28:10: Herr Korte, das ist insofern interessant weil man ja ganz früh immer gesagt hat Die AfD werden nur von alten weißen Männern in neuen Bundesländern gewählt.

00:28:19: Wenn wir jetzt hier Schüler haben, die schon identifizieren das in den Stufen unter ihnen blaue Vertretung sind ist das ja ein Zeichen dafür dass die AfD-Sympathisanten sich mittlerweile mehrheitlich über verschiedene Altersklassen hinweg und auf verschiedene Bildungsstufen hinweg finden?

00:28:35: Ja und in der Gesamtheit sind die Hauptwählerinnen und Wähler im Westen nicht im Osten aber zahlenmäßig gar keinen Vergleich.

00:28:45: Und der deutsche historische Südwesten, Warnwürttemberg Bayern war klassisch immer Einfallstor für Nationalsozialisten.

00:28:53: Für radikale Parteien.

00:28:55: Für Verschwörungsparteilen.

00:28:57: Für Rechtsextreme.

00:28:58: Das ist insofern gar nicht neu.

00:29:01: Dass da so ein Urgrund ganz offenbar an Anfälligkeiten existiert.

00:29:05: aber Wählerinnen und Wähler haben sehr unterschiedliche Motive warum sie solche Parteien gehen.

00:29:10: In Schulen bei jungen Leuten war ja interessant zu sehen.

00:29:14: Vorletzten Bundestagswahl gab es ja für die Grünen und für die FDP die meisten Jungwähler.

00:29:19: Für die FDP noch ein bisschen mehr sogar, erst wieder als für die Grüne.

00:29:25: Eine Wahl später waren es viele bei den Linken und der AfD.

00:29:28: Es zeigt erstmal das ist keine... Bindungsformation junger Menschen gibt an bestimmte Parteien, sondern sich das auch ändern kann.

00:29:36: Je nachdem wie Parteien sich besonders präsentieren dann in Schulen.

00:29:39: bei jungen Menschen ist es auch ein Ausdruck eines generellen Protestes also auch dieser Hitler Kult der in manchen Schulen wieder auflebt.

00:29:49: Das ist die größte und einfachste Art sich bürgerlich zu distanzieren und zu rebellieren zu protestieren wenn man solche Sätze oder Begriffe verwendet.

00:30:01: Das ist gar kein ideologisches Konstrukt, sondern das Ausdruck einer Protestformation, wo wie früher jede Generation sich andere Protestszeichen gesucht hat.

00:30:12: Auch das würde ich jetzt nicht grundsätzlich als ideologisch völkisches Denken sehen dass junge Menschen überdimensional haben, sondern es eine besondere Formation des Aufhalts.

00:30:27: Und natürlich gibt es den Zusammenhang zwischen Wohlstandsverlusten, zwischen Abstiegsängsten und Radikal zu wählen.

00:30:36: Das ist ganz klar.

00:30:37: Eine schlecht Wetterdemokratie die eben schlechte Datenlage hat in der Wettbewerbsfähigkeit wird immer von Radikalität mehr bedroht sein als eine schöne Wetterdemokratie.

00:30:49: Und das ist gerade in Deutschland krass weil sich unsere freiheitliche Demokratie zeitgleich entwickelt hat angeleitet durch Re-education, also der Amerikaner, die dafür gesorgt haben dass wir wissen wie Demokratie funktioniert mit einem wirtschaftlichen Wohlstaat.

00:31:04: Diese Koppelung also Outcome Leistungsversprechen einzubringen in Demokratie Freiheitsüberlegungen das ist das Besondere was hier auch die Demokratie zufriedener Ausmach.

00:31:17: wenn es also nachlässt wachsen auch radikale Strömungen.

00:31:21: Also sie hatten ja eben schon die Juniorwahlen an angesprochen.

