Folge 73: Im Windschatten der rheinland-pfälzischen Landtagswahl

Shownotes

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte meldet sich diesmal aus Mallorca – dort ist er mit Freunden auf dem Rennrad unterwegs und erklimmt die Berge der Insel. Beim Rennradfahren wie in der Politik gilt für den Politikwissenschaftler ein ähnliches Prinzip: „Wenn der Führende zu weit weg ist und die Folgenden verliert, ist das auch schlecht. Da müssen schon irgendwie alle zusammen ankommen. Dafür trägt der Führende die Verantwortung.“

Auch die Kräfte richtig einzuteilen, sei entscheidend – wer sich zu früh verausgabt, kommt am Ende nicht mehr ins Ziel. Ob den Kandidatinnen und Kandidaten für den rheinland-pfälzischen Landtag dieses Gespür gelungen ist, diskutieren Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink in der neuen Folge von „Korte & Rink“.

Kurz vor der Landtagswahl geht es um ein knappes Rennen um den Ministerpräsidentenposten, rund 30 Prozent unentschlossene Wähler – und die schwierige Prognose, wer im Landtag die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten wird. Dabei erinnert Korte auch an die Bedeutung des politischen Engagements: „Hunderte Kandidaten sind bereit sich auf so eine Berufssituation einzulassen. Sie stehen auf dem Wahlzettel. Dass sie das machen, ist keine Selbstverständlichkeit.“ Belohnen könnte die Bewerber eine hohe Wahlbeteiligung.

Ein Angebot der VRM.

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00:00:03: Korte und Rink.

00:00:06: Politik, die bewegt!

00:00:11: So schnell ist eine Woche vorbei und deswegen schon wieder höchste Zeit für unseren neuen Podcast Korte & Rink auch heute wieder mit dem sportlichsten fast braun gebrannteten und durchtrainiertesten Politikwissenschaftler Deutschlands Professor Dr.

00:00:25: Dr.

00:00:25: Karl Rudolf Korte.

00:00:26: Hallo

00:00:27: Ja hallo, grüße alle aus dem Paradies für Rennradfahrer im März aus Mallorca.

00:00:37: Was machen die Beine, Herr Korte?

00:00:39: Oder sind Sie nur da zum Zugucken.

00:00:43: Nein, es ist kein Abwählenradort.

00:00:48: Hier begegnet man und das ist schon beeindruckend zu sehen, permanent nur Rennradsfahrern auf der Straße, auf vielen Nebenstraßen, indem man hier wunderbar fahren kann.

00:00:59: Auch gefahrlos fahren kann, kaum Autos... Die ganze europäische Rennrad-Nation ist zur Zeit hier.

00:01:07: Das kann ja auch fustierend sein, weil die ein Jahr permanent überholen.

00:01:11: Aber das ist nicht mein Kritik.

00:01:13: Aber es ist einfach ideal, das Frühjahr zu beginnen und mit dem Rennrads haben wir eine lange Tradition im Team, das hier auch zu machen.

00:01:24: aber da gilt ja auch führende Brauenfolgende.

00:01:28: Sind sie führender oder folgender?

00:01:30: Nein, nein!

00:01:30: Ich bin nur einfach folgender darf mitfahren Mehr ist das nicht.

00:01:35: Und trotzdem, wenn der Führer ja zu weit weg ist und dann die Folgenden verliert – es ist auch schlecht!

00:01:42: Das muss schon irgendwie ein bisschen alle zusammen ankommen.

00:01:44: Da hat er eine Verantwortung für.

00:01:47: Unsere treuen Podcast-Hörer erinnern sich daran als sie schon mal folgen da sein sollten qua Amt auf dem Kreuzfahrtschiff.

00:01:54: Haben Sie so ihre Liebemühe mit dem Führenden?

00:01:57: Geht's Ihnen in dieser Radgruppe genauso oder sind Sie dort in der Lage, sich mal klaglos Geht einen so rein?

00:02:06: Es fällt mir schwer.

00:02:08: Das gebe ich... und das gehe nicht zu, aber unter so sportlichen Bedingungen sehe ich die Notwendigkeit, dass wir nicht ein Diskurs immer starten können an jeder Kreuzung.

00:02:21: Fahren wir jetzt nach links oder fahren wir nach rechts?

00:02:24: weil der Führer hat hier diesmal auch wirklich Ahnung der weiß also welcher Berg doch zumutbar ist.

00:02:29: heute haben wir Tausend, Vierhundert Höhenmeter hingelegt und ob da noch ein Berg kommt und dem mal zumut oder nicht.

00:02:39: Das muss er ja beurteilen.

00:02:40: Und dann bin ich auch darauf angewiesen ihm zu folgen.

00:02:44: Das ist ein bisschen anders

00:02:47: gelagt.

00:02:48: Hätten Sie während der Etappe noch Luft um ihn zu widersprechen?

00:02:51: Oder scheitert es auch an der Luft bisweilen?

00:02:54: Ich teils mir ein!

00:02:57: Und weil ich ja über zwanzig Jahre Erfahrung auch mit diesen Führenden, den wir als Klaventreiber immer bezeichnen.

00:03:06: Also ich verausgab mich nicht am ersten Berg.

00:03:08: Ich glaube auch nicht dran dass dann nur noch flache Berge oder so kommen.

00:03:11: das habe ich mir abgewöhnt insofern... Ich fahre da meinen Tempo Wir warten wechselseitig aufeinander aber das hat sich sehr sehr bewährt, dass man sich nicht gleich veraus gab.

00:03:21: und weil ich traue der Sache nicht so ganz Auch dann hat man nur noch Gegenwind und was alles noch passieren kann.

00:03:31: Schön ist ja aber, Korte, wenn alles planmäßig verläuft dass sie pünktlich zu Rheinland-Pfalz, weil am Zweiundzwanzigsten März wieder in Mainz aufschlagen werden, denn da geht es natürlich um eine Menge.

00:03:42: Wenn wir uns die Akte in Umfragen von Ende letzter Woche angucken, hat sich an dem Kopf ein Kopf frennen zwischen CDU und SPD nichts geändert wobei die CDU ihren Vorsprung gehalten hat währenddessen die SPD in den Umfragen vorher aufgeholt hatte und der eine oder andere schon erwartet hat, dass das jetzt in den nächsten Umfragen so weitergehen könnte.

