Folge 93: „Volkspartei-Ruinen“ – Der doppelte Wahl-Dämpfer für Merz

Shownotes

Wieder ein Montag nach diesmal gleich zwei Landtagswahlen: In Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die AfD, während Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der SPD ("Das sind Schwesig-Prozente") überraschend stark auf Platz zwei landet. Die CDU dagegen fliegt erstmals aus dem Schweriner Landtag. Für Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt sich eine tiefgreifende Verschiebung: „Was wir sehen, sind Volkspartei-Ruinen.“

Berlin wählt links: Die Linke wird unter Erif Eralp stärkste Kraft und sorgt gemeinsam mit dem Ergebnis aus Mecklenburg-Vorpommern für neue Unruhe in der Bundespolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz spricht noch am Wahlabend von einem „Desaster“ und bekräftigt zugleich seinen bisherigen Kurs. „So eine Rede am Wahlabend ist zumindest mal ungewöhnlich“, sagt Korte.

Welche Koalitionen jetzt möglich sind, warum die schlechten Wahlergebnisse aus CDU-Sicht Friedrich Merz paradoxerweise in die Karten spielen und welche Rolle die politische Geografie im föderalen Wahlkalender spielt: Unsere Analyse in der neuen Folge von „Korte & Rink“.

Wir haben die Folge aus den Kulissen des ZDF-MorgenMagazin aufgenommen. Die teils schlechte Audio-Qualität bitten wir zu entschuldigen.

Ein Angebot der VRM.

Transkript anzeigen

00:00:01: In kurzer Zeit einen Montag nach einer Landtagswahl und ohne diesen Begriff inflationär zu gebrauchen, wieder mal nach einer historischen Landtageswahl.

00:00:09: Deswegen freue ich mich heute wieder unseren VM-Podcast Korte und Ring mit ganz aktuellem Bezug mit dem bekanntesten und Deutschland meistgesehensten Professor brechen zu dürfen – und zwar mit Prof.

00:00:24: Dr.

00:00:24: Karl Rudolf Korte.

00:00:25: Herzlich willkommen dass Sie auch heute Zeit haben für Korte & Ring!

00:00:28: Ja herzlich Willkommen.

00:00:30: Mache gerne wieder mit und kann das nur erwidern.

00:00:34: Und vielleicht ergänzen, der am meisten im Zug sitzt.

00:00:38: Vielleicht könnten sich auch mal angewöhnen dazu zu nehmen?

00:00:41: Weil das sind ja die Rahmenbedingungen.

00:00:43: um ein Treffpunkt mit ihnen zu vereinbaren muss man ja immer im Zug sitzen.

00:00:48: Das hängt aber auch mit ihrem persönlichen Lifestyle zusammen bei Korte.

00:00:51: Sie sind einfach nicht nur mental sondern auch körperlich immer auf Achse.

00:00:54: Ja, der Lifestyle ist auch hier heute übertragbar auf das MoMA wenn man das so sieht Hier die MOMA-Kulisse.

00:01:03: Ich war ZDF im Hauptstadtstudio, wo ich eben angekommen bin von Schwerin an beiden Orten praktisch.

00:01:11: Das ist ja anders als sie, versuche ich ja der Lebenswirklichkeit mich zuzuwenden und fällt Forschung immer zu betreiben, ich war also ins Schweren und in Berlin dort, wo gewählt wurde.

00:01:24: Während sie ja praktisch ... nur aus dem Büro heraus versuchen die Welt zu analysieren.

00:01:32: Können Sie jetzt andersrum erwidern Herr Korte, dass sie einfach den Kameras hinterherfahren?

00:01:37: Ja das ist auch nicht schlecht weil es natürlich mich an Orte bringt die Menschen und das ja auch Teil des Themas Gesprächsstörungen überwinden, die gleichzeitig Demokratie-Orte sind die gleichzeitig Emotionen und Zugehörigkeiten auf den Punkt bringen.

00:02:02: Und darum geht es ja im Moment sehr stark, nicht irgendwie das akademische Diplom Politikatum.

00:02:11: Das war gestern fand ich auch interessant von den Feier-Situationen tanzende Linke und andere in klassischen Krawatten out Krabatten da sein, dann sehr streng die Ballen einordnet.

00:02:31: Aber dann fangen wir doch mal an Herr Korte zu sortieren.

00:02:34: Wir haben ja sehr viel zu besprechen sagen wir mal so nicht nur Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sondern auch den Bundeskanzler aber fangen mit Meckleburg- Vorpomern an!

00:02:43: Wir haben den zweiten Wahlsieg der AfD bei einer Landtagswahl innerhalb von zwei Wochen.

00:02:51: SPD und wir haben einen sehr ausgedünnten Landtag.

00:02:55: Und wir haben erstmals in der Geschichte der CDU, was sich dann am späten Abend rausgestellt hat eine CDU die aus einem Landesparlament herausgeflogen ist.

00:03:04: Aus Ihrer Sicht?

00:03:05: Was ist da gestern Abend passiert in Mecklenburg-Vorpommern?

00:03:09: Frau Schwesig konnte ich kurz sprechen im Baldstudio.

00:03:13: das war interessant weil sie ja sehr gefasst war.

00:03:22: schon klar, dass sie nicht als Siegerin im Parteienbettbewerb reagiert.

00:03:28: Aber es sah so aus, als könnte sie die Mehrheit bilden, mehrheiten machen nach dem Motto.

00:03:34: Trotzdem da war keine Offerie, das war sehr angestrengt wie sich den Wahllaben verfolgt hat, sehr diszipliniert noch eigentlich in dem Kampfmodus.

00:03:48: Das Schlimmste für Backpompt zu verhindern aus ihrer Sicht Und damit auch so diese Kultur des Gingeneinanders aus ihrer Sicht für die Demokratie.

