Folge 97: „Kaum Zeit zum Einarbeiten“ – Schweitzers Kaltstart in Berlin
Shownotes
Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas bleibt Alexander Schweitzer kaum Zeit zum Einarbeiten. Schon seine Einführung als neuer Arbeits- und Sozialminister fällt auffallend nüchtern aus. „Die Zeremonie wirkte traurig und viel zu ernst im Blick auf die Zuversicht, die wir bräuchten“, findet Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte.
Gleichzeitig erhöht Bundeskanzler Friedrich Merz den Druck auf den neuen Minister – insbesondere bei der Rentenreform. Wie viel Gestaltungsspielraum bleibt Schweitzer? Und wie steht es um die Vertraulichkeit zwischen CDU und SPD, wenn Interna aus Hintergrundgesprächen nach außen dringen?
VRM-Chefredakteur Dennis Rink nimmt aus dieser Woche vor allem eine Erkenntnis mit: "Die Meinung voneinander ist offensichtlich nicht sonderlich hoch“. Korte stellt deshalb die Grundsatzfrage: Was wiegt inzwischen schwerer – die Koalitionsraison oder die Interessen der eigenen Partei?
Ein Angebot der VRM.
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00:00:00: Was für eine Woche und deswegen natürlich wieder höchste Zeit für einen neuen VRM-Podcast.
00:00:05: Korte und Ring.
00:00:06: Deswegen bin ich auch heute wieder froh, dass der bekannteste ausgeruteste Wortgewandeste und am Ende einfach auch charmanteste Politikwissenschaftler Deutschlands Professor Doktor Doktor Dr.
00:00:17: Dr.
00:00:18: Karl Rudolf Korte wieder die Zeit für uns gefunden hat.
00:00:21: Hallo Herr Korte!
00:00:23: Hallo Herr Ring mit Chefredakteuren Die Woche zu Beginn ist eine Genade geradezu Auch eine Herausforderung, weil sie ja mit diesen Superlativen immer starten.
00:00:35: Aber ich verstehe natürlich das Chefredakteure unter Kommunikationsdruck stehen und der muss irgendwie abgelassen werden.
00:00:41: Ich bin dann leider das erste Opfer im Montag.
00:00:44: Obwohl letzten Monat hatten wir auch richtig Großthema, weil zeitgleich entwickelte sich in der Berliner Republik ein Rheinland-Pfalz Tour gerade zu, ne?
00:00:54: Mit neuen Ministern und Personaljoch Hochaden.
00:00:57: Und wir waren praktisch live dabei!
00:01:00: Deswegen, Herr Korte müssen wir natürlich heute auch direkt daran anknüpfen.
00:01:04: Weil wir in der vergangenen Woche ja am Puls der Zeit waren wie immer mit unserem Podcast und zu einem Zeitpunkt aufgenommen haben als klar war das Bärbel-Bas zurücktritt und dass Alexander Schweizer ihr folgt.
00:01:15: was danach folgte waren zum einen Natürlich seine Ernennung und sein Wechsel nach Berlin dann auch formaler Natur Und zum zweiten alles was sich kommunikativ rund um SPD und CDU in den Tagen danach entsponnen hat.
00:01:29: Wie blicken Sie denn jetzt auf diese Woche?
00:01:33: Ich fand viele Anleihen in Erinnerung an Ihre Chefredakteur Rolle.
00:01:43: Das fand ich doch beeindruckend, also...
00:01:46: Vergleichen Sie mich jetzt mit Manuela Schwesig?
00:01:48: Nein, als der Kanzler beim BDA sein Vorteil hatte und danach war die Podiumsdiskussion.
00:01:55: So stelle ich mir das bei Ihnen auch vor wenn sie praktisch einen neuen Mitarbeiter oder Kollegen haben dass sie den auch so charmant umwerbend einstellen.
00:02:05: Dass sie sagen er ist neu heute angefangen und morgen um elf in der Redaktionskonferenz Da sitzt er genau hier und da leistet der alles schon.
00:02:14: Der hat ja praktisch alles schon abgearbeitet.