00:04:03: Wie blicken Sie auf die Umfragungen oder auf das Verhältnis?

00:04:05: Da ist doch relativ eindeutig in der Uneindeutigkeit des Ergebnisses interessant, die Offenheit einfach zu beschreiben.

00:04:14: Drei Prozent Vellamargen dieser seriösen Umfragen von Politbarometer und von Infotest bedeutet im Grunde absolut offenes Rennen.

00:04:26: Und das ist das Interessante auch als Zeichen gegenüber den Wählerinnen und Wählern, dass man gerade zu Lust bekommt dann am Ende mitzuentscheiden.

00:04:35: Zu den berühmten Fans des Erfolgs zu werden.

00:04:39: Das animiert.

00:04:41: Insofern ist da keine Entscheidung da Es ist auch keine Wechselstimmung da.

00:04:47: Auch das ist übereinstimmt, es ist unverändert der beliebteste und bekannteste Ministerpräsident bei beiden Umfrage-Instituten.

00:04:56: Schon interessant dass sich das so verfestigt hat.

00:05:01: Bekanntheit ist kein Besonderheit für Ministerpräsidenten die hier sind im Bonus immer durch den Amtsbonus.

00:05:10: Das ist nicht das besondere aber beniedt Die Zufriedenheit ist ja nicht, auch im Vergleich mit anderen Bundesländern ist es auch nicht schlecht dieser Landesregierung.

00:05:20: Daher ist klar hier auch keine Wechselstimmung wirklich Auftritt.

00:05:24: Sehen Sie eine Parallele zur vergangenen Woche Baden-Württemberg?

00:05:27: Da hat ja auch ein enges Kopf von Kopfrennen mit CDU und in dem Fall der Grünen.

00:05:33: Und die Parallelehne ist das der Gut.

00:05:35: Beide war nicht im Amt, keinem Ministerpräsidenten aber der Grüne mit Cem Özdemir war der bekanntere und liebtever.

00:05:42: Dann haben sich die Grünen knapp durchgesetzt, kann dieser Persönlichkeitswert den Sie auch beschrieben haben ausschlaggebend sein wenn es um die Frage der Mobilisierung geht weil auch die Wähler ja merken.

00:05:53: Es kommt jetzt auf jede Stimme an und das würde sich doch wählen lohnen wenn ich jemanden gut finde dann zur Wahl zu gehen weil offensichtlich wird's grad eng.

00:06:02: Ja das scheint das Muster zu sein was sich immer mehr herausbildet Auch in der Analogie der beiden Wahlen Stärke Brücksichtigung des Persönlichen, des Personenfaktors.

00:06:17: Weniger berücksichtigt das Parteienfaktor.

00:06:21: Das ist wirklich eine Analogie die interessant zugenommen hat.

00:06:24: wir müssen aber sehen.

00:06:25: Fünfzig Prozent war bei der Bundestagswahl auch so sind immer Wechselwäder und ungefähr dreißig sind überhaupt noch nicht entschieden.

00:06:33: Dreißig Prozent deswegen bestärkt die Annahme dass es offen ist.

00:06:37: Aber die Liedparteien also einmal Mr.Präsident Partei und die Liedpartei der Grünen eben in Bad Wünbüch wurden durch sogenannte Aufholjagden benohnt, das könnte auch eine Parallele sein aber es war ein Bad Wönbüich waren sieben zwanzig tausend Stimmen.

00:06:56: also das ist vollkommen knapp wie das ausgeht Das ist nicht vorhersehbar und kann für den einen oder anderen sprechen.

00:07:07: Und dann ist die Analyse danach natürlich ne ganz andere der Ministerpräsident das fortsetzt, oder ob die SPD hier auch selbst in Haldanfalz dann am Ende nicht weiterregieren kann.

00:07:21: Das ist ja danach der Schlüssel um das zu

00:07:25: interpretieren.".

00:07:27: Das war ja das was wir letzte Woche schon besprochen hatten mit den siebenundzwanzigtausend Stimmen, die am Ende ausgemacht haben dass die Union jetzt in Rennanfalze unter Druck steht weil sie eben die erste Wahl verloren hat.

00:07:39: doch wohl die Ansage war Landtagswahlen, dass mit Heil eine politische Karriere zumindest einen Dämpfer erhalten hat und sich ja dann Geschichten ganz anders entwickeln.

00:07:51: Und daraus ja jetzt auch die Folge entsteht, das die Union natürlich unter Druck steht.

00:07:56: Das finde ich eigentlich in der Konstellation dieser Wahl sehr interessant, dass man im Vorfeld ganz viele Parteien hat um diese für dies so eine Menge geht.

00:08:03: also die Union sollte jetzt ihren Vorsprung nicht wieder verspielen und sollte nicht die zweite Wahlniederlage bei der zweiten Wahl kassieren.

00:08:11: Wenn die SPD ihre Hochburg verdiert und kassiert nach den fünf Komma fünf Prozent in Baden-Württemberg, nach vormon dreißig Jahren, verdient sich hier die Staatskanzlei.

00:08:20: Kann das auch Druck auslösen?

00:08:21: Wenn die FDP hier aus dem Landtag fliegt, kann man sich noch auf Spurensuche vor den Rest dieser Partei auf den Weg machen.

00:08:29: Und für die Linken zum Beispiel und für die Freien Wähler steht sie auch spitze auf Knopf.

00:08:33: Also im Prinzip sind die Grünen und die AfD fast die einzigen Parteien, die sagen können Wir kämpfen um ein gutes oder auch mein schwächeres Ergebnis, aber es geht nicht um das große Ganzen.

00:08:43: Ja, es könnte eine Vierparteienparlament werden.

00:08:46: Nicht nur drei wie in Saarland also vier.

00:08:48: die Grünen kommen ja auf jeden Fall sicher auch rein.

00:08:51: Auch das spricht für so einen Konzentrationsprozess.

00:08:53: kein Vier-Parteienparlament.

00:08:56: man kann auch... Das ist ein Muster was uns von anderen Ländern unterscheidet hier sich in der Mitte gerade zu raufen.

