Folge 68: Demokratie-Tour #3 – Demokratie hautnah – Das Podium mit Korte & Rink
Shownotes
Bergfest unserer Demokratie-Tour: Chefredakteur und Politikwissenschaftler lassen den Tag bei einem besonderen Podiumsgespräch auf dem Mainzer Lerchenberg ausklingen – vor Live-Publikum.
In Anekdoten blicken die beiden auf ihre bisherige Tour durch Rheinhessen zurück. „Sie können ja Autofahren“, neckt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte seinen Mitreisenden, während Dennis Rink das brillante Wetter und die vielen begeisterten Podcast-Fans hervorhebt. Verschiedene Demokratie-Orte wurden an diesem Tag schon angesteuert, jeder mit eigener Atmosphäre und eigenen Impulsen.
Im Zentrum des Abends steht schließlich die große Frage: Wie steht es um die Demokratie – in Rheinhessen, in Deutschland, in der Welt? Ein roter Faden zieht sich durch alle Gespräche: „Demokratie funktioniert nur analog“, sagt Korte. Begegnungen vor Ort, echte Gespräche, persönliche Nähe – all das sei unverzichtbar, um in den Dialog zu kommen.
Immer wieder berichten Menschen aller Altersgruppen, die Politik beschäftige sich zu wenig mit ihrem Alltag. Für den Experten ist klar: „Politik ist Handlungsauftrag eines gelungenen Lebens.“ Womöglich liege ein Teil des Problems in der zunehmenden Professionalisierung und der von Umfragen getriebenen Tagespolitik.
Natürlich geht es an diesem Abend auch um Wählermärkte – thematisch, aber auch ganz haptisch: Korte signiert im Anschluss noch lange Bücher für die Besucherinnen und Besucher dieses atmosphärischen Live-Events.
Ein Angebot der VRM.
Transkript anzeigen
00:00:03: Korte
00:00:04: und Drink.
00:00:06: Politik, die bewegt!
00:00:20: Vielen lieben Dank und herzlich willkommen an dieser Stelle wo auch immer sie uns jetzt zu sehen zu hören ob hier im Haus in der VRM bei unserem Live-Podcast um über alle Kanäle, wo es Podcasts gibt oder natürlich auch über YouTube im Livestream.
00:00:34: Herzlich willkommen zu unserer Sonderfolge von Korte und Drink heute als Bergfest unserer kleinen Demokratie Tour durch Rhein Hessen!
00:00:42: Ich begrüße Sie alle hier an den mobilen Endgeräten, alle die uns zuhören und ich begrüse natürlich ganz herzlich Herrn Professor Doktor Karl Rudolf Korte, herzlich willkommen.
00:00:58: Hallo!
00:01:05: Das ist eine Unart, Gäste auf die man sich eigentlich freundlich einlassen sollte gleich so zu diskreditieren.
00:01:12: Würdigen?
00:01:14: Nee, das ist ja praktisch eine Verballhornung von akademischen Titeln.
00:01:19: Nein, ich habe einfach versucht den Worten zu fassen was
00:01:22: es sind.
00:01:22: Hat das etwas mit Neid zu tun?
00:01:25: Herr Korte Ich bin Meilen weiter entfernt von auch nur einem Doktortitel und gar nicht in der Reichweite von Neid.
00:01:32: Du weißt so was.
00:01:33: Ja gut, aber es ist unterschwellig.
00:01:35: Es spielt sich schon bei Ihnen psychologisch etwas ab.
00:01:40: Emotional kann ich Sie noch nicht ganz lesen wie man das heute ja interpretiert.
00:01:45: Aber ich lerne natürlich dazu nach so Tagestouren umso mehr.
00:01:49: Dabei habe ich gedacht dass wir jetzt heute den ultimativen Test hätten, dass wir uns ein bisschen näher kommen weil wir ja den ganzen Tag schon am ersten Tag unserer Demokratie tour miteinander unterwegs waren.
00:01:58: Ich fasse nochmal für
00:01:59: alle kurz
00:01:59: zusammen die sind Vorsicht haben.
00:02:02: wir waren heute Morgen vor dem Staatstheater in Mainz, haben dort mit Bürgerinnen und Bürgern gesprochen.
00:02:07: Wir waren danach im Kirchheim-Bohlanden, im Nordfallsgymnasium haben mit einem Sozialkunde-Leistungskurs gesprochen.
00:02:12: Waren dann nachher auf dem Lärchenwerk, haben mit dem SPD-Ortsvorsteher Alper Köhmür ein Gespräch geführt und die Oberbegrifffahrt tatsächlich Demokratie, demokratische Diskurs, die Idees entstanden... Weil wir zwei ja häufig im Podcast auch darüber sprechen, wo denn eigentlich Räume für demokratischen Diskurs sind und entstehen.
00:02:31: Und ich mir die Frage gestellt habe was wir als V&M-Als Medienunternehmen denn zu diesem Diskurs beitragen können?
00:02:37: Und gedacht haben dass wir diesen Versuchen an diese zwei Tagen zu ermöglichen dank der tollen Unterstützung heute den ganzen Tag begleitet im Live-Ticker und in den aktuellen Podcast folgen und akkorde.
00:02:48: deswegen wäre die Frage so rückblickend am ersten Tag Was ist denn für Sie hängen geblieben?
00:02:56: Na, sie können Autofahren.
00:02:59: Ja
00:03:00: Aber natürlich mit Einschränkungen.
00:03:03: Die saß auf
00:03:03: dem Rücksitz
00:03:04: die Einschrankung.
00:03:04: Von der absolute Rückseite
00:03:05: aus war das gut zu beobachten.
00:03:09: Man kann ja da Führungsstile ableiten So wie sie autofahren und na ich würde nicht gerne ihr Mitarbeiter sein.
00:03:19: Aber immerhin haben wir die Ziele erreicht.
00:03:20: Sie haben Ziele vorgegeben Und wir haben sie auch erreicht.
00:03:23: Ansonsten hatten wir ein sehr kluges Team auf den Benken dazwischen und auch der Mike vorne, sodass die Navigation altanalog praktisch übermittelt wurde und es dann zu einem guten Ergebnis führte.
00:03:36: Aber der Start heute Morgen war brillant nicht nur weil das Wetter brillant war.
00:03:42: VAM hatte extra das Theater auf die Sonnenseite gebaut so dass wir wunderbar in der Sonne standen und als allererstes kam eine Leserin einer höheren die heute Abend auch hier sein wollte.
00:03:54: Ach, genau in der ersten Reihe natürlich!
00:03:57: Heute morgen hat sie noch was anderes gemacht?
00:03:58: Ja ja, über sie und der grüne Mantel und überreichte eine große Packung Mozartkugeln.
00:04:06: Insofern hat der Tag für mich großartig begonnen.
00:04:11: Und wenn Sie jetzt zurückblicken neben den Mozartkuggeln das war wirklich... Total überragendes Geschenk, vielen Dank an dieser Stelle nochmal.
00:04:18: Will auch nicht WLAN den Käse, den wir danach noch bekommen haben vom Käsestand?
00:04:22: Danke da nochmal an die liebe Sandra, die vorbeigekommen ist.
00:04:25: jetzt waren es ja ganz verschiedene Orte.
00:04:28: das eine war tatsächlich am Markt ohne jetzt willentlich-nichtwillendlich auf Wähler Märkte.
00:04:34: Da werden wir noch drauf zu sprechen zu kommen also den Ort eines demokratischen Diskurses einzugehen.
00:04:38: Danach waren wir in einem Gymnasium und haben explizit mit jüngeren Menschen gesprochen Und am Ende mit einem Ortsvorsteher, der ja wirklich Basispolitik an der Krassen habe macht.
00:04:51: Gab es so einen roten Faden, der für Sie durchgegangen ist?
00:04:54: Ja, Demokratie funktioniert nur analog und das heißt also in einer Gesprächssituation aus der sich ableiten lässt dass es unterschiedliche Interessen gibt die man handelt und verhandelt Und da hat sich am Ende aus dieser Handlung auch eben politische Macht entwickelt.
00:05:12: Das ist eigentlich das Grundmodell einer organisierten Freiheit, was Demokratie ja ist und das hat sich über den Tag auch bestätigt, dass wir mit ganz unterschiedlichen Gesprächen Resonanz ausgelöst haben.
00:05:26: Und Resonance ist dazu darum ein Resonansdraht geradezu zu entwickeln.
00:05:31: und wer diesen Syndrat hat letztlich zwischen Regierung und Regierten kann auch steuern, kann Einfluss nehmen, kann sich einbringen.
00:05:38: Ohne diesen Resonanz-Strat wird das nicht funktionieren.
00:05:41: und das war nicht die Linie des Tages zuzuhören es einzuordnen und wahrzunehmen welche Unterschiede in Interessen existieren die alle darauf warten ernst genommen zu werden wahrgenommen zu werden aus denen eine Handlungsauftrag für die Politik erwächst eines gelingenden Lebens einer guten Politik einer besseren Daseinsvorsorge, denn wir haben uns natürlich mit vielen Defiziten auseinandergesetzt.
00:06:10: Das ist tatsächlich auch ein Punkt gewesen der für mich hängen geblieben ist das über alle Altersklassen hinweg die Leute gesagt haben sie haben manchmal nicht das Gefühl dass Politik sich mit ihren Problemen beschäftigt oder bei den Jugendlichen sogar beim Gnasium die gesagt haben Sie fühlen sich von der Politik auch nicht gesehen Ist ja aber auch ein Befund, der nachdenklich stimmt im Hinblick auf Demokratie.
00:06:32: Klar weil wir auch natürlich messen können viele Facetten und Form von Politikverdrossenheit das bis zur Politik Verachtung erreicht.
00:06:42: Aber es gibt eben auch eine Bevölkerungsverdroßenheit bei Politikern.
00:06:46: Und schauen wir schon den Eindruck eine Form von Abgehobenheit nicht zuzuhören oft Auch ein Prozess, der im Professionalisierung der Politik zusammenhängt.
00:06:56: Je professioneller Politik wir, desto technokratischer hebt sie sich auch ab.
00:07:01: Um Probleme noch zu lösen.
00:07:02: in einer komplexen Konstellation geht es oft nicht anders.
00:07:05: Dann hat man auch eine technokratische Sprache und keine Kontakte mehr.
00:07:09: Und dann ist diese Abgehobenheit da.
00:07:11: Sie ist gar nicht nur aus einer Erfahrung irgendwie etwas... sich abzukoppeln, sondern sie ist praktisch ein Rückzugsort einer technokratischen Effizienzsteigerung.
00:07:25: Das heißt um auf dem Anfang ihrer Antwort einzugehen die beim Punkt Vertrossenheit von Politikern gegenüber Bürgern würden Sie sagen es gibt Politiker die einfach keine Lust mehr haben sich mit Bürgeren oder mit deren Themen auseinanderzusetzen also in der ersten Linie zu stehen und dieses Gespräch zu führen?
00:07:45: Sie kümmern sich durchaus um Problemlösungen, aber dann eben auf eine eher technische Art ohne jetzt den unmittelbaren Kontakt zu Bürgern zu suchen.
00:07:56: Das Augenmerk liegt mehr daran politische Mehrheiten abzusichern denn das macht politische Rationalität ja aus nicht nur ein Problem zu lösen sondern wenn das Problem gelöst ist auch noch die Mehrheit zu behalten dass es was ganz anderes als das was man normalerweise erwartet, dass dann ein Problem abgearbeitet ist.
00:08:15: Das kann ja auf der Strecke des Abarbeitens drohlen die Mehrheit zu verlieren und dann hört man lieber auf das Problem abzuarbeiten.
00:08:24: politische Raffinesse, die aber mehrheitssichernd so ist und Rationalität wer sie so wahrnimmt muss sich auch anerkennen damit umzugehen.
00:08:32: Weil das ja nicht im Sinne der Sache ist also im Sinne des der Problemlösung gar nicht.
00:08:36: und Sie betonen immer wieder in nahezu jeder Podcastfolge dass Wähler Problem-Lösungskompetenz wählen.
00:08:42: Das heißt ein Politiker schießt sicher selbst ins Knie wenn er aufhört Probleme zu lösen um seine Mehrheit zu sichern weil er ja kein Problem mehr löst.
00:08:48: oder reicht es schon?
00:08:49: Die problemlösungs Kompetenz dem Wähler gezeigt zu haben und das Problem dann gar nicht anzupacken.
00:08:59: Manche arbeiten auch systematisch an der eigenen Bedeutungslosigkeit.
00:09:04: Wer denn?
00:09:05: Manche regierende Bürgermeister, denen man das nachsagt auch.
00:09:10: Ich habe den Eindruck auf die das ganz gut passen würde.
00:09:14: Es ist ein Abwägungsprozess in dem durchaus Versuch Probleme zu lösen.
00:09:23: wir müssen ja aus politischen Mehrheiten, dafür haben wir Leute gewählt als Wählerinnen und Wählern gesellschaftliche Mehrheiten zu formen.
00:09:31: Das ist ja ein Führungsanspruch und nicht einfach nun in einer Demoskopiedemokratie abzuwarten wie die Stimmung sich entwickelt und dann darin Entscheidungen beeinflussen.