00:04:00: Da ist ja eine ganz eigene Sprachregelung, sie redet nur mit Demokraten, da sind keine Demokraten, die AfD dort anzuführen und ich konnte den Schirin auch sprechen.

00:04:11: kurz mit Amtor im CDU.

00:04:14: Das gestern haben wir ein bisschen untergegangen das ist ja Merkel-Wahlkreis, Werkel-Wahlland was jetzt nicht mehr im Landtag.

00:04:24: Das ist ja vielleicht auch ein Zeichen, sehr interessant.

00:04:29: Dass da ein Abstiegsszenario gerade in dem Land sich zeigt historisch aus den sechszehn Jahre lang die Bundeskanzlerin kam und ihre Wahlkreise auch dort oder im Wahlkreis geholt hat.

00:04:42: Auch eine interessante Konstellation um mitverbrannt.

00:04:44: Da konnte ich sprechen, die im Studio war Freudig war, freudig wirkte dass die Grünen es wieder geschafft haben in den Landtag einzuziehen.

00:04:57: Das war bislang nicht gelobend sondern sie wurden wenn sie aber drin waren immer wieder rausgewählt.

00:05:03: andererseits haben sich auch nicht verbessert sodass die Besonderheit an diesen Namen schon finde ich deutlich wird.

00:05:11: Die AfD lief auch im Studium aber da habe jetzt keine Kontakte engere Kontakte mit aufgenommen.

00:05:22: Ein Dualismus, eine Polarisierung zwischen zwei Parteien und zwei Personen.

00:05:29: Ich habe immer gesagt Frau Schwesig macht den Beutke, der in Brandenburg ja genauso aktiv unterwegs war.

00:05:37: Was heißt das denn jetzt der Korte für Mecklenburg-Vorpommern?

00:05:39: Wir haben eine Partei Mitte-Links auf dem zweiten Platz mit der SPD.

00:05:45: Wir haben ein Partei ganz weit rechts mit der AfD Und wir haben wahrscheinlich ein Bündnis, was sich jetzt nochmal klarer herauskristallisiert hat durch das Abschneiden der CDU.

00:05:56: Was auf SPD Grüne Linke hinauslaufen dürfte.

00:06:00: Das heißt, dass polarisierte Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wahlsieger relativ weit rechts wird von einer relativ linken Koalition regiert werden?

00:06:12: Was heißt es für das politische Zusammenspiel und auch für Mecklinburg-Propomen in Zukunft?

00:06:16: weil es ja offensichtlich viele Leute gibt die sich eher eine mittige bis der rechte Politik wünschen.

00:06:22: Ja, es sagt erst mal etwas über den Triumphzug der AfD aus die zum dritten Mal jetzt hintereinander bei Landtagswahlen Platz eins belegt hat das ist schon etwas besonderes und aber auch über die parlamentarischen Prozesse mehr hinzubilden bei dem es nicht auf den Sieg ankommt sondern auf die Sondierungsmöglichkeiten.

00:06:46: Die AfD stießt ja von sich aus nicht aus, auch andere einzuladen mit ihnen zu reden.

00:06:52: Nur BSH ist ja nicht reingekommen, insofern gibt es keinen der wirklich auf sie eingeht weil Sie eigentlich vor der Klammer ja ausschließen müssten ihre eigene Form von Radikalität und es wird sicher niemand mit ihnen am Ende zusammensetzen.

00:07:08: aber wir sollten nicht vergessen dass das eine Widerschaft ist die sehr klein ist.

00:07:14: Berlin haben mehr gewählt als in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt waren auch sehr kleine Wählerschaft.

00:07:21: Das ist interessant, dass die Proportionen nicht verloren gehen.

00:07:27: Aber die Wucht historisch, die CDU zu verbannen aus diesem Dualismus heraus das man gegen Berlin Politik macht und sagt nur ich oder die AfD Das führt eben automatisch dazu, die anderen zu zerbröseln.

00:07:47: Man kann fast schon sagen wenn man die SPD in McPorm jetzt ausschließt das ja Fox-Partei Ruinen, die wir besichtigen und da hat es den Gatekeeper im europäischen Spiel gegen rechtsautoritäre voll getroffen.

00:08:05: der Gatekeeper ist, dass die Union konservative Parteien sind.

00:08:09: Die hat dieses Spiel in Mecklenburg-Vorpommern eindeutig verloren.

00:08:13: Aber die Besonderheit der Verfassung ist eben nach der Konstituierung muss man im Landtag vier Wochen später einen Ministerpräsidentin oder Ministerpräsident wählen, im Moment sieht so aus dass das auch möglich

00:08:26: war.

00:08:27: Sie haben über das Abschneiden der SPD gesprochen und auch schon über gemacht hat oder betrieben hat mit einer gewissen Abgrenzung Richtung Berlin, so wie sie sagten Woitke von Brandenburg aus als Erfolgsrezept.

00:08:42: Was ist das denn für ein Zeichen Richtung Berlin?

00:08:44: und richtigen die Koalition wenn man in den letzten Jahren auf Landesebene fast am meisten erfolgreich sein kann?

00:08:51: Wenn man sich ganz krass der Bundesebene distanziert?

00:08:55: also ungewöhnlich ist bei Landtagswahlen nie dass man sich gegen frühe Bornneute Berlin distanzieren.

00:09:02: Das ist eigentlich ein Muster.

00:09:05: Ein Muster hier auch Personen schlagen Themen, besondere Personen, das ist eben sehr markant zu erkennen und dass es nicht an Parteien gebunden.

00:09:17: Wir haben das von jetzt zu mir bis zum Bund gesehen.

00:09:22: Es sind besondere Faktoren der Personalisierung eine große Rolle spielen.

00:09:26: aber im Blick auf die SPD wussten, könnte ich sagen Antireform Wahlkampf geführt hat im Blick auf die Berliner Konstellation und das auch natürlich in Berlin angekommen ist.

