Folge 92: „Aggressive Ratlosigkeit“ – Die Lehren aus Sachsen-Anhalt
Shownotes
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wirkt nach – vor allem im politischen Berlin. VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte blicken auf die Reaktionen der Bundesregierung und die bekannten politischen Reflexe nach dem Wahlergebnis. Korte beobachtet eine „aggressive Ratlosigkeit“ der Koalition – geprägt von Ritualen und Floskeln.
„Die Art und Weise, wie wir Politik betreiben, hat einen Dämpfer bekommen“, sagt Korte. Das Gefühl vieler Bürger, abgehängt zu sein, wirke nach. Für ihn steht deshalb eine grundsätzlichere Frage im Raum: „Wir müssen anfangen über Verfahren nachdenken, wie wir Politik neu denken können.“
Wie eine Regierung in Sachsen-Anhalt aussehen könnte, ist derzeit schwer vorherzusagen. Korte blickt zudem auf mögliche Sondierungen mit der AfD („Parlamentarisches Vertrauen zu einer solchen Partei aufzubauen, wird schwer“) und auf die nächsten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Ein Angebot der VRM.
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00:00:00: Mir reicht eine Meinung.
00:00:02: Schade, denn Vielfalt ist unsere Stärke und unterschiedliche Blickwinkel sind das Fundament sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden.
00:00:11: Unterschiedliche journalistische Perspektiven sind Ausdruck einer lebendigen demokratischen Öffentlichkeit.
00:00:18: Demokratie braucht viele Stimmen.
00:00:20: Journalismus macht sie hörbar.
00:00:22: Infos unter vielestimmen.de.
00:00:25: Nach einer Woche voller politischer Entwicklungen, Nachrichten und vielen Gedanken rund um Demokratie finde ich es höchste Zeit heute wieder mit dem Politikwissenschaftler zu sprechen der glaube ich in der vergangenen Woche jeden Langstreckenzug neidig gemacht hätte ob seiner Frequenz und seine Reise.
00:00:42: Lust Berlin Heidelberg Worms überall war Professor Dr.
00:00:46: Karl Rodolf Korte letzte Woche zugegen.
00:00:48: deswegen freue ich mich dass er es heute rechtzeitig in unseren VWM Podcast Korte und Ring geschafft hat.
00:00:52: Herr Korte herzlich willkommen.
00:00:53: Ja, danke für die Einladung auch diese Woche.
00:00:57: Ich habe letzte Woche noch einen tollen Event in Mainz gehabt also in ihrer Stadt.
00:01:03: Ich war Überraschungsgast auf einem neunzigsten Geburtstag.
00:01:08: das liegt mit meinem Eigenalter hängt es zusammen dass ich solche Überraschutz Gastauftritte hab.
00:01:13: Ich hatte am Anfang des Jahres auch einen auf einem neuen neunzigsten Geburtszeit in Baden-Baden und hier war ich in Mainze bei einer Gruppe, die auch intensiv uns hört.
00:01:25: Insofern will ich dir jetzt nochmal besonders grüßen.
00:01:27: Neunzig Jahre wurde am letzten Woche der Günter Gerlach und deswegen will ich diese ganzen Familien grüssen, die große Fans unseres Podcasts sind.
00:01:41: Dann unbekannterweise auch von mir.
00:01:43: liebe Grüße an den Kreisen unserer Fans.
00:01:46: und Herr Korte für Sie Die Erkenntnis ist ja auch wertvoll dass man in ihrem Alter auch noch den Alterschnitt senken kann oder?
00:01:51: Das stimmt und dass wir überhaupt noch eingeladen werden.
00:01:54: Und das ist ja in meiner Rolle häufiger, ich bin der Chefredakteur und werde wahrscheinlich sehr selten eingeladen weil die doch eher für schlechte Stimmung sorgen.
00:02:02: Sie haben mich eingelaten?
00:02:04: Sie wussten worauf sie sich einlassen letzte Woche beim Deutschen Hochschulverband in Heidelberg.
00:02:07: Das stimmt!
00:02:08: In der alten Aula, das wirkte auch besonders imposant, weil sie in diesem barocken Scenerie zu sehen war schon Ja, war gewöhnungsbedürftig.
00:02:20: Nicht inhaltlich aber doch vom Auftritt.
00:02:23: Für alle die nicht wissen worüber Herr Kort und ich mittlerweile sprechen wir waren in Heidelberg bei einem Symposium des Deutschen Hochschulverbandes und auf Vermittlung des wunderbaren Professor Doktors durfte ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema streiten.
00:02:36: Aber wie teilnehmen unter anderem mit dem in unseren gefilten auch sehr bekannten Prof.
00:02:40: Andreas Roder?
00:02:42: Ich fand es interessant, wobei meine Rolle als Medienlein was kurz gekommen ist.
00:02:45: Weil drei Wissenschaftler dort auf diesem Podium standen.
00:02:48: aber ich habe mich ja dann selbst irgendwann als Feldforscher bezeichnet und durfte mich einen beobachten Teilnehmer einmal so fühlen wie sie Herr Korte zumindest andersweise.
00:02:56: Ja Sie imitieren mich ja gerne das ist schon mimikriehaft Das passt und je länger wir das machen desto eher wird sich das noch weiter ausprägen hab ich zu den Eindruck.
00:03:09: Irgendwann auch optisch
00:03:13: Gut, dann kann ich ja nur jünger werden.
00:03:14: Das ist doch von großem Vorteil!
00:03:17: Ich war aber auch und dann genug der Selbstbeweihräucherung am Wochenende auf einem Sportkongress in Mainz und habe dort eine Podiumsdiskussion zum Stellenwert von Sport in der Gesellschaft moderiert.
00:03:27: Und dort war auch unter anderem ein Lehrer, der daran teilgenommen hat – der auch gesagt hatte, er hört regelmäßig unseren Podcasts – der ist nämlich Grüße an Daniel Gerhardt, Lehrer an dem Gymnasium Niederolm an dem wir in unserer Demokratietour waren und er betonte noch mal, wie schön das für die Schüler gewesen sei.
00:03:43: Und wie fasziniert sie von ihnen gewesen sind, Herr Korte?
00:03:46: Ja natürlich!
00:03:48: Das gebe ich gerne zurück.
00:03:51: Das Interessante ist Sie sitzen auf Sportkongressen – Ich treibe Sport.
00:03:56: Ich habe am Lungenlauf teilgenommen.
00:03:59: Das hat diesmal zeitlich geklappt mit anderen Laufgruppen.
00:04:03: Das war toll, über zweitausend Teilnehmer, glaube ich.
