Folge 70: Demokratie-Tour #5 – Schülerstimmen zur politischen Weltlage – Live-Podcast am Gymnasium Nieder-Olm

Shownotes

Die vorletzte Station der Demokratietour steht an. VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte besuchen den Sozialkunde-Leistungskurs der 11. Klasse am Gymnasium Nieder-Olm. Dort sprechen sie mit Schülerinnen und Schülern von Sozi-Lehrer Mario Spieker über die Sicht junger Menschen auf Politik, Weltlage und Zukunftsaussichten.

Rink stellt die zentrale Frage des Tages: Macht euch die Weltlage Sorgen – oder fühlt sich das alles noch weit weg an? Eine Schülerin formuliert, was viele in der Klasse bewegt: „Es ist egal, wie viele Krisen es gibt, jede Krise ist etwas Schlimmes. Es ist zwar kaum vorstellbar, dass es in Deutschland einen Krieg gibt, aber natürlich macht man sich Sorgen und Gedanken, wenn man die Nachrichten hört.“

Korte und Rink diskutieren mit den Jugendlichen darüber, wie politische Bildung helfen kann, Orientierung zu geben, warum Krisenwahrnehmung von Generation zu Generation unterschiedlich ist – und wie wichtig Räume sind, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen können.

Ein Angebot der VRM.

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00:00:03:

00:00:11: Station sechs auf unserer Demokratietour von Korte und Drink am zweiten Tag.

00:00:17: Wir sind mittlerweile angekommen im Gymnasium Niederolm, sind hier zu Gast bei einem Sozialkundekurs Und Herr Korte ich stehe ja noch unter den Eindrücken das Gesprächs mit dem Verbandsbürgermeister der ja dann am Ende zwei Hunde in seinem Büro hatte.

00:00:29: Das muss doch Ihnen als Hundefreund ist dass das Herz aufgegangen?

00:00:33: Ja das bin ein großer Hundeliebhaber Weil anders als bei Ihnen, die Hunde sich immer über einen freuen.

00:00:43: Auch wenn man mal nur eine Minute aus dem Raum raus geht wie da rein kommt.

00:00:46: ich kann bei Ihnen ja nicht gleichermaßen diese Freude erkennen, wenn Sie mich wiedersehen.

00:00:51: Wollen Sie mal kurz eine Minute raus und wieder reinen?

00:00:53: Wir testen das!

00:00:55: So habe ich sie schon durchschaut... Die Freude ist ja eher taktisch

00:01:01: Die Stufe räume ich einfach in mir drin.

00:01:03: Erstrukturell

00:01:03: empathisch waren sie noch nie und das werden Sie auch nicht mehr, das glaube ich nicht.

00:01:07: Ich kann es einfach nicht so zeigen Herr Korte.

00:01:10: Okay dann muss sich die doch noch länger kennenlernen um bisschen die emotionale Kompetenz Falls sie bei Ihnen vorhanden ist auch erkennen zu können.

00:01:16: Was ich aber noch auch im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler die hier im Raum sitzen glaube ich ganz gerne erklären würde oder sie erklären lassen wurde Wie heißt denn Ihr Hund?

00:01:26: Franz.

00:01:27: Und wie heißt denn der zweite Hund, den Sie manchmal betreuen?

00:01:30: Kafka.

00:01:32: Wenn sie dann im Feld mit beiden Hunden laufen und rufen beide...

00:01:35: Dann rufe ich einfach einen wunderbaren literarischen Namen Franz Kafka.

00:01:39: und dann kommt der Hund auch die Erinnerung an eine tolle Lektüre.

00:01:44: Das macht doch Sinn!

00:01:45: Da hat der Hund von meiner Tochter, dem wir oft betreuehen wenn dort in einer Familie über Stunden keiner ist, der heißt Kafka.

00:01:53: und da haben wir gedacht unser Nennen war so dass das dann irgendwie stimmig ist Fratz Ein schöner kleiner Pudel.

00:02:00: Wenn ich jetzt Politikprofessor wäre, würde ich auch den Anspruch haben dass sich im Feld laufe und laut Franz Kafka rufe.

00:02:05: das stimmt

00:02:08: ja.

00:02:08: Das macht einfach Sinn weil es praktisch den Spaziergang sofort auf ein anderes Niveau hebt.

00:02:15: Dann versuch euch auch mal diesen Podcast auf ein anders Nivea zu heben.

00:02:18: Na Korte machen Sie mit?

00:02:19: Ich mache

00:02:20: mit!

00:02:20: Die

00:02:21: Niveaux voller Radlosigkeit geht sehr eher von innen aus.

00:02:25: So, wir sind hier ja in einem Sozialkundekurs und waren gestern auch schon in Kirchheim-Bohland an einem Gymnasium.

00:02:31: Da war auch schon das Thema wie wichtig sind Jugendliche für die Demokratie?

00:02:35: Auch unter dem Eindruck den wir gestern aus dem Gespräch mitgenommen haben finde ich es immer sehr spannend mit Schülern die sich ja auch bewusst beim Thema Sozialkunde für ein politisch orientiertes Fach interessiert haben.

00:02:46: wo fängt denn der Korte für sie politische Bildung und Meinungsbildung an?

00:02:51: im Gespräch?

00:02:52: Wir müssen ja ins Gespräch kommen, wir müssen zuhören.

00:02:56: Gesprächsstörungen überwinden?

00:02:57: Dann kriegen wir mit was der andere vorhat.

00:02:59: Dass es unterschiedliche Interessen gibt die muss man verhandeln, die muss mal ausgleichen das ist Politik pur.

00:03:05: weil aus der Verhandlung am Ende auch politische Macht sich entwickelt und überall ein Verständnis dass andere vielleicht eine berechtigte andere Meinung haben können andere Interessen haben

00:03:16: entwickelt sich

00:03:17: die Vorstellung von Gemeinwohl von Vielfalt von Unterschiedlichkeit.

00:03:21: Das macht ja unsere Demokratietour auch so interessant mit ganz unterschiedlichen Stimmen und Stimmungen konfrontiert zu sein.

00:03:29: Aus Ihrer Sicht, weil wir viel über Diskursräume und auch demokratische Räume sprechen welche Rolle spielt denn da eine Schule?

00:03:38: Eine super große Rolle, weil natürlich hier Willensbildung existiert in jeder Stunde praktisch.

00:03:46: Wie artikuliert sie sich?

00:03:47: Wie kann sie in welche Richtung überführt werden, wie kann man auch versuchen Meinungsbildungen zu betreiben lernen Diskurse zu führen aber wie kann Man auch wählen also die die Sprecher Funktionen in den verschiedenen Klassen für Die Schule?