00:09:43: Wobei
00:09:43: da gehen Sie auch in Ihren Buch drauf ein der schon die erste Herausforderung liegt weil wir haben eine politische Mehrheit mit links Was wäre auch schon nicht übereinbekommen?
00:09:56: Ja und wir haben denjenigen, der das gut erklären konnte.
00:09:59: So eine Dilemma bewusste Offenheit Robert Harveck, der es ideal typisch professionellisiert hat, den haben wir nicht mehr.
00:10:07: Also die Dilemmata praktisch einer eben elektoral gewählten Mitte-Rechtsmehrheit im Bundestag Und eine Regierung die hier mit Mitte-Links versucht Mehrheiten dann in Politik zu überführen Das ist ne Eine widersprüchliche Mehrheit, die wir gewählt haben.
00:10:25: Die wir im Amt haben, die als Spannung da bleibt.
00:10:27: und eine größere Koalitionspartner wie die Union muss um eine einfache Mehrheit hinzubekommen immer mit der SPD, also mit einer linken Linkeren Partei zusammenarbeiten oder gar bei zwei Drittel noch viel mehr Linken und Mehrheiten suchen.
00:10:43: Das ist eine Besonderheit, was wir früher in dem Parteinsystem nicht hatten.
00:10:48: Aber bei lagerübergreifenden Mehrheiten, der ersten kleinen großen Koalition mit der Vestudunam geht das nicht anders und das fühlt zu vielen Irritationen die wir im Alter haben.
00:10:59: bei der Entscheidungsfindung dieser Koalition, die ja eigentlich zwölf Stimmenmehrheit hat.
00:11:03: Also sehr viel im europäischen Master... Das
00:11:06: war nicht soviel haben wir gelernt!
00:11:07: Ja
00:11:08: früher hatten große Koalitionen über hundertfünfzig Stimmen-Mehrheit.
00:11:11: da musste man nicht eben hinterherlaufen.
00:11:13: das muss man bei zwölfen schon mehr aber im europäischem Vergleich des Parteienwettbewerbs in zwölfs Stimmen ist schon eine solide Mehrheit und trotzdem Fällt die schwer zu organisieren.
00:11:23: Wir haben den Eindruck, dass die Kanzerdemokratie sich pulverisiert unter diesen Rahmenbedingungen wie wir sie kennenlernen.
00:11:29: es gibt kein Kraftzentrum in dieser Regierung zumindest bis jetzt ist nicht herausgebildet.
00:11:34: das Kabinett beschließt ein Gesetz ist sich da auch einig und gibt es dann wie eine lose Anregung an die rebellenhaften Fraktion.
00:11:43: so kommt es rüber.
00:11:45: Und dann ist wie so ne Zufallsmehrheit die sich herausbild offenbar Union und in der SPD.
00:11:51: Das hatten wir in dieser Form noch nicht.
00:11:54: Ein Phänomene dieser Konstellation ist ja tatsächlich, dass die Fraktionen, die einen würden sagen stärker geworden sind, selbst wuster geworden sind.
00:12:04: Die anderen würde sagen das als Handlungsempfehlung auffassen in einer Koalitionslinie dann quasi abstimmen.
00:12:13: Führen Sie das auch auf diese geringe Mehrheit, geringer eigentlich nicht geringes stabile Mehrheit von zwölf Stimmen zurück?
00:12:19: Dass die Fraktionen auf einmal sagen wir haben ja jetzt ein bisschen mehr Macht in der Hand weil wir mit kleineren Stimmen eben schon ein gewisses Druckmittel haben Das
00:12:27: ist was dran.
00:12:28: aber eine parlamentarische Mitsteuerung.
00:12:31: Die Aufgabe hatten wir Fraktionen Sie müssen kontrollieren.
00:12:34: an Regionen können sie auch antreiben.
00:12:37: Mitsteuern in dem Sinne, dass sie mehrheitsfähig die Initiativen auch übersetzen.
00:12:42: Wenn Sie keine eigenen Initiativ einbringen das ist schon da aber es muss natürlich verlässlich organisiert sein.
00:12:48: Das setzt Vertrauen voraus.
00:12:50: Vertrauen die Hauptakteure erstmal der Fraktionsführung.
00:12:54: Die müssen vertrauensvoll mit den Akteuren im Kanzleramt zusammenarbeiten und da hat man nicht den Eindruck, dass das vertrauentsvoll passiert.
00:13:01: wir haben mal diese Lernphase gehabt Da kann man vieles unterstellen mit vielen Problemen Aber jetzt müsste das eigentlich längst abgeschlossen sein.
00:13:10: Wir kennen ja mit Niklas Luhmann nicht nur die Überwachung, die man hat wenn man in irgendeiner Weise Organisationen beurteilen möchte es gibt doch die Unterwachung.
00:13:22: Das heißt also Die Anlernung von unten.
00:13:25: Das haben Sie wahrscheinlich gar nicht gemerkt dass das bei Ihnen auch passiert ist als ich als Chefredakteur kam.
00:13:31: Also
00:13:32: davon lebe ich bis heute.
00:13:33: Ja
00:13:34: klar.
00:13:35: Also nicht täuschen lassen.
00:13:37: Die zentralen Mitarbeiter lernen den neuen, die neuen Chefin an wenn sie gut sind und klug sind.
00:13:42: So ist das überall.
00:13:43: Das ist auch egal wer über ihnen unter Ihnen Chef ist.
00:13:45: Und sofern
00:13:46: gibt es Anlernkosten.
00:13:48: Die waren bei Ihnen riesig hoch bestimmt.
00:13:51: Anlernenkosten und das war auch zu beobachten.
00:13:54: aber darüber hinaus glaube ich einfach dass es eine von den Umfragen getrieben existenz angst viele Abgeordnete gibt mit den Rücken zur Wand in so ein Defensivbündnis bringt und ihn den Spielraum nimmt, über die Hürden zu springen.
00:14:10: Dem Partner was zu gönnen etwas vielleicht auch experimenteller zu machen, Vertrauen in die Führung der Fraktionen zu führen, das ist nicht da.
00:14:19: Und die Fraktionsführung, zumindest bei der Union ist es so hat eben anders als Kauder, der das ewig unter Merkel war selbst Ambitionen-Kanzler zu werden.
00:14:28: Das ist eine neue Konstellation die dieses Ruckeln mitbedingt.
00:14:34: Also wer ruckelt bei Ihnen schon?
00:14:37: Das muss man sich auch mal klären.
00:14:38: Ich kann es
00:14:38: gar nicht mehr zählen, dass zu viele Hände für die vier Beine vom Stuhl
00:14:43: haben.
00:14:45: Das heißt wenn man das in Führungskräfte Sprache übersetzen würde müssten sie Führungskräfte der Koalition an ihren Beziehungsbrücken aus ihrer Sicht arbeiten und miteinander Autorsport machen, Klettern gehen, sich aufeinander verlassen, Bier trinken.
00:15:01: Ja, also Vertrauen ist ganz zentral.
00:15:04: Sonst käme es ja auch nicht zu Koalitionen.
00:15:06: Dafür sind ja Sondierungsphasen da aber es müsste schon mehr sein denn intellektuell verstehen alle dass das eine Gewinner-Situation ist wenn man sich wechselseitig was gönnt Wenn man Regierungsgesetze übersetzt und Probleme damit abarbeitet.
00:15:19: Das belohnen wir als Wählerinnen und Wählern.
00:15:21: Dafür haben wir eine Regierung.
00:15:23: Das möchten wir so haben und nicht, dass sie sich immer auf Kosten anderer profilieren.
00:15:27: Also intellektuell verstehen Sie das aber.
00:15:29: Sie sind im Alltag in diesem Defensivbündnis der ersten kleinen großen Koalition offenbar so gefangen und auch so existenziell bedroht wie Sie sich selbst sehen, einbringen können, um das so zu übersetzen.
00:15:48: und ob sich das jetzt verbessert weiß ich nicht.
00:15:52: Wir hatten ja ohnehin schwierige Situationen von der Ausbildung wie es überhaupt zu dieser Koalition kam.
00:16:00: Das vergisst man oft in diesen Tagen.
00:16:04: Fackelumzüge, die wir erlebt haben in Berlin nach dem Regierungswechsel.
00:16:09: Also Scholz, wenn Sie noch erinnern, der war der Kanzler vorher.
00:16:13: Es gab eine Regierungswechsl, aber wenig Euphoriefes war sehr aufbruchslos wie sich da eine Mehrheit herausgebildet hat.
00:16:21: Und wir hatten als Wählerinnen und Wähler... Aber ich fand
00:16:23: schon den Aufbruch bestand darin, dass manche, glaube ich froh waren die Ampel los zu sein oder?
00:16:27: Das schon.
00:16:27: aber das ist auch im Moment das Problem, dass sie Sehnsucht nach der Ampel zunehmend, das ist sehr verdächtig.
00:16:33: Das sollte man als trögerischen Kern interpretieren.
00:16:38: Wir hatten fünf Kanzlerkandidaten alle waren messbar unpopulär.
00:16:42: Es war interessant zu beobachten.
00:16:44: Der März hatte praktisch die erste Kanzlerkandidatur, die aus Süddeutschland betreut wurde.
00:16:51: Das hatten wir in der Form nicht.
00:16:53: Scholzwerte können Sie doch erinnern?
00:16:56: Ja, scholzunterirdische Umfrage da, also Kanzlermallos mit denen wer ins Rennen gegangen ist.
00:17:03: Bei Habeck hatte sich ja idealerweise im Wahlkampf praktisch aus dem Heizungskiller in die Küche hochgearbeitet und die Kar-Frage war ja die Küchenfrage eigentlich nicht die Kanzlar Frage am Küchentisch seine Inszenierung seiner Wählerschaft kommunikativ auch bedient, auch abgeholt.
00:17:24: Ja und Frau Weidel auch mal eine ganze Kandidatin da ist.
00:17:27: ja haben Sie mir Eindruck dass der Gefrierpunkt physikalisch sich senkt wenn sie spricht.
00:17:33: das kann auch nicht populär sein.
00:17:35: also auch wenn man gehört hat Scholz und Merz klang für viele wie Schmerz So, und dass sie... Diese
00:17:43: Wortverheiratungen klappen gut.
00:17:45: Wir hatten ja jetzt jüngst in der Podcast-Folge den Bundesparteitag der CDU, wo Frau Merkel war und wir Merzelt rausgemacht haben?
00:17:52: Ja, das stimmt.
00:17:53: also die Merzelfestspiele waren auch interessant.
00:17:56: Queen Mumm der deutschen Politik wie man praktisch Kontinuität innerhalb der Union schafft, die progressive Mitte doch aufzunehmen mit dem man sich einfach nicht nur einlädt sondern dass sie da ist.
00:18:07: Das ist eine gute Kombination, also das konservative Lage und das progressive Sassenzusammen.
00:18:13: Und man hatte den Eindruck wie bei so einer Tasse Tee, ein Teebeutel, März lindert könnte man Merkel nutzen.
00:18:21: Und das ist ja auch gemacht worden.
00:18:22: Insofern eine Versuch einer sehr professionell agierenden Partei als Partei die mit neunzig Prozent nicht ihren Vorsitzenden abstraft sondern eben Rückendeckung stärker gibt für das was er vorhat.
00:18:36: Es
00:18:36: gibt SPD-Vorsitzende, die hätten sich das auch gewünscht haben.
00:18:39: Genau!
00:18:40: Also SPD hat das weniger professionell gemacht.
00:18:43: Manche sagen einfach ehrlicher aber beide Vorsitzenden eben sehr unterschiedlich bedient was aber wenn man zurückgeht dann an die Kabinettstisch oder als Minister auftaucht super schwer ist.
00:18:53: Man hat kolossal ein Autorität verloren und da spüren ja auch andere.
00:18:57: Insofern ist der Bewegungsspielraum mit ihm etwas auszuhandeln Mit unserem Vizekanzler.
00:19:03: super schwer geworden danach Und er hat eben auch Angst, was keiner machen um noch wieder seine Mehrheit zu verbessern.
00:19:10: Ist nicht klug!
00:19:12: Deswegen lassen Sie sich nicht täuschen, wenn sie mal
00:19:15: hohe
00:19:15: Zustimmungswerte hier haben.
00:19:16: Habe ich nicht.
00:19:17: Das
00:19:17: ist taktisch
00:19:18: habe ich nicht in die Täuschung komme ich gar nicht.
00:19:20: Okay das heißt aus Ihrer Sicht hat der Märzelkurs von Merz dazu beigetragen dass er so ein gutes Ergebnis bekommen hat oder hat Merkel als Person was ja schon eine Absurdität der Geschichte wäre bei deren Beider vorgeschichte hat Merkel in ihrer Anwesenheit Merts In Anlehnung von mir an ihre Politik zu einer besseren Wahl Ergebnis geholfen?
00:19:41: Ja, wie auch immer vor dem Balljahr war es ihr wichtig nach vielen Jahren der Absinenz auf Parteitagen mal dabei zu sein und damit eine Kontinuität zu zeigen dass sie auch Zugkontinuitä von März und seinen Leuten steht.