00:02:16: an dieser Scham, das geht bestimmt auch bei ihnen genauso mit neuen Mitarbeitern oder Errichter?
00:02:23: Ich habe eigentlich nur an Sie überbordene Erwartungshaltung.
00:02:26: bei meinen Mitarbeiteren bin ich da zurückhaltender weil ich ja auch weiß dass sie in der Lage sind es umzusetzen.
00:02:30: Herr Korte
00:02:32: Ja aber das hatte ja was Stromwerkhaftes, was man dann manchmal so sieht
00:02:37: Also Friedrich Merz als Stromberg.
00:02:39: Ja, das ist jetzt keine Erfindung von mir.
00:02:42: Das liest man ab und zu bei Satur-Tierebeiträgen.
00:02:46: Ist sicherlich ungerecht völlig überzeichnet.
00:02:49: aber so eine Artikulation neuen Kabinettsmitgliedern in der Öffentlichkeit gegenüber ist etwas was wir jetzt von ihm kennen.
00:02:59: er hat so keinen einladenden Stil.
00:03:01: deswegen kann er ja trotzdem mit ihm sehr gut zusammenarbeiten.
00:03:04: bestimmt Der Ton, wie es so schön ist macht die Musik und man möchte natürlich in irgendeiner Weise auch begrüßt werden.
00:03:15: Das war eine seltsame Begrüßung.
00:03:17: Ich fand auch die die Zeremonie gerade zu traurig.
00:03:21: der Übergabe der Urkunden weil alle so unglaublich ernst dabei geguckt haben.
00:03:27: Natürlich isst die Lage in vielen Dingen problembeladen und ernsthaft aber Ein bisschen freudiger auch im Blick auf Zuversicht entwickeln wäre manchmal nicht schlecht.
00:03:39: Wenn man da international an andere Akteure denkt, die ja auch frisch gewählt werden, die nicht nur über Hass ins Amt kommen sondern vielleicht auch mit Charme... Da ist schon was dran und ich habe auch noch mal an sie gedacht letzte Woche.
00:03:54: Noch einmal?
00:03:55: Ja und zweimal weil ich auch dachte das wäre auch immer eine schöne Geste.
00:04:00: es war ja zu lesen dass Kretschmer, der Ministerpräsident von Dresden oder von Sachsen beim Papstenaudienz hatte bevor er in die Klinik kam.
00:04:13: Da war zu lesen das der Papst ein Christstollen geschenkt bekommen hat, Dresdner Christstoll nicht sehr originell aber auch schön war auch in den Bildern zu sehen.
00:04:24: dieser Christstolen wurde allerdings per Auto von Dresten nach Rom gefahren weil auch offenbar andere Arbeitsmaterialien gefahren werden mussten und er im Flugzeug offenbar nicht transportiert werden konnte.
00:04:40: Das wurde auch kolportiert, es wäre kein Gepäckfach frei gewesen für diesen Stoll.
00:04:48: Und dann hat einer so schön geschrieben ja die Sachsen hätten ja auch nicht Gepägfach gesagt sondern Gebäckfach.
00:04:54: Weil sie natürlich anders sprechen und Gebäcksfach hätten natürlich auch die Lufthansa nicht aber unheimlich davon.
00:05:02: Wann schicken Sie mir mit dem Auto mal so Mozartkugeln?
00:05:06: Das finde ich einfach eine großartige Gäste.
00:05:08: Wenn die so einen Stollen schicken können, das könnte doch so ein Chefredakteur mir auch mal zu senden mit einem VRM-Auto.
00:05:17: Ich kann Ihnen auch in einer Packung Mozartkogeln in einem Taxi legen und dann fährt das Taxi vor!
00:05:24: Und sie haben mein Packs... Ich hätte jetzt allerdings eher natürlich Mozartkogen aufgrund Ihrer Tiefen Verbundenheit zu dieser Süßigkeit und dessen, was wir hier schon so häufig besprochen haben.