00:04:05: wie Kann Man Also auch Partizipationsformate erlernen?

00:04:09: das ist eine.

00:04:10: es Ist Eine Permanente Bürgersprechstunde die so ins Schulen Sich täglich entwickelt.

00:04:15: Waren Sie mal Klassensprecher?

00:04:16: Ja, ich war einige Jahre Klassessprecher.

00:04:18: Durchaus und ich habe eine Schulsprecherreden geheiratet.

00:04:21: Sofern weiß ich was das bedeutet

00:04:24: Dass sie jetzt beide zu Hause immer Recht haben.

00:04:27: Nein dann hätten wir ja Lehrer werden müssen.

00:04:30: Das kann ich nur so unterstützen als Mann einer Lehrerin.

00:04:35: Mich würde aber mal interessieren, weil wir auch im Vorgespräch schon mit den Schülern hier im Raum darüber gesprochen haben dass ihr ja auch im Sozialkundekurs viel miteinander diskutiert und auch Meinungen Standpunkte austauscht.

00:04:45: was waren denn die letzten ein zwei Themen über die ihr miteinander diskutierte und gesprochen habt?

00:04:53: Und gebt uns doch mal einen Einblick wie das so abgelaufen ist ob es kontrovers war oder seienvernehmlich war Für die Hörerinnen da draußen, wir gucken uns gerade alle an und suchen einen Freiwilligen der sich traut was zu erzählen.

00:05:08: Da geht eine Hand nach oben!

00:05:11: Also in den letzten Wochen im Unterricht haben wir so eine Präsentationsreihe wo immer ein Schüler ein aktuelles oder auch nicht so aktuelles Thema halt der Klasse erklärt und danach gibt es eine Diskussion.

00:05:25: und zuletzt hatten wir das AfD-Verbot.

00:05:30: Da waren wir in dem Kurs, da gab es auch ein paar Kontroversen, weil

00:05:36: es

00:05:38: halt nicht so einfach ist, Parteien zu verbieten.

00:05:42: Es ist eigentlich in diesem Kurs immer nicht sehr einstimmig als gibt's immer Leute die dafür und dagegen sind eigentlich.

00:05:52: Herr Korte Thema AfD-Verbot ist tatsächlich aus politikwissenschaftlicher Sicht diskutabel weil auf der einen Seite, aufgrund der Verfassung die Hürden für ein Parteiverbot sehr hoch liegen und man auf der anderen Seite wie ja wahrscheinlich auch im Kurs hier diskutiert worden ist tatsächlich der Punkt der Verfassungsfeindlichkeit oder des Angriffs auf die Demokratie entgegensteht.

00:06:17: Wie blicken Sie denn auf dieses Thema?

00:06:19: Ja Parteienprivileg das ist eben ja auch artikuliert worden hat das Grund gesetzt.

00:06:23: insofern haben sie eine besonderen Stellenwert.

00:06:26: können ich einfach so verboten, abgeschafft werden durch irgendeine Entscheidung eines Ministeriums.

00:06:33: Aber ich finde das Thema hat ja die Entscheidung der letzte Woche über die AfD durch das Kölner Verwaltungsgericht noch mal eine ganz neue Richtung bekommen, sodass man die Diskussion nochmal mit anderer Wucht auch der Argumente führen kann, finde ich – die Möglichkeiten leicht eine Partei zu verbieten der Antragstellung des Bundestages oder der Bundesregierung sind ja nochmal schwerer geworden, nachdem eben das Verwaltungsgericht entschieden hat.

00:07:10: Dass man so eine Partei insgesamt im Moment nicht als Verdachtsfall weiter bestätigen oder einschätzen kann aber nicht grundsätzlich von jetzt ab schon so als extremistisch bezeichnen kann und Also muss man sich mehr Mühe geben in der Begründung ganz offensichtlich, aber es zeigt vor allen Dingen einen Diskurswandel von der reinen rechtlichen Auseinandersetzung wiederhin eine politische.

00:07:33: Und ich finde da gehört's auch hin wie kann man sich politisch mit den Argumenten auseinandersetzen dass die politischen Mitte vielleicht bessere Argumente hat Probleme zu lösen und sie anders zu löse sich freiheitlich zu lösten mittiger zu lössend nicht durch Hierarchisierung von Menschen beispielsweise durch Ausgrenzung von Menschen.

00:07:53: das ist so eigentlich guter in dem Urteil, dass wir uns konzentrieren müssen auf die Politik und nicht auf Juristen.

00:07:59: Die einen dabei helfen.

00:08:03: Was waren denn noch so... also du hast eben davon gesprochen.

00:08:06: es war eine Referatsreihe wenn ich's richtig verstanden habe oder das waren einige aktuelle Themen.

00:08:09: gibt es ein weiteres Beispiel zu dem ihr miteinander diskutiert habt?

00:08:15: Also ja wir haben jetzt nun nicht nur unbedingt über Parteien gesprochen sondern auch über Dinge wie den Tempelimit auf den deutschen Autobahn oder Böllerverbot an Silvester oder solche Dinge.

00:08:28: Und habt ihr das Gefühl, wann das ja Themen sind die ja sehr nah an eurer Lebenswirklichkeit sind?

00:08:33: Dass das von der Politik auch gesehen wird und dass sich die Politik tatsächlich um die Themen kümmert.

00:08:39: Die für euch auch wichtig sind oder sind es Themen, die aus eurer Sicht zwar wichtig sind aber wo ihr das gefühlt habt, da kümmelt sich niemand rum.

00:08:51: Ja kommt ihr irgendwie vor in der Politik, das soll ich frage jetzt dürfte schon nicht mitwählen bei der kommenden Wahl.

00:08:56: Wenn er ein paar Meter weiter wohnen würde, in Baden-Württemberg könnte der mitwählen.

00:09:03: Wer würde denn gern wählen?

00:09:04: Jetzt für die Podcasthörer schwer zu sehen aber kurzes Handzeichen für ihren Leistung.

00:09:07: wer würde gerne mitwöhnen?

00:09:11: Gibt es hier auch diese Schülerwahlen?

00:09:15: Wird das auch gemacht?

00:09:16: Beteigen Sie sich daran?

00:09:17: Na ja gut!

00:09:20: Andersrum... Wie geht ihr damit um dass ihr nicht mitwählt dürft beziehungsweise das eben an anderen Orten das Mögliche ist mitzuwählern weil es ist eine Form von von Mitbestimmung und das Wählervotum, was man ja abgeben kann ist da tatsächlich dann auch trägt dazu einen politischen Bild bei.

00:09:37: Fühlte euch da irgendwie ausgeklammert?

00:09:39: Also da ist diese Debatte ab wann ist man quasi Meinungsmündig für die Wählerschaft?