00:04:05: Zeitgleich waren die Waldo Carlin Borms ja geöffnet für die Wahl des Oberbürgermeisters.
00:04:11: Sofern war das eine sehr imposante Grundstimmung.
00:04:15: an dem Tag laufen und wählen alles in einem.
00:04:19: Ich könnte sogar Ihr Bild jetzt noch fortsetzen, weil an dem gleichen Tagabend habe ich das Jubiläum für die Jahre Meinzertafel moderiert.
00:04:27: Um in Ihrem Bild zu bleiben, ich moderiere meinzertapeln und Sie essen!
00:04:31: Nicht bei der Meinzartafel aber sie essen an einer Tafel.
00:04:33: sehen Sie mal so ist die Verteilung.
00:04:35: Aber wer Sport treibt kann auch Essen?
00:04:36: Ich rede einfach nur
00:04:38: Ja das stimmt vor allem danach.
00:04:39: Flüssigkeit auffüllen war gut war leider am Schluss Die letzten viertelstunde war stark regen.
00:04:46: Das macht ja wie ein wie Ihnen nichts aus.
00:04:49: Ja, ich hatte vergessen meine Kontaktlisanen zu zähnen und habe da nichts mehr gesehen mit dieser Brille.
00:04:54: Das war
00:04:55: orientierungslos.
00:04:56: Ja, orientierungsloß.
00:04:58: Und auch dich da irgendwie leidplatt...
00:05:02: Das sind jetzt aber lustige Bilder, Herr Korte, die sich am Kopf haben!
00:05:06: Na ja, kommen wir zur vergangenen Woche.
00:05:09: noch mal als Rückblick auf das was nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt passiert ist.
00:05:14: Herr Kortich war an mehreren Stellen tatsächlich etwas nachdenklich.
00:05:18: fangen wir mit der politischen Ebene an und zwar hatten einzelne Politiker gesagt, angesichts des Wahlergebnisses und das erfolgeste AfD.
00:05:28: Wir haben verstanden und es muss sich etwas ändern.
00:05:32: Und Teile der Bundesregierung haben gesagt jetzt müssen wir nochmal über den Rentendiel sprechen und müssen das noch mal komplett alles aufschnüren.
00:05:38: und ich habe mir gedacht, dass war bisher eines der wenigen Themen für die schwarz-rote Koalition gestanden hat nämlich sie haben einmal einen Kompromiss geführt.
00:05:48: Handlung einiger SPD-Ler war.
00:05:50: jetzt, müssen wir über den gefundenen Kompromiss noch mal sprechen.
00:05:52: Das hat mich politisch etwas irritiert.
00:05:54: akkorde
00:05:55: Ja es ist sehr viel Radlosigkeit da also fast so eine aggressive Radloskeit.
00:06:04: Wir haben ja viele Stanzen gehört, viele Floskeln gehört Viele Rituale dazu gehört das auch dazu.
00:06:12: und wenn man das Ergebnis darüber haben wir schon letzten Monat gesprochen richtig analysiert ist ja mehr passiert.
00:06:19: Und die Artenweise, wie wir Politik betreiben.
00:06:22: Wie wir Partizipation verstehen?
00:06:25: Wie wir Menschen einbeziehen in Entscheidungen?
00:06:28: Wie die Menschen den Eindruck haben dass sie repräsentiert werden da ist ja was ins Rutschen gekommen.
00:06:33: das ist sichtbar geworden bei dem Wahlergebnis.
00:06:35: und so vermisst man über die Verfahren der Demokratie viel intensiver neu nachdecken und also sie weiterentwickeln Das geht nicht innerhalb von Stunden und Tagen, aber in dieser Richtung wäre es eigentlich interessanter.
00:06:50: Und nicht diese alten Mechanismen.
00:06:52: Es kommt ja ein anderer Mechanismus dazu einfach nur über Personal zu diskutieren.
00:06:56: wie wird man einen unbeliebten Kanzler los?
00:06:58: Wie kann man Autoritätsverfall über Austausch-und-Personen regeln?
00:07:03: das ist sehr ritualisiert und wir wissen eben dass das nur begrenzt etwas am Ende wirklich verändern können, wenn das nicht mit einem hoffnungsfohren Thema auch verbunden ist.
00:07:15: Zumal mein Gedanke dabei war jetzt bestätigt ihr genau deshalb je nicht gewählt worden seid?
00:07:22: Ja und das zeigt sich ja in vieler Hinsicht auf der Gegenseite.
00:07:30: Der AfD-Kandidat ist ja in Magdeburg durch extreme Kompromisslosigkeit So gewählt worden.
00:07:37: Und jetzt ist er gezwungen, erstmals als Populist Kompromisse einzugehen, sonst wird der nicht regieren können.
00:07:44: und was für Populisten auch ungewöhnlich ist es gibt immer Schuldige bei dem was man macht nie selbst über die anderen.
00:07:51: Es kann keine Anderen dort geben weil das keine andere Mehrheit gibt den da irgendwas zuschieben kann.
00:07:56: Das ist vertragt.
00:07:57: also auch hier ist im moment ich höre Nichts mehr.
00:08:01: Das ist eher stille Stummheit, die sich da ausbreitet vielleicht auch Radlosigkeit wie man aus diesem Silemma wieder rauskommt.
00:08:11: Wie lautet denn ihre Prognose für Sachsen-Anhalt?
00:08:13: Also ich teile hier einen Eindruck dass es in den letzten Tagen gerade seitens der AfD und einer möglichen Idee zu einer Regierung Ruhig geworden ist.
00:08:22: letzter Stand war dann der Ausweg das PSW darüber diskutiert hat ob man mitgeht nicht mit geht wie man sich in einem dritten Wahlgang Verhält.
00:08:30: aber auch um Ulrich Siegmund ist es in den letzten Tagen ja sehr ruhig geworden.
00:08:35: Was glauben sie denn als Beobachter der letzten Tage, wie das jetzt weitergeht?
00:08:41: Formal ist erstmal richtig und gut so wenn es um erste Sondierung geht Gesprächsangeboten soweitert dass wir darüber nicht wirklich etwas erfahren.
00:08:50: Das stört sich natürlich.
00:08:52: Also alle haben
00:08:54: dabei sein wollen, das ist schon klar.
00:08:56: Aber es kann nur gut werden wenn das auch in Verschwiegenheit geht um Vertrauen aufzubauen.
00:09:02: aber wie will man vertrauen systematisch mit und zu einer Partei aufbauen die ja von Vertrauens Zerstörung geradezu ausgeht?