00:09:44: Und so hat man gestern die Berlina Hauptakteure ja auch erlebt von der SPD, die vermeintlich den Reformkurs ein bisschen relativiert sowie angedacht

00:09:56: ist.

00:09:57: Wie würden Sie denn als Wahlforscher der sich Auch in Büchern, in der Fox-Bestzellern kurz vor der Spiegelbestzellerliste mit Wählermärkten beschäftigt... Ja

00:10:07: heute kam die Anfrage ob ich nicht eine dritte Auflage machen will.

00:10:11: Das ist wohl auf dem Cover diesmal gar keine Regierung drauf ist.

00:10:15: also ich habe ja vorsorglich auf das Cover nicht mehr März darauf genommen.

00:10:19: bei den ersten Ausgaben war ja die Scholz Ampelregierung drauf zwar mir zu riskant das nochmal zu machen dann mit März.

00:10:28: aber Also so viel zur Nachfrage nach Wielerberg.

00:10:34: Sie kennen ja meine Meinung dazu, bei der zweiten Auflage schafte ich es ins Namensverzeichnis und bei der dritten Unterdanksagung, mache ich's nicht akkorde?

00:10:42: Ja also sie sind da ein Profiteur der Zumutungen offenbar.

00:10:47: So will ich das mal einordnen aber muss sich vielleicht nochmal einige Folgen darüber nachdenken wie wir das hinbekommen können.

00:10:54: Aber ich schließe es zumindest mal nicht aus

00:10:59: Sie haben sich in den letzten Tagen zu viel mit Politikern unterhalten.

00:11:03: Ja, aber man muss ja mit Überraschungen auch immer noch arbeiten.

00:11:10: Es gibt ja auch Anschauungsmaterial von gestern also geplante Wahlsendung zumindest diese ersten halben Stunde oder Stunde die bis zu achtzehn Uhr die meisten Sende irgendwie versuchen zu planen.

00:11:23: danach ist der freier Flug kreuzt wird, wenn gesagt wird um achtzehn Uhr sieben kommt der Kanzler vor die Presse.

00:11:34: Ist ja ganz ungewöhnlich und schuld ist alles irgendwie durcheinander spontan überraschend eine vorbereitete Erklärung professionell, die er abgegeben hat in dem Rekohlsaal eben auch nicht im Raum der eigentlich für Pressekonferenz immer vorgesehen ist.

00:11:50: Alles Besonderheiten, die gestern eine große Rolle gespielt haben und für viel Unuru besorgt haben aber auch eine Besonderheit sind, die mich erinnert haben an den Wahlabend.

00:12:01: zwei Tausendfünf.

00:12:03: Den NRW?

00:12:04: Ja, ein Kanzler der sich unmittelbar danach äußert oder damals Mündtefering und als Parteivorsitz mit dem Kanzlerax zusammen dann ausrufen nach verlorener NRW-Wahl.

00:12:19: wir können gehen darauf zu Neuwahlen irgendwie herbeizuführen mit den Bundespräsidenten usw.. Es war eine ähnliche Situation, dass man nicht wusste was jetzt angesagt würde.

00:12:30: Die Besonderheit, zweitausendfünf werde ich nicht vergessen aus dem Ballstudio in Düsseldorf oder es war im Landtag.

00:12:36: dort gab's ne Tonstörung.

00:12:38: ja so das diese Übertragung von Mündtefering nur gesehen werden konnte aber nicht verstanden sodass die Sendung zumindest so zehn Minuten und vier Stunden so weiter lief als hätte er gar nicht angekündigt Neuwahlen geben.

00:12:55: Und das bedeutete von der Minute, die Neuwahlen aninteressieren sich natürlich Zuschauerinnen und Zuschauer nur noch für die bundespolitischen Konsequenz.

00:13:02: Nicht mehr für NRW!

00:13:04: Das war aber nicht im Sentekonzept dann enthalten.

00:13:06: hoch interessant wie aus einer Panne zu einem hohen Erinnerungswert wird, den mir gestern wieder spontan eintritt dass ein Cancer da einfach so rauskommt.

00:13:17: Normalerweise natürlich am Wahlabenden nicht sagt auch Parteifahrtssitz nicht sondern das machen die Generalsekretäre oder andere.

00:13:24: Ja, wir hatten ja vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt drüber gesprochen.

00:13:26: Dass der Nina Wagen als Kanzleramtsministerin für eine erste Reaktion in die Presse springen musste wo man auch geflissentlich darüber diskutieren kann ob die Position der Kanzlerin dafür geeignet ist eine erste Einordnung des Wahlergebnisses zu treffen das war sie gestern ansprechen.

00:13:42: Auch im Vergleich zur Zwei Tausend Fünf ist natürlich der große Unterschied dass dort einen Scheitern zu einer Konsequenz geführt hat und hier ein Er saß da, um Friedrich Merz zu zitieren dazu geführt hat dass er seine Ambition unter Mauer tat.

00:13:56: Was jetzt so nach und nach rauskommt ist ja die Tatsache das auch Bundesvorstand und die Ministerpräsidenten a sehr kurzfristig davon erfahren haben dass er dieses Statement plant und nicht wussten was er sagt und er natürlich so kurz nach den Wahlergebnissen noch gar nicht abschätzen konnte wie tatsächlich in dem Fall die CDU aus dem Landtag fliegen würde.

00:14:19: Bei mir aber auch bei vielen anderen, die ich gestern dann noch im Fernsehen gesehen habe war ja das er sein Heil in der Offensive gesucht hat und mit diesem Auftritt erst mal Fakten geschaffen hat um weitere Diskussionen vom Tisch zu wischen.

00:14:31: Haben Sie dafür eine andere Erklärung oder teilen sie diesen Eindruck?

