Folge 69: Demokratie-Tour #4 – VG-Bürgermeister Maximilian Abstein ist „nah bei de Leut’“
Shownotes
Die Demokratietour von Korte & Rink führt uns weiter nach Eich – und damit direkt zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Welche Probleme kann der Staat für uns eigentlich noch lösen? Gerade in der Daseinsvorsorge sind die Erwartungshaltung enorm.
Für Maximilian Abstein, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eich, bedeutet das vor allem eines: sehr viel Arbeit. Kommunen, so schildert er im Gespräch, „ersticken an Aufgaben“. Jeden Tag gehe es darum, pragmatische Lösungen zu finden – trotz begrenzter Mittel, wachsender Ansprüche und komplexer Zuständigkeiten.
Abstein, früher CDU, heute parteilos, regiert ohne den Rückhalt einer Partei. Entscheidungen trifft er gemeinsam mit Verwaltung, Ortsbürgermeistern und Ortsbeirat. Sein Erfolgsrezept klingt simpel, hat aber große Wirkung: „Einfach nah bei de Leut’ sein.“
Wie viel Nähe braucht lokale Demokratie? Wo stößt sie an Grenzen? Und was bedeutet es, im Alltag eines überlasteten Systems handlungsfähig zu bleiben? Antworten darauf – in dieser Folge der Demokratietour.
Ein Angebot der VRM.
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00:00:03:
00:00:12: Tag zwei auf unserer Demokratietour und die insgesamt fünfte Station nach dem anstrengenden Tag heute Morgen.
00:00:18: Herr Korte, haben Sie gut geschlafen?
00:00:21: Ich stafe immer gut wenn ich mich von Ihnen erholen kann.
00:00:25: Umso schwerer war es dann heute morgen aus dem Bett zu kommen weil sie wussten dass wir uns direkt wiedersehen.
00:00:29: Ja
00:00:30: und das viele anstrecken Stunden ja bevorstehen das macht die Freude auf den tag eigentlich nicht größer.
00:00:36: Ich habe mich sehr gefreut, weil ich Anstrengungen sporen mich ja zu Höchstleistungen an.
00:00:40: Deswegen versuche ich ja so viele Zeit mit ihnen zu verbringen.
00:00:43: War aber tatsächlich auch etwas geschlaucht gestern, auch aufgrund der ganzen Eindrücke die wir natürlich gesammelt haben und die wir bestimmt heute sammeln werden denn es hat uns in unserer fünften Station in den hessischen Süden verschlagen.
00:00:55: Wir sind die schöne B-neun mit unserem Turbus langgefahren und sind in Eich gelandet und sitzen hier in einem sehr gemütlichen und schönen Repräsentativen Zimmer bei dem Verwandsbürgermeister aus Eich Maximilian Abstein.
00:01:07: Hallo Herr Abstein!
00:01:08: Herzlich willkommen!
00:01:10: Schön, dass wir hier sein dürfen, Herr Abstein.
00:01:12: Ein kurzer Abriss über Ihre, wie ich es dir finde, interessante Biografie.
00:01:16: Sie sind ja mittlerweile schon seit Jahrzehntausendsechzehn Vermannsbürgemeister.
00:01:20: Das heißt sie sind mit... Wir haben vorhin besprochen Anfang Drei-Sicht also Zweiunddreißig in dieses Amt gekommen.
00:01:26: Sind mit, ich glaube, ein neunneinig Prozent wiedergewählt worden, weil er letzten Wahl Und da haben wir hier auf ein anspruchsvolles Aufgabengebiet vor sich.
00:01:36: Deswegen ist es sehr schön, dass wir hier vorbeikommen dürfen.
00:01:41: Wenn Sie jetzt so auf Eischblicken bzw auch auf Ihre persönliche Wieter die ich gerade skizziert habe wie sind sie denn in die Politik reingekommen und wie schafft man's solange an der Spitze einer Verwaltung in so jungen Jahren zu bestehen?
00:01:57: Gute Frage!
00:01:59: Kurz überlegen, wie war es damals?
00:02:02: Ich habe damals Abitur gemacht.
00:02:06: Hatte dann auch irgendwann nicht für mein Ort und für meine Verbandsgemeinde, für meine Region interessiert.
00:02:13: Hab da die einzelnen Themen wahrgenommen, die da vor Ort immer so wieder eine Rolle spielen.
00:02:20: Hab dann auch gesagt, für mich selbst nicht immer nur Meckern oder Kritisieren bringen dich doch ein.
00:02:26: Und dann war der erste Schritt irgendwann für den Ortsgemeinderat in Mettnern zu kandidieren.
00:02:30: Bin dann auch reingerutscht, habe dann auch meine ersten Schritte im kommunalen Bereich gemacht auf einer Ebene der Ortsgemeinde, also Erfahrung gesammelt und dann hat sich das so unbewusst immer weiterentwickelt weil für mich die Maxime vorsteht nicht nur Meckern sondern wenn man meckert muss man auch versuchen was zu ändern.
00:02:53: Das ist vielleicht auch das, was Kommunalpolitik meiner Ansicht nach ausmachen sollte.
00:02:59: Wenn man Probleme sieht oder eine gewisse Veränderung vornehmen möchte bei sich vor Ort dann muss man auch aktiv werden.
00:03:06: Also selbst aktiv werden.
00:03:08: ansonsten kommt oft nicht dass, was man sich wünscht.
00:03:11: Es ist ja wie im Privaten.
00:03:13: so gehe ich strüffeln aus, dass es dann auch aufs kommunale so abbildbar ist.
00:03:17: und letztendlich Wir hatten einen alten Ortsbürgermeister in Meckenheim, der war ein Vierteljahrhundert.
00:03:23: Fünfundzwanzig Jahre im Amt.
00:03:26: Für den stand dann irgendwann fest, dass er dieses Amt nicht mehr wahrnehmen möchte und da wurde schon ganz viele Personen in Meckernheim gefragt ob denn das nicht etwas für mich wäre.
00:03:38: Hat mich natürlich da sehr geschmeichelt gefühlt.
00:03:40: letztendlich habe ich dann auch irgendwann die Entscheidung getroffen.
00:03:44: Das haben anscheinend viele Bürger als gut empfunden weil sich auch kein Gegenkandidat hat.
00:03:48: Das war jetzt nicht so heißen, dass ich mir immer wünschte.
00:03:51: Dass ich kein Gegenkannulat habe.
00:03:52: aber es ist ja ein Zeichen das da eine große Zustimmung herrscht auch von den politischen Parteien.
00:03:58: damals wurde dann ins Amt gewählt und letztendlich hatte ich dann fast zwei drei Jahre später die selbe Situation auf der Wandsgemeinde Ebene.
00:04:07: mein Amtsvorgänger Gerhard Kiefer war schwer krank stand fest also er nicht mehr kandidieren wird.
00:04:13: Es war fraglich ob er die Amtszeit noch durchstehen kann eine COPD Endstadium.
00:04:21: Letztendlich ist er dann irgendwann gestorben.
00:04:22: und dann kam auch wieder die Frage, ah oder die Personen an mich auf mich zu, die gefragt haben Max wer Verwandsbürger weiß denn nicht etwas für dich?
00:04:33: Und natürlich auch wieder groß überlegt letztendlich viel Verantwortung ein komplett anderer Lebenslauf den man dann einschlägt ich war damals bei einer Drogengradungsstelle in Worms als Jurist angestellt.
00:04:46: Jetzt komplett auf den kommunalen Bereich beruflich zu gehen, ist natürlich schon eine bewusste Entscheidung die man treffen muss.
00:04:52: Und nach reichlichen Überlegungen auch Rücksprachen meiner Familie bin ich dann zu der Entscheidung gekommen, ja versuch's und es hat geklappt!
00:05:02: Dann vor zwei Jahren stand die Wiederwahl an und dann stellt man sich auch wieder die Frage machts dir Spaß?
00:05:09: Möchtest du weiter machen?
00:05:11: Erfüllt ist es, machst du die Arbeit gut?
00:05:13: Das ist ja das Wichtigste.
00:05:14: Und alle Bereiche haben ja gesagt quasi oder die Fragen wurden positiv beantwortet habe ich mich wieder ums Amt beworben und wie sie ja gesagt haben mit einem recht guten Ergebnis dann wieder gewählt worden.