00:19:56: Das war ein deutliches Signal einfach ne symbolische Wirkung durch Präsenz.
00:20:00: Sie hat ja nichts gesagt, sie hat einfach einen Auftritt gehabt und dort gesessen am richtigen Moment geklatscht.
00:20:05: das reicht aus um andere zu überzeugen, dass sie sich versöhnt hat und zeigt am Ende auch einen Kanzler.
00:20:14: Und auch Sie wechselseitig in so einer bürgerlichen Versöhnungsstrategie.
00:20:21: Das haben ja nicht alle Kanzle aufgebracht.
00:20:23: Kohl vor allen Dingen ist in Erinnerung der vollkommen unversöhnlich mit Gegnern gar auch als er ausgeschieden war umgegangen ist und man ihm ja gewünscht hätte diese Versöhnung auch eine Art von bürgerlicher versöhnungen zu übersetzen, weil man dann ja viel mehr auch gewürdigt bekommt.
00:20:41: die eigene politik
00:20:43: wurde aber natürlich auch irgendwann ausgeschieden.
00:20:45: das macht es vielleicht mit der versöhlung schwierer.
00:20:47: Ja das stimmt aber Das war jetzt einfach von der union clever und ich bin seit zwar zwanzig jahre für das zdf und für phönix immer bei bundesparteitagen spd und cdu dabei.
00:21:00: Die waren sind ganz unterschiedlich.
00:21:02: Die Union hat so tausend Eins, der delegierte die SPD etwa sechshundert ist kleiner.
00:21:08: Aber da sind ja Tausende Zuschauer und politische Beobachter und das ist immer ganz viel sehr großes Toverbo in den Messehallen interessant.
00:21:16: Und trotzdem wenn sie reinkommen, ist die Atmosphäre vollkommen unterschiedlich bei beiden egal welche Lage Sie gerade haben.
00:21:22: Wir haben eine professionelle Partei bei der Union von vielen Mandatsträgern, von vielen Amtsträgtern die diese tausend Delegierten stellen.
00:21:32: Und man weiß, der Erwartungshaltung ist das, dass es irgendwie inszeniert glatt läuft.
00:21:36: Man hat so ein paar Ventile bei denen man besonders diskutieren kann und soll – und man kann sich auch mal an irgendein Thema oder Personen abarbeiten, da gibt es ja alles!
00:21:46: Aber vollkommen anders bei der SPD.
00:21:49: Wenn ich
00:21:49: jetzt alles in das Gegenteil verwandle, was sich von der CDU angefangen von professionell gesagt haben dann würde mich die Umschreibung der SPD interessieren.
00:21:56: Auch
00:21:56: professionell in der Art wie sich Sozialdemokratie historisch herausgebildet hat gegen das etablierte Sich durchzusetzen gegen andere sich durchzusetzten und praktisch für Arbeiter sich kämpfend zu zeigen.
00:22:12: Und hier ist es auch praktisch dass die Bühne ist Gegnerschaft.
00:22:16: Unten hält man professionell zusammen, aber alles ist verdächtig was auf der Bühnen sich abspielt.
00:22:22: Diese Kritik zu denen sie führen ist sehr ausgeprägt und die SPD werden Sie noch dran erinnern hat ja viele Jahre davon gelebt das ihre eigenen Vorsitzenden sowas von abgesägt hat.
00:22:33: Bis Kameray Nadar war?
00:22:34: Ja und jetzt ist es anders, aber die Atmosphäre ist geblieben sofern schwerer dort, sich aus meiner Sicht zu behaupten.
00:22:44: Aber weil Sie gerade abgesägt haben.
00:22:46: ansprechend finde ich lustig wann immer sich jetzt zum Beispiel ein Sigma Gabriel äußert.
00:22:51: Gerade was die Ausrichtung der SPD angeht.
00:22:53: bei Fragen des Sozialstaates lese ich viele Kommentare die sagen das würde einer SPD heute auch gut tun weil er einen etwas real politischeren Blick auf diese Art.
00:23:05: Ja, wenn man... Sie werden das auch merken.
00:23:08: Wenn sie kein Chefredakteur mehr sind dann hat man abgeklärt einen Blick an Dinge sagen die man vorher nicht gesagt hat.
00:23:17: Das ist so ein Kennzeichen von allen die irgendwie ausscheiden.
00:23:21: aber ja Die SPD ist in einem moralischen Selbstgespräch Hängen geblieben Hat man den Eindruck es würde uns hier schwer fallen die drei zentralen Kennzeigen der aktuellen SPD herauszuarbeiten.
00:23:38: Das ist nicht einfach, aber die Möglichkeiten und die Notwendigkeiten für eine moderne Arbeitnehmerschaft unter diesen veränderten Sicherheitsbedingungen Planungssicherheit im Arbeitsprozess zu schaffen und auch Blick auf neue Branchen, neue Modelle sozialpolitischen Arrangements für eine arbeiterpartei oder moderner Arbeitnehmerpartei zu entwickeln sind... So wichtig und so groß, dass wir uns danach sehen.
00:24:02: Dass es eine Partei aufnimmt Und auch die Staatsbedürftigkeit ist da.
00:24:05: Wir sehnen uns nach einem Staat der uns rettet Auf Vorsorgestaat Spätestens seit Samstag wieder, das er uns beschützt.
00:24:12: Also eine Parteie, die immer agiert darin, dass der Staat erst mal sich kümmert, dass er zuständig ist und das er reguliert und steuert und nicht der Markt Die ist doch da!
00:24:22: Also warum greift dann ne Partei das nicht auf?
00:24:24: Und macht das sichtbar?
00:24:25: Ja ich weiß es nicht.
00:24:27: sind viele Gründe, aber ich meine nur von der Grundmelodie vom Bedarf.
00:24:32: Von der Lücke die sie auch füllen können wären viele möglich Daten da, weil die Partei ist ultrapagmatisch unterwegs nicht wirklich erkennbar und auch von Angst getrieben.
00:24:44: Dabei ist es ja ganz einfach.
00:24:46: Und technokratische
00:24:47: Flügel, die das dominieren sie leiden unter Beschreibungsangst des eigentlichen Gegenstandes.
00:24:52: Sie hat ja einzelne wichtige Akteure, die auch offen reden können wie Pistorius und andere.
00:24:57: aber die anderen kommen einem eher so vor wie Politiker Politik betreiben und eben abgehoben in einer besonderen Sprache und wie klassische Funktionäre.
00:25:11: Zumal es ja eigentlich so einfach wäre, weil die SPD müsste als ehemaliger Arbeiterpartei mit ihrer Politik nur Arbeiter ansprechen und deren Themen.
00:25:18: Und hätte schon wieder ein paar Punkte.
00:25:21: Ja bei der Bundestagswahl war die SPD eben weder die Partei der Arbeiter noch die Parteide Arbeitslosen.
00:25:27: Die AfD hat die Arbeiter-Partei gesammelt und die Arbeitslose.
00:25:33: und all das was ich gesagt habe gilt für die bundeswagene SPD.
00:25:38: Wir kennen die Sozialdemokratie im Land, die ganz anders wahrgenommen wird und agiert auch in vielen anderen Ländern, in denen sie regiert oder mit in der Regierung ist ganz eigene Farben, ganz eigene Typen und Prägungen entwickelt hat.
00:25:50: Man wundert sich das nicht viel mehr.
00:25:52: Busse, Pilgant aus Berlin zu diesen Landeshauptstätten fahren, indem die SPD eine Rolle spielt.
00:25:57: Deswegen sprechen Sie in Ihrem Buch ja auch von einer Abstiegsserie Der SPD, wenn man jetzt den positiven Ausrutscher mit der Kanzlerschaft von Olaf Scholz und der Ampelkoalition ausklammert.
00:26:08: Ist das aus Ihrer Sicht auf Bundesebene nach unten offen oder gibt es da irgendwann mal einen Bodensatz?
00:26:15: Da ist ja mein Vorteil dass ich meinen Alter bei Ihnen ab und zu mal ausspielen kann.
00:26:19: Dauernd!
00:26:21: Aber in welcher Hinsicht jetzt?
00:26:22: Ja einmal, dass mir bewusst ist, dass es keinen Trend ohne Gegentrend gibt nie ein Trend so dauerhaft ist in der historischen Entwicklung, dass er nicht abgelöst wird von einem neuen.
00:26:34: Also es gibt nicht nur den Niedergang dann gibt es auch einen Aufstieg.
00:26:38: warum soll auch nur die autoritäre Sog sich auch die nächsten zwanzig Jahren vergrößern?
00:26:43: Warum nicht auch die Gegenwelt an die ja mit uns zusammenhängt ob wir sie zulassen oder gestalten und ausfüllen was in der Demokratie einfach passiert, sondern wir gestalten das selbst.
00:26:55: Wir haben es in der Hand.
00:26:56: also ich glaube doch dass es Möglichkeiten gibt sich dem entgegenzusetzen und einen anderen Trend zu setzen.
00:27:04: und meine Zukunft entwickelt sich immer In unserer Wahrnehmung erstmal so dass wir meinen wir verlängern Vergangenheit um Gegenwart und dann Das stimmt nicht.
00:27:16: doppelt ist sie anders.
00:27:17: einmal ist sie Anders weil Sie Nicht Gegenwart ist und doppelt Ist sie anders Weil sie anders passiert, als wir sie uns vorstellen.
00:27:25: Und trotzdem muss Politik Strategiefähigkeit im Blick auf Zukunftsbildung und Parteien auch um noch Wähler zu finden?
00:27:32: Dann kommen jetzt aber mal zur Gretchenfrage mit Blick auf einenfalls weil das ja hier noch eine SPD Hochburg im Ländervergleich ist.
00:27:39: Sie haben eben schon angesprochen dass die Bundes-SBD anders wahrgenommen wird als die Länder.
00:27:43: SPD Warum?
00:27:48: Die Länder haben natürlich den Vorteil näher an den Menschen im Land zu sein, als in der Berliner Republik man generell für alle irgendwie zuständig sein soll.
00:27:59: Das gilt nicht unbedingt für die Wahlkreisabgeordneten aber doch in der Wahrnehmung ist das so und es gibt eben einen Blick auf Daseinsvorsorge viele Mechanismen bei denen wir alltags praktisch besser übersehen können ob eine Regierung auch Dinge abgearbeitet hat dass es besser geworden ist.
00:28:16: Dass es durchaus im föderalen Kontexten erkennbar So glaube ich, kann man das ganz gut interpretieren und einordnen.
00:28:25: Und das Interessante ist ja jetzt bei dem Umfrage-Daten dass sich bei Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gleichermaßen abzeichnet wenn man immer so drei Prozentpunkte raufen runter an Fehlerkorridoren misst, dass doch so einen Gleichstand sich abzeichnete in beiden Bundesländern für Wähler und Wähler großartig, wir haben es in der Hand eine Entscheidung herbeizuführen.
00:28:51: Und das ist nicht ein Rennen was schon längst gelaufen ist.
00:28:54: Das fasziniert viele.
00:28:57: Es ist auch interessant dass diese Liedparteien in den Regierungen offenbar aufgeholt haben wenn gleich das eine strategische Sprache ist.
00:29:04: denn von wo misst man eigentlich eine Aufholjacht?
00:29:06: Wir beschäftigen uns in der Regel Vier Wochen vor intensiv mit den Personen, mit dem Parteien und nicht ein Jahr vorher.
00:29:13: Was sollen diese Messergebnisse von damals eigentlich hergeben?
00:29:16: Aber für die innerparteilichen Mobilisierung ist es natürlich schon wichtig zu sehen dass die Lied-Parteien in Stuttgart mit einer veränderten Person, die Lietparteien in Mainz offenbar den Sog haben aufzuholen.
00:29:28: ganz offensichtlich.
00:29:29: und das Momentum Man spürt und viele Wähler sind auch gerne Fans des Erfolgs, dann dabei.
00:29:35: Auch das ist erkennbar.
00:29:36: Bei der Unterschied zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Blick auf die SPD ist es, dass die SPD in Baden Württmberg praktisch gar keine Rolle spielt.
00:29:43: Und in Rhein an Pfalz ja gerade die Auffoliag, die sie immer startet wenn man jetzt zumindest den neuesten Umfragen glaubt...
00:29:51: Die SPD ist secktenhaft in Badden Württembergen.
00:29:53: Das ist einstellig bis zum Verschwinden!
00:29:56: Sehr interessant, dass die Auseinandersetzung durchaus bei Mitte-Parteien da ist.
00:30:00: Und das ist auch die gute Botschaft, dass wir eine Auswahl haben mit Leichtigkeit Abwehrkoalitionen zu finden, mit Auswahl gegen die AfD, gegen das Radikale und dass es aus den Mitte- Parteien möglich ist.
00:30:13: Das ist europaweit auch eines erinnertes.
00:30:15: Wir haben nicht zehn Parteienparlamente, keine vielpartei in Parlament.
00:30:18: Es ist sehr konzentriert, überschaubar.