00:09:43: ab sechzehn oder als achtzehn?

00:09:45: Ihr würdet ihr jetzt alle gerne wählen?

00:09:49: Also ich finde es schon ungerecht dass wir jetzt im Wald überwählen dürfen und wir nicht weil das ja auch wie Sie eben gesagt haben sich auswirkt darauf wie das Verhältnis zwischen älterer Demografie in Deutschland und dass das sehr, sehr viel ausmachen würde.

00:10:05: Gerade wenn man hier in diesem Kurs sieht, dass sich ja doch viele Liebungen dafür einsetzen wollen eben mitzuarbeiten und das halt nicht direkt in der Partei machen möchten sondern durch die Partizipationen anwahlen.

00:10:15: Gibt es denn hier auch Jugendparlamente Nieder-Oilm oder ich weiß nicht woher sie alle kommen?

00:10:18: Aus den verschiedenen Orten?

00:10:19: hier gibt's ja viele Städte die kleine Gemeinden die Jugendparlamente extra eingerichtet haben.

00:10:25: Aber Herr Korte woran liegt das?

00:10:26: Das drückt sich die Politik manchmal vor der Entscheidung eines Wahlrechts mit sechzehn, weil sie diese Altersgehorte von sehzehn bis achzehn deren Wählervotum fürchtet.

00:10:38: oder woran liegt die Unterschiedlichkeit?

00:10:40: dass das nicht flächendeckend.

00:10:43: Also so ein

00:10:43: Wurtung dafür

00:10:44: entschieden wird?

00:10:45: Da kann man ja allein von der Größenordnung nicht wirklich fürchten.

00:10:48: bei der letzten Bundestagswahl waren zweiundvierzig Prozent der wahlberechtigten Rentnerinnen und Rentner Und die Durchschnittswalter, Wahlalter war der abgegehenen Stimm bei ungefähr sechsundfünfzig Jahre.

00:11:02: Also das Elektorat, also die Größenordnung von jungen Menschen ist verschwindend gering und so mehr brauchen sie ja Komplizen.

00:11:09: Sie brauchen Verbündete, sie brauchen koalitionär Partner, koalitionäre Partnerschaft in Verbindungen, die praktisch ihre Interessen wahrnehmen im Bundestag und in anderen Parlamenten.

00:11:20: Aber die Argumente sind oft gekoppelt an die Frage der Volljährigkeit.

00:11:25: Es ist ein Argument dann, wie praktisch die Medienmündigkeit ausgeprägt ist so als ob ältere Leute nicht auch den sozialen Medien unterwegs sind genauso davon beeinflusst werden im positiven oder negativen Sinne als es bei ihnen auch der Fall ist.

00:11:41: also ich halte das nicht für schlagkräftig.

00:11:46: Das heißt, Sie wären für einen Wahlrecht absechtern?

00:11:48: Ja auf

00:11:49: jeden Fall.

00:11:49: So haben wir es ja bei kommunalen Entscheidungen, bei Europawahl

00:11:53: usw.,

00:11:54: das gilt auch aus meiner Sicht für andere Wahlen gleichermaßen.

00:11:59: Ich finde immer spannend wer unterstellen jetzt in einem Sozialkundekurs wie hier dass ihr euch für Politik interessiert und hättet ihr die Entscheidung nicht getroffen Auf welchen Kanälen oder wie informiert ihr euch denn über Politik, weil Herr Korte auch eben schon angesprochen hat.

00:12:13: Die Formate der Meinungsbildung, ob jetzt Social Media oder über Fernsehen irgendwo andere Quellen-Tageszeitungen natürlich wie die Allgemeine Zeitung.

00:12:23: Wo holt ihr denn eure Informationen her wenn ihr euch über Politik informieren wollt?

00:12:29: Also unser Lehrer hat uns den Auftrag

00:12:31: gegeben erstmal

00:12:32: jeden Abend die

00:12:33: Tagesschau zu gucken

00:12:34: oder anderen Nachrichten senden.

00:12:35: Ja auf ZDF

00:12:36: sollte man auch gucken heute zum Beispiel Oder heute schon?

00:12:42: Irgendwas

00:12:42: in diese Richtung.

00:12:43: Und

00:12:44: ein paar von uns lesen auch die Zeit

00:12:46: schon,

00:12:47: also zum Beispiel der AZ und ich glaube vor allem jetzt in unserer Generation informieren sich halt

00:12:52: auch einfach sehr viel

00:12:52: über die sozialen Medien.

00:12:55: Und hast du das Gefühl dass es bei euch einen Bedarf daran gäbe?

00:12:59: gerade bei den sozialen Medien ist ja grade so eine Diskussion was ist eine verlässliche Quelle und was ist ein Influencer?

00:13:07: oder was ist Fake News?

00:13:08: oder was is KI generiert?

00:13:10: Ja, was ist Faktum?

00:13:11: Was ist Fake?

00:13:12: Ich glaube dafür muss

00:13:13: man erst mal ein

00:13:14: Gefühl bekommen und man muss halt auch

00:13:16: wenn man in den sozialen Medien

00:13:17: unterwegs ist.

00:13:18: Muss man immer den

00:13:19: Gedanken

00:13:20: im Kopf haben das etwas Fake sein könnte.

00:13:25: Also man muss bewusst damit umgehen

00:13:27: und

00:13:27: auch wissen wo man sich darauf verlassen kann und wo nicht.

00:13:30: Das ist so ein Abwägen.

00:13:33: Herr Korte was macht das...was kann das mit unserer Demokratie machen dass diese Zugang zu Informationen eben nicht mehr so barrierefrei.

00:13:40: Also er ist auf der einen Seite barrierenfreier geworden, was den technischen Zugang angeht aber er ist ja nicht barriernfrei geworden im Sinne von.

00:13:46: wir kommen an Fakten sondern auch häufig an Fake.

00:13:51: Wenn jetzt hier die Schüler sagen sie beschäftigen sich schon augenscheinlich damit mit welchen Quellen Sie sich informieren das machen gar nicht alle.

00:13:59: Was spielt es für eine Rolle in unserer Demokratie?

00:14:01: Sehr groß weil die Frage der Wahrheit und der Warftigkeit für külisse Entscheidungen ein wichtiger Hintergrund ist.

00:14:09: Es spielt eine große Rolle, was wir gemeinsam als wichtig und unwichtig, als relevant erkennen... ...was wir priorisieren wollen also das was du aus einem Gemeinwohl erwächst.

00:14:20: wenn sich das nicht mehr konstruieren lässt weil die Unterschiede einfach so manifest sind weil jeder in anderen Welten lebt und auch nicht mehr weiß was der Bezugspunkt ist wird es einfach Schwierig, es wird weniger freiheitlich.