00:09:03: Das ist doch beeindruckend, welche breite Mitte nicht nur gewählt wird sondern am Ende auch eine Regierungsbildung betreiben kann.

00:09:10: und das Lieblingskoalition der Deutschen entsteht am Ende Großpartei plus Kleinpartei.

00:09:15: Das aus einer anderen Zeit ist aus der Zeit gefallen.

00:09:18: aber dass zumindest das Lieblingmodell weiter existiert.

00:09:21: Dass eine aus der alten Regierung immer bei den neuen dabei ist.

00:09:24: die Wahrscheinlichkeit ist ja auch da.

00:09:27: also Das ist insofern etwas zuversichtlich, etwas auch beruhigendes zu sehen.

00:09:34: Dass wir mit Leichtigkeit in der Mitte Regierungen bilden können und beruhigent und beeindruckend auch diese enorme hohe Wahlbeteiligung über siebzig Prozent im Baden-Württemberg.

00:09:48: Das spricht dafür dass die Leute großes Polizistinteresse haben gerade in Zeiten von Krisen, von Unsicherheit wieder neuer Krieg, Energiekrise was auch immer.

00:09:58: ja Menschen zu haben, die sich diesen Problem stellen und auch denen man es zutraut.

00:10:06: Dass sie nicht nur den Status gut verwalten sondern dass man da einen guten Händen ist.

00:10:10: Und das bringt mich noch mal zur anderen Überlegung, dass wir auch das nicht einfach konsumieren sollten.

00:10:16: Fünfzig Wahlkreise, eine Räfte wird ja gewählt über die Landeslisten also hunderte von Kandidaten sind bereit zu kandidieren.

00:10:26: Es geht um den Landtag zuerst in der allerersten Linie, nicht um den Ministerpräsidenten.

00:10:32: Wie wird die Zusammensetzung des Landtags?

00:10:34: Wunder von Menschen machen das freiwillig und sind auch bereit sich auf so eine prekäre Rufsituation einzulassen.

00:10:41: würden sie ja nie machen dass sie da immer fünfjährig irgendwie gewählt werden und vielleicht nicht wiedergewählt werden.

00:10:47: Ja genau.

00:10:48: Das

00:10:48: sagt jetzt über mal wann waren Sie denn Professor auf Lebenszeit?

00:10:51: der Kraut also wenn hier einer...

00:10:55: Das ist ja, der auch noch.

00:10:56: Beamte müssen dazu sein.

00:10:57: Das sichert wissenschaftsfrei.

00:10:59: Das ist Grundgesetz gesichert, das kann man freiheitlich gar nicht sein als Beamter auf Lebenszeit und dass es die Bedingung überhaupt arbeiten zu können.

00:11:09: Und deswegen wer lässt sich darauf ein, auf fünf Jahre immer etwas zu planen?

00:11:13: Das muss aber wirklich wollen!

00:11:14: Das ist interessant und deswegen ist es eine Belohnung mit vielen Menschen wählen gehen von den Schielen, hunderten von Bewerberinnen und Bewerbern, die jetzt auf dem Zettel stehen, auf dem Wahlzelt zu stehen.

00:11:26: Dass sie das machen ist auch keine Selbstverständlichkeit.

00:11:32: Was passiert denn in so einer letzten Wahlkampfwoche?

00:11:34: Auf dem von Ihnen mit so viel Inbrunst immer beschriebenen und schon in zwei Büchern näher differenzierten Wählermarkt?

00:11:42: was kann denn dann noch sich verschieben?

00:11:44: oder was bewegt denn so einen Wähler in der letzten Woche?

00:11:47: Naja, wir haben ja sehr verschiedene Wählertypen.

00:11:49: Wir haben die Koalitionswähler – wir haben die Nee-Out-Wähler schon gesprochen, die je nach Wahlzettel immer unten links wählen oder oben rechts ankreuzen.

00:11:58: Es gibt die Fans des Erfolgs, die hoffen mit der Stimme etwas besonders bewirken zu können und es gibt auch die Koalisionswählern, die eben hoffen eine mit beiden Stimmen vielleicht… Selbstbetrug, weil das nicht funktioniert.

00:12:13: Aber doch so mein oder zumindest in der Familie abstimmen dass sie zwei Parteien wählen unterstützen die dann eine Koalition eingehen.

00:12:21: es gibt paradoxe Wähler die eben im Prinzip viele unterschiedliche Partei wählen wollen und aber gleichzeitig erhoffen dass dadurch stabile Regierungszustande kommt kann ja gerade nichts ist also Und die sind alle unterwegs.

00:12:40: Auch die kognitiven Versager sind unterwegs, die einfach gar nicht weiter wissen und gar nicht hoch informiert sind, sondern einfach so aus dem Gefühl es gibt ja lustvolle Strafwähler, die abwählen weil das einfach Spaß macht.

00:12:54: Es gibt die Tagesgetriebenen Orientierungsnormaten, die nach dem was sie vielleicht morgens gesehen haben... wählen.

00:13:07: und das ist der andere Punkt, der entscheidend ist.

00:13:11: Diese Verlässlichkeit der Überschaubarkeit, der Zuordnbarkeit ist eben schwieriger geworden weil es nicht mehr diese Milieu gebunden waren sind sondern eher situationsgebundene.

00:13:25: Und insofern wird auch Es nicht so wichtig sein zu wissen welches Einkommen der Wähler und die Wählerin hat Sondern eher was er gelesen hat Was er gehört hat was er gewischt hat, was er sich erarbeitet hat.

00:13:40: Vielleicht diese Dinge im kommunikativen Umfeld spielen eine größere Rolle als die Verordnung aus welcher Gemeinde man jetzt kommt.

00:13:50: das so und das wirkt alles noch bis zum Wahltag natürlich.

00:13:55: dann kommt die Umfrage die letzte die seriösen von Infatest und Politbarometer die verästlich da nochmal auch etwas signalisiert das auch ein strategisches Momentum.

00:14:10: Vor allen Dingen für die Fans ist der Erfolg, ob sie damit jetzt Anspor haben besonders zu wählen.

00:14:16: Ich bin nur sagen da ist einfach Bewegung.

00:14:18: Da ist Dynamik in einer Woche hoch politisierter Konzentration.

00:14:25: Das ist nach fünf Jahren eben der Countdown den man täglich jetzt miterleben kann.