00:14:34: Nein, manchmal teile ich auch das was Sie sagen wenn ich soweit... Du

00:14:41: alle scheiden Jahre mal.

00:14:42: ...weil sich verstehe und klar natürlich in marginalen Dosen.

00:14:50: Damit müssen sie einfach leben.

00:14:53: Die Besonderheit, nicht nur der Auftritt natürlich Deutungshoheit zu gewinnen sondern die Offensive zu kommen ist ihm damit schon gelungen wenngleich wir den Fall ja auch kennen von Spahn vor ein paar Wochen bei dem es auch so schien als wäre irgendwie mit freundlichen Größen das gesettelt und dann plötzlich doch eine Sonderdynamik entsteht.

00:15:16: Ich schließe es nicht aus, dass da noch was kommen kann.

00:15:18: Zumal aus Rheinland-Pälzsche sich ja in der Schneederbotschaft in Berlin da noch die ein oder andere Bilder zu sehen waren von den CDU-Ministerpräsidenten sie sich danach noch getroffen haben in eigener Runde aber Es war sehr klar erkennbar Dass er aufgabnet hat.

00:15:38: sechs Monate keine Landtagswahl Das war offenbar für ihn sehr befreiend zu sagen, so wie es liegt alles hinter uns.

00:15:48: Wir sehen diese unglaubliche Wucht die von Landtagswahlen ausgehen kann auf den Regierungsalltag in Berlin.

00:15:54: das ist jetzt rum.

00:15:56: benutzen diese zwölfstimmen Mehrheit die wir haben und versuchen Zukunftssicherheit herzustellen im besten wissen Die Reformagenda zu übersetzen weil wir glauben dass durch diese Reformschritte schon erkennbar im kommenden Jahr das Leben für die meisten Menschen besser wird.

00:16:13: Das ist ja der Ansatz, der dahinter steht.

00:16:15: Ansonsten wird es gar keinen Sinn machen und das hat er versucht zu kreieren nicht nur vor dem Hintergrund stabile Verhältnisse zu erhalten auch international weiter agieren zu können sondern für jeden Menschen das Leben besser zumachen.

00:16:31: Das is ja der ansatz.

00:16:32: warum sollte er sonst kämpfen?

00:16:33: Und gleichermaßen wird deutlich dass er schlechtere Werte nicht bekommen kann, schlechteres Ansehen nicht bekommen, tiefer überhaupt nicht mehr fallen kann.

00:16:43: Und das aber praktisch hoch dialektisch interpretiert als eine persönliche Befreiung.

00:16:49: Er ist befreit von allen weil er vermutlich im Hintergrund für sich entschieden hat weder Parteivorsitzender zu bleiben noch einmal Kanzlerkandidat zu werden.

00:16:57: also er kann ohne diese Resonanz es einfach durchziehen.

00:17:01: Das glaube ich sein Kalkül.

00:17:03: Wie blicken Sie denn neben diesem inhaltlichen notaktischen Kalkül generell auf seine Aussagen?

00:17:07: Es gab die einen, die gesagt haben er hat jetzt den Blick nach vorne gerichtet und seinen Heil in der Flucht gesucht so wie sie es eben beschrieben haben.

00:17:15: Es gab aber auch die anderen, die davon gesprochen haben dass er damit dokumentiert hat wie entkoppelt er von der Wahrnehmung der Leute ist von Landtagswahl Ergebnissen quasi sich und seine Zukunft im Blick hat.

00:17:28: Und nicht das, was die Leute dort aktuell gerade zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern oder in Berlin interessiert?

00:17:34: Ich habe aber gleichzeitig das Gefühl egal, was er gerade macht kann es keinem Recht machen und wird dafür kritisiert.

00:17:39: Ja genau so da ich glaube beide Richtungen bei der Interpretationslinien kann man erkennen.

00:17:47: Aber ich hab den Eindruck ist ihm alles jetzt egal.

00:17:51: Er ist einfach inhaltig überzeugt dass er mit dem Veränderungskurs am Ende die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesem Land verbessert und er weiß, er kann seinen Stil nicht verändern.

00:18:03: Seine Kommunikation nicht verändernden.

00:18:05: Andererseits verändert er auch nicht den international Auftritt.

00:18:08: wir sind sehr gut international vertreten anerkannt, respektiert.

00:18:12: auf das gehört natürlich zum Teil des März Regimes dazu.

00:18:16: Er hat einen Punkt des Staates finde ich auf einen interessanten Aspekt verwiesen, den ich hier schon mal eingebracht habe wenn sich falls Sie sich erinnern Segen und Fluch des Wahlkalenders.

00:18:29: Das finde ich schon interessant.

00:18:30: Wir hätten ja gestern auch die Mainzerwahl haben können, dann wäre der CDU-Abend anders gewesen.

00:18:36: Also das ist in welcher Reihenfolge?

00:18:38: Und wenn wir uns das noch mal vergegenwärtigen, witzte mir Grün Schneider Schwarz Siegmund Blau Eralp Dunkelrot Schwesig Rot Was ich so abgespielt hat.

00:18:55: Die Geografie des Föderalismus im Wahlkalender, man muss genau hingucken nicht alles ist was gestern eben ein Ergebnis war auch für die Brüsselbeck insgesamt übertragbar.

00:19:08: Wobei man hinter Schwesig mit roten Klammer setzen könnte weil sie die Walde nicht gewonnen hat auf wenn sie sich gefühlt gewonnen hatte aufgrund ihrer Aufholjagd.

00:19:16: Ja ich habe den Ministerpräsidenten genannt die Potenzial.

00:19:19: Genau!

00:19:20: Die Theorie dahinter Das habe ich gestern auch bei Markus Land, glaube ich von dem Markus Feldkirchen gehört.