00:05:36: Ich dachte jetzt allerdings nur analog zu dem Stollen an den Mainzer Domstollen, den ich Ihnen natürlich auch vor dem Hintergrund der anstehenden Jahreszeit auch zukommen lassen könnte oder ich garniere den Domstullen mit Mozartkugeln?
00:05:50: Ja, also Ihrer Fantasie sind ja da keine Grenzengesetze aber allein diese Kurierdienste so zu nutzen Das ist eine besondere Geste, finde ich.
00:06:00: Und das nach so vielen Runden die wir hier gemeinsam gemeistert haben wäre ja mal eine besondre Geste.
00:06:07: Die Quintessenz dieser Anekdote, die Sie Herr Korte platziert haben, ist eigentlich nur dass sie in diesem Bild der Papst wären.
00:06:17: Darauf wollten Sie wahrscheinlich hinaus.
00:06:19: Nein nein, es sind unterschiedliche Führungsstehle, die ihr schon noch wollte spielen als Chefredakteur, als Papst oder eben als Kanzler
00:06:28: Bundespräsident?
00:06:30: Ja, Bundespräsident.
00:06:32: Unterschiedliche politische Rationalitäten die diesen Ämtern machtvoll unterliegen und man sieht ja auch wie unterschiedlich sie damit umgehen.
00:06:41: aber Vatikan macht Politik das Vatikarn das wäre eine eigene Story.
00:06:47: Ich versuche mal den Anfang ihres Blicks auf die vergangenen Woche zu sortieren.
00:06:51: da war zum einen ihr Blick auf März und seine Erwartungshaltung zu Schweizer.
00:06:57: Und zum zweiten die Gesamtstimmung bei der Entennung von Schweizer, bleiben wir mal beim März.
00:07:02: er hat ja schon relativ deutlich gemacht im Subton dass durch diesen Personalwechsel endlich das vorangehen könnte was unter Bärbelbars beim Thema Reform nicht vorangegangen ist und setzt damit ja Schweizer im Prinzip mit der SPD zusammen.
00:07:17: Unterzugzwang und blendet aus, dass Schweizer ja theoretisch auch die Möglichkeit hätte seine eigene Note noch dort mit einzubringen.
00:07:23: Also es wirkte auf mich als würde er jetzt Schweizer als böse gesagt Erfüllungsgehilfen sehen um das Ziel dieser Reform zu erreichen.
00:07:33: Und wir wissen aber, dass gerade beim Thema Rentenreform und Rente mit dreiundsechzig Alexander Schweizer eine sehr sozialdemokratische Haltung hat und eigentlich derjenige ist, der nicht eins-zu-eins diesen Reformschvorschlag mitgehen würde.
00:07:45: Wie sehen Sie denn jetzt die Situation?
00:07:47: Da hatten wir letzte Woche schon kurz drüber gesprochen.
00:07:50: In dieser Konstellation den Gestaltungsspielraum des Ministers Alexander Schweitzer oder ist er jetzt schon so unter Druck, dass er im Prinzip erstmal schnell was durchwinken muss um etwas Druck vom Kessel zu nehmen?
00:08:01: Jede neue muss sich nicht an das halten, was schon erarbeitet worden ist.
00:08:06: Er fängt neu an – das ist ein Vorteil.
00:08:07: Er kennt auch die alten Konflikte praktisch nur aus der Zeitung in Anführungszeichen Das ist für jeden neuer Anfang richtig gut.
00:08:18: Aber
00:08:18: das jetzt aufzurollen wäre doch als Zeichen eigentlich fatal, wenn er jetzt antritt und sagt ich gucke mir das jetzt nochmal an und wir beginnen noch mal von vorne kann er eigentlich nicht machen
00:08:26: Nein, aber die Einigungslinien sind doch erkennbar.
00:08:29: Sie sind auch von Fachexperten nachgezeichnet wie man mit Stellschrauben, Eintrittsjahre etwas verändern kann ab wann es beginnt diese Regelung dann auch wie man diese fünfezig Jahre anerkennt was man vielleicht noch dazu nimmt.