00:31:25: Und bei uns an der Schule war es zumindest so, dass die drei stärksten Kräfte waren, waren einmal die CDU, die knapp dreiß Prozent Gold haben aber danach kamen dann gleich die Linken, die glaube ich knapp um die zwanzig Prozent gold haben und auch die AfD, die auf achtzehn Prozent bei der Bundestagswahl kommen.

00:31:40: und in einem Fall sind das ja alles drei Oppositionsparteien und auch im Bund waren das zumindest zu dem Zeitpunkt der Bundestagswahl-Opositionspartei.

00:31:48: Und ich denke, gerade im Corona hat sie aktuelle Landesregierung in Rheinland-Pfalz bei vielen Schülern Vertrauen verloren.

00:31:56: Weil ... Ich kann mich noch an unsere Zeit erinnern.

00:32:00: Das war das dritte Coronajahr oder nee?

00:32:04: Das war Schäme zum Dritten.

00:32:06: Es war irgendwie diese dritte Welle und vieles wurde wieder geschlossen aber die Schulen sind weiter gelaufen.

00:32:12: Aber das Konzept was damals entwickelt war ganz ehrlich sehr schlecht Und ich kann mich noch erinnern, wir sind damals zum Schul-Sport gegangen und mussten mit Masken Sport machen.

00:32:21: Ich kam immer nach Hause, mir war richtig schlecht... ...ich hatte mal Kopfweh, musste mich den ganzen Tag dann hinlegen oder den ganzen Abend dann weil es mir wirklich richtig schlecht ging und ich denke das ist vielleicht auch andere Leute so gegangen und dass die da in dem Moment sich von der Politik ja... das Vertrauen verloren haben und sehr enttäuscht waren, weil man gedacht hat ja auf ältere Leute wird jetzt Rücksicht genommen.

00:32:44: Aber auf uns junge Leute nicht!

00:32:45: Und dass sich da von diesen drei Ampelparteien die ja unsere Regierung im Land damals gebildet haben noch so distanziert haben.

00:32:52: Ja,

00:32:54: Distanzdemokratie die sich dann so ausdrückt, dass die Opposition gewählt wird umgekehrt.

00:32:59: Die FDP hat in NRW war das maßgeblich von Laschet damals auch favorisiert ist von Laschet für die CDU, aber vor allen Dingen auch von Lidna verpräsiert in NRW.

00:33:11: Diese Öffnungspartei kreiert waren immer in der Bewegung.

00:33:16: schneller, die Dinge zu öffnen und wieder zuzulassen ist ganz klar das junge Leute diese Partei da am ehesten auch gewählt haben zusammen als Zusammenhangster.

00:33:25: Aber bis dort war alle nicht vergessen.

00:33:27: Auch bei der kommenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz werden Parteien der politischen Mitte wählen, fast achtzig Prozent.

00:33:37: Was im europäischen Vergleich ungewöhnlich ist.

00:33:41: dort gibt es viele populistische vielparteien, Parlamente und vielmehr radikale Parteien.

00:33:47: Jesus mittig bräßigt nach wie vor.

00:33:51: das sollte man auch nicht vergessen weil wir zu sehr immer über diese Ränder reden aber zu wenig über die Mitte die ihn nach wie Vor da ist und die aufbruchsbereit uns hat.

00:34:01: Man muss uns auch Angebote machen Damit wir zugreifen können.

00:34:06: Gibt es noch andere Wahrnehmungen rund um das Thema AfD beziehungsweise die Wahlergebnisse und ob er wie sehr sich die hier widerspiegeln?

00:34:15: Wir müssen auch nochmal zur Medienbeschimpfung kommen, damit der Chefredakteur nicht einfach zu fein hier rauskommt.

00:34:22: Meine Fragerkorte hatte sich an die Schüler gerichtet.

00:34:24: sie saßen gerade mit dem Schweigefuchs belastet auf der Bank.

00:34:30: Okay, sage ich ja Hierarchie.

00:34:35: Redeverbote.