00:05:31: Herr Korte klingt nach einer politischen Bilderbuchkarriere.
00:05:35: Ja ideal typisch kann man sagen Die Person, die Antritt dahinter steht, sich motiviert in die verschiedenen Aufgabenfelder einführt und dass das offenbar Wählerinnen und Wähler auch merken.
00:05:50: Sonst würden sie ja nicht einen wiederwählen oder mit so hohen Werten in so ein Amt bringen.
00:05:54: Das wünscht man sich.
00:05:55: Das sind ja kommunale Kümmerer und das wir auch.
00:06:00: meine Frage über das kümmern hinaus wie sehen Sie denn Ihren eigenen Gestaltungsspielraum den Sie so haben?
00:06:06: Was sind Vorgaben von denen sie eher folgen müssen?
00:06:11: der Bezirksregierung, der Landesregierung also übergeordnete Einrichtungen.
00:06:16: Welchen Spielraum haben Sie hier den Sie einbringen können um mit den Bürgern hier vor Ort auch etwas gestalten zu können?
00:06:25: Also der Anspruch oder die Ansicht der Bürger was einen Bürgermeister machen kann sei es jetzt ein Ortsbürgermeist oder ein Verbandsbürgemeister ist relativ hoch so hoch wie er in der Realität gar nicht Ist leider oder zum Glück wie auf immer viele denken man ist so ein kleiner König, auf kommunaler Ebene.
00:06:44: Ja wieso einen Chefredakteur?
00:06:45: Auch König!
00:06:47: Oder ein wirklich kleiner oder Professor Doktor.
00:06:50: Möglicherweise aber entspricht ja nicht der Realität.
00:06:54: wir müssen uns auch an logischer Weise an Regeln halten und Vorgaben halten und wir haben halt viel Vorgabe die wir von höherer Ebene bekommen die uns in unserem Wirken im Bahnen halten, begrenzen wir jetzt das falsche Wort.
00:07:11: Aber woran wir uns natürlich auch orientieren müssen?
00:07:14: Sodass der Gestaltungsspielraum nicht so groß ist wie viele denken aber immer noch so groß es dass man überhaupt gestalten kann und versuchen kann gewisse Entwicklungen zu unterstützen oder zu initiieren.
00:07:28: Es gibt viele Fände Umwelteinflüsse wahrnehmen muss und die man dann auch fördern muss, wenn man gewisse Entwicklungen haben möchte.
00:07:36: Genauso, wenn es gewisse Fehlentwicklungen sind kann man versuchen diese zu verhindern oder abzumildern.
00:07:43: Ich würde sagen das Amt des Bürgermeisters ist oft ein Amt wo man gute Antennen oder ein gutes Gespür haben muss, wo Wünsche oder wo einen Bedarf in der Bevölkerung besteht, wo es gewisses Entwicklungen gibt und worauf man eingehen muss.
00:07:59: meiner Ansicht nach Ja, man ist quasi Anwalt.
00:08:03: Das jetzt das falsche Wort.
00:08:04: aber kümmerer seiner Bürger
00:08:07: oder
00:08:09: von den Bürgerinnen und Bürgern einer Verbandsgemeinde.
00:08:12: Von den Ressourcen her?
00:08:14: Wie sieht es da aus?
00:08:15: die finanziellen Bäume?
00:08:17: Bescheidenes werden sie wahrscheinlich wenn Sie mit Ortsverstehenden oder anderen Kommunalvertretern das Gespräch suchen überall zu hören bekommen.
00:08:27: unsere finanzielle Mittel sind äußerst bescheiden, wie finanziert sich eine Verwandsgemeinde?
00:08:32: Wir holen uns das Geld bei den Ortsgemeinden über ne Umlage.
00:08:36: Wenn's in Orts Gemeinden schlecht geht und wir den Ortgemeinen immer mehr wegnehmen hat es natürlich gewisse negative Auswirkungen auf den Ort-Gemeinden.
00:08:45: die haben dann weniger Geld.
00:08:46: Die haben jetzt schon wenig Geld.
00:08:47: sie müssen immer weiter an der umlage Schraube ist das falsche Wort nämlich an der Grundsteuerschraube drehen um mehr finanzielle Mittel zu generieren, weil das Geld was wir von Landesseite bekommen vorne und hinten nicht ausreichen.
00:09:02: Also... Wir würden uns wünschen und ich glaube da kann ich für alle Kolleginnen und Kollegen das Wort ergreifen dass wir eine Ausreichende, auskömmliche finanzielle Ausstattung vor Ort brauchen damit wir unsere Aufgaben wahrnehmen könnten.
00:09:17: Wann hat denn das eigentlich bekommen?
00:09:19: Sie haben ja schon sehr lange im Geschäft, wann ist denn diese Schiere immer weiter auseinander gegangen?
00:09:23: weil das klassischer Befund ist zur Daseinsvorsorge.
00:09:27: Die Aufgaben werden mehr die machen müssen aber die Ressourcen die sie dafür bekommen reichen nicht aus.
00:09:34: also einer Gibt es von oben nach unten praktisch weiter?
00:09:38: Oder wenn Geld kommt, dann ist immer Zweck gebunden und nicht eben zum Grundfinanzierung.
00:09:42: Ich kenne das aus einem universitären Betriebs genauso.
00:09:45: die Grundausstattung, die man sich an so Lehrstühlen zur Grundfinanziehung wünscht, ist konstant Und alles weitere Geld ist in der Regel zweckgebunden was man sich zusätzlich organisieren muss.
00:09:57: Das hilft am Ende aber nicht weiter.
00:10:01: Oh ich kann jetzt auf zehn Jahre zurück.
00:10:05: Anfang von den zehn Jahren, ich sage mir jetzt mal an den Ende
00:10:09: der Regierung
00:10:10: Merkel als die Wirtschaft geprumpt hat.
00:10:13: Das Zinsniveau extrem nitrisch war eine relativ gute Zeit für die Kommunen unter dem Strich in Deutschland.
00:10:20: da haben wir ja auch unterm Strich wenn man alle Kommunen bekrachtet dann relative positive Jahresergebnisse gehabt.
00:10:29: Der Bruch kam meiner Ansicht nach mit Corona und darauf folgen mit Ukraine.
00:10:35: Die Wirtschaft schmiert ab.
00:10:37: Das merken wir auch von bei den Zahlen Gewerbesteuer, aber auch Steuereinnahmen.
00:10:43: die Zinsen steigen.
00:10:45: das ist natürlich fatal.
00:10:47: wenn denn diese zwei Zielkorridoren auseinander gehen da mag man dann relativ schnell wie die Auswirkungen dann auch vor Ort sind.
00:10:54: Dann zusätzlich dazu kommen gewisse weitere Entwicklungen teure Energiepreise die wir hatten Inflation, die Baupreise sind extrem durch die Decke gegangen.
00:11:04: Aber können Sie nicht irgendwann auch sagen, sie machen bestimmte Dinge nicht mehr?
00:11:08: Kann man das nicht auch einmal dokumentieren?
00:11:09: Naja... wäre ja auch eine Möglichkeit!
00:11:13: Wir machen gerne das Neue aber bestimmte Dinge vom Alten können Sie nichts mehr machen.
00:11:17: Ist ein Armodell.
00:11:18: Also wir reiten hier immer darauf rum auf dem Konnexitätsprinzip Wer bestellt soll auch bezahlen.
00:11:23: Das funktioniert leider in der Regel nie.
00:11:26: Viele Aufgaben bleiben unten hängen.
00:11:28: Aber jetzt nehmen wir mal ein Beispiel Flüchtlingskrise, die ist jetzt gefühlt relativ im Griff.
00:11:34: Aber als in der Hochphase hatten wir über fünfzig Wohnungen angemieten.
00:11:38: Fünfzig Wohnen in so einer kleinen Verbandsgemeinde.
00:11:41: Zum einen mussten wir da zusätzliches Personal einstellen, wie sich um die Mietobjekte kümmern und Mietarquise dann um die Flüchtlinge selbst kümmern, um die Rückgabe der Wohnung.
00:11:52: Das sind alles Kosten, erstattet bekommen und die natürlich den normalen Haus hat, damit auch unsere Arztgemeinden belasten.