00:19:25: Der gesagt hat man müsste nochmal über eine Reform des Wahlkalenders sprechen weil eben die Wucht aus diesen Landtagswahlen heraus die Politik auf Bundesebene ja schon vor sich her treibt.

00:19:35: Auch in dem Zusammenhang wie sie es eben genannt haben Die zeitlichen Abfolgen und die Konstellation welche Bundesländer wählen.

00:19:42: Wären Sie auch dafür, dass man die Wahltermine eher miteinander bündelt?

00:19:45: Damit man nicht gefühlt einmal im halben Jahr in einen Wahlkampfmodus Gerät und auf Bundesebene vorher versucht nichts kaputt zu machen und danach erst mal die Scherben zusammenkehrt.

00:19:56: Ja muss ich unterschiedliche Rollen nehmen also als in ihrer Rolle als Schiffredakteur wäre ich dagegen da haben sie ja weniger zu schreiben.

00:20:05: aus meiner Rolle bin ich auch dagegen Weil gestern war das ja auch erkennbar.

00:20:10: Doppelwahl bedeutet dann nicht doppelte Sendezeit und umso mehr misst man eigentlich die Unterschiede auch analysieren, das bleibt ja der Senderzeit gar keine Gelegenheit dazu.

00:20:20: aber also ich bin dagegen so mit Terms zu machen, die dann auch eine besondere Strukturveränderung in Machtgefüge darstellen würden zwischen den Bundestagswahlen.

00:20:31: Aber doch die Bundesländer zu annihilieren, die ein oder andere doch auch zusammenzulegen.

00:20:38: Das kann ja auch schon mal einen Schritt in diese Richtung sein.

00:20:42: und wenn wir das übergeordnete sehen ich habe eben die geografischen Besonderheiten es gibt natürlich auch Gemeinsamkeiten, die man erkennt, wenn die Mitte bröselt, wenn sie kleiner wird und so eine Versuchung des Autoritären einfach zunimmt.

00:20:57: Das finde ich interessant mit der Berliner Konstellation zusammen.

00:21:02: Autoritären im Hinblick auf das autoritäre Machen als Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern.

00:21:10: Jetzt macht endlich etwas, egal wie aber Macht was.

00:21:14: Das ist ja hinter diesen sozialistischen Ideen der Vergemeinschaftung und auch der Enteignung bei die Linken klar erkennbar sind eine autoritären Versuch genauso wie die totalitären Fox Gemeinschaftsideen.

00:21:32: Beides sind autoritäre Versuchungen, die ja auch auf den Bildermarkt zu Ergebnissen führen.

00:21:39: Nicht weil die Leute jetzt weniger demokratisch sind sondern weil sie einfach das Primat der Politik durchsetzen wollen dass sich endlich etwas verändert und in dem bisherigen Verhandlungsdemokratischen Arrangement auch der Konsens- und Kompromissfähigkeit das nicht mehr erkennen.

00:21:57: Das ist eigentlich der Hintergrund der Radikalität Und das ist ein Phänomen, was eben mehr ist als nur zu sagen an Parteien nebenzu und die Mitte wird schwächer.

00:22:08: Denn wir sehen ja auch Gegenkräfte von Öztürme angefangen bis so schweßig wie man sich dagegen stemmen kann durchaus.

00:22:17: Aber sehen Sie dann vor dem Hintergrund in Berlin zum Beispiel?

00:22:20: Bei den Linken war ja die junge Wählergruppe bei über vierzig Prozent die die Linken gewählt hat.

00:22:26: Ist das dann tatsächlich Ausdruck der Unzufriedenheit, in deren Lebensalltag und der Wunsch noch einer Autoriterungslösung jetzt endlich mal die Probleme anzupacken?

00:22:35: Und zu lösen?

00:22:36: im Zweifel egal ob sie so lösbar sind weil die Wahlpunkte der Linken da kann man ja geflissentlich drüber streiten oder da jetzt zu sein Detail zu gehen aber es ist ein sehr oberflächlicher Ausdrucks von Unzufredenheit gepaart mit.

00:22:49: wir hätten gerne eine Top-Down-Lösung, um es vielleicht mit Ludwig Merz zu sagen.

00:22:54: Es ist erstmal Wahlmacht die erkennbar wird von den Jüngeren, die noch mal nie eine Rolle spielen im Elektorat, dem sogenannten Elektorad einer Rederschaft.

00:23:06: Die Älteren sind dominant, die Hauptwähler und insofern wenn sie sich gebündet für andere Parteien entscheiden haben sie zumindest eine kleine Chance und das ist schon eine Radikalität dahinter Sie sich für Ihre Themen mehr Zustimmung erhoffen und für sie Zukunftssicherheit eben darin besteht, vielleicht auch mal von zu Hause ausziehen zu können.

00:23:33: Eine Wohnung mieten zu können also solche existenziell wichtigen Dinge.

00:23:38: und da bisher andere Wege offenbar nicht eignen wird hier auch etwas radikaler eben gewählt, Blick auf Enteignung Vergesellschaftung, was immerhin ein Bürgervotum ja auch in Berlin tätigt hat.

00:23:53: Dass man das durchsetzen soll.

00:23:56: Also das kann ich schon verstehen.

00:23:58: Das ist natürlich eine Besonderheit bei der gestrigen Wahl.

00:24:04: Im Vergleich zum Mecklenburg-Porpommern wird die Regierungsbildung in Berlin ja auch anspruchsvoller wenn die Parteien bei ihren Überzeugungen und Inhalten bleiben weil dann wird es schwer zueinander zu finden.

00:24:18: Die CDU hat da auch noch Chance, eine Rolle zu spielen.

00:24:22: Wenn die Lenken überziehen gerade bei diesem Thema oder nicht authentisch vielleicht auch in einer sich zu einer Preambe dazu bekennen jede Form von Antisemitismus zu bekämpfen in den eigenen Rhein recht zum israelischen Staat als Bekenntnis auch reinzuschreiben, solche Dinge.