00:14:33: Man kann schon sagen nicht die Dosis an Öffentlichkeit allein hat sich verändert.

00:14:37: auch der Wahrheitsgrad von Öffentlichkeiten hat sich fundamental verändern.

00:14:40: also mit der Veränderung von der Qualität von Öffnlichkeit verändert sich auch die Qualität der Freiheit.

00:14:46: so müssen wir darum kämpfen geradezu dass die Öffentigkeit Freiheitlich bleibt wie wir sie wahrnehmen.

00:14:52: und dazu gehört eben auch eine Wahrhaftigkeit die man irgendwie auch überprüfen kann sagt sicher war leichtes ist Absolut schwer geworden, deswegen.

00:15:01: Der Verlässlichkeitsgradmesser ist ja das man sagt kann sich an Qualitätszeitungen orientieren weil man da weiß dass in der Redaktion hier hat jede Meldung geprüft und jetzt an den Nachrichten wird.

00:15:13: die Kommentare ist ja wieder etwas anders.

00:15:15: aber es ist verlässig dass das Foto wirklich existiert die Bildquelle oder dass der Text so recherchiert ist dass er Wahrhaftigkeit enthält.

00:15:26: und genauso ist es auch bei dem Anspruch Auch bei dem geleitenden Anspruch durch viele Gremien des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

00:15:33: Und du, Schlimmer ist was neulich da mal passiert ist Fehler können Revival passieren auch eben KI generierte Bilder die nicht als solche dann auch deklariert worden sind zu verwenden.

00:15:44: aber das ist der Qualitätsnachweis dass man da eigentlich entlastet wird es selbst zu prüfen sondern man geht davon aus das ist stimmig Es macht sehr viel aus Und bei allen anderen Quellen weiß man es nicht.

00:15:56: Man muss es gerade zu üben in Form von Medienmündigkeit, das ist absolut schwer!

00:16:00: Woher weiß ich dass das Bild wirklich existiert?

00:16:03: Dass es so stattgefunden hat... Das löst ganz viel Kommunikationsstress aus aber es verändert natürlich unser Zusammenleben auch.

00:16:14: So in die Runde gefragt seid ihr hier schon mal im Social Media Raum auf irgendein KI generiertes Bild und ein Fake-Bild reingefallen Musst du erst zweimal gucken, um zu verstehen dass das vielleicht gar nicht real ist.

00:16:27: beziehungsweise finde ich am eigenen Verhalten denkt man ja mittlerweile fast wenn man was liest und sieht es dass man denkt das ist so eine verrückte Geschichte oder so ein verrücktes Bild.

00:16:35: Das kann ja eigentlich gar nicht wahr sein.

00:16:36: Es muss ja fakes sein Und am Ende war dann doch etwas dran.

00:16:39: Ja

00:16:39: unterneuner natürlich auch über die Mitschüler Bilder verbreitet werden die es gar nicht gibt Die aber unangenehm sind.

00:16:47: Seid ihr schon mal auf Fake reingefallen?

00:16:51: Also sehr interessant, sogar wir haben letzten Donnerstag waren in Frankfurt im Kommunikationsmuseum.

00:16:55: Wir haben da genau zu dem Thema so ein Workshop gemacht also wie man Fake erkennt und wie man Fakt und Fake unterscheiden kann Und da haben wir auch mehrere Beispiele hervorgeführt bekommen und wir mussten dann entscheiden ist das jetzt wirklich Fakt oder ist es wirklich fake?

00:17:08: Und mussten sie dann untersuchen.

00:17:09: und jetzt zum Beispiel als Beispiel hatten wir diese Zugfahrt von Macron in März wo dann dieses Verschwörungstheorie verbreitet wurde ja die haben geguckt Und dann wurde das Taschentuch irgendwie als Koksbeutelchen oder so getarnt und dann mussten wir halt herauswerden, ja ist es jetzt Fakt- oder halt Fake.

00:17:28: Natürlich hat sich dann rausgeklärt, dass es Fake aber so... Wir haben schon viel und oft darüber diskutiert, wie können wir erkennen, dass jetzt eben kein Koks-Löffel ist zum Beispiel?

00:17:39: Im Unterricht reden wir auch der Filtröbe.

00:17:40: also

00:17:41: Und was ist dann meistens die Antwort, dass man auf die Quelle einfach guckt oder sich erschließt ob es jetzt Sinn ergeben kann?

00:17:47: Also in dem Beispiel haben wir dann wirklich mehrere Quellen geprüft und nochmal diesen Tweet von der ich glaube das war die Sprecherin des Russischen Außenministeriums.

00:17:59: Die hat dann ja geschrieben sein Koksdöffel und das haben wir beides verglichen.

00:18:03: und dann noch mal worauf sie sich beziehen Französische Presseagentur zum Beispiel klar festgestellt, dass es kein Cookslöffel ist und da haben wir auch noch mal Bilder gesehen wo das hoch aufgelöstes Bild war von einem Rührstiebchen oder so.

00:18:18: Aber Herr Korte, das ist ja aus meiner Sicht auch eine riesen Herausforderung oder vielleicht sogar Gefahr für die Demokratie weil diese Fakenis, die verbreitet werden, werden jetzt hier in diesem Fall aufgeklärt?

00:18:28: Und dann sagt man okay, man hat die Quelle geprüft, das is jetzt so in der Welt.

00:18:32: aber es gibt ja immer einen Bestandteil wie bei so nem Schneeballprinzip von Leuten, die das nicht merken.

00:18:38: Und die erzählen dann jemand anderem, als du eigentlich gehört, die haben auf dieser Zugfahrt geguckt und der erzählt es weiter und auf einmal verbreitert sich das ja auch abseits eines sozialen Raumes oder des social-Media-Raumes und kommt ja dann irgendwie nicht mehr aufs der Welt?

00:18:51: Ja ist wie Schwabendummheit.

00:18:53: ne!

00:18:53: Es gibt ja nicht nur Schwabenintelligenz sondern auch Schwabndummheit, die sich verbreitet Wenn man einfach sieht, wie hier heute über Niederolm auch geschrieben wurde.

00:19:03: Dass an den Grundschulen die Islamisierung einfach immer zunehmend, wenn man das dann im Netz verfolgt, dann fragt man sich wieso nimmt die Islamisierung an Grundschule in NiederOLM zu?

00:19:15: Die Auflösung ist einfach dass Leute sich darüber beschweren, dass zu viel arabische Zahlen gelehrt werden.

00:19:22: Und das ist dann die Gefahr daraus ein Islamisierung abzuleiten, weil man arabische Zahlen lernt.