00:11:58: Und da können wir ja nicht sagen, ne interessiert uns nicht, wir kümmern uns nicht drum.
00:12:04: Also hier haben auch gewisse gesetzliche Verpflichtungen, die wir auch erfüllen müssen.
00:12:09: Das ist vielleicht auch so typisch Deutsch man will seine Pflicht erfülle und man sagt oder ich kann persönlich oft schlechten Einsagen, also wenn ich eine Aufgabe habe und ich bekomme eine Aufgabe übertragen versuche die auch zu erfüllen.
00:12:25: Ja aber logischerweise merke ich das aber auch auf kommunaler Seite dass irgendwann der Punkt erreicht ist wo man sagt bis hierhin nicht weiter es funktioniert einfach nicht mehr und mich... Das empfinde ich immer mehr auf kommunaler Ebene dass wir da auf so einen komischen fatalen Moment hinlaufen.
00:12:40: Ich hoffe das meinst du in Berlin des Warnehen.
00:12:43: Was macht das denn aus ihrer Sicht?
00:12:45: das Thema Finanzen unter Finanzierungen, was ja dann auch etwas mit Investitionen und Lebensqualität vor Ort zu tun hat.
00:12:52: Weil die Bürger das dann auch merken wie so die Standards sind wo für es Geld gibt und wofür es eben kein Geld gibt?
00:12:57: Was macht denn das denn mit so einer Verbandsgemeinde wie Eichhütter mit ihrem Heimatort Mettenheim?
00:13:03: Also relativ einfach zu sagen wenn die Kohle auf gut Deutsch unten stimmt bei den Kommunen haben wir auch viele Folgeprobleme nicht, die wir aktuell haben.
00:13:12: meiner Ansicht nach Wenn Kommunen ausreichend finanziert sind und die Straßen in einem, ich sage jetzt nicht in einem sehr guten aber in einem genehmbaren Zustand sind.
00:13:20: Die Gebäudeinfrastruktur in einem guten Zustand ist fühlen sich die Leute auch vor Ort wohl.
00:13:26: sie fühlen es sich sicher in Anführungszeichen.
00:13:28: Sie sehen das Staat funktioniert.
00:13:30: wir sind ja die kleinste oder die unterste Ebene des Staates dann wächst auch wieder das Vertrauen.
00:13:36: im Start Kann man in allen Teilbereichen sehen, wenn die Polizei personell für den Streifendienst gut ausgestattet ist und man persönlich wahrnimmt das auch streifen mal durchs Opfern, fühlt man sich sicherer.
00:13:49: Das sind ganz viele subjektives Empfinden was vielleicht objektiv nicht sie steckt.
00:13:55: aber es geht ja darum was die Bürger fühlen und dass sich die Bürger gut und sicher fühlen.
00:14:00: Und wenn man dieses Gefühl wieder herstellt meine Ansage haben wir gerade so eine disruptive Zeit wo viele Bürger das Vertrauen in Staat immer mehr verlieren oder dieses Vertrauen schwindet.
00:14:13: Das müssen wir in den Griff kriegen und meine Ansicht nach ist der Grundbaustein ganz unten, weil auch die Erwartungshaltung auf kommunaler Ebene hundertmal höher ist als auf Bundesebene oder Landesebene.
00:14:25: Warum?
00:14:26: Wir sind viel näher am Bürger und der Bürger hat eine viel höhere Erwartungshaltung und die müssen wir bedienen und deswegen ist es umso wichtiger dass wir ausreichend finanziert sind.
00:14:37: Was werben Sie denn, um hierhin zu kommen?
00:14:40: Es kann ja sein es ist die Krönung der persönlichen Biografie hier leben zu dürfen.
00:14:45: das wäre das ideale.
00:14:48: wie ziehen sie Leute an?
00:14:50: wie hatten sie den Standort so attraktiv dass sie dafür auch ja leute Menschen bekommen Bürger bekommen.
00:14:59: also wir haben natürlich den großen Vorteil im Vergleich jetzt zu irgendwelchen Darf man im Haar zu den der Eifel, wir sind in der Metropolregion Rhein-Main.
00:15:09: Meine Verbandsgemeinde oder die Verbandsgemeinde Aich und die Ortsgemeinden liegen direkt an der Bneuen an der Bundesstraße Neun werden mit direkter Zugverbindung.
00:15:17: Wir haben einen idealen Standort.
00:15:19: dementsprechend ist hier auch relativ es gibt das ein relativen Wohndruck.
00:15:23: Die Leute wollen herziehen.
00:15:26: Das sehen wir auf den Baupreisentwicklung dieses innerhalb von zehn Jahren um mehr als hundert Prozent erhöht haben.
00:15:33: Da sehe ich jetzt nicht so den Druck was zu machen, obwohl ich aber den Druck sehe ist natürlich dass unsere Infrastruktur passt das wir die Daseinsvorsorge unserer Hauptaufgabe einfach abbilden.
00:15:47: Kitaplätze Schule Das sind die wichtigen Sachen.
00:15:51: Wasser Abwasser.
00:15:53: Das ist zwar ausgelagert in kommunaler Unternehmen Aber Die Basics müssen stimmen und müssen gewährleistet sein Und alles was drüber hinweggeht ist die Kühe
00:16:02: Erkorte.
00:16:02: über Daseinsvorsorge sprechen wir auch regelmäßig in unseren Podcast und dass das Politikfelder sind, die von den Bürgern wahrgenommen werden.
00:16:10: Und von der Politik gelöst werden sollten.
00:16:13: jetzt haben wir ja häufig bei Kommunen das Thema, dass wird zum Beispiel drüber sprechen.
00:16:17: wenn es eine Grundrecht auf Kita-Plätze zum Beispiel gibt oder wie jetzt bei den Grundschulen dann wird es da auf Bundesebene verabschiedet und am Ende müssen die Kommunen zahlen.
00:16:30: funktioniert er so aber oft aber nicht?
00:16:32: Nein und auf Dauer kennt man auch die Klagen.
00:16:37: Jede Seite versucht das neu ausreichend zu begründen, warum es nicht anders geht.
00:16:43: und faktisch ist ja auch so dass sieht man in den letzten Entwicklungen seit Samstag mit dem Krieg jetzt unter den Rahmenbedingungen von Unberechenbarkeit immer neue Aufgaben hinzukommen, die man irgendwie lösen soll.
00:16:58: Das ist schon ein interessantes Phänomen.
00:17:00: wie geht man mit anwechselnder Komplexität am Ende um?
00:17:05: und es ist ja viel mehr als nur die Frage der Finanzierung.
00:17:09: Man möchte hier auch vorbereitet sein, ich habe das hier auch beim Reingehen des wunderbare Gebäude hier gesehen.
00:17:16: unten steht ein Hinweis dass im Moment diese Notfallboxen es nicht gibt hat mich eben kundig gemacht was das is schon interessantes Zeichen man eine große Resilienzerwartung den Ort an dem man wohnt, dass alles vorbereitet ist wenn es auf uns zukommt und das ist natürlich eine Überforderung.
00:17:37: Das kann niemand leisten.
00:17:39: aber für die Seite ist also überhaupt vorstellbar soll Politik zuständig sein?
00:17:45: Für viele auch für jenseitiges geradezu und das kann das Vertrauen nur oder vertrauen stabilisiert sich dadurch nicht unbedingt.
00:17:59: Die Frage des Hauptbegriffs ist ja der Daseinsvorsorge.
00:18:01: Wir wollten müssen das so finanzieren, dass am Ende auch überhaupt die Möglichkeit besteht, dass die Leute den Eindruck haben, dass Staat funktioniert weil das ist das liberale Demokratieversprechen, dass er Probleme löst, der Staat.
00:18:16: Dass er für einen da ist.
00:18:17: Das ist unser kultureller Interakt und in angesexischen Kulturen ist es völlig anders.
00:18:21: Da ruft niemand nach dem Staat, dass einem irgendwie hilft.
00:18:25: Da hilft man sich selbst Aber hier ist das.
00:18:28: Wir sind Super-Aitartisten und insofern ist die Frage, wie der Staat das auch finanziell in Zukunft stemmt schon sehr zentral?
00:18:36: Es gibt ja viele Reformüberlegungen dazu, Kommissionen, auch föderale Überlegung – aber das Grundprizip ist dass sich permanent seit Jahre durchzieht, dass man den Eindruck halt dem Kommunen ersticken.