00:30:21: deutsche Sicherheitsempfinden so zu wählen, das ist mittig moderat, mittelmäßig.
00:30:27: Das lieben wir!
00:30:28: Das ist auch der Typus Hans Kastor... Ich finde
00:30:31: es immer so spießt wenn Sie sagen, wir lieben Mittelmaß, das sind so ambitionslose Akkorde.
00:30:36: Ja aber ... das ist klar dass sie das sagen weil es nicht den Scham hat der abenteuerlichen Brisanz über die sie gerne brichten.
00:30:45: Ja klar!
00:30:47: Das
00:30:47: lesen sie doch auch gerne.
00:30:49: Lesen Sie gerne Mittelmaßakorde.
00:30:51: Ja, weil das durchaus Mittelmaus spricht nicht gegen Qualität.
00:30:55: aber Ihr Zugang ist ja der Alarmismus und damit erreichen sie Klickzahlen Überschriften auflagen und deswegen das trennt uns.
00:31:05: Das wird uns auch nicht verbinden und da
00:31:07: arbeiten wir schon eine Weile dran.
00:31:08: Da kommen wir wirklich nicht
00:31:09: zusammen.
00:31:10: Und diese Form von Mitteorientierung in der bürgerlichen Konzellation so eines Hans-Kastaubs im Zauberberg.
00:31:18: Das ist das, was uns international auch unterscheidet von anderen und auch von den Typen die auftreten, die ja wenn sie Scholz und Merz nehmen verlässlich langweilig waren.
00:31:29: Und damit es ein demokratischer Brotster dahinter steht, da können wir eigentlich punkten weil das eine Rolle dienend uninszenierte Akteure zu haben, die Dinge abarbeiten und in vielen Ländern nicht in allen aber anders und darauf verweise ich sehr gerne, dass es eine Besonderheit ist im europäischen Vergleich.
00:31:52: Und das werden wir jetzt am Sonntag auch wieder erleben.
00:31:55: Ich versuche sie trotzdem wieder zurück nach Rheinland-Pfalz zu holen – auch wenn Sie mir immer geistig quasi von der Schipp springen!
00:32:00: Jetzt habe ich diesen Mechanismus ja schon angedeutet.
00:32:06: Fast immer in den letzten Wahlen geht die CDU mit einem mehr oder weniger komfortablen Vorsprung in das Umfragerennen, wo ich jetzt schon rausziehen würde.
00:32:14: Dass Sie ein Frage stellen ob eine Umfrage zu diesem Zeitpunkt schon aussagekräftig ist und es schon immer schmilzt der Ziel der Vorsprung auf der Zielgraden mehr oder weniger?
00:32:26: Ist das aus Ihrer Sicht... Empirisches System, kann man das miteinander vergleichen.
00:32:31: Kann man das irgendwie erklären?
00:32:33: Ich will jetzt also ich will eindeutig nicht den Wahlsieg der SPD hervorsagen weil es bleibt immer noch ein enges Rennen und ich glaube dass ist jetzt nicht gesetzt dass sie auch noch den Sprung an der CDU vorbeischaffen.
00:32:42: aber die bisherige Genese dieser Wahlkämpfe in der Umfragenentwicklung ja schon verpirrend ähnlich
00:32:47: nach dem eben wie und wann man mit Umfrage Daten anfängt.
00:32:50: Es gibt keine belastbare Korrelation kein messbaren Zusammenhang zwischen um Frage Daten lange vor der Wahl und im Ballergebnis.
00:32:58: Das wird gerne hochgerechnet und wird parteiintern genutzt, um aus Wahlkämpfen, Umfragekämpfe zu machen.
00:33:04: Ein strategisches Instrumentarium das oft und intensiv genutst wird.
00:33:09: Und wir sollten nämlich auf dem Leim gehen!
00:33:11: Wir brauchen die Informationen guter Informationen, die viel Geld kosten für gute Umfragen, das zu investieren und durch Behaupte für Infatest- und Forschungsgruppewahlen ist das auch absolut verlässlich.
00:33:20: Und trotzdem, von dem Abstand hier ist es zu weit um davon etwas zu sagen.
00:33:26: Aber diese Muster ist klar.
00:33:27: das Lieblingsworte Deutschen oder eines der Liebungsworte ist eine Planungssicherheit.
00:33:32: Das passt ja auch zu ihnen.
00:33:37: Soll ich Ihnen mal einen Einblick in das unplanungssicherheitsmäßige Leben eines Chefredakteurs geben?
00:33:42: Oder eines Journalisten.
00:33:43: Sie fangen morgens an und wissen im Idealfall total toll an diesem Beruf des Lokaljournalisten, sie fangen morgens an und wissen gar nicht was abends in ihrem Produkt steht.
00:33:51: Ja aber ich beschreibe ja Ihre Sehnsucht!
00:33:55: Da
00:33:56: könnten Sie als Politikwissenschaftler gar nicht mit umgehen, dass Sie morgens nicht wissen was abend passiert.
00:34:00: Ja doch, das ist ja Kontingenzerfahrungen machen ja den Wissenschaftler aus Und insofern aus verschiedenen Perspektiven sich selbst zu sehen, ist ein Teil auch des Geheimnisses immer während auf Erkenntnis suche zu bleiben.
00:34:15: Das macht ja Wissenschaft aus!
00:34:17: Es ist nutzloses Glück.
00:34:20: Ja, weil sie suchen nach etwas was sie begeistert, was sie herausfinden müssen.
00:34:24: Was nicht einer ihnen Auftrag gibt zu finden.
00:34:27: und mein Ergebnis muss keinen Nutzen haben.
00:34:29: es kann einen haben aber es sollte es nicht haben aus sich heraus.
00:34:33: das habe ich mich immer gegen gewährt.
00:34:36: Das macht ein glücklich wenn man so wahrheitsmäßig unterwegs.
00:34:39: ansonsten ist nur der Verwertungskontext von Ergebnissen da.
00:34:43: Das ist ein betriebswirtschaftliches Denken, dass da verkommt Wissenschaft zu einer Verwertung in einem System.
00:34:49: Dass vielleicht dann große Unternehmen vorgeben und das ist nicht das was sich mit Wissenschaftenforschung verbunden hat.
00:34:58: aber der Ausgangspunkt war nochmal die Sache, dass wir eine Sehnsucht haben nach Muster.
00:35:04: Wir lieben Serien, wir lieben Fortsetzung Den zweiten Teil und den dritten und solche Dinge.
00:35:15: Also, das ist... Bei
00:35:17: der Dritte selten so gut es wieder erster
00:35:19: ist?
00:35:21: Das stimmt!
00:35:21: Aber das Erwartungsmensch mit ISSO.
00:35:25: Und das entspricht einer alten Welt zücklich, feriel, linear.
00:35:33: aber so ist die Welt nicht mehr und auch nicht ihre Arbeitswelt.
00:35:35: Sie ist komplex wie von uns allen.
00:35:38: diese Formen von Komplexität ist die besondere Herausforderung.
00:35:42: Und sie hat eben ein besonderes Kennzeichen, dass praktisch bei einem Schachbrett, bei dem Sie die Figuren ziehen, die alle miteinander verbunden sind – Sie einmal nicht wissen welche sich wie bewegt.
00:35:54: und wir haben im Moment den Eindruck das diese Figuren auch umgekippt sind.
00:35:58: Auch das macht die Besonderheit aus von Komplexität.
00:36:00: Aber Komplexitätskompetenz ist das was wir brauchen, als Wähler wählen zu können Themen umzugehen, um am Ende Probleme zu lösen.
00:36:12: Und der Gewissheitsschwund als solches ist dieses Strukturmerkmal was die Komplexität uns zeigt.
00:36:20: also ist die Sehnsucht nach einem Muster das es wieder so wird wie es war.
00:36:24: die ist da und man kann das Erwartungsmanagement so steigern.
00:36:30: aber wenn wir ehrlich sind unserer Zeit ist eben ohne Muster.
00:36:34: Das ist das Interessante.
00:36:35: Insofern mussten wir mit dem Strukturbruch eigentlich umgehen und die Welt bis Samstag war auch eine andere, ne?
00:36:41: Wir haben wieder einen neuen Krieg der irgendwie sich angebahnt hat kann man sagen aber dass er dann doch kam wie er sich im Moment aufstellt konnte man so nicht wissen.
00:36:53: trotzdem geht man davon aus dass Politik in Sinne von Resilienz vorbereitet ist, damit umgehen kann.
00:36:59: Aber es führt natürlich auf dem Wählermarkt dazu noch mehr an Stabilität zu glauben, noch mehr An Sicherheit und Resilienz und alles zu fördern was das steigert.
00:37:08: Keine Experimente nicht das Unbekannte.
00:37:12: Bloß keine Unsicherheit.
00:37:14: Das stabilisiert alles was in so einer Richtung agiert.
00:37:19: Also wieder eine Veränderung.
00:37:21: Welches Großereignis wird bis zum Wahltag?
00:37:24: der Wahlen in Rheinland-Pfalz noch eintreten, wissen wir nicht.
00:37:26: Was hat das für Auswirkungen?
00:37:28: Deswegen war nicht davor sich auf Muss dazu verlassen.
00:37:31: Jetzt sag ich Ihnen mal was so einer wie Sie mit dem Journalisten, wie wir machen wenn sie in Ihren Antworten hier anfangen und da enden.
00:37:38: Ich hätte jetzt auch meinen Karten.
00:37:41: Ich habe
00:37:41: drei verschiedene Anschlusslagen.
00:37:42: Ich hab von
00:37:42: Komplexitätskompetenz gesprochen und die teste ich bei Ihnen gerade aus.
00:37:46: Ja und ich würde Sie zitieren aus Ihrem Buch und nicht mehr von der Komplexitätskompetenz sprechen sondern von einer Komplexzitätseskalation als Stufe quasi.
00:38:01: Hitzeskalation kommen.
00:38:02: und dann zu den Willermärkten.
00:38:04: Ja, der Versuch einer Struktur hat.
00:38:09: haben diese Umfrageentwicklung und dieses Story die sich daraus entwickelt also jetzt holschnittartig CDU-Büstern Vorsprung an?
00:38:16: die SPD kommt auf.
00:38:17: Hat das Auswirkungen auf Willer?
00:38:23: Ach soll ich es ausführen.
00:38:25: Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass sie nur ... Sie hatten
00:38:28: ja so angelegt, das ist irgendwie
00:38:29: gut zu knapp und so.
00:38:29: Nein!
00:38:30: Wir haben einen, die fühlen sich nicht gehetzt, der Korte.
00:38:32: Nur immer mit der Ruhe.
00:38:33: Ja, es
00:38:33: gibt ja... ich hab's
00:38:34: gefühlt wir sind gerade in den nutzwärtigen Teil ihrer Forschung.
00:38:37: da will ich sie nicht begrenzen?
00:38:38: Ja, ja.
00:38:39: Ich habe ja verschiedene Wählertypologien dort auch aufgearbeitet.
00:38:43: Das sind ja zwölf verschiedene Typen, die da auch eine Rolle spielen Und eines davon ist auch Fans des Erfolgs.
00:38:52: Das hören die Bayern München Fans nicht gerne, aber oft sind das sie auch die Fans des Erfolgs.
00:38:58: Der Typus des FCK-Fans ist ein anderer.
00:39:02: Wir sind uns glaube ich schnell einig und das möchte man natürlich dokumentieren und wenn man sieht da so einen Moment um das welche zulegen dann ist es natürlich auch eine Entscheidung in der Gruppe sich in der Regel entwickelt Wenn man mit anderen darüber spricht dann möchte man einfach dabei sein Und insofern verstärkt das.
00:39:23: Insofern ist es ein strategisch Instrumentarium, dieses Messergebnis, das suggeriert man könnte schaffen und wenn dann auch noch mal in der historischen Analogie deutlich gemacht wird dass das ein Teil des Lebenserwecks hier der SPD immer war eine eigene Überleben Strategie, eine Selbstbeatmung gegen Schluss Ist es nicht zu unterschätzen, dass Wähler das auch so sehen und unterstützen?
00:39:54: Kann zum jetzigen Zeitpunkt des Wahlkampfs die CDU dann da noch irgendwie einen Punkt setzen.
00:39:59: Da ging Steuern oder ist ein Wahlkampf ab einem gewissen Zeitpunkt aufs Gleis gesetzt von externen Faktoren abgesehen.
00:40:07: Das sind Stuttgart offen in Mainz nach wie vor offen Und wir werden als Wählerinnen und Wähler sofort merken, wenn sie ihren Kandidaten morgen oder übermorgen oder ihre Kandidatin begegnen, ob die selbst zweifelt.
00:40:18: Das ist ein hohes Fest der Autosuggestion.
00:40:21: Und das spüren wir sofort, wenn der Akteur selbst nicht mehr dran glaubt.
00:40:25: Das würden wir einem nicht abnehmen.
00:40:28: Dann muss ja das Siegesgewissheit ausstrahlen – und das spürt man auch körpersprachlich!
00:40:34: Und es ist auch berechtigt, also ein Kopf an den Kopf rennen.
00:40:38: Dass die Chancen einfach da sind.