00:08:46: also da selbst ich als Laie in diesem Rentenfeld habe schon drei vier fünf Auswege kennengelernt da in diesem Punkt zu diesen fünfjahres Regelungen Auswege finden kann, die für alle zustimmungsfähig sind.
00:09:01: Die am Ende auch das notwendige Geld bringt für die anderen Teile dieser Rentenreform.
00:09:06: Das ist eine Riesenschance für ne neue Person, das mit einzubringen und mit den Erwartungen, mit denen er konfrontiert wird.
00:09:17: Das kann man ja in positive Energie übersetzen und mit seinen Kompetenzen, dass er von ihm auch erwartet wird.
00:09:25: Dass er andere Dinge mit einbringt die anderen bislang in dieser Form nicht vorgebracht haben.
00:09:31: aber es zeigt nochmal das Politikmanagement in der Kanzlerdemokratie wie unterschiedlich das gehandhabt wird.
00:09:37: Merkel hatte extremst präsidiale Erwartungen alles im kanzleramt zentriert Und die Ressorts und auch die Fraktionen waren vorab intensiv eingestimmt bei jeder Initiative.
00:09:51: Da war gar kein einzendes Loslaufen, das hat Olaf Scholz dermaßen gestört – da war viele Jahre Finanzminister bei Merkel -, dass er als Erdern anfing auf keinen Fall das so handhaben wollte weil er wollte die Rassorts eher an der langen Leine laufen lassen sich nicht intensiv einbinden.
00:10:10: was daraus geworden ist haben wir dann gemerkt.
00:10:13: März hat ja überhaupt keine Regierungsvorerfahrung, sodass das aus seiner Sicht auch nie zusammengedacht wurde ein Ressort- und Kabinettsprinzip mit der Fraktion zu verzahnen.
00:10:24: Sodass jeder doch eher isoliert Vorschläge macht um sich dann wundert in der Fraktion was davon ankommen.
00:10:31: also ganz unterschiedliches Verständnis von von Filterungen von Leitungsfunktionen von Kommunikationsfunktion im Hinblick auf die Steuerungsprozesse von Government und auch Governance, das finde ich immer interessant an diesem Beispiel.
00:10:48: Und so ist er entsprechend auch dann begrüßt worden weil er jetzt versucht als also der Kanzler versucht danach zu steuern irgendwie ein bisschen zu lernen dass er doch diese Ressource einbinden muss.
00:10:58: so hat man den Eindruck so wurde entsprechend auch begrüßen.
00:11:03: bei ihrer Analyse, die ich sehr spannend und interessant finde.
00:11:07: Mir überlegt habe das März ja noch nicht mal im Kanzleramt etwas bündelt sondern ja seine Managementverständnis nachbei sich persönlich und der eher auch weit weg davon ist von der langen Leine was er aber bisher gefremdelt hat mit einer sehr lebendigen und meinungsstarken eigenen Fraktion Und was er auch bisher sehr gefremmt wird mit einer SPD Die ja durchaus auch andere Punkte Mit sich gebracht hat.
00:11:30: glauben sie aber dass Friedrich Merz diese Worte, die er gewählt hat sehr bedacht.
00:11:36: Gewählt hat um im politischen Sprachduktus diesen Punkt zu setzen?
00:11:40: oder war das eher aus ihm heraus weil er so kommuniziert wie er kommuniziert und da sich gar nicht Punkt zwei oder drei überlegt hat?
00:11:49: Ja das ist so.
00:11:53: ich würde auch als Kommunikationsberater verzweifeln.
00:11:57: mit so einem vorgesetzten Wenn der losläuft, ist das unkalkulierbar.
00:12:03: Das kann in die richtige Richtung laufen und kann aber auch vollkommen falsch bleiben.
00:12:07: Zumindest im deutschen Kontext international ist das offenbar ganz anders.
00:12:13: Aber hier ist es nicht kalkulierbaer.
00:12:17: Was er aufbaut mit Charme, mit Intelligenz reißt er in dem nächsten Satz wieder ein.
00:12:25: Wie er kommuniziert, das kennen wir.