00:24:50: Wenn das nicht erfolgt kann ich mir auch vorstellen dass am Ende eine Koalition scheitert und damit die Rot-Grönen ja die Königsmacher sind sich eben dann vielleicht mit der CDU zusammen tut.

00:25:03: Das ist auf jeden Fall jetzt im Zeitpunkt nicht auszusteßen

00:25:08: Und würde wieder mal ihr Primat unterstreichen, dass nicht derjenige am Ende regiert, der das beste Wahlergebnis hat.

00:25:13: Sondern denjenigen, die mir halten findet und

00:25:15: es gibt keine Regierungsaufträge.

00:25:17: auch das gibt es irgendwo.

00:25:19: jeder kann da jetzt zugreifen und das werden wir sehen wer das für sich am besten nutzt.

00:25:28: Ich würde noch einmal kurz Friedrich Merz zurückkommen.

00:25:30: weil er ja eine bewegte Woche vor der Wahl hinter sich hatte wurde erst aus rein der Ministerpräsidenten in der CDU-Führung etwas gezündelt und vielleicht auch an ihm gesägt.

00:25:41: Es wirkte manchmal so, wenn man Söder interpretiert, wenn irgendeiner die Hand kurben hätte dann hätt es einen Momentum geben können um sich dort in der vordersten Reihe zu positionieren.

00:25:51: offensichtlich wollte zum Beispiel Hendrik Wüst nicht.

00:25:53: Dann gab's dieses Solidaritätsschreiben indem sein Namen nicht vorkam und wo man glaube ich auch unterschiedlicher Meinung zu sein dürfte.

00:26:03: Wie sehr hält denn jetzt dieser Burgfrieden aus ihrer Sicht auch nach seinem Auftritt gestern Abend und nach diesem Wahlergebnis?

00:26:11: Und zweite Frage macht es aus Ihrer Sicht einen Unterschied, ob's fünf Komma Null oder vier Komma?

00:26:16: Neun Prozent sind in Mecklenburg-Vorpommern für die Bewertung und für sein weiteres Schicksal.

00:26:21: Also Politik lebt von der Symbolik.

00:26:23: wer als erster durch die Ziellinie geht, wer knapp vor dem anderen liegt oder wer knapp scheitert das ist natürlich schon ein historischer Marke mehr als Disaster.

00:26:35: Das ist ja für die Union der Fall in die Bedeutungslosigkeit, das bedeutet sonstige zu sein, dass für eine Partei diese Bundesrepublik geprägt hat als Staatspartei, die auch Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern gestellt hat aus der die Kanzlerin mit sechzehnjähriger Kanzlerschaft kommt und ihren Wahlkreis dort hat.

00:27:05: Also schon die Symbolik, die sehr aufgeladen ist und die eine große Rolle spielt also wie das am Ende die Dynamik in der super nervösen Berliner Republik eigentlich auch wie Babylon Berlin hier im Moment sich zeigt.

00:27:22: Sich auswirken ist schwer vorhersehbar aber klar es gibt so Zeitkorridore.

00:27:28: die waren vor der Wahl da wenn man sich auf Söder hätte einigen können oder auf Geruchgründ wäre das auch die CSU zu gelaufen.

00:27:38: Ich habe ja in einem anderen Text mal die Amtsverzichtsproblematik Möglichkeiten aufgezeigt, die andere Kanzler genutzt haben.

00:27:49: weil Kanzlertausch es gibt keinen Begriff kein passender Begriff sondern man muss zurücktreten und dann gibt es Möglichkeiten wieder gewählt zu werden.

00:27:58: da gibt es schon natürlich denkbare Szenarien.

00:28:00: aber wie kann man praktisch die Mehrheit retten, einen Aufbruch organisieren mit Personen, die empathisch sind und die Zugehörigkeit signalisieren.

00:28:10: Die klar machen das es im Sinne von Zukunftssicherheit besser wird.

00:28:14: Das ist ja genau die Frage.

00:28:17: Man kann es manchmal zuspitzen auf das was sie wahrscheinlich sehr freut wenn ich sage mehr Wurstwagen.

00:28:24: Es ist eine sehr plakativ aber Ich glaube, das trifft es mehr Wurstwagen.

00:28:30: Wir haben über die Siegmund-Sache ja schon gesprochen mit Wurzelt

00:28:35: und Wurst.

00:28:37: Dahinter steckt eben nicht die Idee eines Heilsbringers.

00:28:42: Wie er häufig taucht den Schwerin auch am Samstag auf.

00:28:47: Uli Uli siegesrufe, die durch die Stadt halten... Das ist wie ein Halsbringer wo er heute auch rumläuft.

00:28:56: aber Er hat eben verstanden, Zugehörigkeit zu organisieren.

00:29:03: Lebenswirklichkeit, Gesprächsstörung zu überwinden und auch mit einer Symbolik die eben nicht abgehoben ist.

00:29:10: Also weniger ein Kulturfestival eher im Wurststand.

00:29:13: das klingt sehr plakativ aber da ist was dran dort praktisch Leute ernstzunehmen versuchen über den Lebensalltag zu kommen und wir leben in einer Zeit der Wirtschaftskrise.

00:29:29: Und sofern ist auch das Gefühl, dass abgehängt sein etwas was man in der Politik aufnehmen muss ernst nehmen muss.

00:29:40: und die nach links verschwobene Mehrheit die Berlin eben genau die materiellen Probleme des Alltags zum Thema gemacht hat, eben bei der Linken zugefunden und nicht mehr bei der Partei, die eigentlich für diese Form von sozialer Gerechtigkeit traditionell eingetreten ist.