00:09:11: All das was sie anfasst ist ja auf Regelbruch aus.
00:09:15: im institutionellen Verfahren des Parlamentarismus so wie wir sie aus den Landtagen ist das Gang und Gebe.
00:09:21: Deswegen stelle ich mir das auch schwer voran, das ist keine Spekulation.
00:09:26: die Akteure sind so wild unterwegs dort dass sich das nicht vermitteln kann oder nicht einschätzen kann und das ist ja wie so ein retardierendes Momentum.
00:09:38: Zwei Wochen jetzt bis kommendes Wochenende halten alle irgendwie die Füße still, ist mein Eindruck.
00:09:43: wir waren ja auch als Rheinland-Pfälzer aller eingeladen auf dem großen Heimatfest in der Landesvertretung NRW in letzter Woche.
00:09:54: da haben ja auch viele zusammengestanden und man praktisch rheinland felsische Luft da in die Berliner Luft reingeblasen.
00:10:02: Aber da war auch eben das Hauptthema, was alles angeblich vorbereitet wird um das kommende Wochenende dann zu überstehen und was dann losgetreten wird.
00:10:13: Was losgehen könnte.
00:10:14: ich halte das für keine wahrscheinliche Variante dass sich danach sehr viel ändert sondern wir werden da auch wieder viele Rituale hören auch wenn da historische Dinge ja auch passieren könnten vor allem im Hinblick auf die Auf die Union.
00:10:26: also Das ist rein spekulativ.
00:10:31: Wir sehen oder wir kennen die lange Amtszeit geschäftsführender Ministerpräsidenten von Koch bis zu, wer war auch lang im Abend in Thüringen der linke Ministerpräsident Ramelow.
00:10:53: mal auch länger im Abendgeschäft führen.
00:10:55: Also ich fand vermutlich ist das die Variante auf die man sich am ehesten einlassen kann, dass das sicherste von dem er im Moment ausgehen kann.
00:11:04: andere Dinge bleiben sehr spekulativ aber der Hintergrund ist eben nach wie vor wie kann man Krise der Repräsentation in irgendeiner Weise durch neue Verfahren verändern.
00:11:17: Das ist der Hintergrund und die Representationsübersetzung geht ja bis in die Wahlkampf-Konstellation hinein, wenn man sieht wie die Mitte bewegten Wählerinnen und Wähler auch voll abgefahren sind auf die Mobilisierung der AfD in Sachsen-Anhalt also ich verkürze mal über Moped und Wurst und nicht nur über Kulturfestivals avantgardistischer Angebote, dann muss man sich eben auch fragen, wie man mit welcher Politik er erreicht.
00:11:48: Wo die Blase unter sich bleibt und wie man nicht darüber hinauskommt.
00:11:52: Und das kann man jetzt sagen, dass es rückschrittlich da Moped fahren und Wurststände anzubieten.
00:12:00: Das ist aber extrem arrogant aus so einer intellektuellen, auf bürgerlich elitären Haltung heraus sowas zu beurteilen.
00:12:08: Und das sind eben auch Fragen die mit Repräsentation zusammenhängen und mit Verfahren zusammenhängend wie man Bürger begeistert für das was für sie wichtig ist über Gespräche und sich an Entscheidungen beteiligt.
00:12:20: Wir wissen eben sehr genau je mehr dass ja letztlich das Wochenmarktmodell meiner Wählermärkte.
00:12:25: je mehr Leute eingebunden werden in ein Gespräch Differenziert sich ihr Bild über die Politik.
00:12:30: Sie haben den Eindruck, sie werden gehört und mitgenommen.
00:12:34: Die sind nicht für die Entscheidung dann, die sind nicht pro Politik.
00:12:37: aber dieses zornige Trotzigsein wird dadurch aufgeworfen.
00:12:43: Und das Momentum vielleicht auch sich politisch nicht einzubringen ist oft ein Ergebnis.
00:12:48: Es muss kein Nachteil sein.
00:12:50: Aber darüber muss in Berlin nachgedacht werden in dieser Sonderglocke.
00:12:58: Es gibt ja Politikwissenschaftler in diesem Podcast, die immer darauf hinweisen wie hoch die Willerschaft in einem jeweiligen Bundesland bei einer Landtagswahl ist und daraus ableiten ob das jetzt wichtiger oder weniger wichtig ist.
00:13:10: In Sachsen-Anhalt waren es eins Komma acht Millionen.
00:13:12: deswegen sagt ein Politikw Wissenschaftler in diesen Podcast schon Dass man das nicht überbewerten soll.
00:13:18: aber sie teilen den Eindruck oder Sie gehen soweit dass sie sagen Das kann schon rüber schwappen und grundsätzlich bedeuten, dass wir die Art von Politik oder Parteien die Art vom Politik- und Politikvermittlung überdenken müssen.
00:13:32: Hat das auf sie auch Auswirkungen?
00:13:34: auf die Form einer also auf die Partei als Institution zur Mobilisierung an der Wählerschaft?
00:13:41: Oder geht es nur um die Kommunikation von Parteien mit Wählern?
00:13:45: Ja, auf die Willensbildung.
00:13:46: Das ist das modernste was Demokratie entwickeln kann, Parteien Willensbildung über unterschiedliche Partei zu strukturieren.
00:13:56: Nicht nach Einkommen, Willensbildung im alten Folteralsystem nicht nach Reichweite – das ist schon eine sehr gute interessante Einrichtung.
00:14:07: unterschiedliche freie Parteien zu haben, die mit verschiedenen Ansätzen eben agieren.
00:14:13: Das ist moderne Willensbildung.
00:14:16: trotzdem muss man über nachdenken wie man das verzahnt auch die institutionelle Verzahnung zwischen den Parlamenten und Bürgerräten oder wie auch immer man das anbahnt.
00:14:26: aber klar es ein regionales Ereignis.
00:14:29: am Wochenende haben wir Zwei weitere sehr regionale unterschiedliche Ereignisse mit ganz unterschiedlichen Wahlausgängen, die trotzdem eben Schlussfolgerungen geradezu herausfordern.
00:14:40: Das ist so ein bisschen mein Hintergrund über das Regionale hinaus und es gibt eben wie in diesen Tagen und Stunden man auch wieder gut sehen kann nicht nur blaue Wellen, nicht nur autoritärer Suchte einfach zunimmt.
00:14:53: Die Schweden haben gewählt.
00:14:54: Es ist noch nicht ganz ausgezählt scheinen sich Sozialdemokraten, Grüne irgendwie zu bewähren und Regierungswechsel deutet es sich dort an.