00:40:39: Am Ende kann das ganz knapp für den einen oder für den anderen innen.
00:40:42: Warum sollte man davor sich verzagt zeigen?
00:40:45: Man kann immer auf Fehler von Umfragen verweisen.
00:40:48: Man kann auf Ereignisse setzen und man kann auch darauf sitzen was bei Landtagswahlkampfen das Zentralste ist dass man den Herausforder überhaupt kennt Bekanntheit Attraktivität noch da versuchen etwas zusätzlich rauszuholen.
00:41:03: Und das ist ja auch was die interpersonale Kommunikation, dass Altanaloge so wunderbar ausmacht, dass man uns braucht als Wählerinnen und Wähler mit uns sprechen muss, dass wir praktisch darauf eingehen zu hören, was die Person vorhat und durch diese Haustürwahlkämpfe sich eine Beziehung aufbauen lässt, die wirklich dazu beiträgt nicht nur Bekanntheit zu steigern sondern Politik zu verstehen und Leute auch zu unterstützen würde ich nie unterschätzen.
00:41:30: und die Politiker brauchen uns.
00:41:32: Und das ist wie ein Tagesplibisit, was sich aufbaut, was es sich vergrößert.
00:41:37: Das sind Marktgesetze, die nicht schlecht sind und deswegen sind wir nicht einfach anonyme Abstimmer, die konsequent eine Partei will.
00:41:46: Nein man muss sich täglich um uns bemühen und das ist toll!
00:41:49: Ich bemühe mich auch fast täglich um Sie.
00:41:51: Manchmal
00:41:52: mit der Folge mal weniger, heute habe ich alles gegeben.
00:41:55: Das
00:41:55: stimmt!
00:41:56: Ich habe sogar ganz viele Freunde zu unserer Party eingeladen.
00:41:59: Ja
00:41:59: das stimmt was stimmt also sie haben sich geradezu verausgabt, das erkenne ich an.
00:42:03: da kommt
00:42:03: auch morgen nicht mehr mehr.
00:42:04: Deswegen
00:42:05: glaube ich dass absturzt morgen halb zwei
00:42:10: Rheinland-Pfalz, Schneider, Schweizer hatten ja Ausgangsvoraussetzungen dieses Wahlkampfes waren.
00:42:14: Jetzt hatte Schneider den Schweizer den Amtsbonus in Anführungszeichen aber eben nicht diesen Malo-Bonus.
00:42:20: und Schneider war nicht einer der bekannten Größen wie früher Baldorf oder Klöckner.
00:42:24: das heißt sie hatten am Anfang mit durchwachsenden Bekanntheitswerten zu tun.
00:42:29: Aber
00:42:29: wie drei damals auch bei die ersten?
00:42:31: Die kam auch in der Legislaturperiode ins Amt hat dann auch ihre erste Wahl.
00:42:35: damit kann man
00:42:35: das gut vergleichen.
00:42:39: unterschiedlich so wie sie sich für uns vorstellen, interpretieren.
00:42:45: Ich finde auch unterschiedlich durch das landsmannschaftliche, wie Sie verankert sind der eine mehr im Norden und einem im Süden unsere wunderbaren Rheinland-Pfalz und das bringen Sie, finde ich auch rüber in Ihrer Art Wie Sie sprechen wie sie Politik definieren.
00:43:00: Und für uns ist es sympathisch, als weder im Wähler die verstehen sich auch.
00:43:04: Die duzen sich nicht ohne Grund.
00:43:06: Das ist so ein Rheinland-Pferlz-Fleher.
00:43:07: was ich mitträgt und das wünschen wir ja auch dass Politik Probleme löst und sich dadurch wichtig macht, dass man den anderen niedermacht.
00:43:16: Das finde ich einen beeindruckender Wahlkampf.
00:43:19: Das in Stuttgart ja bislang auch so hoch der Fall und das unterscheidet sich...
00:43:24: Da wurde jetzt der Ton aber rauer!
00:43:25: Ja durch Ja, ein bisschen.
00:43:30: Aber vom Grundsatz her in dem TRIEL war das zu sehen was beide voneinander halten.
00:43:35: und auch zu dieser Sache des Videos in der sich da wechselseitig abgestimmt haben.
00:43:42: Und das ist eine Sache die für Wähler idealer nicht laufen kann unabhängig davon dass sie nachher zusammenarbeiten müssen
00:43:49: Macht es aus Ihrer Sicht für Wähler oder in Ihrer Wahrnehmung einen Unterschied?
00:43:52: In Rheinland-Pfalz, dass Schneider und Schweizer würden wahrscheinlich in einer Konstellation zusammenarbeiten.
00:43:57: Nämlich in Rot-Schwarz.
00:44:00: Weil in Schwarz-Rot hat Schweizer schon gesagt ist für ihn auf Landesebene dann Feierabend.
00:44:07: Ist diese Eins- oder Nulllosung von Schweizer?
00:44:11: trägt das was zum thema kloppwürdigkeit bei und verändert dass das setting zwischen den beiden dass es schnieder auch als vizeministerpräsident der stellvertretende ministerpräsident geben würde?
00:44:20: oder hat das keinen ausschlag.
00:44:21: nein das ist glaube ich als wähler bewusst.
00:44:24: ich kenne das auch weltweit ganz selten.
00:44:26: sowas also kameran hat das gemacht war ja premierminister in london und ist dann auch mal als außenminister wieder in ein kabinett eingetreten.
00:44:32: so was ist ja doch eher sehr selten.
00:44:35: Ich finde es eher befremdlich, und verschiedenen SWR-Übertragungen in Stuttgart nicht deutlicher wurde, dass der Fronmeier von der AfD gar nicht antritt.
00:44:49: Er bemüht sich überhaupt nicht um einen Mandat im Stuttgarter Landtag sondern will nur Ministerpräsident werden.
00:44:57: ansonsten bleibt er in der Bundestagsfraktion.
00:44:59: Das ist etwas was normalerweise Wähler überhaupt nicht belohnen.
00:45:03: da gibt es viele Beispiele Für so Halberückzieher mit Rückverkarten, das ist ja hier eine andere Situation als Ministerpräsident.
00:45:11: Wären Sie dann abgewählt und machen nicht weiter?
00:45:15: An dieser Stelle übrigens der Hinweis falls sie sich ein Bild des Spitzenkandidaten verschaffen wollen werden wir am achtzehnten März von der allgemeinen Zeitung eine Polymusis gesunden mit allen Spitzenkandidaten im Bürgerhaus Lärchenberg veranstalten.
00:45:27: Von vierzehn bis fünfzehn Uhr dreißig zur Mittagszeit, meine ungewohnte Zeit.
00:45:32: aber dort können Sie sich ein Bild verschaffen entweder im Livestream oder vor Ort.
00:45:36: die Anmeldungen werden wir jetzt demnächst publik machen.
00:45:38: wer Interesse hat kann natürlich gerne vorbeikommen sie auch akkorde oder ist der Terminkalender voll?
00:45:44: Ich habe noch nicht nachgeguckt.
00:45:47: Urlaub haben Sie wahrscheinlich Herr Korte, kommen wir mal auf Ihr Buch zu sprechen.
00:45:55: Willer Märkte!
00:45:57: Ich war ja erstaunt da steht auf dem Buch rücken das sei ein pointiert formulierter Essay.
00:46:03: Ich wusste noch gar nicht dass Sie einen Ghost-Ride haben, Herr Korde der ihn unter den Arm greift.
00:46:09: Ja, langen Essay... Es blöd
00:46:12: wenn man sprachlos ist wenn man so angekommen ist.
00:46:13: Nein, ein langes Essay ist es einfach.
00:46:15: Wir müssen nur einfach durchhalten.
00:46:18: ich habe es versucht Ausgang offen.
00:46:23: Und jetzt wollte ich tatsächlich auch noch mal darauf zu sprechen kommen, was Sie eben gesagt haben mit der Komplexitätseskalation.
00:46:29: Die steht ja einer Problemlösungskompetenz manchmal widersprüchlich gegenüber.
00:46:35: Sie haben auch schon gesagt dass sich Fraktionen zum Beispiel sehr treiben lassen von Umfragen oder von einer gewissen Kurzlebigkeit und sie zitieren in dem Buch ja auch Angela Merkel die sagt das ist mittlerweile alles heute so schnelllebig geworden gute Entscheidungen zu treffen und wir haben es bei Robert Habeck gesehen, wenn man sich dann noch traut, Entscheidungen ausreichend zu versuchen.
00:46:54: Zu begründen kann man dafür auch abgestraft werden.
00:46:58: Ist das deswegen aus Ihrer Sicht in dieser heutigen Welt schwerer geworden, gute Politik zu machen weil einem die Zeit fehlt?
00:47:05: Ja, glaube ich schon.
00:47:07: in der komplexen Welt ist es schwerer als in einer Welt, die linearer aufgebaut ist, Zeitstrukturierung, die eben auf Sekundengenauerigkeit misst.
00:47:25: Was sie auch machen im Sinne einer öffentlichen Darstellung dessen schon den Kommunikationsstress für jeden entscheidert fundamental erhöht als das früher der Fall war.
00:47:37: Die ursprüngliche Idee von Politik war ja darin auch in parlamentarischem Sinn mit drei Lesungen es nicht einfach heraus zu zögern sondern durchaus Zeitdruck rauszunehmen, in der Prüfung der besten Argumente auch dann am Ende mit den beiden Kammern zu überprüfen.
00:47:57: Wo man das noch verbessern kann um gesellschaftlichen Frieden zu sichern und soziale Frieden auf hohen Maße viele mitzuneben und einen langen Prozess zu strukturieren und vor allem dieses Stelle Tagesgeschäft den Tagesdruck herauszunehmen.
00:48:12: Aber den
00:48:14: kriegen wir ja nicht mehr weg.
00:48:15: Naja,
00:48:15: formal ist das unter den Rahmenbedingungen von Strukturwandel und Öffentlichkeit ist der Druck einfach größer geworden umso mehr es wichtiger unter komplexen Bedingungen entscheidungsfähig zu bleiben also dass erst werde welche Kommunikationsart ist angemessen.
00:48:31: die Populisten haben genau deshalb Zulauf weil sie alles vereinfachen.
00:48:36: Nicht nur weil einschuldiger immer ist in der Regel sind es Migranten aber Fast immer ist es ein Abarbeiten von Positionen, die alles so vereinfachen dass das auch verständlich ist.
00:48:53: Da liegt der Charme des Populisten und was könnte man dem entgegensetzen?
00:48:59: Schon eine Form von Kommunikation, die nicht getrieben ist vielleicht Dinge technokratisch zu umschreiben die eine Sprachwachheit mitbringt und die am Ende eine erhellende Vereinfachung schon pohentiert in Zentrum setzt.
00:49:17: Das wäre eigentlich die Schlussfolgerung daraus.
00:49:21: Und das können nicht viele, viele haben auch nicht immer Mut dazu.
00:49:25: Die Falle, die wir oft Politikern stellen, die Journalisten stellen, sie dann solche scharfkantigen Chefsachenformulierungen herauszuhauen das Recht sich in der Regel.
00:49:39: Wir haben so eine Sehnsucht, ein bisschen autoritäre Sog auch übertragen im Sinne einer Versuchchefsachenansagen zu übersetzen die dann auch kantig rüberkommen ist wird meistens nicht belohnt weil man dann doch es nicht immer einlösen kann.
00:49:59: Der am schärfsten im Moment formuliert nach wie vor kantig ist der Kanzler Aber vieles ist eine Übersetzung vielfach in einer reinen Handlungssimulation.
00:50:11: Und er rudert dann oft zurück und nimmt bestimmte Dinge wieder zurück, das macht ihn dem Punkt nicht souveräner.
00:50:17: Vor allen Dingen die Sprache ist auch eine, die nie um uns wirbt.
00:50:21: Das unterscheidet ihn ja von anderen.
00:50:23: Das finde ich interessant.
00:50:24: Er glaubt, die Mitte zu haben ordnet aber an dieser Feststellungsimparativ den seine Sprache auszeichnet.
00:50:33: befremdlich für viele, weil er doch werbend um uns eigentlich ja nicht anleitend aber doch diese Mitte vielleicht leidenschaftlicher ansprechen.
00:50:44: Aber das ist sehr klar in seinem Selbstverständnis gar nicht in sofern vorhanden, weil als ehemaliger Wirtschaftsmann
00:50:50: und Bundeskanzler
00:50:51: glaube ich sagt...
00:50:53: Er ordnet an und meint wir folgen dem dann automatisch.
00:50:55: Das ist noch nicht ausgenutzt.
00:50:56: der könnte das mehr ausspielen ausnutzen um die Mitte zu umwerben, aber im Blick auf Komplexität.
00:51:06: Bei ihm ist ja kein Satz der mit einem Zweifel endet nie und deswegen leidet er auch nicht an Übergrübelung.
00:51:15: Und das unterscheidet eben von von Beispiel Habeck bei dem wir sehen konnten die Satz finden...
00:51:21: Der hat sich immer mal zerkrübeln.