00:12:27: Ich glaube nicht, dass sie das noch mal verändern.
00:12:28: Insofern ist es auch nicht alles kalkuliert.
00:12:31: Es fällt einfach nur immer öffentlich auf, dass er nicht so freundlich rüberkommt und die meisten Menschen ihn beurteilen.
00:12:39: Aber er natürlich mit Charme etwas bewegen könnte... im Sinne einer Grundannahme zu sagen, ich brauche euch letztes.
00:12:49: Er muss ja uns umwerben – es wird schwer, es wird ernst, das wird nicht einfacher durch die Veränderung aber am Ende wird's für alle meisten besser.
00:12:57: Aber dazu muss er uns um werben und das muss man mit Sprachen, mit Bildern, mit Gesten, mit Ritualen machen und das erwarten wir und so ist auch die neue Mobilisierungskultur, die man auch international dazu beobachten
00:13:11: kann.".
00:13:12: Wobei ich auch aus Gesprächen, die man eben so führt im politischen Betrieb.
00:13:16: Auch häufig im Hintergrund schon gehört habe dass nicht nur die Kommunikationsberater von Friedrich Merz sondern auch sein Umfeld die Fraktion und andere bisweilen daran verzweifeln wie er kommuniziert weil er Absprachen trifft den Raumverläst vor die Presse tritt und manchmal dann etwas anderes erzählt, also das ist auch ein großer Kritikpunkt innerhalb seiner eigenen Partei.
00:13:39: Ja
00:13:39: ich weiß ja auch nicht wie sie sich abstimmen wenn Sie Ihre Beiträge setzen in den sozialen Medien als allein Auftritte des Chefredakteurs der Geschehnisse kommunaler Art einordnet?
00:13:54: Ich weiß ja nicht ob Sie vorher erstmal die Mehrheit hinter sich gebracht haben Ihrer gesamten Redaktion.
00:13:59: was Sie da raushauen
00:14:02: Das ist ja keine Kanzerdemokratie, sondern eine Chefredakteurstemokratik.
00:14:05: Die läuft dann nochmal nach einem Regelnerkord.
00:14:08: Ja, das habe ich immer so vermutet und da liegen Chancen und Risiken zusammen ganz offenbar.
00:14:16: Interessant finde ich aber die Brücke, die man zu dem zweiten Punkt bauen kann nämlich der Stimmung innerhalb der Koalition und vielleicht auch der Stimmung rund um die Ernennung von Alexander Schweitzer.
00:14:28: denn es gab sehr viel Kritik seitens der SPD von Lars Lindweil, aber vor allen Dingen von Manuela Schwesig an der Kommunikation und an der Kritik seitens der CDU.
00:14:37: An der zurückgetretenen Bärbel-Bars.
00:14:39: Da stand ja auf Nachfrage bei Frau Schvesig und ihrer Pressesprecherin ein Zitat oder eine Äußerung von eben wieder Friedrich Merz im Raum was er in einem Hintergrundgespräch mit Journalisten getätigt haben soll.
00:14:52: Jetzt für alle Zuhörerinnen und Zuhöre, die die Regel nicht kennen das ist unter drei gefallen.
00:14:58: Unter drei bedeutet normalerweise im Jaguar dieser Hintergrundgespräche dass es streng vertraulich ist und da normalerweise nichts nach außen dringen soll um eben diese Vertraulichkeit in den Hintergrund Gesprächen zu gewährleisten.
00:15:10: Es ist öffentlich geworden weil es offensichtlich bei Frau Schwesig angekommen ist und Frau Schwesi hat dann den Satz den sie ja nicht selbst gehört hat wiederum den aber März dann getätikt haben soll als Grundpfeiler genommen, um eben den Kanzler zu kritisieren.
00:15:26: Es ist ein bisschen schwierig, Akkorde das so als gegeben finde ich zu diskutieren weil man selbst nicht dabei gewesen ist.
00:15:34: es wäre aber wieder der Ausgangspunkt einesfalls dass Herr Merz sich etwas außerhalb der normalen Norm geäußert hat und offensichtlich auch so wie er sich eben manchmal äußert mit persönlicher Kritik nicht in dem Werk erhalten hat.