00:14:33: Ich finde ja mir wieder das Faszinierende an unserer Demokratie, wenn Sie auch so die verschiedenen Wählertypen beschreiben.

00:14:39: Dass es Leute gibt, die machen das zu einer Gewissensentscheidung.

00:14:43: Lesen Parteiprogramme schauen sich Wahlaränen an wegen ab und treffen dann eine verantwortungsvolle Entscheidung und sind vielleicht gefolgt von demjenigen der nach ihnen in die Wahl ohne geht.

00:14:55: Und er wählt unten links, weil er gerade gesagt hat das ist jetzt unten links oder der macht die Augen zu und macht irgendein anderes Kreuz.

00:15:02: Beide Stimmen sind ja gleich viel wert.

00:15:04: Das macht ja unsere Demokratie aus.

00:15:05: ich finde den Gedanken immer wieder erwähnenswert, weil dass da zwei unterschiedliche Ranginsweisen sind und das Ergebnis am Ende gleich bedeutend ist.

00:15:14: Das stimmt!

00:15:15: Ich merke Ihnen an, dass Sie damit durch Unzufrieden sind, dass sie natürlich erhoffen, dass Chefredakteurstimmen mehr zählen.

00:15:22: Sie müssen erst mal erraten, so welcher Gruppe ich zähle.

00:15:25: Vielleicht mache ich auch die Augen zu und kreuz irgendwas an.

00:15:28: Ach also eher so die Kognitive Versagerwolle?

00:15:32: Nein das ist glaube ich auf keinen Fall.

00:15:35: nein.

00:15:35: aber vielleicht sind sie aus dem Metier, aus dem sie kommen Empörungsgetrieben.

00:15:41: Das ist doch... Wutbürger!

00:15:42: Ja so ein bisschen Wut.

00:15:44: Entrien-Anröhung Kontext diese

00:15:46: Erregungsspiralen, die sie einfach bedienen durch das Medium von dem sie leben, wissen Sie auch praktisch emotional erregt da rein in diese Abstimmung laufen.

00:16:00: Bezeichne mich auch in anderen Kontexten manchmal als Konsernärmer Wutbürger-Erkorte.

00:16:04: Ach ja interessant!

00:16:06: Dann will ich aber nicht der Vorstand sein... der da sitzt und dann so ein Wutbürger auch der ergelobt bedient

00:16:14: ist.

00:16:15: Nein, ich habe ja größter Respekt vor diesen Wahlvorständen weil wir jetzt eben vor den gesprochen haben die kandidieren und sich zur Wahl stellen aber die diese Wahl wirklich machen natürlich in Teilen noch möglich machen müssen weil sie eben ganz schön berufen werden.

00:16:27: Aber das ist ja auch kein vertrugungs- steuerpflichtiger Job obwohl die manchmal je nach Konstellation ganz zufrieden aussehen.

00:16:33: aber dass es ja auch zeitintensiv stimmt

00:16:39: wenn man dann sieht, wie sie das unterstützen zeigt.

00:16:41: Dass eben, dass die Demokratie viel mehr ist als nur jetzt einmal Stimme abzugeben was da alles mit dran hängt Das ist schon interessant.

00:16:51: und ich finde auch nochmal im Blick auf die Analogie Die Mitteparteien insgesamt verlieren ja an Zustimmung Sie sind noch groß genug aber wären sie größer und gibt es nicht nur die kleinen, sehr kleinen Parteien.

00:17:07: Die vielleicht nicht über die fünf Prozent Hürde kommen dann wäre eben der Klassiker Großpartei und Klein-Partei als Mehrheit noch zu schaffen.

00:17:14: so konzentriert sich das am Ende auf ein Wettbewerb von zwei Parteien und da kommen die anderen Parteien unter die Räder, die vielleicht deshalb nicht mehr in den Landtag kommen.

00:17:23: Das ist auch eine Verschiebung mit der Schwäche der Parteien in der Größenordnung zusammen meckt.

00:17:28: Es ist jetzt keine Verschiebenung auf dem Wedermarkt.

00:17:33: Interessant ist das Phänomen, dass sich in den letzten Wahlen immer deutlicher zeigt.

00:17:38: Wir haben sowieso eine – ich habe das immer als Ministerpräsidenten-Demokratie bezeichnet weil der Regel die Wählerinnen und Wähler nur dem Ministerpräsident kennen

00:17:47: und

00:17:48: nicht so das Kabinett und nicht die anderen Minister.

00:17:52: Das ist super ungerecht an so Tagen, weil jeder natürlich versucht hat sein Bestes zu geben, die Parteien, die regieren die Minister in ihren Entern, aber das fällt dann alles hinunter in dieser polarisierten Zweiersituation.

00:18:10: Das heißt Sie gerechten auch damit.

00:18:13: oder aus Ihrer Sicht ist es ein Faktor dass bei?

00:18:15: in Baden-Württemberg haben die Linken und SPD gesagt, dass sie eben unter die Räder gekommen seien aufgrund des Zweikampfes zwischen CDU und Grünen.

00:18:23: jetzt gibt's wieder einen Zweikampf zwischen CDU.

00:18:27: Das heißt, aus Ihrer Sicht könnten die anderen Parteien nicht blicken so Richtung Grüne oder Linke.

00:18:31: analog zu der Frage kommen Sie in den Wandantag?

00:18:34: Oder kommen sie nicht in den Landtag.

00:18:36: Dass die Wähler dann wandern hinzu der Entscheidung wo sie das Gefühl haben ich entscheide mich für den oder den Ministerpräsidenten wandern weg von ihrer Partei und dann wird es für die Zweifel dann enger?

00:18:47: Ja auf jeden Fall also Bei Stichwahlen haben wir das ja oft.

00:18:52: das Phänomen, dass in diesem zweiten Wahlgang dann andere Parteien aufmischen ihren Kandidaten nichts, der nicht mehr zur Verfügung steht.

00:18:59: Aber damit die Wählerwandrogen praktisch nicht nur freigeben, sondern dafür werben.

00:19:06: Das ist natürlich hier bisher nicht der Fall, damit rechn ich auch nicht.

00:19:10: aber faktisch passiert genau das Phenomen was Sie jetzt auch beschrieben haben bei den Linken.