00:51:23: Ja, die Satzufindung, die sich im Beisein erst entwickelt hat Das war interessant in dieser dilemmabewussten Offenheit, was ihn besonders ausgezeichnet hat.
00:51:32: Also krasser Gegensatz.
00:51:35: Erwarten Sie dann aber von Friedrich Merz der ja auf dem von uns schon erwähnten Parteitag gemerzelt hat?
00:51:43: Jetzt ein moderaten Ansage-Stil weil er hat sich jetzt wirklich schon viel Lehrgeld zahlen müssen in den ersten Monaten seiner Kanzlerschaft.
00:51:50: Ich erinnere jetzt als prominentes Beispiel nur an den Herbst der Reform, will jetzt gar nicht darauf eingehen was daraus geworden oder nicht geworden ist und jetzt trat er ja tatsächlich ein bisschen Moderator auf.
00:52:01: Ist das jetzt eine neue Form des Kanzler die wir da erwarten dürfen?
00:52:05: Oder war es der Gesamteinfluss eines?
00:52:07: er braucht ein gutes Wallergebnis.
00:52:09: Angela Merkel sitzt in der letzten in der ersten Reihe und vielleicht braucht dieser Parteitag gerade auch ne andere Ansprache.
00:52:17: Denke nicht, dass er sich noch irgendwie ändert oder auch nicht ändern will.
00:52:21: Das ist so das sauerländische
00:52:24: Gemüt.
00:52:27: Auch im Alter von siebzig, warum soll der sich wenn er politisch so erfolgreich war wie er ist Kanzler einmal zu werden?
00:52:33: Warum soll man sich dann eigentlich ändern?
00:52:35: Er will ja nochmal antreten!
00:52:36: Ja, hat mit dem Vater argumentiert ein unter zwei.
00:52:40: Das hat einige Schrecken verursacht.
00:52:43: Auch in Präsidium hat man das gesehen.
00:52:47: war interessant zu sehen.
00:52:48: Aber nein, die herangehensweise ist bei ihm unverändert so wie man ihn kennt.
00:52:57: ich sehe jetzt keine Veränderung.
00:52:58: das was viel überrascht hat aber bei seiner Biografie nicht überraschend ist dass er sich der Außenpolitik nicht nur widmet sondern dass er da souverän tritt sicher von erst Minuten an auftritt und neue Interessen deutsche Interessen mit anderen solidarisch abstimmt.
00:53:16: beeindruckend zu sehen, als hätte er nie etwas anderes gemacht.
00:53:20: Deswegen glaube ich auch sind die Schmerzen von ihm sehr ausgeprägt weil ich glaube eher gemeint hat er wäre sechzehn Jahre lang schon Kanzler gewesen.
00:53:28: Wie hält man das eigentlich aus?
00:53:30: Das ist ja doch schwer unter solchen Rahmenbedingungen dann zu agieren.
00:53:34: und gleichermaßen erwartet man so eine Souveränität eigentlich auch innenpolitisch.
00:53:37: und wir können ja messen es gibt ein Zeitkorridor für Reformen, die wir den Politikern ja auch eröffnen.
00:53:46: Weil wir haben im Moment eine Wut, die sich ansammelt wenn sich nichts verändert.
00:53:50: Das ist doch messbar durch die Fahre, die will gerne mitgehen würden in der Veränderungsdynamik und die Politik hat oft Angst vor der Wut der Wähler, wenn sich etwas ändert.
00:54:01: Im Moment ist es fast umgekehrt.
00:54:03: Die
00:54:04: Wähler schreien ja fast danach dass sich was ändern kann?
00:54:06: Ja
00:54:06: man müsste es... Und
00:54:07: sie schreie nach Klarheit!
00:54:08: Ja.
00:54:09: Nach ehrlichen Worten.
00:54:10: und da hat man ja aber häufig auch das Gefühl, dass Politik sich wenig zutraut, ehrliche auch Einschnitte zu formulieren die manche Reform mit sich bringen könnten.
00:54:21: wo ich bisher aber mich dann immer frage Wo liegt das Problem?
00:54:23: Also es ist die Angst vor den Umfragen oder den Ergebnissen.
00:54:26: Aber es gibt da wirklich viele Wähler die sagen wir sind doch nicht blöd Wir wissen sie jetzt langsam Jetzt sprecht es doch bitte mal aus.
00:54:31: Aber viele gerade in der SPD trauen sich ja gar nicht das so zu formuliert.
00:54:36: Ja, aber das spüren wir auch wenn man etwas versucht für uns zu verstecken.
00:54:42: Das kommt auch nicht gut an.
00:54:44: also es gibt sozialwissenschaftlich sehr gute Belege und auch Ergebnisse, bei denen man sagen kann wie man so eine Transformation anlegen könnte wenn wir mehr mitmachen.
00:54:55: Also eine Transformation im Sinne einer gesellschaftlichen Veränderung inklusiv sowie siabek vorhatte als ambitionierte politik ist ja viel schwerer als ein transformationen anzustreben mit bürgerkrieg die kriegen wir auch hin.
00:55:08: das ist leicht.
00:55:09: aber erst mal die psychologie muss sich rein denken dass wer will sich gerne verändern sagt man ja Gerne, heute habe ich keine Zeit.
00:55:20: Gerne morgen!
00:55:21: Also nie.
00:55:22: die zweite Variante ist er soll anfangen also mein Nachbar soll anfachen dann folge ich gerne aber der fängt auch nicht an.
00:55:30: Also das ist tot.
00:55:31: so ist eigentlich egal.
00:55:32: insofern muss man schon klüger an die Sache rangehen.
00:55:35: und dass erstes was Politik in der Regel verschweigt zu sagen danach wird es besser.
00:55:40: Was wird wirklich konkret danach besser, wenn wir uns verändern?
00:55:43: Das muss man doch sagen.
00:55:44: Wozu sollen wir uns sonst verändern, wird aber verschwurbelt oder nicht richtig angedeutet?
00:55:50: und dann welche Nutzen haben wir davon?
00:55:51: Wir lechzen nach Zukunftssicherheit.
00:55:53: Das ist ein zentraler Nutzen für unsere Familie, für unsere Kinder.
00:55:58: Ist der Nutzen nachher da?
00:56:00: Es kann altruistischer sein es kann gemeinwohl orientierter sein, es kann parteipolitischer sein, das Betriebs is egal.
00:56:05: Aber irgendeinen Nutzen muss ich doch auch haben.
00:56:08: Muss heraushalten Nicht die große Geste.
00:56:11: Der Kollege Nasee arbeitet das immer sehr schön bei seinen Büchern raus, diese Furor an großer Geste mit dem Zeigefinger wo wir uns alle hin entwickeln sollen.
00:56:19: Das funktioniert auch nicht.
00:56:22: Nicht disruptiv sondern es muss in unseren kleinen überschaubaren konservativen Alltag der Praktiken reinpassen.
00:56:31: Aber da
00:56:33: die kleine Veränderung integrieren ihn.
00:56:35: die Alltagspraktik wird sofort mitgemacht und gerne gewollt, nicht mit der großen Ankündigung.
00:56:42: Dann betaligungsorientiert – Mit uns die Veränderungen auch planen!
00:56:46: Chancen- orientierte Kommunikation ist ein wichtiger zentraler Punkt, dass man mit uns so kommuniziert, das da eine Chance liegt und nicht nur nachteil.
00:56:54: Es sollte ideal typisch irgendwie befristet sein dann den Fahdeinhalten sozial gerecht fair sein.
00:57:02: Anders akzeptieren wir überhaupt keine Politik hier, das macht auch unseren gesellschaftlichen sozialen Frieden aus.
00:57:07: So und es sind doch Rahmenbedingungen die Politik einlösen kann.
00:57:11: Ich frage mich ja immer weil ich das sehr logisch und eingänglich finde und ich da außernahmesweise mal in ihrer Meinung bin und nachvollziehen kann.
00:57:16: Ja, ich sehe
00:57:17: ihr
00:57:17: auf ihrem Gesicht
00:57:18: dass sie richtig... Sie strahlen machen.
00:57:22: Wenn ich sie sehe ist ohnehin immer eher...
00:57:27: Aber Sie könnten das hier im Haus ja auch mal ansetzen für Veränderung?
00:57:30: Das weiß ich nicht, ob das die Mitarbeiter aushalten.
00:57:34: Können Sie
00:57:34: jetzt also hier sitzen Mitarbeiter im Raum?
00:57:36: Die wissen, dass es jeden Tag sowas von anstrahlen.
00:57:40: Aber die Frage ist heute
00:57:41: waren ihre Wahlen zu Betriebsbetriebsratswahl.
00:57:44: Ja,
00:57:46: war ja mit Ihnen unterwegs.
00:57:47: Okay.
00:57:49: Die Frage ist aber hört ihn in Berlin kann dazu oder sehen es in Berlin sieht es sehen das nur sie so.
00:57:53: Das ist jetzt aber auch keine Raketen Wissenschaft was sie da formuliert haben und es müsste sehr für hoch bezahlte PR-Strategien und Politikberater ja auch erschließbar sein.
00:58:03: Ja,
00:58:04: die Frage was der Maßstab ist.
00:58:05: natürlich verändert sich auch Politik permanent erwarten wir vielleicht auch zu viel auch das natürlich an Politik anzulegen und intellektuell ist es schon da aber dann in der Übersetzung die Übersetzungsleistung die Üversetzungslotsen die man dazu braucht.
00:58:23: in der Komplexität ist es dann schwer.
00:58:26: man braucht vor allen Dingen mehrere die auch zusammenspielen.
00:58:30: Einzelspieler kriegen dass nicht hin und der, der es am besten konnte ist im Moment nicht mehr da.
00:58:37: Er hat seine Klientel auch bedient und hat für die Grünen ja auch eines der zweitbeste historische Ergebnisse bei Bundestagswahlen ja durchaus geholt.
00:58:44: Das vergisst man immer.
00:58:45: aber die Grundidee Bündnisfähigkeit damit zu dokumentieren hatte er nicht hinbekommen.
00:58:52: Und das der größte Sieg von Harberg liegt dahin dass Merz ja seine zentralen Forderungen am Ende übersetzt hat alle.
00:58:59: Der sehr serielle Versprechungsbrecher, das ist ja März.
00:59:03: Gegenüber uns als Wählern hat praktisch das zum Thema gemacht was Habeck machen wollte.
00:59:08: Ich glaube
00:59:09: du vergisst der Wähler sowas oder wird er das noch März irgendwann?
00:59:14: Ja sie haben es ja schon gemerkt dass man der Papst braucht ja vier Wahlgänge, März nur zwei.
00:59:20: Zwar war die gleiche Wahlwoche ne so wenn die Analogie naheliegend.
00:59:24: der eine glaube Mittwochs der andere Freitas Nein, aber da hat man es ja schon gesehen.
00:59:30: Dass das die eigene Leute schon ihm nicht abgenommen haben und da verunsichert waren ob man so noch vor eigene Parteileute treten kann wenn man so fundamental die Änderung darstellt.
00:59:42: sie ist ja begründet und nachvollzogen.
00:59:45: Aber ich glaube viel an der Holbrigkeit hängt auch damit zusammen An Verunsicherung der eigenen leute.
00:59:52: Wenn ich jetzt noch unsere Gespräche von heute mit einbeziehe und Sie haben sie eben auch geschildert, finde ich bleibt ja der Befund dass Politik an vielen Stellen ein Übersetzungsproblem hat.
01:00:00: Also es gibt irgendwie einen Kommunikationsdefizit zwischen Politik und Wählern in dem Sinne wie etwas aussehen kann und was quasi die Vision dahinter ist?
01:00:10: Ja vielleicht bräuchten wir einfach mehr Medienmündigkeit dann würden wir der Sache vielleicht von beiden Seiten näher kommen.
01:00:16: Denn man kann es auch nicht nur auf Berichterstattung schieben.
01:00:19: Es liegt doch an uns, wie wir Medienmöglichkeit unter den Rahmenbedingungen neuer veränderte Öffentlichkeit erringen.
01:00:24: Dass
01:00:24: ich so etwas noch mal von Ihnen hören darf, dass Sie mal was nicht auf Berichtserstattungsschieben?
01:00:27: Ja!
01:00:27: Das
01:00:28: liegt
01:00:29: an der Uhrzeit und das ist jetzt müde langsamer.
01:00:30: Nein, das ist das Kennzeichen von Demokratisies, lernfähig... Und ich bin auch lernfähig.
01:00:37: Das will ich ja gar nicht ausschließen, das unterscheidet uns ja von totalitären Systemen dass wir Fehler korrigieren können selbst korrigiren können und es macht oft den Wettbewerbsvorteil aus.
01:00:47: langfristig kurzfristig hat man den Eindruck dass Autoritäre gewinnt und triumphiert aber langfristiges ist eben anders.
01:00:54: durch den Effekt auch lernen zu können
01:00:56: haben denn aus ihrer Sicht die in diesem Jahr anstehende Landtagswahlen Druck auf Berlin auszuüben.
01:01:07: Also ich würde jetzt vielleicht mal Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausklammern, weil das ja hier noch einigermaßen moderat mit stabilen Mehrheiten aus der politischen Mitte heraus abgelaufen scheint.