00:15:03: Nicht die Mitte rechts oder nicht rechts ist stärker geworden.
00:15:08: Die große älteste Stadt Deutschlands, Worms hat das auch geschafft.
00:15:12: mit was war jetzt, siebzehn oder vierzehnt?
00:15:17: Ich weiß gar nicht mehr.
00:15:17: auswendig Prozent die AfD Zu wenig.
00:15:21: So deutlich weniger als bei den zurückliegenden Wahlen, wenn man das dann guckt wie die Wormsach vorgewählt haben bei der Bundestagswahl und Landtagswahlen.
00:15:29: Deutlich weniger!
00:15:30: Und mit großem Vorsprung die beiden Kandidaten in die Stichwahl... Der Polizistmitte?
00:15:36: Genau.
00:15:37: Also Stefan Niloer von der CDU und Timo Horst von der SPD für alle die in Wormsen nicht wohnen oder dort nicht so sich auskennen haben.
00:15:44: Bei der Oberbürgermeisterwahl gestern ist es in die stichwahr geschafft mit großerm Abstand zu den anderen beiden, muss man auch fairerweise sagen.
00:15:52: Also es gab noch einen FDP-Kandidaten und eben den AfD-Kanidaten aber das war natürlich in der Summe der Stimmen schon ein starkes Ergebnis für die politische Mitte wenn ich das so
00:16:03: zusammenrechte.
00:16:03: Genau bei uns immer darauf einrichten dass das andere systematisch zunehmt.
00:16:06: vielleicht erleben wir das am Wochenende genau so auch dass das nicht der Fall ist.
00:16:10: Das muss man immer wieder sehen und deswegen muss man trotzdem darüber nachdenken und nicht gleich denken.
00:16:14: das ein Kipppunkt.
00:16:15: alles ändert sich wieder und wir haben altes Fahrwasser Nein, und die Schlussvorhörungen müssen eben etwas grundsätzlicher sein.
00:16:23: Und ich hatte am Wochenende auch mal in dem... Mich noch einmal daran erinnert.
00:16:27: es gibt ja so wenn man über Wechselnacht denkt Vorboten des Machtwechsels sind immer vier verschiedene Dinge die zusammenkommen müssen.
00:16:34: Ich glaube in einigen früheren Podcast haben wir uns dazu mal ausgetauscht eigentlich praktisch.
00:16:41: der erste Punkt ist immer eine Form von Macht-Erosion dass man eben Unterstützung verliert also Autorität verliert.
00:16:49: Das kann man, glaube ich sehr gut erkennen wie der Kanzler das Verlorener zuletzt auch an dieser letztlich Petitesse eine stellvertretende Generalsekretärin einfach durch eine andere auszutauschen dass das so öffentlich wird, dass es so schwierig ist kein Beweis von Autorität.
00:17:06: Der zweite Punkt sind immer Steuerungsverluste die dazu kommen also einen Politikstau.
00:17:12: sie haben es angedeutet die große Reformagenda Hängt ja auf dem Ball im Moment die berühmten thirty- vier Punkte, wird eigentlich nicht in Prozesse übersetzt.
00:17:21: Eine Gesetzgebung zumindest wird immer angemahnt das muss doch vor Basis alles mal ein Gesetze überführen.
00:17:26: irgendwie tut sich aber offenbar nichts.
00:17:28: Das Dritte sind Kommunikationsdefizite.
00:17:31: Ist doch klar öffentliche und veröffentlichte Meinungsbildung über diese Regierung wird nicht mehr, sondern ist im Vergleich zu sonst noch tiefer als beandern kann es dann das Fall war.
00:17:43: Und der letzte Punkt ist immer sowas von Realitätsverlust also bestimmte Stufen der Vereinsamung.
00:17:51: Das kann man ja auch beobachten.
00:17:52: vor allen Dingen könnte man das bei der Kabinettsumbildung finde ich beobachten dass da abseits der politischen Realität Entscheidungen offenbar getroffen sind, die weder mit anderen kommuniziertes noch nachvollziehbar sind.
00:18:06: Also die aus einem Realitätsverlust zu solchen neuen Konfigurationen geführt haben.
00:18:11: Jetzt kann man aus der...
00:18:12: Das habe ich an jeden Punkt einen Haken gemacht, Herr Kord.
00:18:14: Was heißt das dann jetzt?
00:18:16: Deswegen können wir das beobachten, dass das Vorboten des Machtwechsels sind.
00:18:21: Richtig haben sie gut aufgepasst.
00:18:22: aber was wir jetzt nicht machen können zu sein?
00:18:24: Wann ist der Zeitpunkt der Machtwechsel erfolgt?
00:18:28: Das sind die Indikatoren.
00:18:29: die kann man sehr schön sehen auch in Wellenbewegungen Aber nicht daraus ableiten an welchem Tag oder in welchem Momentum sich das dann ereignet.
00:18:39: Also wir zwei wissen jetzt dass es so kommen wird aber wir können noch nicht sagen wann.
00:18:43: Ja, und die Auswege...
00:18:46: Nach der Landtagswahl?
00:18:49: So wird ihre Kolleginnen und Kollegen Scharren mit den Füßen warten drauf.
00:18:54: Wieder alarmistisch gestimmt was dann...
00:18:57: Bei diesen vier Indikatoren muss da irgendwann so ein Kulminationspunkt kommen.
00:19:01: also es muss ja irgendwann eine Phase kommen in dieser Wellenbewegung wo nicht nur eines dieser Themen zutrifft sondern wo sich das aufheizt und vielleicht drei oder vier zusammenkommen, um das dann ins Wanken zu kriegen.
00:19:13: Und es nicht immer während des Köscheln auf der Herdplatte ist?
00:19:16: Das ist so nicht vorhersehbar.
00:19:19: Meistens wenn man das historisch sieht gibt es ja im Zusammenbruch Rücktritt wie auch immer man das bezeichnet von Regierungen kleine Petitessen die den Ausschlag geben.
00:19:31: Wenn man die Summe nimmt, die das Sondervermögen ausmacht, diese gigantischen Milliarden waren das ja vorher auch Petitessen an dem letztlich die Ampel gescheiten.
00:19:40: Es waren geringe Summe auf die man sich nicht mehr verständigen konnte bei denen dann Scholz irgendwann abends sagte er kann mit den Finanzministern nicht mehr zusammenarbeiten und entlässt jetzt Herrn Lindner.
00:19:53: so ist es ja abgelaufen.
00:19:56: Verhältnismäßig überschaubare Summe.