00:29:58: Aber wer kann denn dann aus ihrer Sicht aus rein der Christdemokraten dieser Hoffnungsbringer sein?

00:30:02: Also Jürgen Klopp hat glaube ich kein CDU-Parteibuch bis Bundestrainer.

00:30:06: also er hat jetzt einen Job.

00:30:08: Henrik Wüst wahrscheinlich fachlich aber auch nicht so dass in der breiten Masse den Menschen verfängt.

00:30:14: Dann landen wir ja fast Auch wenn ich sagen, der Wurstwagen bei Markus Söder war jetzt zumindest die Emotionen der Leute anspricht und zumindest in irgendeiner Form wieder in der Lage ist ein bisschen Leben in die Bude zu bringen.

00:30:24: Oder sehen Sie da noch andere Alternativen?

00:30:26: Vor allen Dingen hat er im letzten halben Jahr sich auch Staatstragen gezeigt, hat sich von einer anderen Seite eingeordnet weniger eben seine traditionellen Essenden Reels transportiert.

00:30:39: Also sie sind

00:30:40: so Söger oder sie haben die Schäferdakteure weggelassen.

00:30:43: Die Schäfertakteure, die auch vielleicht mal... springen müssen, in der Politik.

00:30:47: Nicht nur im Podcast sich aufhalten oder in Fernsehstudios auf Sesseln herumlömmeln, die müssen auch mal springen.

00:30:56: nicht nur versuchen Meinungsstark vielleicht auch Gesinnungsjournalismus zu betreiben sondern ja vielleicht immer politische Verantwortung zu übernehmen.

00:31:08: Ich werde erst Bundeskanzler wenn sie Bundespräsident sind.

00:31:10: Akkorde

00:31:13: Ja ist ein Deal da lasse ich mich gerne drauf ein.

00:31:16: Dann haben wir nämlich jede Woche auch unser Teegespräch.

00:31:19: Ja, da können wir den Podcast im Schloss Bellevue oder im Übergangsbau aufnehmen und haben Checks & Balances komplett erfüllt in Deutschland.

00:31:27: Artenau und Heus hatten das ja eingeführt.

00:31:29: Die haben wöchentlich ihre Tee-Gespräche gemeinsam geführt.

00:31:34: Und andere Bundespräsidenten haben das vielleicht mit anderen Getränkten fortgesetzt?

00:31:39: Ich weiß jetzt nicht über ihn Matscha Latte...

00:31:43: Ne normalerweise Espresso!

00:31:46: Ja, aber nur zu bestimmten Jahreszahlen.

00:31:48: Sonst setzen ja dreißig Tage dann mal aus oder?

00:31:51: Das stimmt!

00:31:52: Da können wir gerne bei unseren Tegesprächen auf Schnaps oder so umsteigen.

00:31:55: Das kriegen Sie vielleicht sogar auch hin.

00:31:57: Ja, das gehen

00:31:57: wir dann auf die Uhrzeit an

00:31:59: und

00:32:00: vielleicht braucht man das bevor sie kommen schon...

00:32:05: Aber jetzt haben wir uns ja Herr Korte halb im Ernst, halb am Spaß quasi schon mit Zukunftsszenarien nach Friedrich-Merz auseinandergesetzt.

00:32:12: Ob es jetzt auf Korte und Ring im Kanzleramt oder im Schloss Bellevue hinausläuft oder auf Markus Söder im Kenzleramt.

00:32:19: aber haben Sie eine Fantasie das das mit März noch eine Erfolgsgeschichte wird weil sie in der letzten Folge in der vergangenen Woche auch schon Wir Machtmechanismen zum Wechsel aufgezählt haben, die wir beide allesamt als erfüllt angesehen haben und jetzt oben drauf noch gekommen ist dass die CDU erstmals aus dem Landtag geflogen ist.

00:32:38: Es ist schwer vorstellbar das es noch lange gut geht aber gestern war zumindest der Punkt an dem er mit dieser besonderen Formulierung und der Pressekonferenz zumindest den Zeitraum erweitert hat, indem man noch ihn toleriert in dieser Rolle.

00:33:00: Das ist das Interessante und ich finde auch nach wie vor interessant, wie weit es auseinandergeht sein internationales Standing und das Innenpolitisches Standing was diametral auseinandermacht

00:33:15: Und wir haben ja letzte Woche schon darüber gesprochen dass es auch in irgendeiner Form für einen einen solchen Wechsel oder eine solche Personalie ein wuchtiges Momentum braucht, was natürlich so eine Wahl sein kann.

00:33:26: Wenn er jetzt aber mit seinem Auftritt sich über diese Wahl und das Ergebnis hinausgerettet hat, hat es ja in Anführungszeichen für die nächsten Monate erst mal geschafft, was externe Einflussfaktoren angeht.

00:33:38: Jetzt müsste der Druck entweder aus den eigenen herein rauskommen oder aus der Koalition wenn die Reformagenda dockt.

00:33:44: Aber es gibt nicht mehr diese exogenen Faktoren, die ihn jetzt aus dem Amt drängen würden

00:33:49: Genau jetzt, wenn die Steuerungsverluste über den Politikstau sichtbar werden.

00:33:52: Wenn diese Reformvorstellungen der Veränderung überhaupt sich nicht übersetzen, dass in die Prozesshaftigkeit von Gesetzen der Ministerien, die die jetzt vorlegen dann wird das Momentum ihn wieder einholen.

00:34:09: Das kann man schon vorher sehen.

00:34:11: aber das würde ich jetzt nicht ausschließen dass doch erst mal in diese Richtung funktionieren könnte, weil auch natürlich die Sozialdemokratie keine Sekunde an die Tresse daran hat.

00:34:23: Das ist zu

00:34:24: Neuwahl.".

00:34:26: Da nehme ich nochmal kurz die Frage in Bezug auf Mecklenburg-Vorpommern.