00:19:28: Also Sie sehen wie schnell man vollkommen verdummen kann wenn man solchen Unsinn verbreitet und folgt.

00:19:37: Es setzt noch mehr Bildung voraus letztlich, mehr Aufklärung varaus.

00:19:42: Wir sind ja in einer Zeit der Frühdigitalisierung.

00:19:45: es gibt erst eine kurze Zeit gemessen an dem was wir an Zeitungserfahrungen, Radio-, Fernseherfahrungen haben über Jahrzehnte.

00:19:52: Wie wir also damit umgehen, wie wir auch prüfend damit umgehend wissen wir noch nicht richtig.

00:19:56: Und jetzt seit zweiter Jahren die neue Dimension mit KI über Chatchi BT und andere Kontexte kann man ja auch sagen das erste was stirbt bei KI ist die Wahrheit weil auch dass Einspeisen der weiteren Programmatik und Programme bei KI natürlich nicht nur eingespeist wird durch Wahrheit sondern eben auch durch Fehler durch Falsches und niemand korrigiert das.

00:20:19: Das wird also nicht einfacher, sondern es wird schwerer.

00:20:22: Aber ich setze auf Sie als Ihre Generationen.

00:20:25: wenn einer damit umgehen kann dann sie weil sie werden damit groß.

00:20:28: Ich für mich ist das viel mühsamer aber sie haben ja eine feine Sensibilität dafür entwickelt Weil sie im Alltag damit viel stärker konfrontiert sind.

00:20:37: was könnte stimmen?

00:20:38: Was könnte nicht stimmen?

00:20:40: und wenn wir auf das falsche reinfallen wird es eben schwer auch das Demokratieprinzip zu lehren und zu lernen.

00:20:48: Wir erkennen es an der Überschrift Verschwörungserzählungen, also Leute wo sie auch Leute aus ihrem Bekanntenkreis vermutlich kennen, zuletzt Jahr sehr stark angeleitet durch Corona geradezu mit dem man sich gar nicht mehr unterhalten kann die wirklich anders glauben was sie einem erzählen.

00:21:06: Das ist super irritierend.

00:21:08: ich habe damit auch großen Probleme mit so Menschen überhaupt noch sich unterhalten zu können.

00:21:13: Ist denn aus Ihrer Sicht Medienkompetenz oder so Medienbildung, sollte das in Zukunft eine schulische Aufgabe sein?

00:21:21: Oder wo müsste man das verankern, dass das Aufgabe des Elternhauses, wo wird sowas gelebt und gelehrt.

00:21:27: Also Medien im Sinne von Öffentlichkeit sind einfach zentraler Schlüssel unserer Freiheit.

00:21:35: Insofern müssen wir Medienmündigkeit, wo auch immer erlernen uns ums Darum kümmern.

00:21:41: Das ist... Wirklich zentral, weil es ja unsere Gespräche prägt.

00:21:47: Weil das unsere Argumente präght und damit die Auseinandersetzung wie wir letztlich auch Probleme lösen ist wirklich der Schlüssel Und dass wie man das sollte man nicht irgendeinem überlassen muss auf vielen Ebenen wahrscheinlich drüber nachdenken wie man Das umsetzen kann.

00:22:05: und wir wissen von den wahlen natürlich auch dass Wahlen früher kamen wahlen zustande aufgrund bestimmter milieus wo man gewohnt hat, welche Ausbildung man hatte, welches Einkommen man hatte.

00:22:16: Da kann man immer heute noch Wahlentschadung drüber erklären.

00:22:20: Aber Sozialstruktur was dem hinterlegt wird und Wahlverhalten ist immer weiter entkoppelt worden.

00:22:25: Es wird immer situativer, immer nutzengetriebener und vor allen Dingen auch durch Informationen aus Medien getrieben für eine Wahlentscheidung ohne zu sagen was genau daraus folgt.

00:22:36: aber es ist heute wichtiger zu wissen welche Medien die Wählerinnen oder der Wähler konsumiert, als zu wissen welches Einkommen er hat oder welches Alter er hat.

00:22:47: Also auch das ist wichtig.

00:22:48: die manipulative Kraft von Informationen für Wahlentscheidungen würde ich auch nicht unterschätzen.

00:22:53: also wie werden wir kompetent im Umgang mit Medien wenn wir sie in meiner Argumentation wird zeigen ausschließlich allgemeine Zeitung lesen.

00:23:03: Das kann ja aus ihrer Sicht doch verstehen

00:23:05: und auch ein Podcast hören.

00:23:06: Oder ein Podcast dann so kann ich das vollkommen verstehen.

00:23:09: Aber bei ihnen liegt es nahe als Chefredakteur anderes dann auch zu verbieten.

00:23:13: Das ist mir natürlich fern,

00:23:15: weil sie es einfach gar nicht in Betracht ziehen andere Dinge, weil hier so eingeschränkt sind

00:23:21: und

00:23:21: ihren Vorgaben.

00:23:22: die Einübung des Fremden ist praktisch ja mein Lebenselex hier.

00:23:26: Insofern kann ich mit Pluralismus umgehen aber ein Chefredaktör natürlich nicht.

00:23:30: Ist ja komplette Hierarchie, die von ihm ausgeht von seinem Amt, von seiner Position.

00:23:37: Da wir hier ausschließlich Leser der allgemeinen Zeitung im Raum haben, wissen die ja, dass das komplett anders ist oder sehr das gelogene Ergebnis jeden Tag präsentiert bekommen.

00:23:47: Mich würde interessieren – wir haben es im Vorfeld schon besprochen weil ihr euch für Sozialkunde entschieden habt was interessiert euch denn an Politik?

00:23:56: Was findet ihr spannend daran um euch damit zu beschäftigen?

00:23:59: Ich finde das einfach wichtig, sich damit zu beschäftigen weil es ja auch unsere Zukunft ist und die neue Generation muss eben die Politik für später gestalten.

00:24:08: Das ist unsere Aufgabe etwas zu ändern also sofern wir das eben möchten und es liegt eben in unserer Hand und deswegen denke ich müsste sich halt wirklich jeder mit Politik beschäftigen.

00:24:19: Es gibt da jetzt aktuell viele Themen und Entscheidungen im politischen Kontext fast schon eine Generationenfrage sind also da werden jetzt historische Schulen aufgenommen, wir reden über Rentensysteme.

00:24:30: Wir reden über das Gesundheitssystem und häufig ist ja die Antwort dass es die nachfolgenden Generationen irgendwann die Zäsche bezahlen sollen von dem was jetzt eben ausgegeben wird oder etwas was nicht geregelt wird.

00:24:41: Blickt ihr dann unter diesem Aspekt den du eben genannt hast mit dem Thema was uns quasi was wir in Zukunft gestalten?