00:34:36: Was ist dein Alltag so organisiert, der den laden?

00:34:40: Nicht so partizipativ wie eine Schule hier organisiert ist.

00:34:43: Das ist ungewohnt für Sie.

00:34:44: Man merkt das, er ist ganz unsicher mit seinem die registischen Ton nicht richtig was erreichen kann.

00:34:50: Sie bauen einfach ihr ganzes Narrativ darauf auf dass in der NRW-School an der sie jahrelang lärten keiner von uns Einblicke hat, wie es da eigentlich abgegangen ist.

00:34:59: Ja

00:35:00: das war ein Wohlstands Arena die sich dort entwickelt hat und

00:35:04: uns

00:35:05: zur Bestleistung geführt hat.

00:35:06: Ja, ich kann Ihnen doch Schülerinnen und Schüler vorführen, die das bestätigen würden?

00:35:12: Dann würde ich sagen noch eine kurze Fragerunde wie blickt ihr auf den Landtagswahl?

00:35:15: wir haben eben schon gehört ein bisschen Angst von einer blauen Regierung.

00:35:20: Ich glaube jetzt wenn nicht mehr angucke wer dort also die aktuellen Umfrage Ergebnisse.

00:35:23: haben wir in Rheinland-Pfalz tatsächlich noch den Vorteil dass wir eine wahrscheinlich stabile Koalition aus der Mittelhause bekommen werden und die Regierungsparteien gesagt haben die wahrscheinlichen Regierungsparteien eine Koalition ausschließen.

00:35:36: Was würdet ihr euch?

00:35:38: oder wie blickt ihr auf den Landtagswahlen?

00:35:40: Und

00:35:40: wenn Sie Sonntag gucken, Stuttgart können wir uns auch dort wiedersehen natürlich, wenn sie das ZDF gucken.

00:35:45: Das ist schon ne ein Übung zwei Wochen später ja dann meins!

00:35:50: Also ich denke auch dass die Landtageswahlen quasi immer noch mittig bleiben also die Wahlergebnisse.

00:35:56: Ich denke auch, dass es bei der SPD noch bleiben wird weil wir sehr lang bei der SPD waren jetzt in Rheinland-Pfalz.

00:36:02: Aber ich glaube schon, dass eben die Ränder also die Linke und die AfD sehr viel Zuwachs gewinnen vor allem auch durch viele neue junge Wähler, die dazukommen weil wie wir ja schon gesagt haben, haben viele junge Wählern die Render gewählt.

00:36:15: Und das macht mich schon ein bisschen Angst, weil ich mir nicht vorstellen könnte was passiert wenn quasi die extremen Ränder an der Macht sind was dann passiert.

00:36:23: aber ich denke zumindest bei dieser Wahl wird es noch nicht so weit sein.

00:36:27: Und Sie haben sie mit den Spitzenpersonen auch auseinandergesetzt, sind die mal in Kirchamboland aufgetreten?

00:36:32: Die Spitzenkandidatin oder Kandidaten?

00:36:36: Nicht dass ich wüsste.

00:36:38: Von der AfD?

00:36:39: Ja

00:36:39: von der AfD war man in dem Ort, in dem ich wohne, der Höcke

00:36:44: ist immer aufgetreeten.

00:36:47: Das wundert mich nicht bei meinem Ort weil er ist wirklich sehr, sehr blau.

00:36:51: aber sonst ist mir jetzt nichts bewusster da.

00:36:55: Das zeigt aber natürlich auch, dass die AfD ja gezielt in diese Gruppen hier reingehen.

00:36:59: Die ist ja auch mit Damjan Loa und der Direktkandidat, der auch relativ prominent im Landtag vertreten in einer Fraktion.

00:37:08: Aber die Frage ist der Korte so wahlkampfstrategisch geben andere Parteien in solchen etwas blau gefärbten Kreisen das dann eher auf oder konzentrieren sich einfach auf ihre Hochburgen weil sie sagen es ohnehin nicht viel zu holen?