00:15:50: Ja, nicht an Spielregeln gehalten haben sich die Journalisten.
00:15:55: Das ist der Punkt, der die Dinge nochmal verändert und wirft wieder das Licht auf das Thema zurück.
00:16:05: was uns häufig beschäftigt hat Die Berichterstattung über die Stimmung der Stimmung mit der Realität der Politik nichts zu tun hat, aber die Berliner Journalie praktisch in der Berliner Republik besonders beschäftigt und da ist das etwas was in die Szenerie reinpasst.
00:16:27: Und die am Ende aber eben nur verstärkt, die Entkopplung von Fakten und Wahrnehmungen.
00:16:32: Und damit auch ein großes Problem setzt wenn wir uns nicht mehr auf Wirklichkeiten gemeinsam verständigen können um am Ende auch Gemeinwohl zu entwickeln.
00:16:41: Und hier an dem Beispiel was so über die Woche mit war wird.
00:16:44: das ist letztlich auch eine Lernerfahrung die man mit einbringt.
00:16:50: Bonn ist nicht Weimar.
00:16:52: Das ist der Klassiker als Buch und darauf beziehen wir uns ja immer von allem an Diese Konstellation, was war oder was in Lerneffekte?
00:17:03: ist jetzt die Koalitionsressort wichtiger?
00:17:06: Oder die Parteiresort wichtiger?
00:17:08: und die artikuliert sich ja dann oft in diesen Hintergrundgesprächen.
00:17:12: Und das, was wir lernen sollten aus den Weimarerfahrungen wie es immer schwieriger wurde Mehrheiten zustande zu bringen in parlamentarischen Verfahren hingen auch damit zusammen, dass man offenbar koalitionsunfähig geworden war und die Parteien in ihren puren Farben damals rot oder braun dann eben nicht nur stärker wurden sondern die Verbindungslinien auch in den Lagern nicht mehr erkennbar waren.
00:17:40: Und ich finde das ist ein interessanter Punkt.
00:17:43: in einer Verhandlungsdemokratie, die wir sind moderierte Konsensverfahren ist das noch sichtbar, dass der Koalitionsdruck so groß ist auch eine Koalition zu erhalten um Mehrheiten herauszubilden.
00:17:56: Idealtypisch in der Mitte, wenn gleich wir wissen in der großen Koalition gibt es nicht wirklich eine vorgestellte Mitte, es ist ne Projektionsfläche.
00:18:04: Es ist ein linke Partei und einer errechte Partei die versuchen diese Mitte in irgendeiner Weise abzubildet.
00:18:13: Aber wie bewerten sie dann vor dem Hintergrund?
00:18:17: Die Äußerungen gerade von SPD oder von Frau Schwesig und Herr Klingbeil über die CDU, weil ich im Laufe der Woche das Gefühl hatte dass das zwar menschlich gesehen seinen Punkt hat aber sie bei uns im letzten Podcast als erste Analyse zu diesem Rücktritt von Bärbel Bas erklärt haben.
00:18:33: Dass es eine Chance ist in die Offensive zu kommen einen Kopf auszuwechseln, damit noch mal einen neuen Schwerpunkt zu setzen und eine andere Geschichte nach vorne gerichtet zu erzählen.
00:18:44: Ich habe von diesem nach vorne Gerichteten in der vergangenen Woche in der Kommunikation von allen Beteiligten nicht viel wahrgenommen sondern hatte eher irgendwann das Gefühl wenn ich ein Objektiv drauf gucken würde und würde ne Bestandsbeschreibung dessen Wagen wieder zwei Koalitionspartner übereinander sprechen hätte ich größte Bedenken wie das so miteinander ausgehen soll weil die Meinung voneinander offensichtlich nicht sonderlich hoch ist.
00:19:06: Aber das Prozesshaft entwickelt sich jetzt, dass es erkennbar in der Planungslinie auch.
00:19:13: letztlich muss die Abbindung dieser Reformvorstellung über die Altersvorsorge vor Weihnachten passieren.