00:19:59: Und oft kleine, ja Pinards würde ich es nicht gerade nennen.
00:20:02: aber genau das und das ist nicht vorhersehbar wir müssen immer die zeitliche Koordination sehen.
00:20:08: die Personen die jetzt für die Union im Rennen sind genannt werden genauso eigentlich auch für die SPD mit Vorredlinger zum Beispiel haben wichtige Landtagswahlen vor sich im kommenden Frühjahr so dass auch die Überlegung Personen auszutauschen wie auch immer als Parteivorsitz oder als Kanzler, oder wie auch immer natürlich davon abbringt.
00:20:31: Wie die auch verfügbar sind um die Mobilisierung in ihrem eigenen Land nicht zu gefährden?
00:20:38: Noch mal trotzdem zu diesem Gedanken der wahrscheinlich irgendwann eine extra Podcast Folge von uns beiden als alleiniges Thema hergibt Die Veränderung von Parteien war der Willensbildung.
00:20:52: Wir reden viel darüber wie wichtig Demokratie ist Und was schiefläuft, allerdings habe ich das Gefühl häufig in einem Kreis der es auch schon verstanden hat.
00:21:03: Und selten in einem kreis, der gar nicht ganz krass nach rechts abgedriftet ist oder vielleicht nach links um beide extreme anzusprechen wobei das Problem natürlich eher rechts liegt.
00:21:16: aber es geht mir um diejenigen die zweifeln oder um diejenigen jetzt in Sachsen anhalt letztes mal nicht gewählt haben also unentschlossen waren und sich jetzt entschlossen haben mit denen diese Gesprächsräume zu eröffnen und diese zu erreichen, um mit ihnen darüber zu sprechen.
00:21:32: Gar nicht konfrontativ im Sinne von wie blöd seid ihr denn eigentlich?
00:21:36: Dass sie die wählt weil das würde ja auch noch zu mehr Zornen wie Sie es vorhin benannt haben führen sondern vielleicht einfach mit Ihnen inhaltlich darüber zu sprechen was sie denn gerade stört und dann zumindest ein Gefühl dafür zu entwickeln wo Politik dann noch ansetzen könnte wobei auch Politiker ehrlicherweise weiß, dass es an Spritpreisen, Lebensmittelpreisen und Infrastruktur also Wurst dran harpert.
00:21:59: Aber es geht mir um diese vermeintliche Einigkeit in einer Blase die abgekoppelt ist von denen jetzt zum Beispiel den Sachsen-Einheit die AfD gewählt haben wie wir diese Brücke hinbekommen.
00:22:10: Das ist schwer aber interessant das sie so eine so intelligente Frage stellt.
00:22:18: Soll ich Ihnen Zeit geben für die Antwort?
00:22:21: Sollte ein Witz erzählen, damit Sie sich Gedanken machen können als Übergang.
00:22:24: Sie beschreiben praktisch diese Allmählichkeitsschäden der Demokratie, die wir eben beobachten können und das so langsam sich da etwas herausbildet.
00:22:33: Und deswegen kann man da auch nicht mit einer Entscheidung gegenarbeiten oder mit einer Überlegung nur gegenarbeiten.
00:22:41: aber Der Ursprung ist praktisch ein Verständnis zu entwickeln Kompetenz.
00:22:50: Das ist ja der Furor, der von den Populisten ausgeht einfach antworten auf diese Komplexität zu geben.
00:22:56: und da fällt man drauf rein wenn man keine Potentnis hat für komplexität.
00:23:01: die entwickelt sich nur in einem Gespräch in einer Begegnung In einem Verfahren in dem mir klar gemacht wird ich habe zwar jetzt Sondervermögen ganz viel Geld.
00:23:09: Aber ich brauche jetzt auch mal Bauarbeiter, die das übersetzen.
00:23:12: Ich brauche einen Bauantrag der erst einmal gestellt wird.
00:23:16: Es muss geprüft werden ob man das so machen kann also dass es eine Vorgeschichte gibt und nicht sofort wir die berühmten Inseln des Gelingens haben.
00:23:24: Dieses Verständnis kann sich nur über Gespräche entwickeln und natürlich in medialer Begleitung anspruchsvolle mediale Begleitungen die eben nicht vereinfacht sondern die auch fordert geradezu.
00:23:37: Das ist eigentlich der Hintergrund.
00:23:39: Es gibt kaum Menschen, die dann nicht verstehen warum es so läuft wie es läuft und deswegen brauchen wir diese Übersetzungslotsen, diese Gespräche und dann können wir auch über neue Verfahren nachdenken.
00:23:51: Dann ist der Gedanke der Repräsentativität in der Übertragung von Willensbildung anders gewährleistet, wenn das flächendeckender in Parteien erfolgt umso besser.
00:24:02: Wir können eben auch über zweite Kammern wie auch immer dritte kammern wir auch immer es gibt auch international Überlegungen wie man das anreichern kann.
00:24:10: aber diese Bewegung Gesprächsorte Demokratie Orte zu schaffen verfielfältigen wird am Ende Das freiheitliche Potenzial eine Demokratie immer wieder fördern.
00:24:26: weil aktuell Wenn man sich überlegt, wo diese Orte sein könnten, sage ich mal ganz klassisch.
00:24:33: In jedem Dorf an jedem Brunnen also sehr direkt vor Ort.
00:24:37: deswegen fand ich... Da
00:24:38: haben wir ein Fußballspiel.
00:24:40: Ja.
00:24:41: Deswegen fand ich damals den Wahlkampfpunkt von Alexander Schweizer mit dem Dorf Kneipen interessant weil ich glaube er hat den demokratischen und gesellschaftlichen Wert dieser Institution die in vielen Dörfern ja da kommen ist Erkannt und wollte dort reingehen natürlich auch in einem demokratischen Sinne, weil wenn wir uns gerade auch in Rheinland-Pfalz.
00:24:59: Und es wird auch in Osten Deutschland so sein anschauen wer aktuell In diesen strukturschwachen Dorf Kneipen sitzt und die Meinung vorgibt dann sind das nicht die parteien der demokratischen Mitte Sondern dann ist es die AfD die dass ja auch schon strategisch für sich entwickelt hat Dass das ein Ort ist wo man den Leuten einen Ventil gibt um sich auszukotzen um sich verstanden zu fühlen und Dann zu sagen dann wählt uns also sie haben sich diesen ort ja schon genommen Und die anderen Parteien müssten ihnen umfirmieren, anders besetzen oder zumindest auch diese Gespräche eben und hergeben.