00:18:54: Das ist ja auch die Diskussion, finde ich.
00:18:56: Die mittlerweile seitens der Kommunen noch immer Offensiver geführt würde.
00:18:59: Ich erinnere mich an Thomas Bart den neuen Landrat vom Kreis Mainz-Bingen, der mir gesagt hat... ...die Erwartungshaltung an den Staat, dass er für jeden individuell eine Lösung liefert und das er wirklich alles bezahlen kann.
00:19:09: Das ist illusorisch!
00:19:10: Und es müsste sich nun mal jemand trauen vielleicht auszusprechen oder dann in diesen sauren Apfel zu peißen.
00:19:16: Herr Abstein werden Sie denn...?
00:19:18: Gibt es auf Sie alle in Ihrer Rolle als Habanzbürgermeister hier vor Ort einen differenzierten Blick?
00:19:22: Also wissen die Bürger, was sie lösen können und was sie nicht lösen könnten oder werden sie auch häufig mit dieser Erwartungshaltung, der Herr Korte beschrieben hat konfrontiert.
00:19:29: Und müssen dann sagen Freunde würde ich ja auch gerne machen aber geht nicht.
00:19:37: also würde sagen Die Mehrzahl hat eher eine höhere Erwartungs eine höherer Erwartungen wie die Realität diese her gibt.
00:19:50: Für viele ist man, also der erste Ansprechpackender und die Leute haben halt einfach nur auch die Erwartungshalten.
00:19:56: dann löst mal ein Problem so in etwa.
00:19:58: Das macht man auch teilweise über das Maß hinaus was man eigentlich machen sollte.
00:20:06: von der Aufgabe her aber zum Teil manche Sachen ist man einfach nicht zuständig kann man nichts machen.
00:20:12: das muss man dann aber auch klar kommunizieren.
00:20:14: dann enttäuscht man logischerweise auf Leute.
00:20:17: In Enttäuschen steckt Täuschen, also da ist dann vielleicht auch die Erwartung falsch von den Bürgern.
00:20:25: Ich finde Sie haben einen in mehrerer Hinsicht interessanten politischen Lebenslauf weil sie ja bis zum Jahr zwölf und zwanzig auch CDU Mitglied waren und deswegen aus sieben jahrelangen quasi ein CDU-Verbandsbürgermeister gewesen sind und sich ja dann entschlossen haben die CDU zu verlassen und seitdem als parteiloser Ihr Amt aus üben.
00:20:44: was waren denn die Gründe für diesen Bruch?
00:20:47: Das war eine verrückte Zeit in Anführungszeichen, als es zu dieser Entscheidung bei mir gekommen ist.
00:20:55: Mich hatte zum damaligen Zeitpunkt extrem gestört.
00:20:59: das Politik.
00:21:01: aber davon lebt logischerweise auch Politik und speziell Bundespolitik.
00:21:06: Bei den damaligem Problemen da war der Ukrainekrieg ging da los, Gasmangelage, Corona.
00:21:14: Ganz verrückte Zeiten mit viel Unsicherheit.
00:21:18: Bundespolitik nicht versucht hat, Konsens orientiert Lösungen zu finden, sondern immer versucht hat... Aber das ist halt das Spiel.
00:21:31: Lösungen versucht hat zu... Ja, dass die nicht ermöglicht werden und meine Ansicht nach und so sollte eigentlich auch Politik sein, aber das passt dann vielleicht auch wieder zur Kommunalpolitik.
00:21:44: Man sollte doch eigentlich immer versuchen eine Lösung zu finden, möglichst mit allen zusammen um diese dann auch zu realisieren, um seine Region, seinen Land wie auch immer seine Gemeinde nach vorne zu bringen.
00:21:58: Das geht logischerweise eher auf unterer Ebene nicht einfach auf höherer Ebenen.
00:22:02: Aber des Weiteren war auch damals die Angriffe der CDU gegen die Ampel-Regierung zum Teil ein wenig überzogen.
00:22:19: Man sollte sich doch eigentlich eher darauf konzentrieren, dass demokratische Parteien untereinander gewisse Grenzen waren und dass diese nicht überschritten werden.
00:22:30: Und letztendlich sagen alle, zum Beispiel wir sind für den Klimaschutz aber dann toffidiert man dann wiederum Entscheidungen die die Bundesregierung diesbezüglich vorhat.
00:22:40: Man kann ja seine Zweifel anbringen, aber dann finde ich das immer so ein bisschen falschen Anführungszeit.
00:22:46: Wie kam Ihre Entscheidung hier vor Ort an?
00:22:53: Bei der CDU geht's so wahrscheinlich.
00:22:56: Da geht es so!
00:22:57: Ich habe mit den CDU-Leuten hier vor Ort geredet.
00:23:02: Die konnten zum Teil meine Gründe nachvollziehen, zum Teil logischerweise nicht.
00:23:08: Es besteht aber überhaupt keinerlei Böseblut und wir arbeiten alle immer noch sehr gut zusammen.
00:23:15: die Kontakte sind zu keinem abgebrochen.
00:23:18: Ich habe auch klar kommuniziert dass es nicht an den Leuten vor Ort liegt sondern eher zur Bezüglich der Bundespolitik das damals die Entscheidung so getroffen wurde.
00:23:29: aber im großen und ganzen man ist ja auch auf sozialen medien unterwegs unter anderem dann auch auf facebook oder so eine riesengroße breite gefühlte zustimmung dass es eine gute entscheidung war.
00:23:42: ich sage jetzt mal parteilos zu sein ist natürlich ein schwieriger grad.
00:23:47: letztendlich ist man ja durch die partei ins amt gekommen also Schwierig, um das mal auszudrücken.
00:23:57: Aber es gab logischerweise nicht nur Blumenstreuse in Anführungszeichen – da gab's ja den einen oder anderen auch anonymen bösen Brief gehört aber dazu.
00:24:08: Wir wissen ja von der Demokratietour.
00:24:09: Insofern sind wir auch interessiert wie Teilnahme und Teilhabe organisiert ist?
00:24:14: Wie diktatorisch entscheiden Sie?
00:24:17: Wie abgeschottet ist hier diese Burg?
00:24:20: Wie kommen Sie überhaupt zur Entscheidung?
00:24:22: Also wie entwickelt sich Willensbildung in so einer großen Gemeinde, was haben sie da für Erfahrungen und vielleicht auch für Informationen, wie man das elegant machen kann.
00:24:34: Also wichtig ist zum einen ein Gespür dafür zu entwickeln, wie die Stimmung in der Bevölkerungszugewissenthemen um daraus dann einen möglichen Lösungsvorschlag zwar arbeiten.
00:24:47: wirklicherweise bespreche ich das mit meinen Beigeordneten, die aus unterschiedlichen Parteien ausgesandt wurden.
00:24:54: Aber natürlich auch darauf folgen.
00:24:56: wenn wir als Verwaltung ein Anführungszeichen einen Vorschlag haben wird es auch immer im Gemeinderat beziehungsweise davor im Ausschuss besprochen nicht.
00:25:04: Ich hole auch immer noch die Meinungen meiner Ortsbürgermeister ein so dass wir dann vollumfänglich eine politische Entscheidung treffen können.
00:25:11: letztendlich sind alles Vertreter der Bevölkerung.
00:25:14: so hoffe ich doch auch immer dass wir dadurch eine Entscheidung treffen, die auch in der Form dann von der breiten Masse der Bevölkerung auch so abgedeckt ist.
00:25:25: Aber ganz ehrlich letztendlich sind die Entscheidungen ja immer konzentriert.
00:25:30: Wer hat was dagegen?
00:25:31: Eine Schule zu erweitern oder irgendetwas.
00:25:33: Also es ist ein relativ einfache Entscheidung immer, die da relativ wenig große Diskussionspunkte oder Streitpunkte sein können.
00:25:43: Ja, es streitet sich immer wenn es um das weniger geht also die Verlustkompetenz wie eben mit so Rätis, theoretiven Entscheidungen, wenn's um weniger geht dann ja dann ist es problematischer.
00:25:56: Wie haben Sie denn selbst überhaupt noch die Gelegenheit unter zeitlichen Bedingung Informationen von den normalen Bürgern zu bekommen?