01:01:16: aber wenn wir den Herbst schauen da kann sich ja wieder ähnlich wie damals bei unserem ersten Trockier als auch die Landtagswahlen im Osten angestanden haben zusammenbrauen, wie viel Spenkkraftpolitische steckt aus Ihrer Sicht
01:01:31: drin?
01:01:31: Ja man hätte erwartet dass die Union auf dem Bundesparteitag das eine oder andere dazu auch an diskutiert.
01:01:36: Denn das was ich in Magdeburg abbilden könnte setzt ja eben die CDU auch sehr unter Druck.
01:01:43: also eine Minderheitsregierung die sich tolerieren lässt ein Toleranz Partner wie Die Linke All Parteienkoalition mit den Linken zusammen, da müsste ja die CDU in irgendeiner Weise Sprechfähigkeit zu entwickeln.
01:01:57: Die CDU hat eigentlich auch kaum Koalitionsmöglichkeiten in dieser Hinsicht weil er mit den linken der Unvereinbarkeitsentschluss... Ja
01:02:04: aber sie haben sich ja Mindestens einmal ganz sichtbar gebraucht, bei der Änderung der Geschäftsordnung des Bundestages überhaupt die zweite Kanzlerwahl hinzubekommen.
01:02:14: Zum Glück hatte er die Handynomand damals?
01:02:15: Ja ja und also da gibt es andere Beispiele auch, bei dem schon Zusammenarbeiten da sind und man muss einfach auch differenzieren ob man jetzt so eine Ramelow-Linkepartei meint oder eine Barsch-Linkepartei meint Systematische Kapitalismus, kritische Kritiker der Linken die es natürlich auch in der Partei gibt.
01:02:39: Man muss da einfach differenzieren aber da kann natürlich spektakulär sich etwas auftun.
01:02:46: Aber meine Argumentation mit der AfD ist eigentlich eine andere denn wenn wir uns ansehen wie die AfD nicht gewinnt dann hängt das oft damit zusammen dass sie scheinbar in eine Möglichkeit gebracht worden wäre von uns als WLAN exekutive Verantwortung zu übernehmen Die Stichwahl zeigen das Investi-Ost, die sie praktisch bei keiner einzigen gewonnen hat.
01:03:08: Immer dann also wenn es darum ging ihnen jetzt die Verantwortung zu geben doch Bürgermeister zu werden oder Landrat.
01:03:15: Sie haben ein zwei natürlich gestellt aber in der Fläche haben die Leute sich zurückgehalten.
01:03:21: und mein zweites Argument wäre zu sagen bei den Umfragen wie man Oppositionsarbeit im Deutschen Bundestag bewertet schneidet die AfD ganz schlecht als aller Schlechteste ab.
01:03:31: die Leute sind mit der Oppositionsarbeit nicht einverstanden.
01:03:35: Beides zusammen könnte doch dazu führen, dass Umfrage technisch die AfD vielleicht zu einer Alleinregierung es reichen könnte also eine absolute Mehrheit.
01:03:43: das man sagen sagt nein.
01:03:45: Das ist nicht.
01:03:46: wir wollen, dass sie die etablierten Parteien treibt, dass Sie gegen das Etabierte generell ist und all diese Dinge auch Protestartikulation.
01:03:56: Wir wollen nicht, dass Sie regieren.
01:03:57: Aber die Gegenteilung... Und das könnte ja genau den Gegenteiling Effekt haben, dass sie eben die anderen Parteien davon profitieren wie ohnehin dem Parteinbettbewerb ist natürlich von allen anderen Parteiern abhängend selbst attraktiv zu werden.
01:04:08: Wir können noch die AfD herbeifürchten weil wir nur über Sie reden.
01:04:11: Das ist doch das Problem.
01:04:12: Aber das Gegengeargument wäre jetzt wenn die AfD im Herbst in dem ein oder anderen Bundesland jetzt aktuell bei thirty-fünf Prozent steht.
01:04:19: Das ist ja jetzt schon gar nicht mehr so weit entfernt vom Eine bedeutenden Wählerschaft, wo man sagen kann da steckt ja fast schon ein Regierungsauftrag dahinter.
01:04:28: Ja aber
01:04:29: wenn Sie die Umfrage-Daten im letzten Sommer von Öztemir sehen haben sie auch gesagt es ist völlig aussichtslos, warum versucht er überhaupt anzutreten?
01:04:38: Das sind auch Riesenabstände!
01:04:41: Die Leute sind überhaupt nicht im Klaren darüber dass es die Wahl gibt und sortieren sich erst vollkommen neu.
01:04:47: Das ist kein belastbares Material, aber unter den Rahmenbedingungen wie die AfD bisher agiert wäre das eine Annahme, dass sie ausmobilisiert ist und nicht davon profitiert, dass Sie am Ende die Leute doch in der Regierungsverantwortung haben wollen.
01:05:00: Mittlerweile kann ein VAFT ja auch leidtunen weil sie im Prinzip jeder der Funktionäre nur Verwandte hat, die arbeitslos sind!
01:05:08: Das ist ja, kann man fast Mitleid haben.
01:05:10: Und auch nur die dann bei der AfD arbeiten
01:05:12: wollen?
01:05:12: Ja, die müssen da unsere Arbeitslosigkeit rausgeholt werden und einfach einen Stopp kriegen.
01:05:17: Bei einem selbst.
01:05:19: Sie schreiben in ihrem Buch das der Koalitionsmarkt unübersichtlicher geworden ist wenn wir jetzt schon in verschiedenen Bundesländern darüber sprechen dass er die Lösung in geduldeten Regierungen, Minderheitsregierung anderen Koalitionen bestehen kann.
01:05:33: Flexible
01:05:33: Mehrheiten!
01:05:34: haben wir doch auch Labilität zu wagen.
01:05:36: Wir haben so viel Muster, wir haben hier um die Ecke praktisch eine absolute Mehrheit im Saarland!
01:05:40: Ist
01:05:40: aber eine flexible Mehrheit was Positives.
01:05:43: und das Gegenteil von der Minderheitsregierung, die ja jetzt per se finde ich erst mal auf die Hilfe anderer angewiesen ist?
01:05:50: Ja aber sie funktioniert in Sachsen-Minderheit und ne Patte Regierung hat man noch nie.
01:05:54: völliger Gleichstand in Thüringen.
01:05:55: Funktioniert auch, zwei Haushalte schon durchgesetzt.
01:05:57: also ein bisschen kreativ sein.
01:05:59: Das fällt die wahrscheinlich jetzt schwer...
01:06:01: Wenn Sie Wüssten akkorde
01:06:04: Mit Mehrheiten muss man machen.
01:06:06: Das ist das Tolle in der Demokratie, die sind nicht einfach da und selbst zwölf Stimmen haben wir vorhin drüber gesprochen, sind nicht zum Ausruhen da.
01:06:12: Man muss sie immer neu organisieren und in dem Machen liegt auch die Chance eine gesellschaftliche Mehrheit mitzuformen.
01:06:19: und da ist noch nicht alles zu Ende gedacht
01:06:22: Kann ja auch noch gar nicht, weil wir drei.
01:06:24: Parteiensystem ist ja ganz lang vergangenheit.
01:06:26: Vier-Parteinsystem fünf je fragmentiert er das wird es so unwahrscheinlicher wird eigentlich eine stabile Regierung aus der politischen Mitte heraus wie wir sie jetzt aktuell im Bund oder wahrscheinlich in Rheinland-Pfalz haben?
01:06:36: Es
01:06:37: ist ja nicht nur fragmentiert erst mal im Bundestag ist es konzentrierter geworden sind weniger als vor Und in den Ländern flittert es auch nicht aus.
01:06:44: Die BSE-Partei hat irgendwie auch die eigene Funktionslogik verloren, das ist ja keine Partei, die über ein Enklivic entstanden ist als gesellschaftlichen Konflikt sondern eigentlich nur über einen Talkshowmandat einer Frau.
01:06:58: und wie schnell sich das ändert?
01:07:00: Letztes Mal zu ihr gesprochen haben waren sie noch Mr.
01:07:02: Brombeere quasi aufgrund der Koalitionskommunierung.
01:07:04: Diese mit Katja Wolff in Thüringen wird auch lange bis zum Ende halten aber da ist vieler Auflösung Begriffen zu beobachten.
01:07:14: Und ich meine, Frau Wagner, ihr müsst ja eigentlich jubilieren denn mehr kann man nicht erreichen.
01:07:19: sie hat ja schon einen Oscar.
01:07:22: Das ist
01:07:24: jetzt auch die Frage ob Sie mit zwei umgehen können.
01:07:26: Ja
01:07:29: Nein das ist Aber es geht in der Parteienentwicklung.
01:07:35: Es
01:07:36: flairert
01:07:37: nicht einfach aus!
01:07:38: Wir müssen uns an Modelle wie jetzt Minderheitsregierungen in Zukunft gewöhnen, weil sie häufiger fortkommen werden?
01:07:47: Ja ich finde wir müssen ein bisschen mutiger auch als Sicherheitsdeutsche Labilität wagen.
01:07:54: wenn dadurch eine Mitregierung sich konsolidiert und diese nicht missbraucht, um eine Mehrheit mit Radikalen herzustellen.
01:08:05: Finde ich das ist durchaus ein Weg, den man gehen kann.
01:08:09: unser Nachbarland jetzt aus der Saarland die Niederländer probieren das jetzt auch mal in einer besonderen Weise und es ja auch beweist dass es nicht automatisch immer nur alles brauner wird weltweit sondern dass die mit einem D-六zig sportlichen jungen Typ.
01:08:28: Also nicht verlässlich.
01:08:29: langweilig, weil ich bei uns sie ganz anders hätte.
01:08:33: hier wohl haben Sie glaube ich gesagt.
01:08:34: Es wird alles gut so.
01:08:37: ein Spruch auch am Ende den Wilders da besiegt haben das ist schon auch empfinden und die Portugiesen haben gerade mit überwältigen der Mehrheit einen Sozialdemokraten an die Spitze gewählt und Populisten bekämpft.
01:08:49: es gibt auch immer wieder diese ermutigen Beispiele und das zeigt nochmal auch dass wir beide Problematik, mit der wir angefangen haben, mit Ungewissheit regieren zu müssen und strategiefähig zu bleiben unter Rahmenbedingungen von Ungewisserkeit.
01:09:03: Also irritationsfest werden, überraschungsfest werden eine Sensibilitätsschulung für das Eintreten des Unerwarteten.
01:09:10: Das muss uns da umtreiben, dass wir daneben setzen müssen.
01:09:14: Positivität, die in Auswegl- also in Zukunftsgeschichte als Zukunftsnarrativ dieser Demokratie über gelingendes Leben, über gutes Leben, Diese Geschichte brauchen wir.
01:09:26: Nichts hast eine autoritäre Bewegung mehr wie Positivität, weil die machen ja ihre Geschichte mit den Resonantie-Maus dessen was nicht klappt und haben in Deutschland große Resonanz, weil mir natürlich zu dieser Jammerfolklore auch neigen.
01:09:42: Ja Sie haben ja heute im Gymnasium auch gesagt dass quasi der Deutsche Wutbürger insofern, dass er einfach nach Hause kommt und entweder Politik oder Medien die Schuld gibt.
01:09:51: Und sich einfach aufregt was nicht alles funktioniert.
01:09:53: Ja, der Gutpegel steigert sich bis
01:09:55: abends an sich nicht funktionierender Mobilität.
01:09:57: das ist unser Leben doch so beeinflusst wie wir Zeitpuffer permanent einbauen müssen um irgendwie von A nach B zu kommen.
01:10:04: und das erzählen die Kinder es erzählen alle Zuhause und Das macht schon viel aus den Wutpegel zu steigen.
01:10:09: dann kommt Angst hinzu für die Wir auch anfällig sind in diesem Land viel ängstlicher Risiko-Aversa als andere Länder.
01:10:18: Das macht den Unterschied und deswegen wählen wir auch ängstlicher, nicht experimentell das Bekannte, nicht das Unbekannte.
01:10:26: Aber manchmal hat man den Eindruck, wir sind kurz davor auch Angst beauftragt in Unternehmen zu benennen.
01:10:30: Soweit sind wir schon so lustvolle Angst die viele umtreibt.
01:10:36: Die wären aber vielleicht zu ängsterlich um sich freiwillig zu melden?
01:10:40: Ja kann sein, aber es ist schon ein Phänomen finde ich, was uns von anderen politisch-kulturell...
01:10:47: Aber machen Sie sich dann wenn sie auf die Stimmung in Deutschland gucken.
01:10:51: Ich fand es waren jetzt heute ermutigende Beispiele von Schülern, von einem Ortzusteher, von Bürgern mit denen wir gesprochen haben, die sich auch für Demokratie einsetzen und für Demokratien interessieren, die demokratisch denken.
01:11:02: Machen Sie sich aber generell, wenn Sie die Stimmungen in Deutschland wahrnehmen sorgen weil's eben auch einfach viele gibt, die wütend sind und die sich nicht wahrgenommen fühlen?