00:34:29: Schwesig lag ja mit ihrem Ergebnis bei thirty-fünf Prozent und etwas mehr weit über den Bundesschnitt der SPD?

00:34:36: Ist das aus Ihrer Erfahrung nach...das Delta sind das Schwesikprozenten oder hat es auch irgendwas mit der SPD zu

00:34:42: tun?".

00:34:45: sehr persönlich.

00:34:47: Das war interessant, eine Polarisierung als Wahlkampf mit Distanzierung zu Berlin auch Distanzierungen in weiten Teilen eben zur Sozialdemokratie so wie sie in der Berliner Karte einer Rolle spielt.

00:35:04: und sofern ist das jetzt kein Flusspunkt der unmittelbar für die SPD erstmal einzahlt sondern es zeigt nochmal die fast schon amerikanische Zuspitzung auf Personalisierung, wie wir sie ja hatten.

00:35:19: Auch in diesem Jahr schon Öztürn Biasigmund und ich finde Veyrap hat auch etwas hier im Berlin davon in dieser Richtung Eingordnet zu werden.

00:35:32: Ich bin schon gespannte Korte auf nächste Woche, da hätte ich mir nämlich vorgenommen mit Ihnen tatsächlich mal die großen Linien nach diesem Wahljahr zu ziehen und zu gucken was das alles anhand der Wadergebnisse für unsere gewohnte Parteien- und Politiklandschaft heißt.

00:35:45: Das aber erst nächste Woche weil wir haben ja schon herausgearbeitet.

00:35:49: sie sitzen ja im schicken Zwirn kurz vor dem Auftritt im Mittagsmagazin schon im ZDF Studio.

00:35:58: Und deswegen natürlich die Frage, wie es dann heute und wie ist die nächsten Tage noch so weiter geht bei Ihnen?

00:36:03: Ja.

00:36:03: Weiter wäre natürlich Journalisten etwas von einem Wissen wollen.

00:36:07: Das ist ja auch berechtigt.

00:36:11: Kann ich auch nachvollziehen.

00:36:13: Weil Sie einfach auch viel mitzuteilen haben.

00:36:15: Das kann nicht auch nach vollziehen.

00:36:17: Ja, das war eine ganz gute Arbeitsaufteilung.

00:36:22: Und dann geht es auch noch weiter mit einer Torsurtagung.

00:36:27: Ich bin ja Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundeskanzler Helmut Kohl Stiftung, relative Neugründung von vor zwei drei Jahren.

00:36:38: Und da war mein Interesse mal eine Klosuttage zu machen mit den Wissenschaftlern und dem Vorstand und dem Kuratorium zusammen um etwas das berühmte kathedralen Denken auch in so einen Stiftdruck einzubringen damit man über die Tag hinaus denkt, was ist eigentlich die Erzählung?

00:37:00: Die von Kannstern ausgehen kann perspektivisch.

00:37:04: Das ist das Interessante.

00:37:05: Was ist erinnungswert?

00:37:07: Was kann man lernen auf solche Führungspersonen für die Zukunft?

00:37:15: Was ist eigentlich erzählenswert dabei?

00:37:19: und solche Fragen

00:37:20: geht es?

00:37:21: Ist das hilfreich?

00:37:22: sich daran zu orientieren, um daraus praktisch Schlussfolgerungen auch für Zukunftsfähigkeit herauszuholen.

00:37:30: Das treibt diese sehr heterogene Gruppe an und da wollen wir einfach mal über den Tag hinaus denken – das schadet ja nie!

00:37:41: Über den Tag hinaus denken schadet wirklich nie, wenn ich Ihren Anzug sehe.

00:37:44: Den Sie ja die Zuschauerinnen und Zuschauer und Hörern unseres Podcasts auch im Mittagsmagazin erlebt haben werden, haben sie auch dort über den Tag hinaus gedacht und sich Gedanken gemacht wo sie da Akzente setzen?

00:37:58: Nein das ist mir immer unterstellt von Ihnen.

00:38:03: natürlich versucht man nicht jeden tag in den Sendungen die gleichen Anzüge anzuhaben.

00:38:10: durchdacht, aber das andere ist weniger langfristig durchdachte.

00:38:15: Aber ich würde mich ja gerne auch an ihn mal orientieren, aber...

00:38:22: Wurdig oder intellektuell Herr Korte?

00:38:24: Ja beides natürlich und beides würde mich reizen, aber es wahrscheinlich überfordert mich dann doch beides.

00:38:33: Das können wir uns als ersten Agenda-Punkt auf die Tagesordnung setzen wenn wir zwischen Bundeskanzlerabend und Schloss Bellevue unsere Espresso Tee und Abstimmungsgespräche aufsetzen.

00:38:46: Das stimmt, hätten wir schon tops.

00:38:51: Dann bedanke ich mich bei Ihnen Herr Korte für die Zeit in Ihrem nach einem Wahlsonntag wie immer dicht getränkten Kalender.

00:38:56: ganz persönlich freue ich mich natürlich wenn Sie ein solch gefragter Mann sind nachvollziehbarerweise aufgrund Ihrer Analysen das ist je Woche für Woche in unserem schönen exklusiven VRM-Podcast Kort und Ring begrüßen darf wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Nachstehenden Sendungen bedanke mich bei unseren Hörern und Zuschauerinnen.

00:39:15: Auch heute wieder für die Aufmerksamkeit, wir merken anhand unserer Aufrufzahlen das gerade nachwahlen und in diesen sehr lebendigen Zeiten ein großes Interesse an dem besteht was vor allen Dingen Herr Korte so einzuordnen weiß.

00:39:25: und deswegen auch noch mal einen Dank an alle da draußen fürs Regen zuhören gerne weiter sagen mit Freunden über Zuwachs.

00:39:32: Tschüss!

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