00:24:48: Blickt dir das skeptisch drauf wenn ihr hört dass jetzt gerade Sachen entschieden werden dann nachher in Anführungszeichen ausbaden müsst, oder?

00:24:58: Ja auf jeden Fall vor allem jetzt bei dieser Rentenfrage.

00:25:02: Wenn man einfach auf das Durchschnittsalter im Bundestag schaut sind es halt sehr viel ältere Menschen und wenig Junge die halt das Problem dann später wirklich betrifft wenn der ganze Schuldenberg da ist.

00:25:15: deshalb ja

00:25:17: also ich finde dass auch gerade beim Klimawandel moment sehr interessant das jetzt auch wieder Sachen abgeschafft werden, die zum Klimaschutz da sein sollten.

00:25:25: Und dass man dann sagt ja wir machen das jetzt aber wieder anders und man dadurch mit den Klimazielen und dem Umweltschutz gar nicht garantieren kann.

00:25:34: Ja so ich sehe es eigentlich auch so wie die beiden.

00:25:36: also ich finde das nicht so gut, dass halt dann so ältere Leute über hauptsächlich unsere Zukunft das in die Hand nehmen sag' ich mal ohne dass wir da wirklich ein großes Mitspracherecht haben.

00:25:51: In der Politik können Sie verstehen, wenn sie das hören wie auch gesehen wird.

00:25:55: Klar, klar kann man es nicht.

00:25:57: Sie haben Ihre Rente ja schon sicher?

00:25:59: Genau!

00:25:59: Auch Ihre Schäfchen im Trockenen?

00:26:01: Ja aber ich habe auch fünf Engelkinder und das ist auch ein Argument was sich nicht ausstießen würde dass auch ältere Menschen...

00:26:09: Sie haben sich selbst refinanziert?

00:26:10: Ja so kann man's natürlich sehen, aber dass man auch nachhaltig entscheidet an der Wahl ohne weil man möchte Kindern gut geht und auch den Enkelkindern gut geht.

00:26:21: Also nicht nur einen sehr egoistischen Nutzen versuchen zu maximieren, dass meinem Alltag jetzt besser wird sondern schon bei der Wahlentscheidung sich bewusst macht das es für andere Generationen auch gilt.

00:26:33: Das würde ich nicht unterschätzen.

00:26:35: Dass viele genauso vorgehen und argumentieren und deshalb ist aus der Altersfrage nicht nur ablesbar, dass man um sich selbst kümmern kann wenn man Kinder oder Enkelkinder hat, für die auch mitentscheiden.

00:26:51: Das wäre zumindest ein Argument.

00:26:54: Aber vom Grundsatz her ist es natürlich so dass das Problembewusstsein da sein muss.

00:27:00: Wir haben einmal die Verstärkung durch das Bundesverfassungsgericht – das ist ja beim Klimaurteil vor zweiter Jahren so gemacht hat, Zukunftssicherheit ins Zentrum gestellt hat, das Grundgesetz nicht klimapolitisch getestet hat sondern Nur unter budgetären Bedingungen versucht hat herauszuarbeiten, dass in Zukunft jede Bundesregierung die Antritt so frei sein muss.

00:27:22: In entsprechendes Grundgesetz ist alles machen zu können und nicht festgelegt sein muss durch praktisch kein vorhandelsbudget mehr.

00:27:29: Die Klimakrise das Klimakaus irgendwie zu zu händeln da so es ja die Bundesverbastungsgericht Urteilsgebung gewesen ein wegweisendes Urteil für eine junge Generation Die Offenheit der Budgetfrage immer garantieren müssen, dass wir keine Bundesregierung überfordern.

00:27:46: Dass sie das ganze Geld, was Sie haben nur zur Rettung praktisch einsetzen.

00:27:51: und deswegen damit die Situation niemals entsteht muss man eben heute Klimapolitik betreiben, damit diese Situation nie mal eintritt.

00:27:59: Das war eine Argumentation, die finde ich sehr stark rechtliche Argumentations greift bei der Fragestellung.

00:28:10: Stärken, also die Friday for Future Thematik war an der Klimafrage aufgehängt.

00:28:15: Aber wie können Sie mehr Druck machen für Ihre Anliegen?

00:28:20: Da muss man doch überlegen, wie können sie eine Bewegungsdynabik in Fachen Aufmerksamkeit generieren, dass man Ihren Argumenten nicht entweichen kann?

00:28:29: Wir hatten jetzt die kleine junge Gruppe im Bundestag, die sich jungen definieren über ein Altersfrag, ich weiß gar nicht wo da die Grenze ist junge Gruppe innerhalb der Unionsfraktion, die sich auch mit diesem Argument einfach des Alters zunächst mal Aufmerksamkeit verschafft haben.

00:28:43: Dass Jüngere sagen da wird jetzt entschieden Perspektivisch über den Spielraum, den wir irgendwie mal haben und da wollen wir uns einfach einbringen.

00:28:52: deswegen ist mein Appell Sie haben es in der Hand.

00:28:54: also setzen sie nicht nur darauf dass sie Verbündete finden in der älteren Generation sondern bleiben sie einfach stark so wie diese.

00:29:01: Eine Klimabewegung, die es bei dem Thema gab, gibt's vielleicht auch andere Themen.

00:29:05: Die für sie superrelevant sind und haben viel mehr Möglichkeiten als früher.

00:29:11: Früher waren Sie nur angewiesen auf solche Leute hier, die neben mir sitzen.

00:29:15: Heute haben sie vielmehr Möglichkeiten selbst zu senden, selbst Beiträge zu leisten in der Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit zu generieren.

00:29:25: Herr Korte, die Frage, die ich mir aber stelle ist tatsächlich, wie dahinter steckt.

00:29:28: Kann sich Politik heute unter diesem Erwartungsdruck auch von kurzfristigen Lösungen und in Zeiten der Krisen?

00:29:36: Und vielleicht doch der Finanzlöcher noch leistend nachhaltige Politik zu machen, deren Wirkung und Ergebnis man ja nicht sofort sieht, aber man wird ja von den Wählern häufig an Ergebnissen, die sichtbar sind gemessen.

00:29:51: Das stimmt!

00:29:52: Das auch das setzt Aufklärung voraus.

00:29:54: In einer komplexen Gesellschaft gibt es nicht mehr die schnelle Lösung, früher hat man ein Gesetz was vielleicht hundertzwanzig Seiten hatte, die sind oft so dick diese Gesetze, die hat wirklich ein Problem gelöst.

00:30:05: heute können sie wieder hundert zwanzig Seitengesetz machen aber ich bin ganz sicher nach sechs Wochen taucht ein problemauffass auf Seite achtzig nicht wirklich geregelt war weil so viele Dinge sind die erneut komplex zusammenhängen in einer gesellschaft die linear ist, die zyklisch ist.