00:26:05: Gehen sie selbst einkaufen Sitzen Sie samstens auf dem Marktplatz, gehen Sie jeden Abend Ihren Shoppe Wein trinken und hören da was?
00:26:13: Oder muss man sich auch so vorstellen dass sie?
00:26:16: dieses avagandistische Spürgefühl für seismografische Stimmungen muss man eigentlich auch mitbekommen.
00:26:24: Natürlich kann man sich berichten lassen von den verschiedenen Ortsbürgermeistern aber selbst ist ja oft ein Problem.
00:26:31: wie erhält man sich die Realität?
00:26:34: Wie kommt man an Informationen daran?
00:26:36: Das ist ja meine Hauptkritik am Chefredakteur, der nur auf diesem Berg sitzt.
00:26:39: Sagt der Politiker-Wissenschaftler, den nur von Studien lebt und in seinem Büro sitzt?
00:26:43: Naja,
00:26:43: das ist eine Verkennung natürlich – der Realität
00:26:48: ihrerseits!
00:26:49: Ja, aber wie holt man sich Tagesdosis an Realität?
00:26:55: Es ist ja nicht unwichtig...
00:26:56: Also da zitiere ich den ehemalsch Ministerpräsidenten einfach nahe beide Leute sein….
00:27:02: Zum einen versuche ich jeden Tag durch die Büros hier zu gehen, zu den Mitarbeitern.
00:27:09: Man redet auch über Privates und da hört man schon vieles raus, wo denn der Schuh drückt?
00:27:14: Wo Ängste sind... Das Problem ist, schönste
00:27:16: Zimmer ist hier das Trau-Zimmer oder darf man direkt drauf zu?
00:27:19: Ja!
00:27:20: Ich hoffe, dass wird oft frequentiert.
00:27:22: Ja, relativ oft führe ich auch Traumdurch.
00:27:27: Mach ich gerne.
00:27:28: Das Weitere gehe ich tatsächlich selbst einkaufen für meine Familie, das mache ich immer einmal in der Woche.
00:27:35: Da trifft man ja logischerweise Leute wenn mir hier in der Verwandsgemeinde einkaufend geht.
00:27:40: Ich gehe jeden Abend mit meinen... Wenn ich keine Abendtermine habe mit meinen Hunden eine Dorfrunde da trifft mein Leute.
00:27:46: wenn ich morgens meine Tochter in die Kita bringe treffe ich Leute und so hat man halt immer den Kontakt zu den Menschen.
00:27:52: zusätzlich kommen dazu dann Veranstaltungen.
00:27:55: Sie haben es ja gerade erwähnt.
00:27:57: Weintrinken, wir sind eine Weinbau-Region
00:28:00: da
00:28:01: finden relativ viel Feste statt und da kommt man auch mit dem ein oder anderen ins Gespräch.
00:28:07: Logischerweise sollte man dann auch irgendwann den Acht Sprung schaffen wenn der Weinpegel bei den Leuten steigt.
00:28:13: Ja, aber alles gut.
00:28:15: also ich glaube auf dadurch dass ich einen großen aktiven Freundeskreis habe das ich da relativ ein gutes Gespür hab Was so abgeht auf.
00:28:26: Aber das Amt bringt ja auch mit sich, dass sie ja nirgendwo als Maximilian, als Privatpersonen sich hier auffalten sondern der wahrscheinlich immer mit dem Amt verbunden und dann ja auch schlecht sagen können wenn jemand kommt mit etwas ne sorry ich habe jetzt eigentlich gerade Feierabend melde ich morgen früh in der Bürozeit.
00:28:43: Das haben auch schon Kollegen so gehandhabt dass wir gesagt haben so Feier Abend kannst morgen kommen.
00:28:50: das kommt aber ganz schlecht an bei den Bürgern.
00:28:52: man ist Wie Sie ja gesagt haben, eigentlich keine Privatperson mehr.
00:28:57: Das war am Anfang von meiner Dienstzeit schon ein bisschen schwierig erstmal mit der Situation umzugehen das zu lernen.
00:29:07: Kann das auch immer auf Sendung sein?
00:29:10: Man muss immer ansprechbar sein also geistig und muss sich auch immer die Zeit nehmen dem gegenüber jetzt keiner Wortschen zu gehen, sondern so sagen alles klar.
00:29:25: Geht man mal deinen Nummerlschruftschmorge an?
00:29:27: Da kann man das relativ kurz halten oder sich halt Wegstand die Zeit nimmt um ja zu hören was die Person zu sagen hat.
00:29:35: Das war relativ schwierig.
00:29:37: da gewöhnt man sich aber auch dran muss man aber auch wollen und können und es muss auch eine Familie wollen und Können weil letztendlich wird dann auf die ganze Familie mit einer anderen sichtbar genommen.
00:29:49: Also dann ist die Tochter nicht die Tochte vom Mayer Möder Schulz, sondern... ...die Bürgermeistertochter und dann werden ja auch relativ schnell so Vorbüfe laut also ob die Kinder denn eine Sonderbehandlung bekommen
00:30:01: etc.,
00:30:02: selbst wenn es nicht zutrifft.
00:30:03: das trifft einen als älteren Teil schon, wenn das Kind nicht mal als Kind wahrgenommen wird, sondern das Kind von dem Amtsträger.
00:30:12: Das ist schon relativ schwierig aber ich glaube jetzt schon so lang im Spiel zu sein dass man das besser abrufeln kann.
00:30:19: Aber logischerweise ist es schon eine gewisse Herausforderung.
00:30:23: Unglaublich viel in unserer Gesellschaft läuft hier über das Ehrenamt, ob das jetzt im Sportes- oder im Kulturbereich Nachbarschaftshilfs unfassbar.
00:30:32: diese Gesellschaft würde sofort zusammenrechen wenn es das nicht geben würde.
00:30:37: wie fördern Sie das?
00:30:38: Wie unterstützen Sie bestimmte Preise die sie... Und damit Leute auszeichnen.
00:30:45: Also wie ist der Respekt und die Wertschätzung dieser größten Bürgerbewegung, die wir einfach haben hier organisiert?
00:30:55: Wir haben im sportlichen Bereich Verrett-Hüchfe.
00:30:58: Wenn einmalige Aktionen sind geben wir da auch immer gerne einen Zuschuss, sei es jetzt zum Sportbereich aber auch wenn... Zum Beispiel vor Stadtnetzesjahr war es, ist die katholische Jugend in Matikan gefahren und haben um einen Zuschuss gebeten damit sie das realisieren können.
00:31:15: Da gebe ich das gerne.
00:31:16: Ich habe auch persönliche verfügungsmittel extra dafür vorgesehen bei mir, damit ich so Sachen unterstützen kann.
00:31:23: Aber
00:31:23: wenn ihr mit dem Papst Segen zurückkommt, ist natürlich auch hilfreich!
00:31:27: Und wenn der mich spart?
00:31:28: Ja einschließt... Das ist doch immer so süß!
00:31:33: Aber auch wir geben ja unsere Infrastruktur sehr gerne oder stellen diese sehr gerne zur Verfügung, wenn da irgendwelche Vereine anfragen.
00:31:40: Das heißt jetzt Spockbereich und andere Vereine.
00:31:44: Wir versuchen da schon relativ viel möglich zu machen.
00:31:47: Wir organisieren zum Beispiel gibt es das Hammer Open Air.
00:31:50: Das ist älteste Open Air Deutschlands in Hamm.
00:31:54: Sonst wird's nicht Hammer Open air heißen.
00:31:56: So ein bisschen Woodstock auf Rheinhessen.
00:31:59: Bist du noch ausreichend Matsch?
00:32:01: Ja, wenn's davor geregnet hat ist es da relativ schlammisch.
00:32:06: Und da fangen das jetzt immer auch mal.
00:32:08: im engen Austausch mit den Veranstaltern haben wir zum Beispiel auch mit dem hiesischen Busvertrieb das organisiert dass der Fahrten laufen.
00:32:16: also wenn wenn irgendwas aktiv gemacht wird versuchen wir da flankierend zu unterstützen oder halt auch vielleicht die ein oder andere Sache zu klären die Bürokratie betrifft.
00:32:31: Aber logischerweise hätten wir eine größere finanzielle Ausstattung, könnten wir da auch den Verein mehr unter die Arme greifen.