00:37:22: Ein guter Wahlkampf ist Reinforcement.

00:37:25: Man bestätigt und unterstützt das, was man meint ohnehin zu haben.

00:37:28: Alle Aufwecken, die man meinte ohne hinzuhaben – es ist viel wirkungsmächtiger als versuchen Leute von einer gegnerischen Partei für sich zu überzeugen.

00:37:40: Die begrenzten Ressourcen, die ich an Zeit, an Geld habe, an Wahlkampffmitteln stecke ich wenn nicht jetzt CDU-Mann oder Frau bin darin, CDU-Wähler an mich zu

00:37:49: binden.".

00:37:49: Das ist das Wirkungsvollzug.

00:37:51: Nicht zu gucken, wie kann ich jetzt AfD weder nach meiner Seite zu bringen?

00:37:54: Das kann mit passieren aber der Hauptzugang ist erstmal die Hochburgen und die Vermeidlichen auch zu stabilisieren dass man dort Unterstützung bekommt.

00:38:05: Vielen Dank euch für diesen Selle Bendingen und interessanten Austausch Wie ich fand.

00:38:09: Herr Korte was nehmen Sie mit?

00:38:12: Ich nehme mit dass sie beeindruckt sind

00:38:14: Von den Schüler nicht von ihnen

00:38:15: Genau!

00:38:16: Das ist praktisch das überhaupt noch beeindruckbar Sinn weil sie ja doch so fest in ihrem Urglauben sind, die Wahrheit gepachtet zu haben als Chefredakteur.

00:38:27: Das finde ich dann schon eine neue Seite an ihnen, dass sie sich auch beeindruckt lassen.

00:38:32: Der Vorteil der Schüler war ja, dass Sie die von Ihnen wahrlich nicht hohe gesetzte Messlerte mit Leichtigkeit überspringen konnten.

00:38:38: Deswegen war es für mich auch einfach erfrischend mal mit ein paar andere Leuten und Ansichten konfrontiert zu werden.

00:38:44: Gut!

00:38:44: Dann freue ich mich schon auf diese Rückfahrt die dann noch schwieriger vermutlich wird.

00:38:50: Ja, wahrscheinlich machen Sie es wie bei der Hinfahrt und machen kurz die Augen zu...

00:38:54: Ich habe die Fotostory gemacht von hinten!

00:38:56: Das ist ja eine vollkommen Unterstellung.

00:38:59: Also Herr Korte hat schon angesprochen ich bedanke mich zum einen hier bei den aufgeweckten Politik interessierten Schülern.

00:39:04: Danke dass ihr euch auf das Gespräch eingelassen habt und auch unsere Folge, dass wir hier Stationen machen durften am Nordfallsgymnasium in Kirchheim-Bohlanden.

00:39:11: Ich fand das ein sehr interessantes Gespräch.

00:39:13: Unsere nächste Station heute wird sein.

00:39:14: um sechzehn Uhr fahren wir auf den Mainzer Lärchenberg, wenn Herr Korte die Fahrt überlebt hat und rechtzeitig wieder wach werden würde.

00:39:20: Und wir werden mit dem Lärsenberger Ortsvorsteher Albert Köhm besprechen der auch in einem Brennpunkt Stadtteil als SPD-Ortsvorsteller wahrlich alle Hände voll zu tun hat und dort sich natürlich auch die Frage stellt wie gestaltet sich Politik und Demokratie vor Ort?

00:39:34: Ich bedanke mich bei unseren Hörern und Hörer Zuschauerinnen und Zuschauern für die Aufmerksamkeit.

00:39:39: Wir sehen uns an der nächsten Station.

00:39:41: Das war Station zwei unserer Demokratietour, Korte und Ring.

00:39:44: Vielen Dank und auf

00:40:06: Wiedersehen!

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