00:30:20: Die seriell sich entwickelt.

00:30:22: Es ist einfacher bei einem komplexen gesellschaft ist das schwer und wir müssen einfach verstehen dass es so ist Das politik auch so funktionieren nur kann wie ein feuerlöscher oft etwas immer wieder das feuer zu löschen.

00:30:34: Wir müssen ein verständnis dafür entwickeln.

00:30:36: Das setzt viel aufklärung und Verständnis voraus.

00:30:40: aber Diese Generation, die hier sitzt mit ihnen.

00:30:43: Sie sind natürlich schon unglaubliche resiliente Generationen weil sie haben schon so viel an Krisen und auch an sogenannten Krisen mitgemacht.

00:30:51: Ihnen kann doch niemand mehr was anhaben!

00:30:53: Sie haben doch schon alles durchlebt.

00:30:55: ungefähr Das war bei meiner Generation nicht so.

00:30:58: Wir sind da viel wohlbehüteter ohne die Großkrisen irgendwie durchgekommen.

00:31:03: Ich finde das beeindruckend.

00:31:04: Also ich setze auf sie dass sie Praktisch da sitzen und sagen, komm Krise, ich löse sie.

00:31:11: Lass es los!

00:31:12: Kommt!

00:31:14: Also seit Samstag wieder ein Krieg ist für Sie gar keine neue Erfahrung mehr, waren schon und tun sich so viele... Ich habe nie erlebt der Jugoslawienkrieg aber der war nicht so nah in dem Bewusstsein der natürlich auch ein europäischer Krieg war mit Putin den ersten Krieg nie gedacht, dass Deutschland von außen wieder durch Krieg bedroht werden kann.

00:31:35: Ich habe das völlig ausgeblendet.

00:31:36: Es gab für mich nur innere Feinde der Demokratie keine Äußeren.

00:31:40: Für sie ist es Alltag sich damit auseinanderzusetzen, dass es wieder äußere Feinden gibt die Bundesrepublik Deutschland kriegerisch klein machen wollen, kaputt machen wollen und was auch immer.

00:31:50: Das meine ich, das ist ein Erfahrungsschatz den haben Sie.

00:31:54: Sofern sitzt Ihnen eine ganz starke Generation.

00:31:58: Was machen denn so Nachrichten, wie er zum Samstag mit euch?

00:32:01: macht ihr euch Sorgen?

00:32:01: Wenn ihr auf die Weltlage guckt oder ist es dann aus eurer Sicht doch noch ein bisschen entfernt und in Deutschland droht jetzt keine akute Kriegslage.

00:32:11: Oder seid ihr aufgrund der Vielzahl an Krisen schon so kriegserfahrenden Anführungszeichen dass das einfach nichts Neues mehr ist?

00:32:22: Also ich würde schon sagen, dass ich mir trotzdem Gedanken mache.

00:32:24: Weil ich denke das ist egal es wie viele Krisen es gibt, dass jede Krise auf Neues ja trotzdem was Schlimmes ist.

00:32:31: und also es ist natürlich schon irgendwie sich schwierig jetzt vorzustellen, dass wir hier in Deutschland jetzt irgendwie Krieg hätten.

00:32:39: aber natürlich macht man sich da trotzdem Sorgen oder Gedanken wenn man die Nachrichten hört.

00:32:46: Herr Korte was machen denn diese Sorge?

00:32:49: Wie so artikuliert werden?

00:32:51: einer jungen Generation Auch mit einer Gesellschaft.

00:32:54: Also wir leben ja alle gerne in Sicherheit und auch in Frieden und in Wohlstand, wenn jetzt schon bei jüngeren berechtigte Sorgen heraufkommen dann hat es eine Wirkung.

00:33:07: Ja wir sind Sicherheitsdeutsche Wähler auf Stabilität aus, auf Sicherheit aus.

00:33:13: keine Experimente das bekannte wählen den Status quo.

00:33:17: man zieht sich zurück doch in mehr Privatheit, in die Festung, die man kennt.

00:33:21: Die man beschützen kann.

00:33:23: Das sind eigentlich die normalen Konstellation und man wird im Idealfall resilienter.

00:33:29: also wie kann man Widerstandsfähigkeit klug aufbauen?

00:33:32: Wie werden wir also irritationsfest gegenüber dem was sich entwickeln kann von dem wir noch gar nicht wissen dass es kommt?

00:33:39: das ist ja nicht taktisch dass dann Strategie eine Strategie setzt voraus dass ich mich Rüste und Vorbereite für den Tag X. Ich weiß aber gar nicht, was auf mich zukommt.

00:33:50: Wir laufen ja immer hinterher.

00:33:51: bei Viren wissen das mittlerweile.

00:33:53: Ich wusste das nicht.

00:33:54: dass es hilfreich sein kann mit Abstand und Maske erstmal das irgendwie zu bekämpfen Das haben wir alle erst gelernt.

00:34:02: so gibt's ja viele neue Krisen Herausforderungen für die wir gerüstet sein müssen.

00:34:07: Cyber Krieger also alles unsere Infrastruktur lahmgelegt wird durch Ein Angriff, die ganze Digitalisierung in einem Bürgermeisteramt oder im Krankenhaus nicht mehr funktioniert.

00:34:24: Es sind ja Unmengen an Möglichkeiten um Daseinsvorsorge zu manipulieren und zu stören.

00:34:30: Man kann nicht alles vorbereitet sein aber trotzdem ist es glaube ich der Schlüssel vorbereitet zu sein.

00:34:35: wie bereitet man sich vor?

00:34:37: Nicht nur sich zurückzuziehen und sagen, ich baue die Mauer um mich und meine Familie.

00:34:41: Das wäre sicherlich die falsche Antwort.

00:34:44: Im volle Politik erwarten wir das, wenn etwas eintritt dass sie ein Problem löst.

00:34:49: Habt ihr das Gefühl, dass Politik eure Probleme oder die Themen löst?

00:34:54: Oder die andere Frage, die wir auch immer wieder miteinander diskutieren.

00:34:57: spricht Politik eure Sprache?

00:35:00: Wir reden immer mal wieder über ein Übersetzungsproblem, wenn der Politiker sprechen hören.

00:35:03: Dass man sich dann als normaler Wähler fragen kann was ist denn jetzt eigentlich gerade die Kerne Aussage gewesen?

00:35:08: Und welche Politiker verstehen Sie den gut?

00:35:11: Welche wären für sie ein Beispiel?

00:35:13: dass sie ihnen gerne folgen weil sie gerne zuhören weiß ich verstehen was sie ihnen sagen.