00:19:23: Und das ist die neue Zielinie weil der wichtige Bundesparteitag der SPD eben Mitte Januar sein soll.
00:19:31: und von da habe zurückgerechnet muss dieser Parteitag ja so laufen, dass die Entscheidungen dazu längst gefallen sind im Blick auf diese Rentenkonstellation.
00:19:41: Das vereinfacht natürlich so ein Bundesparteitag sonst fliegt er den Beteiligten um die Ohren.
00:19:46: und dieser Zeitdruck ist wiederum hilfreich für einen neuen Arbeits- und Sozialminister das jetzt so auf dem Weg zu bringen.
00:19:54: Das Ministerium hat ja vieles vorbereitet.
00:19:56: es geht ja von den sogenannten vierunddreißig Vorschlägen bei ein zwei entscheidenden Punkten die man nochmal nachschärfen muss, abstimmen muss.
00:20:08: Aus einer neuen Perspektive – das können neue – in der neuen Vokabular-, in der Neuen Sichtweise aus einer neuen Richtung heraus.
00:20:15: plötzlich gibt es einfach Einigungsmöglichkeiten die da sind ohne jetzt die thirty- vier Punkte in Reihenform zu übersetzen.
00:20:25: Das ist glaube ich klar weil innerhalb der Union gibt es ja hier Vorbehalte und auch innerhalb der SPD gleichermaßen.
00:20:32: Das ist die Chance des neuen, der sich an die alten Konflikte gar nicht erinnert sondern versucht einfach jetzt einen Konsens herzustellen.
00:20:41: also ich sehe es im Gegenteil nach wie vor als große Chance.
00:20:45: das andere ist Geplänkel journalistischer Overload, sich mit diesen Stimmungen der Stimmung auseinanderzusetzen.
00:20:54: Aber in Wirklichkeit sehe ich das die Prozesse so vorbereitet werden dass der parlamentarische Prozess als Steuerungsvorgabe sich bis Weihnachten entwickelt.
00:21:05: Ich rechne ihn hoch an, dass sie strukturell nach vorne gucken und ich glaube es wäre in unser aller Sinne wenn das geregelt werden würde und tatsächlich einen Konsens zu dieser Rentenreform anstehen, gefunden werden könnte.
00:21:21: Ist
00:21:21: ja auch Notfallmedizin ist ja auch gerade geklärt worden also da war eine war auch lange anhängig es auch letzte Woche entschieden worden.
00:21:28: was ich mich aber gefragt habe ist sie haben in ihrem beruflichen Leben sich das ein oder andere mal schon mit Wielern beschäftigt und Sie haben mir auch schon einen Buch geschrieben was sehr kurz davor war an die Spitze der Spiegelbestsellerliste zu klettern den Wieler Märkten Wo sie ja, wir haben schon ein zweimal diesen Podcast erwähnt sich mit dem Bild des Wochenmarktes befassen.
00:21:51: und ich fragte mich.
00:21:53: Wenn ich einen Stand habe auf den Wochenmarkt?
00:21:58: Und beschäftige mich nicht damit dem Kunden zu erklären wie lecker das an meinem Stand ist sondern beschäftige dich damit Wie schlecht es am anderen stand schmeckt.
00:22:09: Also erkläre nicht, worin jetzt die Chance liegt, dass Herr Schweizer Alexander Schweizer neuer Minister ist und wir uns aufstellen können.
00:22:16: Sondern verwendet zumindest die ersten Tage.
00:22:18: Ich gehe auch nicht davon aus, dass sich das jetzt ewig lange hinziehen wird.
00:22:22: Frau Schwesig und der Klingball werden sich jetzt irgendwann mal aufhören in dem Maße.
00:22:26: In Bezug auf Bärbel-Bass über die CDU zu äußern.
00:22:29: aber wenn ich diese Woche sehe wie kommt es denn beim Wähler an, um im Bild zu bleiben?
00:22:34: um meinen Kunden nicht erklärt habe, was das für eine Chance für meinen Stand ist sondern wie schlechtes Obst und das Gemüse am anderen Stand schmeckt.