00:32:40: Wir gehen mit den Mitteln um, die wir haben und versuchen diese Effizien einzusetzen.
00:32:46: Ich glaube das ist
00:32:49: so wie wir es machen eigentlich ganz gut.
00:32:51: Herr Gord ich fand das was Herr Abstein vorhin erzählt hat zu den Beweggründen seines Austritts aus der CDU Interessant, weil man glaube ich bei Bürgern bei so einem Befund von Politikverdrossenheit sprechen würde.
00:33:03: Man kann jetzt bei ihm ja augenscheinlich nicht vom Politikverdrossenheit sprechen, wann er der Politik und dem Einsatz zur Demokratie treu geblieben ist.
00:33:09: aber man könnte es vielleicht übersetzen in einer Art Parteienverdroßenheit, weil er sich eben von der Partei nicht mehr wiedergesingen erfühlt hat.
00:33:16: Sieht mal auf kommunaler Ebene häufiger das die Anzahl der freien Bürgerinnen-Bürger aus der, die bei den Kommunalwahlen antreten frei Wählerinnen und Wähler das Tendenziell zunehmend.
00:33:29: Andererseits muss man dem entgegenhalten, unser Parteisystem ist die modernste Form in einer Demokratie Willensbildung zu organisieren, die ich weltweit auch nicht sehe wie man sie durch andere Dinge ersetzen kann.
00:33:44: gerade in diesen Zeiten wird klar wie Willensbildungen oft so instrumentalisiert wird über Ein ja Fürsorgekartelle über in Staaten, über große Unternehmen.
00:33:56: Bei dem man dann meint, man braucht keine Wähler mehr sondern diese Staat kann ersetzt werden durch große Konzerne.
00:34:03: das ist ja ein USA Gang und Gebe.
00:34:05: Das wird sich so weiter entwickeln und bei uns eben ging es jetzt zur Tendenz Und das setzt auch voraus ein attraktives Parteiwesen zu haben weil nicht nur Vielfalt widerspiegelt Sondern eben auch eine Form von gemahlenmoleontierte Interessenausrichtung, die ja andere so nicht einbringen können.
00:34:27: Wer sollte es sonst machen?
00:34:28: Organisationen, Unternehmen, Kirchen – wer auch immer, wer sollte sich dieser Willensbildung annehmen?
00:34:34: Insofern ist es wichtig dass wir Parteien haben, die erkennbar unterschiedlich sind und aber Interessen bündeln.
00:34:41: Aber auch Parteien Stichwort Problemlösungskompetenz, auch Probleme anpacken.
00:34:46: Weil was der Abstand beschrieben hat war ja der Befund den wir der Ampel gegenüber häufig gehört haben.
00:34:51: die sind jetzt häufig nicht an der Sache orientiert oder auch mit der CDU dann quasi noch dabei.
00:34:57: Die streiten sich ja nur und wo bleibt dann denn die Lösung?
00:34:59: für mich?
00:35:00: Also das ist ja auch ein Appellant des Verantwortungsbewusstsein der handelnden Personen nicht nur parteispielchen zu machen und sich gegenseitig in Position zu bringen sondern den Eindruck zu erwecken oder das auch im Sinne der Lösung an einer Lösungen orientiert.
00:35:14: Stimmt, aber Patalname eben kann man ganz gut nachweisen und sehr unterschiedlich funktionen.
00:35:19: Es sind erst mal Machterwerbsorganisationen.
00:35:22: Das sind geradezu Problem-Lösungskartelle, aber es sind auch Lebensstilbastianien.
00:35:28: Es ist gesellschaftliche Aufenthaltsorte.
00:35:31: Es gibt Gesinnungsgemeinschaften für viele auch Rechthabevereinigungen.
00:35:36: Also ganz unterschiedliche Interessen spiegeln sich hinter den Begriffen ja wieder.
00:35:41: Und so sind sie auch wie eine Sammelbewegung unterwegs und bündeln unterschiedlichen Interessen, die an diesem Tisch hier auch einfach vorhanden sind.
00:35:49: Das wird vorgebündelt praktisch und dann projiziert in eine Richtung.
00:35:56: Kluge Einrichtung, dass es das gibt.
00:35:58: Aber es ist mir klar, dass auch Vorbehalte gegenüber die Parteien gibt, dass sie zu wenig dynamisch sind und bestimmte Themen nicht aufgreifen, dass sie Beschreibungsangst für verschiedene Themen entwickeln.
00:36:14: Weil Sie Angst dann auch vor Wälderen und Wäder haben ist nicht artikulieren.
00:36:17: Und dadurch kommt gerade auf kommunale Ebene durch aussehende Dänste doch Herrn Müller in meinen Schulz zu nehmen der eben parteilos daherkommt.
00:36:26: Für Wälerinnen hat es aber auch ein Nachteil.
00:36:28: bei ihnen war klar biografisch die sind vom Wertekompassär waren sie zuortbar weil sie mal sich in der CDU auch organisiert haben, aber ich finde bei anderen weiß man das ja gar nicht.
00:36:41: Wer steht denn hinter den Einzelpersonen?
00:36:44: Wer beeinflusst sie?
00:36:46: aus welchem Werte und Kontext kommen Sie?
00:36:49: Woin welche Richtung entwickeln Sie sich?
00:36:51: Das ist für Wähler hin und Wähler bei Einzelpersonen wenn man die Familie nicht kennt schwer einzuschätzen.
00:36:56: Es ist unkalkulierbar.
00:36:58: es ist viel einfacher zu sagen er ist eben immer Sozialdemokrat gewesen oder es war der FDP oder was auch immer.
00:37:05: Es ist mit Risiken verbunden.
00:37:07: Einzelpersonen zu wählen, finde ich bei denen man nicht weiß wo sie wirklich herkommen und in welche Richtungen sich weiterentwickeln da so ein parteipolisches Korsett ist ja nicht nur etwas was einen in eine Richtung vielleicht ja so fesselt dass man sich nicht bewegen kann aber sondern eher positiv, dass ich ihn einordnen kann.
00:37:29: Und man muss ja Vertrauen entwickeln über eine Zuordnung.
00:37:33: also Empathie kann sich auch nur entwickeln wenn ich eine Vorstellung habe eine überminierte Vorstellung geradezu von dem was einen erwarten kann.
00:37:41: und das ist schwieriger bei Personen die jetzt überhaupt nicht parteipolitisch verortet sind.
00:37:47: Herr Abstein um im Bild des Korsettes zu bleiben Die einen würden sagen es stört an die Luft aber weil die anderen würden jetzt positiv gesprochen sagen Es gibt einem ja auch halt vermissen sie Als parteiloser VG, Bürgermeister.
00:38:00: Ein Parteienkosmos um sie herum der Ihnen... Das ist jetzt eine holen Frage,
00:38:06: das ist eine typische Frage.
00:38:08: Vorsicht!
00:38:08: Teils, teils!
00:38:10: Juristisch?
00:38:11: Jetzt kommen wir auf an.
00:38:14: Nee natürlich ist es ja
00:38:16: gerade.
00:38:16: wie lang war ich.
00:38:17: Ich war ja bald
00:38:18: zwanzig Jahre bei der CDU.
00:38:20: Es ist dann quasi wie eine zweite Familie also eine politische Familie.
00:38:24: und wenn man eine Familie verlässt ist das ja auch zum Teil ein psychologischen Prozess, den man da durchläuft.
00:38:32: Eine Trennung mit allen Trennungsproblemen und logischerweise macht man sich schon manchmal Gedanken war es die richtige Entscheidung?
00:38:41: weil letztendlich Professor Corte hat sehr gesagt wenn man der CDU passt oder wird man in eine relative Schublade gesteckt oder verortet vom Besenherb Incher würde ich mal behaupten relativ konservative Mensch von den Werteverstellungen, bin aber auch jetzt nicht verschlossen gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen.
00:39:07: Da macht man sich natürlich schon Gedanken, möchte man nicht wieder einer politischen Familie angehören.
00:39:15: Dessen Gedanken die begleiten einen – tagtäglich das ist jetzt falsche Wort also immer wieder weil letztendlich hat ja auch der Professor Kordek gesagt es ist ja ein Machtapparat eine Partei Und letztendlich kann man ja auch versuchen da einzuwirken, damit gewisse Entwicklungen die man selbst sich wünscht oder vorhat.