00:19:16: Wir haben jetzt nicht in Rheinland-Pfalz so viele Universitätsstädte, die eher die Linken factorisieren.

00:19:26: Und wir haben anders als in Baden-Württemberg nicht die Sechzehn je.

00:19:29: Die Absechzehne konnte man ja schon wählen.

00:19:31: Wir wissen das die Jünger und vor allen Dingen auch die Winkel gewöhnt haben.

00:19:35: Das puffert beides ein bisschen, dass ab und schwächt vielleicht im Vergleich zu Baden Württmberg dann nochmal zusätzlich die Chancen, ob man reinkommt.

00:19:48: Aber das ist natürlich reine Spekulation!

00:19:51: Wir bewegen uns jetzt ohnehin in der Woche vor der Wahl so ein bisschen im spekulativen Bereich.

00:19:55: Das ist ja nicht Ihre Kernkompetenz wie wir schon seit über siebzig Jahren koordiniert sind... Ja auch

00:20:00: bin ich stolz, bin ich sehr stolz dass ich auch standhaft geblieben bin da nicht rein zu fallen, dass Sie immer mehr die Glas kugeln.

00:20:07: Sie halten sich ja praktisch immer hin und dann soll ich immer zugreifen und so ein bißchen rumorakeln.

00:20:13: Versuche ich ja immer, das bei Ihnen auf wissenschaftliche Füße zu stellen.

00:20:17: Ja, das ist auch schön!

00:20:19: Bei mir mit einer Prise Fantasie Esprit und Vision dann zu versiegen.

00:20:27: Letzte Woche war ja ein bemerkenswerter Auftritt in der SWR Wallarena, der AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger, der in eine Debatte über die Remigration Gordon Schneider am Ende als panischen Versager bezeichnet hat fand ich jetzt persönlich bisher den Tiefpunkt in diesem Wahlkampf, weil man gemerkt hat wenn der AfD-Kandidat in einer Diskussion verstrickt wird und wird mit Sachargumenten gestellt.

00:20:52: Weil es ging dann tatsächlich um eine Abschiebeflughafenremigration das dann seine Exitoptionen aus dieser Diskussion die persönliche Beleidigung gewesen ist.

00:21:00: Ich habe mich aber gefragt wieso was auf Wähler wirkt.

00:21:03: also ist das denn im Prinzip?

00:21:05: kann das Gordon Schneider zugutekommen?

00:21:06: Weil er das Schweizer und jeder haben Wollinger auch kritisiert, weil er das derjenige ist, der es abbekommen hat.

00:21:14: oder kann das Bollinger schaden.

00:21:17: Oder stärkt das?

00:21:19: Oder macht das ihm nix aus?

00:21:21: Weil sage ich mal dass grode AfD-Wähler sich vielleicht auch so in der Beleidigung gar nichts machen.

00:21:26: also ich habe auch schon ein paar E-Mails auf meinen Kommentar bekommen.

00:21:29: die erste fing an mit erstens er hat recht wo ich mir gedacht hab okay gut wenn ich bin prinzipiell bollinger unterstellt was er Recht hat dann wird er wahrscheinlich da keine Stimmen verloren haben.

00:21:41: Wir wissen mittlerweile, dass die AfD stabile Wähler hat.

00:21:46: Stabile Wählerin und Wähler, die sich von diesen Dingen nicht beeinflussen lassen.

00:21:54: Die einfach aus viel unterschiedlichen Motiven von Protest bis zu völkischer Unterstützung dieses wohl dosierten Verfassungsfeindlichkeit da sich zusammensetzen.

00:22:10: so resistent, auch so leidnisresistent wie die Wählerschicht bei der AfD ist.

00:22:20: So sind keine anderen.

00:22:21: Also egal was man den dieser Partei anhaftet sie stehen einfach zu dieser Partie.

00:22:27: und es war auch unabhängig davon ob das die Fraktionen zerstritten waren, ob es permanente Führungswechsel gab, ob sie von Verfassung zu beobachtet werden, was auch immer.

00:22:38: Das spielt keine Rolle.

00:22:41: Die Wählerinnen und Wähler zeigen sich von so einer Debatte vollkommen unbearbeitet, ob andere davon profitieren das ist sehr schwer zu sagen es glaube ich nicht.

00:22:51: also es zeigt sehr offensiv.

00:22:55: es gibt ja auch zu lesen die die Unterschiede.

00:22:59: der Debattenformat es gibt zu höher in dem Radio aber hier im Fernsehen zeigt eben doch viel an an persönlicher Einschätzung.

00:23:08: Wir wissen ja, dass die Sachkompetenz die Wählerlacht wie vor umtreibt.

00:23:13: was ist sachlich problemlosend?

00:23:16: Das Entscheidende?

00:23:18: deshalb wähle ich diese Partei oder diesen Personen und die anderen Führungs Akzente sind dann eher nachgelagert auch die persönlich ob einer ein sympathisches oder nicht sympathisch und all das zusammen wirkt natürlich in so einem ein Auftrittsmomentum.

00:23:35: Das ist ja der Inhalt und das Format, was beides da zusammenwirkt.

00:23:42: Und es macht ihn dann wenn einer so gestellt wird nicht wirklich sympathischer.

00:23:47: aber dass deshalb gleich die Wähler wandern kann man nicht sagen.

00:23:51: und wir wissen noch nicht wie viel Briefwähler längst abgegeben haben bei... Die letzte Wahl hat das völlig verzerrt durch Corona.

00:23:59: vielleicht ist diesmal vielleicht ein Drittel noch an Briefwältern Also insofern viel weniger.

00:24:07: Dann gucken wir mal kurz, würde mich interessieren ihre Einschätzung zur FDP.

00:24:12: Die sammeln sich ja unter sonstige tauchen da selbst gar nicht mehr auf.

00:24:16: Ich würde sagen man lehnt sich nicht weiter aus dem Fenster wenn man sagen würde Das wird sehr schwierig in den Landtag zu kommen.

00:24:24: Jetzt habe ich jüngst mit einem Politiker gesprochen.

00:24:27: Da haben wir dann das Verglichen mit der damaligen Situation als sie schonmal aus dem Bundestag rausgeflogen waren und Christian Lindner sie zurückgeführt hat.