00:35:18: Also ich höre Ihnen unfassbar gerne zu hören Kornow Das geht

00:35:20: mir ja genauso.

00:35:23: Ich habe jetzt keinen konkreten Politik am Sinn, aber ich finde generell dass junge Politiker einfach mehr so wissen wie wir auch ticken und mehr uns verstehen.

00:35:30: Und auch durch Social Media einfach mehr mit uns zu kommunizieren.

00:35:35: Das finde ich interessant.

00:35:36: der Korte weil wir eben das die Aussage ja auch schon hatten mit dem Bundestag und den Abgeordneten und er auch immer wieder die Diskussion dahinter steckt ist quasi in der Bundestag.

00:35:46: in seiner Struktur spiegelt der unsere gesellschaftlichen Schichten wider nicht nur altersmäßig, sondern auch beim Thema der beruflichen Spektrums.

00:35:56: Und dann ist es natürlich finde ich auch eine Frage ob Jugendliche jetzt oder Schüler in diesem Sinne hier sich von Parteien vertreten fühlen und ob es dort Altersgruppen gibt die eben dann eine gezielte Ansprache an Jugendliche?

00:36:09: Gibt ja auch Jugendorganisationen der Parteien deshalb.

00:36:11: Es gibt auch Schülerparteien.

00:36:15: was gibt schon Möglichkeiten.

00:36:18: Also eigentlich müssen sie sich durch die irgendwie angesprochen fühlen, ohne dann gleich mitgeguckt zu werden.

00:36:23: Die sprechen ja eigentlich ihre Sprache.

00:36:25: Das was uns irritiert ist ja die Floskelhaftigkeit oder das technokratische, das Verkomplizierende und dass man es nicht nur nicht versteht sondern auch nicht mehr sich verstanden fühlt.

00:36:44: Ja, verschiedene Dinge.

00:36:45: Aber oft ist es natürlich die politische Rationalität eines Politikers genauso zu reden weil der ja darauf angewiesen ist das wenn er ein Satz formuliert auch am Ende des Satzes noch eine politische Mehrheit zu haben innerhalb der eigene Partei.

00:36:57: Gewager ihr Unklarer ihr souveränen Unschärfer sie formulieren umso sicherer behalten Sie ihre eigene Macht.

00:37:04: da stört uns total weil man immer denkt mein Gott komm auf den Punkt oder floskel hier nicht so rum.

00:37:13: Aber das eine Absicherung und so formulieren zu können ist auch ne Kunst gar nicht einfach, so zu reden.

00:37:18: Aber dass es ja vom Ansatz her finde ich schon aus Sicht der Wähler falsch, wenn man auf den eigenen Machtern in der eigenen Partei aus ist und ja den Wähler nicht ansprechen will?

00:37:28: Aber

00:37:28: letztlich ist es so rational, dass Sie sagen können sie können ja auch im Sinne der Wählern nur eine Problemlösung herbeiführen, wenn sie eine Mehrheit haben Und die Mehrheiten möchten Sie behalten, sonst können wir überhaupt kein Problem lösen.

00:37:40: Das ist ja bei Ihnen eben anders, wir kennen Sie das im Alltag nicht.

00:37:43: Doch, ich habe viele Probleme.

00:37:44: Sie sind nicht ein gewählter

00:37:46: und unterrotteneinsamen Podcast?

00:37:47: Ja, Probleme haben sie das ist klar.

00:37:49: bei vier oder fünf Jahre gewählt wäre im Wahlamt davon abhängig.

00:37:52: machen den Beruf das eine prekäre Berufsentscheidung ohne Kündigungsschutz.

00:37:56: wer macht denn das in der Politik freiwillig also da von diesen Abhängigkeiten sind sie weit weg und sie müssen nicht immer ringen um Entscheidungen.

00:38:03: sie entscheiden einfach.

00:38:04: sie haben einfach immer die Mehrheit weil sie Chefredakteur sind.

00:38:07: das ist komplett anders.

00:38:08: deswegen können sich in diese andere Welt gar nicht rein denken.

00:38:10: jetzt haben sie quasi von mir im Plural besprochen dass sie Einstimme die Mehrheit abweiten.

00:38:15: Ja, so kommen sie mir halt vor

00:38:16: oder?

00:38:17: Ich bin immer nur gewohnt dass Sie von sich im Plural sprechen weil sie sich selbst überhöhen Herr Korte.

00:38:20: Nein

00:38:22: das ist nur ein Ablenkungsmanöver!

00:38:26: Ich würde sagen danke für den Austausch und für den Einblick.

00:38:29: was euch als Schüler an Politik beschäftigt Herr Korte was es bei Ihnen hängen geblieben hat.

00:38:37: Das ist ein Reservat an Schlauchheit hier und deswegen waren wir zu Recht in Niederolm.

00:38:43: Das war ein Kompliment an euch alle.

00:38:45: Also nicht an mich, sondern an euch allen wenn er das als Reservat der Schlauheit bezeichnet.

00:38:50: Ja

00:38:52: und die Warten ja alle auf die mündliche Prüfung dann ist alles rum in zwei Wochen glaube ich.

00:38:57: Ist es so weit oder dauert noch ein bisschen?

00:39:02: Die anderen haben gestern heute die schriftlichen Mitteilungen bekommen und bei ihnen dauert's noch zwei Jahre oder?

00:39:11: Nicht zwei Wochen Geht aber schnell rum.

00:39:16: Zu schnell meistens!

00:39:17: Vor allen Dingen im Alter, also bei ihm.

00:39:18: Über euch dauert es noch ein bisschen länger.

00:39:20: Vielen lieben Dank für den Austausch und für die offenen Gedanken, die ihr mit uns geteilt habt.

00:39:24: Ich sage Dankeschön an unsere Hörerinnen und Hörern und Zuschauerinnen und Zuschauers.

00:39:28: Das war Station Sechs unserer Demokratietour von Korte und Ring hier am Gymnasium in Niederolm.

00:39:34: Wir machen uns gleich auf den Weg fahren nach Nierstein und werden dort mit Vertreterinnen und Vertretern von Stricken gegen rechts.

00:39:40: sprechen, die sich gegen das hiesige AfD-Büro aufgelehnt haben und im Sinne der Demokratie angefangen haben zu stricken.

00:39:47: Ich packe Karl Rudolf Korte wieder mit ein, hoffe dass er am Busch nicht einschläft und es heil nach Niersteinschaft.

00:39:52: bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

00:39:54: bis dahin auf Wiedersehen.

00:40:11: Habt ihr Themenwünsche, Feedback-, Anregungen oder Kritik?

00:40:14: Dann schreibt uns gerne eine Mail an audioatvm.de.

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