00:39:35: Dadurch beeinflusst und verstärkt werden um dadurch eine gesellschaftliche Entwicklung zu unterstützen.
00:39:43: in der Partei macht man sich schon Gedanken aber kommt drauf an.
00:39:51: Bei der letzten Wahl hat nicht die VG Eich, aber Eich als Ort in Rheinhessen vielleicht etwas oder auch über Rheinhessen hinaus etwas unruhmliche Bekanntheit.
00:40:00: Erlangt aufgrund eines exorbitant hohen AfD-Wahlergebnisses.
00:40:05: war das für Sie absehbar?
00:40:08: Haben sie das vorher in einer Stimmung wahrgenommen und was hat es mit den Themen, die wir bisher besprochen haben eventuell zu tun?
00:40:15: Eine Tendenz hat man schon wahrgenommen.
00:40:18: also deswegen wenn wir den Kontakt in die Büffel... Bürger in die Bevölkerung hat, merkt man schon wo so ein gewisser Grundtrend hingeht.
00:40:26: Ich
00:40:26: glaube fast dass eine ähnliche Ergebnis Ende des Monats rauskommen wird.
00:40:32: weiß ich jetzt nicht ob es im Rheinland-Pfalz sein wird aber hier in der Gegend wird sich wahrscheinlich das Wahlergebnis der Bundestagswahl nicht groß von der Landtagswahlen unterscheiden meiner Meinung nach.
00:40:42: Woher kommen so Ergebnisse?
00:40:43: Wir haben eine extreme Zeit der Unsicherheit.
00:40:46: Die Bürger sind verunsichert Sie haben Angst um ihren Arbeitsplatz, auch wenn es oft gar nicht einen Grund dafür gegeben ist.
00:40:55: Gefühlt haben die Leute weniger Geld im Portemonnaie.
00:40:58: Die Gesellschaft verändert sich rapide technische Neujahrungen.
00:41:04: Also viel, viel Wandel in der Gesellschaft und der Mensch hat ja grundsätzlich Angst vor Veränderung.
00:41:10: Und wenn ich merke dass sich was verändert dann überlegen sie ja viele.
00:41:14: oh dann wähle ich lieber vielleicht Parteien, die mir sagen Ich drehe die Zeit zurück oder ich gebe dir einen Halt und führe wieder das ein, was mal war in der Hoffnung dass dann auch wieder alles gut ist.
00:41:26: Was aber meiner Anschnacht nicht realistisch ist.
00:41:29: Deswegen um vielleicht ja nicht mehr so in den Medien zu stehen mit gewissen Wahlergebnissen glaube ich führt noch einen Weg dazu den Leuten wieder Sicherheit zu geben den Leuten Kompass zu geben, der Fels in Erbrandung zu sein gesellschaftlich politisch um Stabilität herbeizuführen und ich glaube dann funktioniert auch der Rest wieder.
00:41:57: Herr Corten, der eine Aspekt ist ja das was die Wählerinnen und Wähler oder Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen was er Abstand entgesagt hat Unsicherheit daraus erwachsene Unzufriedenheit.
00:42:06: Was würden sie denn den etablierten Parteien raten um diesen Trend entgegenzuwirken oder dieses andere Geschülze vermitteln?
00:42:15: Naja Das was für die Wahl mit Entscheidendes ist, diese berühmte Problemlösungskompetenz.
00:42:24: Die sollte man nachweisen das man sie hat also dass man anbieten kann.
00:42:29: welche Lösungen bereiten wir konkret vor?
00:42:33: wie kann man im Alltag die zentrale Frage die viele umtreibt die Bezahlbarkeit von unserem Leben im Alltag verbessern?
00:42:42: Also es geht nicht darum andere zu bekämpfen oder sie so diffamieren, sondern es geht darum selbst zu sagen mit welchen Lösungen kann man eigentlich brillieren.
00:42:53: Und dazu gehört auch eine Form von Zumutungsmut.
00:42:55: also nicht nur zu sagen das wird jetzt einfach alles einfacher und besser.
00:43:00: Es kann eine schwierige Zeit geben aber wir haben dafür ein paar Vorstellungen.
00:43:04: diese Vorstellung entwickeln sich aus der Interessenaggregation in der politischen Mitte und nicht durch Ausgrenzung anderer sondern im Miteinander gemeinsam.
00:43:13: Das ist genau der große Unterschied, weil es hilft ja nicht andere auszugrenzen da das löst ja überhaupt nichts und es ist eben eine zukunftgerichtliche Perspektive keine Nostalgie die irgendwie als Zeitreisenpartei daherkommt von einer Vergangenheit sprich diese dieser Form nie gab.
00:43:29: also das ist anstrengend das ist schwierig aber so setzt Überzeugungsvoraus Arbeit voraus aber keine Probleme verschweigen aber Lösungen konkret anbieten.
00:43:39: Richtig, also vielleicht ergänzen.
00:43:40: dazu habe ich auch unserem Ministerpräsidenten gesagt.
00:43:43: Der war bei einer Veranstaltung und haben bei uns Bodiumsdiskussion.
00:43:46: da ging es dann auch darum wie das soziale Mädchen reguliert gehören und das Erstragen der AfD.
00:43:56: letztendlich glaube ich ist es ganz wichtig einfach die Ängste und Befürchtungen der Bürger wahrzunehmen Und Aufgabe der Politik ist dann auch Lösungen entsprechend zu suchen, statt zu verteufeln oder abzugrenzen.
00:44:09: Also warum ist denn die AfD so stark und teilweise in manchen Bundesländern stärkste Kraft?
00:44:16: Das hat ja einen gewissen Grund, warum die Leute diese Partei präferieren.
00:44:21: und wenn sie halt Ängste haben ohne Lösung anbieten und die anderen diese Thematiken gar nicht bespielen, dann fühlen die sich bestärkt.
00:44:28: Deswegen nimmt einfach die Ängst der Bürger wahr und sucht eine Lösung, verteufelt es nicht oder klammern sie dann nicht aus.
00:44:36: Haben Sie denn nach dem Wahlergebnissen die Stimmung vor Ort wahrgenommen?
00:44:41: Ich kenne das im Freundeskreis in den einzelnen Kommunen, die verstreut wohnen.
00:44:45: Wenn ich jetzt mal das Mathematisch einfach rechne, die AfD käme auf zwanzig Prozent, dann rechnen die um quasi jeder fünfte.
00:44:52: Müsst ihr ja die AfD gewählt haben, daran läuft man schon so durch die Straße.
00:44:56: Berichten Sie mir und überlegen sich quasi also jetzt nicht durchzuzählen aber es ist ja schon eine signifikante Zahl von Menschen.
00:45:01: Man kennt vielleicht auch viel und fragt sich dann irgendwer muss sie ja gewählt habe.
00:45:05: Macht so ein Wahlergebnis aufgrund seiner Beobachtung etwas mit einer Verbandsgemeinde oder mit einem Ort?
00:45:10: Also wir haben ja hier bis spät in der Nacht gesessen und haben die Wahler Ergebnisse reinbekommen, haben die eingeflegt ins System.
00:45:17: da wussten wir logischerweise schon wo die Reise hingeht.
00:45:20: Da schaut man sich schon ein bisschen gegenseitig an, wie wenn jetzt die Nationalmannschaft zähnul verliert.
00:45:25: Ach du Scheiße!
00:45:26: So eine Art... Und das bestätigt sicher dann auch und hat sich ja dann noch verfestigt, wie die Wahlergebnisse es sind.
00:45:34: Logischerweise, wenn man sich damit Bürgern unterhält oder mit Ratsmitgliedeln, kommt man ja ganz schnell zu dem Schluss jeder Fünfte und dann zieht man mal quasi im Raum durch.
00:45:43: Weintüritschsee, weintürtschi, weindürutschi hätten jetzt die AfD gewählt.
00:45:50: Dadurch realisiert man aber auch mal, wie viel quasi so eine Partei oder extremistische Verdachtsfall, wie auch immer.
00:46:01: Also so extreme Parteien wählen, dass es doch schon relativ viele Bürger sind, die da sind.