00:24:34: Dann habe ich gesagt, A hatten sie halt mit Lindner in Anführungszeichen eine Lichtgestalt.

00:24:39: Mit exorbitanter Strahlkraft der sie zurück auf diese Bühne geführt hat.

00:24:42: und der Mensch mit dem gesprochen haben sagte ja und der Unterschied war dass die damals noch finanzstarke Landesverbände hatten die auch in Landtagen saßen um den ganzen Kram zu finanzieren weil man ja ohne Fraktionen und ohne Bundestagsmandate auf finanziell sehr eingeschränkt ist.

00:24:59: Wenn ich das jetzt so aufrechne, wenn die aus einem Landtag nach dem anderen fliegen wird.

00:25:02: Das ist ja schattig irgendwo, oder?

00:25:04: Das stimmt!

00:25:04: Das war immer NRW weiter stark, falls auch aber vor allem Württemberg.

00:25:12: Die stellen einfach Ressourcen zur Verfügung.

00:25:13: Einfach mal ein paar Programme... aus den, wenn es auch im Ministerien waren.

00:25:20: Nicht als Wahlprogramm nicht getan weil ja keine Partei weiter offiziell gemacht werden gab er einfach mal ein Modell durchzurechnen was das kosten würde was man als Vorstand an die Idee vornimmt.

00:25:30: da waren einfach Ressourcen da die dann wegbrechen.

00:25:33: das sehe ich so.

00:25:33: aber klar es geht darum eine Person und einem Stimm-Inhalt zu haben der eine Nische ist der etwas abdeckt der einen gesellschaftlichen Konflikt bedient.

00:25:46: Ich erinnere aber immer wieder an den sehr steilen, plötzlichen Aufstieg von PSW vor der Bundestagswahl.

00:25:56: Den sehr steilen Zulauf, den die Linken damals bekommen hatten.

00:26:00: also man kann auch innerhalb ganz weniger Wochen auf einmal wieder da sein oder neu entstehen.

00:26:06: das geht mittlerweile unter diesen Rahmenbedingungen wie wir kommunikativ unterwegs sind.

00:26:11: Da liegt eine Chance für die FDP vielleicht nicht unbedingt vor dem kommenden Sonntag, aber doch grundsätzlich nicht diese Partei einfach abzuschreiben.

00:26:21: Und da haben wir einfach zu viel an sprunghaften gerade so innovativen Bewegungen gesehen die am Ende dann auch diese Parteien in die Landtage und dann auch zum Teil ja sogar in die Landesregierung gebracht haben aus dem Nichts heraus.

00:26:38: Auch die Entstehungsgeschichte der AfD hängt damit zusammen.

00:26:41: das war sehr bündig, sehr schnell auch gut organisiert an Landesverbände zu bilden und so weiter.

00:26:52: Also keinen so schnell vorzeitig abschreiben.

00:26:56: Dahinter steckt ein interessanter Wandel vom politischer Kommunikation den wir ja auch in der Medienwelt oder in der Gesellschaft beobachten, dass man eben nicht nur sagen kann wenn man außerhalb des Parlaments ist hat man weniger Talkshowzeit Redezeit Aufmerksamkeit sondern man ist durch Social Media Kanäle heutzutage ja selbst sein eigener Sender und kann seine eigene Zielgruppe ja trotzdem erreichen auch ohne Multiplikator wie eine Zeitung, einen Fernsehsender ein Radiosender so wie es jetzt auch die Linken hervorgemacht haben zum Beispiel der BSW wie sie es beschrieben haben.

00:27:30: Die Frage ist aber nur hat die FDP aus ihrer Sicht ein Willeklientel das dafür offen ist?

00:27:39: Viele Wählerwanderungen sehen wir aus Sicht der FDP dann doch auch zur AfD.

00:27:45: So war das bei den letzten Wahlen, dass sie da das ein oder andere an Wählerinnen und Wählern abgeben.

00:27:52: Die Staatsbedürftigkeit wird nicht weniger also die Sehnsucht, dass der Staat einrettet und das ist nicht das Thema der FDP.

00:28:00: insofern kann man aber sagen es kein Trend ohne Gegentrend diese Form von Freiheit, dass der Staat sich nicht überfordern lassen sollte und das das Individuum im Gestalten praktisch auch befreit werden müsste wieder um auch selbst gestalten zu können.

00:28:17: Nicht nur von Bürokratiebefreiheit sondern auch von anderen Dingen.

00:28:19: da liegt natürlich die Substanz des Auftritts einer liberalen Partei vom Individuen auszudenken dass andere die Schaltigkeit übergrifflich einem vorkommt und ein Hemmend, wer vorkommt.

00:28:37: Dann kann eine Partei, die dem widerspricht auch wieder Unterstützung bekommen.

00:28:47: Da liegt eigentlich der Reiz.

00:28:49: Das finde ich aber tatsächlich so interessant.

00:28:51: was Sie beschreiben das ist ja also das was die FDP ausspricht und was sie auch formuliert haben ist ja schon ein Zustand, wo viele aktuell in unserer Gesellschaft sagen das stimmt.

00:29:02: Und es ist ja auch Kern dessen was man vielleicht eine SPD zum Beispiel über der Sozialstaatsdebatte vorwirft dass man sich mal trauen muss auszusprechen, dass der Sozial Staat nicht jeden individuell versorgen und retten kann und dass nicht der Staat quasi der Problemlöser für alles ist.

00:29:21: SPD tut sich schwer mit dieser Aussage FDP spricht's aus trifft damit er eigentlich Das Mindset Wähler, aber es verfängt ja Null Komma Null weil Sie ja diesen überhaupt nicht fortlaufende Zuspruch haben.

00:29:35: Hängt das auch noch mit D-Day und der Ampel zusammen?

00:29:38: oder wie können sie sich das erklären?

00:29:40: Oder in Rheinland-Pfalz die Fallhöhe zwischen der Regierungspartei mit der Wirtschaftsministerin und einer gut regierenden Ampel bisher hinzu?

00:29:49: wir fliegen aus dem Landtag mit noch nicht mal mehr nennenswerter Kenngröße in der Umfrage ist ja schon enorm.

00:29:56: Ja, ja.