00:25:29: Deswegen fand ich Schweizer SED mit den Dorfkneipen analog zu der Situation, die wir gerade vorfinden interessant war das für mich ein Äquivalent einer Zumindest Teillösung hätte sein können.
00:25:39: Ja weil es einen Raum der Übersteilungen dann ist Perspektiven Vielfalt lässt und automatisch was auslöst und diese Macht die von Gesprächen ausgeht ist nie zu unterschätzen.
00:25:53: Daraus entwickelt sich eine politische Entscheidungskraft geradezu.
00:25:57: Also das ist eigentlich die Hauptaufgabe und es kann ja auch sein, über einen starken Meinungsbeitrag von Ihnen neben ein Gespräch zu führen mit anderen.
00:26:09: Habt doch jetzt schon beim Pro-Nkontra in der Warnszeitung und Allgemeinzeitungen einen starker Mindestbetrieb?
00:26:14: Voll anroht gehauen
00:26:15: pro Art der Regierung natürlich sich sofort distanziert dass sie das nicht wirklich wollen.
00:26:21: Aber klar, also meinungsstark auch bereit zu sein darüber mit anderen zu streiten.
00:26:29: Darum geht es ja.
00:26:30: zivilisiert zu streitten ist extrem wichtig weil nur dann kann man auch Interessen abgleichen und daraus eine Entscheidung für Alarmende mehrheitsfähig machen und sie auch legitimieren.
00:26:41: Wobei ich bei Zivilisiert Streiten noch die Stufe vorschalten würde das schon ein Wert ist sich vorher einander zuzuhören und sich dem Argument des Anderen nicht zu verschließen und zu sagen du laberst eh Müll, sondern sich das anzuhören.
00:26:54: Und dann miteinander ins Gespräch oder in das Ring zu gehen ist ein herer Anspruch bei allen Situationen die man jetzt vielleicht selbst im Gedächtnis hat weil man das letzte mal mit jemandem irgendwo gestritten hat.
00:27:05: aber ich glaube für Streiten braucht es auch vorher die Bereitschaft des Zuhörendes und vielleicht hören wir uns heutzutage manchmal nicht mehr ausreichend zu.
00:27:15: Ja und nun kommt man eben zu kuriosen Urteilen.
00:27:17: wenn man sagt in der freien Analogie zu Demisier-Eußerung von damals, kann man sagen Teile der ostdeutschen Bevölkerung könnten mich verunsichern.
00:27:27: Das kann man jetzt im Hinblick auf das Wahlergebnis schon so sagen und man kann auch Teilen von Chefredakteurs Gedanken können einen auch verunsichen.
00:27:36: Das passt schon.
00:27:37: also diese Sätze kann man sich schon merken.
00:27:41: Ich hoffe dass ich sie zumindest immer wieder verunsichtere.
00:27:43: Korte das wäre zumindest meine tiefe Absicht.
00:27:46: Ja
00:27:47: Lassen Sie uns noch kurz auf Mecklenburg-Vorpommern gucken.
00:27:50: Wir hatten schon mal darüber gesprochen über die terminliche Abfolge und einen für leicht kausalen Zusammenhang des Wahlausgangs von Sachsen-Anhalt, zum Beispiel gerade Richtung der AfD.
00:28:04: Sie sagen immer so oder so, es gibt Fans das Erfolges und diejenigen, die's verhindern wollen.
00:28:08: sind sie in der letzten Woche noch mal zu einer anderen Erkenntnis gekommen.
00:28:14: Wenn es neue Erkenntnisse gibt, die man analysieren kann muss man natürlich auch Ergebnisse verändern sehe ich aber nicht.
00:28:23: Es gibt kollaterale Effekte Obwohl sie formal nicht bestehen zwischen Bevölkerung in dem einen Bundesland und Bevölkerung im anderen.
00:28:33: Und zwar über die mediale Vermittlung, ist man so einem Grundzug etwas zu unterstützen, etwas zu fördern – das ist genau das Modell!
00:28:42: Da setzt die Nachdenklichkeit ein, kann man eine Regierungsblockade herbeiwählen wie das in Magdeburg passiert ist oder kann man es gerade zu verhindern?
00:28:55: Wie haben sich die Parteien und wie hat sich vor allem die Partein, die gewonnen hat bisher dargestellt?
00:29:02: In Magdeburg ist das so attraktiv dass man sagt.
00:29:05: Man möchte auch, dass sie dann in Schweringen gewinnen.
00:29:07: Es sind viele Dinge, die man gemeinsam sieht.
00:29:11: ich finde interessant.
00:29:12: darüber hinaus eben die regionalen Besonderheiten.
00:29:15: Berlin und Schwerin ist überhaupt nicht vergleichbar.
00:29:18: Wir haben jetzt wieder den klassischen Dualismus, kann man schon sagen wie Woitke oder Kretschmerz auch gemacht haben.
00:29:24: Ich oder die AfD ganz anders und da werden alle anderen Parteien zerrieben.
00:29:29: Die gibt es praktisch gar nicht mehr.
00:29:30: Die fallen weg.
00:29:31: Die beschweren sich jetzt auch schon unter diesem Polarisierungsdruck und in Berlin ist überhaupt nicht dieser Fall.
00:29:37: Und wir hatten ihn ja auch im Magdeburg nicht in Berlin.
00:29:41: Kann das erstmals zu einer linken Mehrheit?
00:29:47: kommen, eine regierende Bürgermeisterin.
00:29:50: Der Linken ist nicht auszusteßen.
00:29:52: also vollkommen andere
00:29:54: Konstellation.".
00:29:56: Bei Manuela Schwesig hatte mich jetzt in der Heißentphase des Wahlkampfs gewundert.
00:30:00: sie hat ja aufgeholt in den vergangenen Wochen in den Umfragen und das glaube ich oder beobachtete auch mit einem Wahlkampf der nicht immer nur die Gefahren heraufbeschworen hat sondern tatsächlich auch mal akzentuiert hat wofür sie steht Und wofür sie sich einsetzt, jetzt titelte sie aber auf einem Plakat letzte Woche die Frau gegen Blau.
00:30:23: Ja und dann dachte ich ist das nicht schon wieder der Fehler also von dieser Erzählung abzuweichen?
00:30:27: oder ist es nochmal aus ihrer Sicht eine Woche vorher oder zwei Wochen vorher die letzte Mobilisierung für diejenigen, die sich da noch aus der Ecke holen lassen?
00:30:37: Ich fand es wiech etwas von Ihrer bisherigen Wahlkampferzählung
00:30:40: Ja, sie hat diesen Beutel gemacht.