00:46:07: Da haben ja ganz viele Leute gesagt, die an der Wahl geholfen haben, die haben dann immer durchgezählt.
00:46:12: Ein, zwei, drei, vier... also kein Dreh, kommt jetzt nach AfD wieder und sagt, jetzt kommt wieder einer!
00:46:18: Das ist schon ein Haufen Holz.
00:46:20: Und ja, ein komisches Gefühl.
00:46:26: Herr Korte, wenn man jetzt tatsächlich diese Zahlen anguckt sind da jetzt, wenn wir zum Beispiel nehmen wir zwanzig oder fünfzehn Prozent, man hat ja früher bei kleineren Bewegungen immer gesagt naja das sind ja nur ein paar Prozent aber es sind ja mittlerweile prozentual schon einen Teil eines Ortes in diesem Fall, den man ja jetzt in einem Wähler-Willen zum Ausdruck gebracht hat.
00:46:46: Der nicht komplett wegwischen kann und sagen kann okay das ist nur ein kleines Ding wir gehen da gar nicht drauf ein sondern es ist ja schon eine Menge Holz wie er jetzt herabsteigen gesagt hat.
00:46:55: Ja aber kommt mit dem Maßstab an.
00:46:58: Man kann sich auch auf das Positivverhalten umsagen.
00:46:59: Achtzig Prozent wählt sowas nicht.
00:47:02: Die politische Mitte des Angebots was da ist.
00:47:05: Wie können wir also das Zukunftsnarrativ was Demokratie begleitet vergrößern?
00:47:11: Aussicht auf Besserung hinterlegt nicht mit irgendwelchen verrückten Ideen, sondern mit konkreten Lösungen die man sagt.
00:47:19: Vielleicht auch fünf Beispiele hier aus dieser Verbandsgemeinde bei dem man sinnvoll in kurzer Frist eine Lösung erarbeitet hat und macht damit auch Hoffnung auf das was sich entwickeln kann.
00:47:30: denn wir wissen auch von den Umfragen dass bei den Bundestagsparteien beispielsweise keine Partei so miserable Werte bekommt wie die AfD für Oppositionsarbeit.
00:47:39: Also immer dann, wenn Opposition bewertet wird schneidet sie ganz schlecht ab und immer dann wenn die Gefahr droht das die exekutive Verantwortung übernimmt wollen die meisten sie nicht.
00:47:49: Das haben ja die Stichwahl im West- und Ost gezeigt.
00:47:51: es ist schon Ein Indiz, dass es eine Störbewegung ist.
00:47:56: Die man als zukunftsängstliche Empörungsbewegungen gerne mal so vor sich her treibt und unterstützt das sie den anderen irgendwie Dampf machen soll aber sie niemand wirklich in Verantwortung haben will und daraus kann man natürlich was Positives machen sagt wir sind ein Macher vor Ort Wir organisieren was wir organisieren praktisch Zukunft.
00:48:16: wie kann man einen organisierten Optimismus eigentlich antreiben, weil Leute lechzen nach Zukunft.
00:48:22: Sie sind so viel in der Gegenwart gebunden aber wollen eine Perspektive haben für sich und die Familie.
00:48:27: Und da finde ich gibt es viel zu wenig Ansprache von den Parteien diese Perspektiven aufzuentwickeln.
00:48:34: Weil die anderen leben von dem was nicht funktioniert.
00:48:38: Von dem was schlecht ist.
00:48:40: Von der Angst.
00:48:40: Von den Résentiments.
00:48:42: Wir wollen aber Zukunft haben!
00:48:45: Diese Zukunft muss man Formulieren mit Problemlösung und das ist mein meines Erachtens die größte Chance von Parteien oder von Bewegungen sich an die Spitze so eines Optimismus zu setzen.
00:48:58: Herr Habstein, es ist jetzt eine gefährliche Frage weil ich weiß genau was er gleich sagen wird dass nämlich die Medien da ohnehin Roller mitspielen.
00:49:04: Ich warne nur schon vor aber der Befund sprechen wir auf politischer Ebene zum Beispiel zu selten über das was funktionieren.
00:49:12: also Medien leben ja vom
00:49:17: Miserfolge.
00:49:17: Vom Misserfolg, vom Skandal von den Problemen.
00:49:22: Das muss noch mal ausgesprochen werden?
00:49:24: Ist so glaube ich...
00:49:26: Sie dürfen
00:49:26: das herabstanden.
00:49:27: bei ihm bin ich immer der Sack ist so einfach!
00:49:30: Also ich glaube wenn man in einen Zeitschriftenhandel geht, man sieht eine Zeitung mit Skandalen oder eine Zeitungen wie ach wir alles schönes greift man wahrscheinlich stendenziell eher zu dem wo die Skandale drin steht.
00:49:42: und es liegt wahrscheinlich auch ein bisschen in der menschlichen Natur, in der Logischerweise wäre es natürlich positiver, das Gute und das Funktionierende vielleicht verstärkt herauszustellen.
00:49:56: Im Idealfall würden wir auch wieder gesellschaftlich so ein positives Mindset, so eine positive Grundstimmung wieder hinkriegen.
00:50:04: Wir hatten ja eine ziemlich lange Zeit im jungen Erwachsenen all da habe ich das so gefühlt.
00:50:10: also alles prompt, alles funktioniert, alles super Wir strotzen vor Kraft und jetzt ist es irgendwie gefühlt alles schlecht in Anführungszeichen.
00:50:18: Existenzängste geht meiner Tochter, wenn die mal groß ist wird sie auch immer so gut haben wie ich selbst.
00:50:26: Ja existenzangst und existenz und ängste sind immer ganz schlechte Berate an Anführungssage.
00:50:31: Aber ich... Es gibt ja so Beispiele Ich will das einfach mal ausprobieren dass sie jeden Tag kleine Aufnahme senden, überall die Wege, die es gibt in sozialem Medien.
00:50:43: Technisch heute nicht so schwer was sie täglich erreicht haben hier für diese Bürger.
00:50:47: also das ist ja der positive Befund was Sie versucht haben vielleicht auch nicht erreicht aber was sie gemacht haben.
00:50:53: ich glaube es würde auf Interesse stoßen dass man nicht nur in gebündelter Information vor den Wahlen das bekommt sondern die Tagesarbeit einfach sieht und das auch honorieren kann.
00:51:05: das bemühen Probleme zu lösen
00:51:07: Gute Ansatz.
00:51:10: Ach, Herr Korte!
00:51:10: Sie können so ein vermittelnder Typ sein wenn sie nicht mit mir zu tun haben sondern mit anderen sprechen?
00:51:17: Ja deswegen ist der Tisch ja auch zum Glück ziemlich breit dass wir das gemeinsam aushalten.
00:51:24: Herr Korde, wir kommen ans Ende unserer Station hier in Eich.
00:51:28: was bleibt für sich hängen?
00:51:29: Mit Blick auf Demokratie und Politik vor Ort?
00:51:32: Das ist hier praktisch eine sehr gute Gemeinde oder eine Verbandsgemeinde, bei der man erkennen kann dass Bewegung da ist.
00:51:44: Dass es eine hohe Dynamik gibt und dass es viele konkrete Versuche gibt aus dem was im Alltag an Problemen daraus auch positive Schlussfolgerungen zu ziehen und das nicht an den Bürgern vorbei sondern mit den Bürgerinnen ganz offensichtlich konsensual.
00:52:03: Das kann man auf jeden Fall mitnehmen.
00:52:07: Herr Abstein, vielen Dank dass wir hier sein durften Sie besuchen durften für die offenen Worte für den intensiven Austausch.
00:52:14: Ich fand ihn sehr aufschlussreich.
00:52:15: Wir beenden unsere Stationen hier in Eich ziehen weiter sehen uns nachher wieder in Niederrollen beim Gymnasium werden dort mit einem Sozialkundleisungs-Kurs über Politik und Demokratie sprechen.
00:52:25: ich packe jetzt Herrn Korte wieder ein setze ihn auf der Rückbank des Buses versuche ihn wach zu halten bedanke mich bei den Hörerinnen und Hörern und Zuschauerinnen und Zuschauern Für die Aufmerksamkeit in dieser Folge und wir hören uns auf einer unserer Demokratietour, auf der nächsten Station aus Niederholen wieder.
00:52:41: Vielen Dank oder Wiedersehen!
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