00:29:56: Denn wir können auch nicht mehr sagen, dass Landesregionen abgewählt werden oder wenn da nicht gut gabenens herrscht, sondern nur Gorillagabinnen.

00:30:07: Das war ideal typisch.

00:30:09: Die haben die Konflikte hinter den Kulissen abgeklärt.

00:30:12: Es war geräuschlos.

00:30:14: Also das kann man nicht vorwärmen.

00:30:17: Man wird abgewählt, wenn man geräuschslos ist und abgewält Wenn man nicht geräuscht ist, was ist denn nun?

00:30:23: Das finde ich die Schlussfolge mit am Ende nach dem kommenden Sonntag.

00:30:28: Ein wirklich schwerer Fall.

00:30:29: aber hier kommt sozusagen unter die Räder fehlende Aufmerksamkeit weil alles sich um den Konzentrationsprozess um zwei Parteien kümmert geradezu und das irritierend auch in der Öffentlichkeit eine Rolle spielt.

00:30:47: In dieser Tage der große Theoretiker von Öffentlichkeit Habermas gestorben, der den Klassiker des Strukturbandes von Öffnlichkeit beschrieben hat.

00:30:59: Der ja immer weiter an Bestätigung findet dadurch, dass wir eben Medien vermittelt am Ende auch Wählermärkte beobachten wenngleich nie eins zu eins was ich sehe sondern was daraus gemacht wird eine große Rolle spielen.

00:31:18: und das fühlen wir heute wieder besonders auf durch die kleinen Orte, die wir heute gefahren sind.

00:31:24: Wenn Sie ja so schnell gefahren haben, man konnte gar nicht gucken.

00:31:30: Das sieht man dann in den kleinen Restaurants auf dem Marktpitz und alle Generationen zusammen hocken.

00:31:36: Gut, heute war er Sonntag aber es war auch gestern schon bei den Fahrten so... Es gibt Treffpunkte in den Kleinen Orten, die noch funktionieren als Gesprächsorte.

00:31:44: Das fand ich wirklich faszinierend, Generationsübergreifen.

00:31:47: Und zwar gehen die da nicht nur zum Essen hin – das ist ja nur imbismäßig kleine Sachen – sie gehen zum Sprechen hin.

00:31:55: Ich weiß hier nicht wie das Wahlverhalten ist aber es sind funktionierende Ortsgemeinden, die den Treffpunkt ins Zentrum gerückt haben, denen das Treffen an sich etwas Wertes und Wir wissen selbst auf die kautzigsten, die verrücktesten Leute.

00:32:13: Wenn die bei so einer Gruppe dabei sitzen kann man immer mal sagen es ist doch gar nicht so schlimm überlegt ihr mal.

00:32:20: das wird auch besser werden bevor jeder nur alleine mit sich und seine Probleme ausmacht.

00:32:25: Es bringt einfach was.

00:32:26: Das ist ja die Idee des Wochenmarkts was ich in dem Buch entwickelt habe um Gesprächsstörungen zu überwinden Und hier an den kleinen Orten.

00:32:35: Ich will das jetzt nicht verklären aber es ist interessant zu sehen wie das gelebt wird.

00:32:41: Ich habe jetzt rund um den Tod von Jürgen Habermas, weil ich ja auch mal so zoologisch studiert hab und mich zumindest dunkel an ein paar Sachen erinnern kann nicht mehr an allzu viele.

00:32:48: Ich will mich jetzt nicht als großen Soziologen hochstilisieren.

00:32:51: Auch nochmal an unsere Demokratietour gedacht und die Bedeutung von Öffentlichkeit Und von öffentlichen Räumen für quasi diesen Diskurs, ob man jetzt miteinander spricht oder miteinander steheite.

00:33:03: Da wo man spricht miteinander in der Analogie zu wir ziehen uns in Social Media-Räume zurück und sprechen eben nicht mehr miteinander was dann daraus entstehen kann und dachte dann dass das was wir auf der Tour erlebt haben immer wieder formuliert haben und Habermas sich erst seit gestern schreibt sondern schon seit vielen Jahrzehnten formuliert hat dass es im Prinzip immer noch aktueller dennier ist was er dort aufgeschrieben hat.

00:33:27: Ja, und das Stützthese Analog kann eigentlich eine Demokratie nur funktionieren.

00:33:33: Rein digital wird es nicht funktionieren.

00:33:35: Das kann man technisch Dinge machen.

00:33:37: Am Ende können wir auch digital abstimmen.

00:33:39: Und um dass es wirklich geht Es geht ja nicht nur um die Ministerpräsidenten Es geht um die Landtagsgid, um den zwanglosen Zwang Wie ich habe einmal gesagt Das besseren Diskurs des besseren Arguments.

00:33:51: Da sollen ja Argumente ausgeteilt Im Plenarsaal Auch im Analog.

00:33:56: Wer hat das bessere Argument?

00:33:58: Das ist ja letztlich die Gedankengänge.

00:34:00: Und wie kann man aus Stimmungen am Ende stimmen machen, wobei Stimmung dann auch eben durchaus eine argumentative unterfütterte Stimmung sein kann.

00:34:11: Das ist der Grundgedanke und das ist Kennzeichen unserer Demokratie.

00:34:19: Noch mal kurz mit Blick auf den kommenden Sonntag CDU SPD SPD haben wir schon rausgearbeitet.

00:34:29: Der Ministerpräsidentenkandidat Alexander Schweizer ist der beliebtere und liegt in diesen persönlichen Umfragen vorne, dafür liegt die CDU jetzt schon seit geraumer Zeit in den Umfragenden vorne und jetzt sogar erstmals so knapp vor diesem Wahlsonntag.

00:34:47: Interessant finde ich immer in der Deutung.

00:34:49: SPD legt die einen Argumente natürlich stark für sich aus und CDU legt anderen Argumenten stark für.

00:34:57: Haben Sie ein Gefühl, weil wenn sie noch sagen es gibt keine Wechselstimmung?

00:35:05: Keine Institute hat eine Wechsel-Stimmung gemessen.

00:35:08: Da gibt's ja auch Umfragen zu das ist übereinstimmend.

00:35:13: aber drei Prozent Fehlermarge heißt eben wirklich Offenheit und das spricht für beide Parteien sprich dafür dass da keiner in der Aktivität unterbindet, sondern an vielen Türen klingelt und Leute nach wie vor begeistert.