00:30:42: Der hat das ja großer Brutalität für Potsdam übersetzt.
00:30:46: Aus seiner Sicht sehr erfolgreich.
00:30:49: Bei Schwesig ist eben das wenn man sie auch als künftige SPD-Parteipositzende sehen würde dass Sie damit keine Positiverzählung einbringen weil sie all das kritisiert was die SPD vielleicht auch mühsam zumindest vor hatte im Sommer über den Sommer auch mit als Reformen zu tragen.
00:31:08: Das trägt sich alles nicht.
00:31:09: Also wohin soll das im Blick auf eine Positiverzählung auch dieser Bundesregierung am Ende führen?
00:31:15: Das sehe ich nicht.
00:31:16: Sie hat auch einen besonderen Ostscham, den sie mit einbringt, den die Wähler auch honorieren also einem doch differenzierteres Bild zu Russland zur Gas, zu Pipeline all diese Dinge liegen ja auf der Hand.
00:31:32: da gibt es Untersuchungsausschüsse und so weiter was sie aber was aber viele Wählerinnen und Wähler dort durchaus gutieren.
00:31:42: Sie unterstützt natürlich die Ukraine
00:31:48: usw.,
00:31:49: das will ich damit nicht andeuten, aber ein differenziertes Bild hat sie alle mal... zu Russland.
00:31:58: Das wissen wir eben, das ist so ein Teil dieses Osttrottzes der Ostidentität den sie gut mit rüberbringt und ich finde dass hat sich nicht abgelegt.
00:32:10: Wir werden sehen wie es am Wochenende ausgeht!
00:32:12: Ich will noch eine Wahrnehmung mit Ihnen teilen Herr Korte aus dieser Woche nochmal mit Sachsen anhalten was das darüber hinaus macht mit den Leuten und zwar erzählte mir eine Ärztin die hat eine eine Hilfskraft in der Praxis mit ausländischem Hintergrund ist dort Ausbildung gemacht, arbeitet da ganz normal.
00:32:32: Und jetzt ist Reinhard Falz weit weg von Sachsen-Anhalt und diese Ärztin oder diese Helferin hätte ihr nach dem Wahlergebnis geschrieben, liebe Sohn so muss ich jetzt quasi nach Hause oder muss ich gehen?
00:32:45: Das war das erste Beispiel wo ich gedacht habe okay das kann ich irgendwie diese Angst nämlich wahr aber es ist ein Einzelfall.
00:32:51: dann anderer Fall bei mir im Ort auch einen Angestellter, arbeitet beim Softwarehersteller bei einem größeren.
00:33:01: Der sich tatsächlich auch im Nachgang dieses Wahlergebnisses Gedanken gemacht hat zwei kleine Kinder ob diese Kinder hier noch gesehen werden und willkommen sind oder ob seine Familie nicht in ein anderes Land auswandern müsste.
00:33:14: und zwar sagte er zum einen natürlich wegen des Wahlergeben ist der AfD aber er macht sich mehr Sorgen wegen derer die die AfD gewählt haben.
00:33:22: Und diese Politik oder diese Inhalte oder diese Meinung teilen.
00:33:27: und das stimmte mich tatsächlich insofern sehr nachdenklich, weil ich so den Gedanken des Giftes im Kopf hatte der sich in eine Gesellschaft einsickert.
00:33:36: Und wenn schon anfangen Leute sich hier einfach nicht mehr bekommen zu fühlen und dann unsicher zu fühlten weit weg von Sachsen-Anhalt in einem Bundesland wo politisch vielleicht wenn man sich die Mehrheiten anguckt dass noch einigermaßen geregelter ist als anderen hat mich das schon sehr nachdänglich gestimmt als Zustand unserer Gesellschaft.
00:33:57: Ja und da das selten bei Ihnen vorkommt, finde ich das auch immer... Das ist ja genau dass autoritäre Regime führen sofort zu Gegenöffentlichkeiten.
00:34:09: Im Moment trägt man drüber nach kann ich das jetzt noch sagen oder nicht?
00:34:14: In welchem Status?
00:34:15: ob jetzt als Beamter in einer öffentlichen Rolle oder in einer Firma medial?
00:34:23: Das ist das Interesse.
00:34:24: Das setzt von der ersten Minute an, das ist das Teil dieses SICKER Giftes die Gegenöffentlichkeit.
00:34:31: aber diese grundsätzlich frage hinterliegt habe ich mich mir mit meiner Familie auch schon häufiger gestellt wenn.
00:34:40: es geht ja nicht darum ob jetzt die Programmatik von Parteien sich deutsch-nationaler ändert.
00:34:44: das kann man ja zu sehen gut finden schlecht finden.
00:34:47: und es geht darum einen praktischen Anti-Adenauer Verständnis zu entwickeln, mehr als fähig zu machen mit all diesen Grundprämissen die unsere Freiheit bisher beschrieben haben und zeitgleich Menschen zu hierarchisieren über die Programmatik dieser radikalen Ansätze.
00:35:05: Und damit auch zu entrechtlichen.
00:35:09: Das ist zutiefst gegen das Verständnissverstoßen was unser Menschenwürde eben ausmacht habe ich mich und andere auch schon gefragt, wenn diese Mehrheit zustande kommt über Menschen die um mich herum leben, die das so wollen.
00:35:25: Was soll ich in diesem Land noch so?
00:35:27: Und wie viel heftiger ist es mit den genannten Beispielen, die sie bringen bei diesen Menschen, die eben viel konkreter in dem Parteiprogramm der AfD erkennen können dass sie nicht erwünscht sind.
00:35:40: Das kann ich verstehen.
00:35:41: Und umso wichtiger ist, genau wie wir vorhin gestartet haben zu sagen es gibt auch Ergebnisse die zeigen die AfD Unterstützung sinkt Es gibt auch hier eine Gegenbewegung Auch international und mit Schweden sind wir angefangen das sinkt.
00:35:59: es bleibt nicht automatisch.
00:36:00: so ist das Ringen um den anderen Weg, um so größer aber nicht in der belehrenden Art wie das bisher.
00:36:09: Nicht im kulturkämpferischen Art.
00:36:11: Das ist ja das was uns beide auch hier umtreibt sondern die positive Energie zu zeigen was Freiheit im Alltag zur Entspannung zum Glücklichsein letztlich viel besser beitragen und dass wir unsere Alltagsprobleme in der Vielfalt und Unterschiedlichkeit besser lösen einer freiheitlichen Gesellschaft als in einer unfreiheitlichen.