01:11:11: Nein!
01:11:11: Weil der Ausweg einfach da ist.
01:11:14: Wenn ich hier hingucke, sehe ich doch den Ausweg.
01:11:16: Wir müssen die bessere Party machen.
01:11:17: Darum geht's!
01:11:18: Dann kommen alle.
01:11:19: Wo ist praktisch die leidenschaftliche Mitte?
01:11:21: Die Aufwuchsbereit ja hier sitzt... Man muss es ansprechen wir gehen auch gerne mit und wo kann man selbst in die Hand nehmen gestalten?
01:11:29: andere begeistern für das wie unser Leben jetzt ist, die Freiheit zu verteidigen.
01:11:33: In jeder Facette und gegen alles sich zu wehren was ich dem widersetzt.
01:11:38: es liegt an uns und nicht nur dazu sitzen ängst zu sein zu warten dass andere vielleicht berichten darüber das die anderen etwas größer werden und jetzt autoritäre zunehmen.
01:11:47: Es liegt immer an uns selbst und da gibt es so viele ermutigende Beispiele wie man im Gelingen erkennen kann, dass auch Vertrauen zu diesem System wächst.
01:11:58: Klar die Demokratie hat zwei Versprechen das soziale Aufstiegsversprechen und Problemlösung und wenn es nicht funktioniert dann wendet man sich ab.
01:12:08: Sie müssen in dem Kontext den Leuten die den Podcast von heute Vormittag noch nicht gehört haben sollten nochmal kurz erklären als sie von der Party gesprochen haben in Kibo Zehn Sie doch mal von welcher Party sie da gesprochen haben.
01:12:22: Das kann mich gar nicht mehr erinnern, ich habe einfach diese Metapher...
01:12:28: Ich helfe ihm auf.
01:12:29: die Sprünge erstsprach von einer Stiffler-Party und sagte den Schülern ob sie denn noch wüssten was mit Stifflar gemeint ist?
01:12:36: Und tatsächlich gab es Schüler die sich an
01:12:39: American Pire
01:12:40: erinneren konnten und ich stellte mir dann kurz vor wie bei Karl Rudolf Quartet zu Hause eine Stiflarparty ablaufen würde.
01:12:45: Haben wir
01:12:45: ja gemacht!
01:12:47: Haben wir oft gemacht.
01:12:48: Unsere Kinder haben oft den Ruf gehabt, Zifferlapartys bei uns zu veranstalten.
01:12:55: Wie sieht denn das Ziffer-Party aus?
01:12:58: Da fehlt Ihnen die Fantasie!
01:13:03: Das ist ja genau diese Aura auch.
01:13:05: Man muss da einfach hin... Man kann es gar nicht darüber berichten, wenn man nicht da war.
01:13:09: Darum geht das und wer muss einfach hin in die Mitte?
01:13:12: Also wir europäisch sowieso jeder will Mitglied der Europäischen Union werden.
01:13:16: nicht ohne Grund hier zu leben ist das Paradies für die allermeisten Menschen.
01:13:20: Warum feiern wir das nicht mehr?
01:13:21: warum sind wir dann nicht selbstbewusst sein der größten oder ein bisschen viel größer als die amerikaner und die russen?
01:13:27: Und daraus erwächst finde ich Zuversicht.
01:13:31: Ich finde, das ist immer ein Ansatzpunkt nicht nur mit Positivität umzugehen.
01:13:36: und wenn man dann auch die fünf Beispiele hat bei denen es schon gelungen ist.
01:13:40: Also ich sage mal über alles Lüdenscheid in zwei Jahre haben die Deutschen es geschafft eine Autobahnbrücke wieder zu bauen.
01:13:46: Immerhin noch zweischwurig aber es ist gelungen.
01:13:48: Wenn wir noch vier andere Beispile finden im Bildungsbereich, im Aufstiegsbereich Sprachprävia oder im Migrationsbereich verstehen wir doch, dass Politik in einer komplexen Gesellschaft nicht schnell alles lösen kann aber doch auf dem richtigen Weg ist.
01:14:02: Selbst die Bahn hat jetzt mit den Teilsanierungen angefangen schnell zu sanieren in Teilen?
01:14:08: Ja also wir haben ja die Riedbahn.
01:14:09: hier fand ich auch ein beeindruckendes Modell.
01:14:11: ich bringe das auch oft es ist noch nicht alles perfekt aber die erste Idee einfach mal umzusetzen alles stillzustellen zu erneuern und dann zu fahren gar nicht so revolutioniert, auch wenn ich nicht aus dem Bau komme oder vielleicht früher, wenn ich mal nachgedacht hätte.
01:14:25: Auch darauf gekommen dass das Sinn macht.
01:14:27: aber es funktioniert ja und solche Beispiele helfen doch einfach mit diesem Sondervermögen also mit unseren finanzierten Steuern geldern etwas Sinnvolles zu machen.
01:14:38: Ich hätte jetzt tatsächlich, weil ich mir gedacht habe und er weiß dass sie ein leidenschaftlicher Demokrat sind oder dass Sie eine Stärke daraus entwickeln wenn sie für den demokratischen Diskurs und für Zuversicht argumentieren und sprechen.
01:14:50: Hätte ich einmal tatsächlich eine Frage an Sie gestellt die den Blick auf uns alle errichtet war wir sehr viel über Politik und über politische Akteure gesprochen haben.
01:14:58: Sie haben es eben schon angedeutet was braucht denn die Demokratie von uns heute?
01:15:05: Die braucht dass wir Teilnahme und Teilhabe wahrnehmen.
01:15:09: Und nicht die Demokratie als Lieferandodemokratie verkommen lassen, bei der man nur bestellt wie im Hotel.
01:15:15: Da räumt jemand für sie auf das macht zu Hause ja auch keiner.
01:15:18: Also es ist anstrengend mit Zumutungsmut umgehen zu können also nicht nur servismäßig irgendwie etwas ankreuzen und denken die machen das.
01:15:27: nee sie hängt von uns selbst ab zentraler Impuls.
01:15:33: und um uns dafür zu belohnen sage ich immer an Wahltagen eine gute Flasche kalt legen.
01:15:39: Eine Wahlpartie feiern, die Freiheit feiern tausende Vermessensten
01:15:43: gestorben.
01:15:44: Ich bin immer leider nur Brieffehler weil ich nie dabei bin.
01:15:47: ja das stimmt aber kann man nachholen die Flaschen bleibt ja kalt.
01:15:52: Aber das ist doch ein Punkt sich klar zu machen, dass es eine Besonderheit ist.
01:15:57: Wir auch nicht konsumieren sollten.
01:15:58: Egal ob wir jetzt beide Gewinnern sind oder nicht einfach wenn sie gewählt haben die Nachbarn klingeln und Sachen kommen drüber.
01:16:05: darauf sollten wir anstoßen.
01:16:06: Wir haben wieder das geschafft bei verschiedenen Angeboten unterschiedlicher Akteure frei zu wählen.
01:16:12: tausende sind weltweit gestorben oder hätten Die Große sehen sucht ein meinem Leben frei zu Wählen Und Das geht zieht an uns vorbei.
01:16:20: und deswegen finde ich schon so eine Wahlparty.
01:16:23: Es muss ja keine Stifler-Party sein, aber es ist einfach eine bürgerliche Party so wie sie sich vorstellen.
01:16:29: Kurze Frage, Herr Korte würden Sie nur damit ich einmal dabei gewesen wäre?
01:16:35: Das wird nicht aufgeklärt!
01:16:36: Nein!
01:16:37: Werden wir einen Cliffhanger machen vielleicht in einem der Podcasts werden wir das auflösen.
01:16:41: Ich
01:16:41: werde Sie jedes Mal drauf anfangen.
01:16:44: Herr Kort, es ist gute Sitte, dass ich Sie am Ende einer jeden Podcast folge.
01:16:48: Deswegen natürlich auch heute Frage was die Woche oder morgen noch so ansteht?
01:16:52: Das ist jetzt die Prüfungsfrage ob sie wissen wo wir morgen hinfahren und ob ich Ihnen auf die Sprüngel helfe.
01:16:57: Es sind mehrere Termine für morgen
01:17:00: angesetzt.
01:17:01: Ich habe mich verlassen auf den Fahrer.
01:17:04: das war vielleicht voreilig Gebe ich zu aber da ist ein tolles Programm auch bei Stricken gegen rechts.
01:17:11: das habe ich mir natürlich sehr gut gemerkt bei dem wir unterwegs sind.
01:17:16: als ein Beispiel, was morgen ansteht.
01:17:18: Herr Korte ich bedanke mich bei Ihnen für eine totale bändige Sonderpodcast-Folge hier in der VRM vor Publikum.
01:17:25: Danke für die Einblicke, für die Analysen so wie wir sie kennen, wie wir Sie glaube ich auch alle schätzen.
01:17:31: das macht mir immer eine sehr große Freude.
01:17:32: Ich muss es ja auch jede Woche aushalten mit ihnen und wir finden uns zusammen.
01:17:37: Und zur Aufklärung Herr Karte Morgen geht es um zehn Uhr los.
01:17:40: Wie wir da hinkommen, sprechen wir nachher noch ab.
01:17:42: Ob sie sich morgen schon in den Bus trauen oder selbst fahren?
01:17:45: Es geht los nach Eich!
01:17:47: Dort ist nämlich der VG-Bürgermeister Maximilian Abstein für uns eine sehr interessante Figur.
01:17:51: Der war nämlich bis zum Jahr zwanzig CDIU Mitglied.
01:17:54: Er ist dann aus der CDU ausgetreten und macht jetzt als parteiloser VG Bürgermeisters weiter und hat in Eich diejenigen, die sich mit Wählerwanderungen und Wahlergebnissen in Rheinland-Pfalz auskennen.
01:18:05: auch kein ganz einfaches.
01:18:07: Flaster dann vor der Haustür.
01:18:08: Danach fahren wir an das Gymnasium Nieder-Eulm, um wieder mit jüngeren Menschen über Politik zu sprechen.
01:18:13: auch wieder ein Sozialkundekurs.
01:18:14: und dann ist tatsächlich der Punkt den Sie angesprochen haben Wir fahren nach Nierstein und sprechen mit Vertreterinnen von Stricken gegen rechts, warum sie sich für die Demokratie einsetzen.
01:18:24: Ich möchte diesen Podcast nicht beenden, ohne mich natürlich bei Ihnen im Publikum zu bedanken.
01:18:28: Danke dass Sie heute da gewesen sind aber ein ganz ganz großes Dankeschön an Laura und Tita die hinten stehen und schon wieder am arbeiten sind weil nämlich währenddessen der Liveblock weiter geht der Live-Ticker und an den lieben Mike, der dann heute am Ende des Tages es geschafft haben wird drei Podcast folgen geschnitten und online gestellt zu haben.
01:18:46: Und ohne Herr Korte... Wie viele
01:18:47: Mitarbeiter die arbeiten?
01:18:49: Diese ganzen Ohne diese ganzen fleißigen Hände rundherum wird nämlich auch gar keiner mitbekommen, was wir hier den ganzen Tag zu erzählen.
01:18:56: Deswegen einen ganz großen Applaus bitte mal für alle die hier dran beteiligt sind und ich bedanke mich natürlich bei Ihnen im Publikum dass Sie es so lange mit uns ausgehalten haben mitgemacht haben und möchte noch mal darauf verweisen, dass wir dahinten vierzig Exemplare des neuen Spiegelbestsellers Wähler-Märkte zwei Prozent von Karl Rudolf Korte bereitgehalten haben.
01:19:25: Wer Interesse daran hat sich ein Buch mitzunehmen und es von ihm himself signieren zu lassen kann natürlich gerne sich hinten anstellen und sich einen Autogramm oder eine Signatur holen.
01:19:35: und wenn's nicht ausreicht der Korte dann füllen sie auf.
01:19:39: Ja klar wird aufgefüllt und wir sehen uns ja alle wieder am Sonntag dann aus dem Stuttgarter Wahlstudio.
01:19:45: Ich würd's mir, wenn es für Sie okay ist vom Fernseher angucken und jetzt nicht nach Stuttgart fahren.
01:19:48: Können
01:19:50: wir uns darauf verständigen?
01:19:51: Das wäre der dritte Tag dieser Woche das wäre vielleicht ein bisschen viel.
01:19:54: Ja man kann es auch übertreiben
01:19:56: Herr Korte.
01:19:56: vielen lieben Dank.
01:19:57: Vielen dank an unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer und an unsere Zuschauerinnen und Zuschauer die den Padcast gehört haben oder im Livestream dabei waren.
01:20:05: Vielen Dank an sich hier bei der VRM.
01:20:08: Hören und sehen uns morgen.
01:20:10: Dann geht es weiter auf unserer Demokratietour, da habe ich gar keinen Zweifel dran!
01:20:14: Vielen Dank bis dahin.
01:20:15: Auf Wiedersehen und Tschüss!
01:20:38: Habt ihr Themenwünsche, Feedback-, Anregungen oder Kritik?
01:20:42: Dann schreibt uns gerne eine Mail an audioatvm.de.
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