00:35:30: Das kann ja sein das ist genau so knapp vielleicht noch knapper als in Baden-Württemberg ausgeblich will.

00:35:36: nur Aus Sicht der Umfragen und aus Sicht der Wahlforschung zum jetzigen Stand ist nichts entschieden dass es doch das Interessante und das spricht für die einen und spricht genauso für die anderen

00:35:51: Teilen Sie mal eine Einschätzung, dass für die SPD relativ viel auf dem Spiel steht Am kommenden Sonntag, also auch für die gesamte SPD.

00:36:01: Kann

00:36:01: man so sehen?

00:36:02: Die CDU bislang kann ja je nachdem in welcher Konstellation sie über die Ziellinie geht nur gewinnen.

00:36:12: das ist ja das haben Sie auch mehrfach beschrieben dass man dann am Ende mit regiert als Koassionspartner oder Sieger.

00:36:21: Man kann er relativ gelassen auf den Sonntag zugehen.

00:36:24: Klar, wenn sie verliert hat sich der Druck aus Baden-Württemberg das man erwartet, dass die zweite Wahl zumindest gelingt also der bundespolitische Druck, der hat sich nach Baden Württmberg erhöht aber der ist ungleich geringer als der Druck, den der auf der SPD natürlich lastet vor dem Hintergrund bundespolitischer weiterer Wahlen und auch der Konstellation wie sich diese Partei noch aufstellt.

00:36:49: weil Bisher konnte man sagen, warum haben die nicht früher viele Busse immer geschickt aus dem Willi Brandthaus.

00:36:56: Nach Mainz konnte man doch viel von Lernen wie so viele Jahre Sozialdemokratie sich selbst erneuert und auf einem Beattraktiv ist um von den Wählern gewählt zu werden in den unterschiedlichsten Koalitionsformaten.

00:37:08: aber während die Berliner verharten und daraus auch nicht wenig Lernerfahrung gesogen haben das das viel auf.

00:37:19: und wenn dann dieses Modell, was selbst erneuerend unterwegs war am Ende dann knapp scheitert.

00:37:28: Woran ist man da noch in der Berliner Republik bei der Sozialdemokratie?

00:37:34: Kann Erweckungserlebnis sein dass sie mal wieder weiß wofür sie am Ende doch steht könnte ja sein ideal typisch.

00:37:42: Ach Herr Gord ich bin jetzt schon Ganz gespannt auf unseren nächsten Podcast am kommenden Montag, dann nach der Wahl.

00:37:48: Ich weiß gar nicht die Zeit kann nur zu knapp sein, die wir da zur Verfügung haben weil es garantiert so viel zu besprechen geben wird und sie strampeln sich jetzt in den nächsten Tagen die Aufregung vor dem Zweizwanzigsten noch ein bisschen aus dem Beinen?

00:38:01: Genau!

00:38:01: Und das Bewegungswürde ihn ja auch helfen.

00:38:04: Dann kommt er auf gute Ideen.

00:38:05: Das weiß man ja durch Blutung im Kopf hilft und zwischen den Wahlen mal auf andere Gedanken kommen ist... immer gut.

00:38:13: Und damit man dann praktisch auch so ein Ziel hat, auf einen Berg zu kommen und muss ja auch Ziele haben und das dann einlöst.

00:38:20: Das ist genau was auch Wähler erwarten, dass man persönliche Nutzen hat, dass es danach besser wird.

00:38:29: Und besser ist es immer, wenn man von oben runter guckt, als wenn man nur unten sitzt.

00:38:34: Aber das kennen sie ja!

00:38:35: Weil Sie ja auf dem Berg arbeiten, das kennen Sie ja!

00:38:37: Achso, ich hätte jetzt auf unsere Beiderkörpergröße angespielt?

00:38:41: Ja!

00:38:41: Gut Gut, aber sie drohen ja immer mit meinem schönen Fult.

00:38:49: Mit dem Horte.

00:38:50: Ja, aber lässt sich im Moment noch nicht wirklich realisieren um das aufzuholen.

00:38:56: Wir sehen uns vielleicht am Sonntag in Mainz.

00:38:58: Ich bin beim Abgeordnetenhaus

00:39:01: im Landtag oder vom Landtag steht ja das ZDF.

00:39:05: Genau, vom Landtag.

00:39:06: Mal gucken, vielleicht bringe ich Ihnen was vorbei Herr Kord.

00:39:10: Wenn ich durch die Absperrung komme oder lasse es für sie abgeben.

00:39:14: Mit so einem Chefredakteur Ausweis kommt man überall hin, das öffnet alle Türen.

00:39:20: Niemand stößt auch manchmal an Grenzen aber das würde jetzt zu tief gehen hier.

00:39:24: Ich glaube nicht

00:39:24: weil Sie haben ja auch eine Ausstrahlung als Sicherheitschef.

00:39:31: Dann spielen sie einfach diese Karte von der größten Ordnung.

00:39:34: Und wenn Sie auftreten, das ist schon sehr imposant und dann gehen die Leute alle zur Seite.

00:39:39: Das sieht aus wie einer von der Sicherheit.

00:39:42: Also Sie meinen unter dem Strich irgendwie werde ich zu Ihnen kommen?

00:39:45: Ja ganz sicher!

00:39:48: In diesem Punkt traue ich Ihnen auch sehr viele Ideen reichtum zu.

00:39:53: Wir werden es sehen – auch das wird hier als Auflösung die nächste Folge mit sich bringen.

00:39:58: Passend Sie in den Kommentagen der Korte auf Ihrem E-Bike, auf sich auf, auf Ihren Rennrad.

00:40:04: Jetzt kommt noch kurz der Ersatz dass sie gar kein E-bike wahrscheinlich haben.

00:40:08: Das ist eine Unterstellung.

00:40:10: das würde ich in der Gruppe niemals durchsetzen können.

00:40:13: also dann wäre ich raus aus der Gruppen die wir hier seit zwanzig Jahren habe bin durchaus bereit dafür Werbung zu machen, das schon.

00:40:25: Aber da habe ich noch nicht genug

00:40:27: Unterstützung.".

00:41:12: Ciao!

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