00:36:31: Und wenn man jetzt zeitgleich sieht, auch diese große Hype um diese wirklich bin ich auch großer Fan.
00:36:37: Babylon Berlin vieles im Berliner Republic ist auch Babylon berlins kann man wirklich übersetzen.
00:36:43: da kann man doch erkennen was daraus wird.
00:36:46: aber man erkennt in den film auch alternativen an bestimmten Punkten, wie man hätte abbiegen anders abbiegnen können.
00:36:52: Das ist doch das!
00:36:54: Wir haben es in der Hand noch immer in der hand und umso wichtiger ist diese menschen zu unterstützen ihnen auch hoffnung zum machen.
00:37:02: deswegen glaube ich akkorde ist es auch so wertvoll wenn sie vor einer möglichst großen menge über demokratie und gesellschaftliche mitbestimmung sprechen weil ich das schon auf unserer demokratietour im früher gemerkt habe dass ihr plädoyer für Demokratie für Engagement, für Willensbildung.
00:37:18: Schon einen Impact auf diejenigen hat sie das hören, die vielleicht am Zweifeln sind so wie wir das eben formuliert haben.
00:37:23: Deswegen sollen Sie sich überlegen ob Sie noch häufiger vor großen Menschen massen sprechen Herr Korte?
00:37:28: Ja wenn Sie mir das Forum bieten!
00:37:30: Ich arbeite dran Gut.
00:37:32: Jetzt würde mich allerdings zum Ende dieser Folge erst mal interessieren, meine Frau hat mich letzte Woche gerügt sie wüsste nach diesem Podcast gar nicht was die noch machen diese Woche.
00:37:40: deswegen hole ich das natürlich insofern nach dass es ihr diese Woche explizit Frage Herr Korte was steht noch an?
00:37:45: Also
00:37:45: zwei Dinge weiß ich spontan außerhalb meiner schreibtisch Atmosphäre.
00:37:52: eine ist ne sehr schöne Veranstaltung im Haus der Geschichte mit Julia Klöckner zusammen und mit ihrem Kollegen Bröcker.
00:38:04: Michael, Bröck hat zusammen eine Diskussion die wir auch führen.
00:38:12: Genaues Thema weiß ich im Moment nicht.
00:38:13: Es geht hier auch... Ist eigentlich
00:38:15: auch in Gehalte oder?
00:38:17: Sicherlich ein interessantes Gesprächsformat an dem da einem Hosse geschickt ist.
00:38:20: immer ein tolles Format um Leute aus der Bonner Republik zusammenzubringen die Wahlkonstellation, Demokratie.
00:38:32: Dann ein Tag später habe ich nochmal einen sehr schönen Termin mit einer Buchvorstellung und einer Lesung geradezu in Rheinberg am Niederrhein bei dem es einen ganzen Abend um mein Buch
00:38:44: geht.".
00:38:45: Das ist auch ein Singulier.
00:38:49: Sehr schön!
00:38:50: Weil sie haben schon lange nicht mehr ... den Buchtitel Wählermärkte erwähnt.
00:38:54: Wähler
00:38:54: merkte jetzt in der neuen Auflage, gerade überarbeitet mit mir im Namensverzeichnis zumindest noch nicht in der Dankssagung aber beim Namens Verzeichnis ich arbeite mich nach oben.
00:39:02: Das ist auch finde ich man muss ja auch Ziele haben.
00:39:08: und am Wochenende Wahl?
00:39:10: Ja klar das ist klar.
00:39:11: dann ab Samstag wieder ins Schwerin macht die Hauptwahl-Set oder wie man das nennt, dann aus Schwerin.
00:39:21: Normaleren macht sie das immer.
00:39:23: Das sieht aus dem Bevölkerungsreichsten Land bei Landtagswahlen.
00:39:27: aber das ist politisch einfach sowas viel interessanter als Berlin so dass die Entscheidung für Schwerinen gefallen.
00:39:36: also vor dem wunderbaren Schloss sind dann die Wahlstudios wieder aufgebaut.
00:39:41: mit dem Blick Auf das Schloss ist es schon sehr imposant von Seen umgeben.
00:39:46: Das ist ein wunderbarer Landtag, also der Kiel ist auch toll an der Fürde.
00:39:50: aber Schwerin ist großartig.
00:39:53: Man fällt ihre Entscheidung welchen Anzugsjahren ziehen
00:39:58: Samstens morgens dass ich dann vor den Schrank stehe und was man da so einpackt, ne?
00:40:03: So ist das.
00:40:04: Badehose
00:40:05: Abendkleid-Anzug
00:40:07: Ja.
00:40:08: beim letzten Mal Sachte der Regisseur gleich, oh das müssen wir nochmal testen vom Bild her.
00:40:14: Da war unklar ob das nicht vielleicht irgendwie flimmert aber ich war mir sicher dass es nicht flimmert.
00:40:19: so viel Erfahrung habe ich auch schon.
00:40:20: ist ja schön dass sie mich nur nicht immer vor große Herausforderungen stellen sondern auch ZDF-Regisseure
00:40:25: Ja!
00:40:27: Die
00:40:27: sind eigentlich ein kleiner ständiger Stress-Testerkorte für manche Leute.
00:40:31: Er ist kein Radio, es ist eben genau die Situation für das Bild verantwortlich und wenn das Bild nicht stimmt irgendetwas abweicht hört niemand mehr zu bei keinem Satz.
00:40:41: Das ist einfach die Logik von diesem Medium und insofern sind sie auch dafür entscheidend nicht nur die Maske sondern auch der Regisseur dass er das im Blick behält wie die Evidenz des Bildes wirkt um Wort überhaupt zuzulassen.
00:40:55: das ist das Interessante, das ist die Besonderheiten.
00:40:58: Ich werde Ihnen am Sonntag zuhören als ZDF-Zuschauerakorde und ich werde Ihnen auch am Montag wiederzuhören.
00:41:03: Ich bin optimistisch, dass wir es irgendwie wieder hinbekommen, am Montage nach einer Landtagswahl uns flexibel zusammenzuschalten um in dieser Podcastfolge über dann das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin aber wahrscheinlich auch vor allen Dingen Mecklbott-Vorkommern zu sprechen.
00:41:18: Deswegen vielen Dank, Herr Korte für Ihre Einschätzung heute!
00:41:22: Danke schön an unsere Zuschauerinnen und Zuschauer... ...Zuhörerinnen und Zuhörern für die Aufmerksamkeit.
00:41:28: Ich freue mich schon auf nächste Woche und wünsche Ihnen eine schöne Woche!
00:41:31: Bis dahin, auf Wiedersehen.
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