00:22:41: Das wissen wir aus der Wahlforschung dass es gar nicht ankommt.
00:22:44: Es kann mal so Akzente geben mit Negativwerbung wie das bei der Rehaugen-Faszination war in Stuttgart am Schluss aber das sind Ausnahmen.
00:22:57: Also Negativ-Campaignig sowie auch Werbung in USA.
00:23:01: ja genauso angelegt ist, dass man das Waschmittel des anderen niedermachen kann mit einem Auftritt.
00:23:06: In einem Medium.
00:23:07: Das ist hier nicht nur nicht erlaubt sondern es spielt keine große Rolle.
00:23:13: also für sich werben ist immer noch attraktiver.
00:23:16: klar kann man sagen diese negativen Bibes die auch mit der Brandmauer zusammengen ist eben genau ein Verständnis was uns nicht weiterführt, nur sich abzugrenzen negativ.
00:23:27: Sondern wo ist das positiv Optimistische?
00:23:29: Das haben wir ja mehrfach hier erörtert und dass wer auf dem Wochenmarkt überhaupt Teilnahme, Teilhabe dort zu leben also Beteiligungsverfahren dorthinzugeben, sich einzubringen, nicht nur einfach online zu bestellen.
00:23:43: Wenn gleichbeteiligen Verfahren modern gedacht, konsultative Verfahren man dar mir macht das vor Burnham hat es in London in Manchester auch vorgemacht Eigentlich der Ausweg sind auch digitale Beteiligungsverfahren, die wir in Erinnerung nochmal an die Piratenpartei in den Zehnerjahren darüber neu nachdenken können.
00:24:07: Weil wir über KI natürlich auch die Prozesse sich einzubringen und neu strukturieren können – das machen die klugen digitalen Plattformen nicht nur eine Ansammlung oder eine Addition von Lösungsvorschlägen sondern sie gleich zu strukturierten.
00:24:23: Drei, die sich herauskristallisiert haben von den Vierzigtausend.
00:24:27: Über diese drei wollen wir jetzt gemeinsam reden.
00:24:29: also das ist auch meine Vorstellung vom Wochenmarkt sich dort einzubringen und diskutieren.
00:24:35: Von Stand zu Stand zu gehen auszuwählen und diese Form führt dazu Komplexität von Politik eher zu durchschauen.
00:24:45: Sie führt dazu nicht über die Elite und die Politik zu reden, sondern man ist Teil dessen.
00:24:50: Darüber müssen wir ganz dringend auch mal hier vielleicht auch in so einem Podcast intensiver uns austauschen.
00:24:58: Es gibt auch diese Sprint-Plattform mit D geschrieben aus dem neuen Bundesministerium, die auch diese Initiativen unterstützt.
00:25:06: also da finde ich Kammer International von den Taiwanesen aus New York wie auch immer ganz viel lernen und mitnehmen, weil das ja die Krise, die Wahrnehmung eine Repräsentationslücke aus meiner Sicht eher löst als dass wir neue Akteure sofort backen können.
00:25:23: Aber wenn wir integriert sind den Eindruck haben mitzumachen dann wird die Sache nicht nur überschaubarer sondern wir werden differenzierter auf die Politik blicken.
00:25:37: Ich habe in meinem Kommentar in den vergangenen Tagen die These aufgestellt, dass die SPD aber vor allem Manuela Schwesig den Bass-Rücktritt instrumentalisiert hat um von den eigenen Problemen der SPD abzulenken.
00:25:51: Würde mich natürlich einfach interessieren Herr Korte weil sie jetzt die Möglichkeit hätten mir entweder einmal in ihrem Leben zuzustimmen oder wie sonst eigentlich auch immer zu widersprechen und verknüpft aber mit der Frage weil Sie das eben auch schon angesprochen haben auf dem Parteitag Kann man das miteinander in Verbindung bringen, dass Frau Schwesig sich in dem Moment eventuell auch schon positioniert hat um schon einmal den Blick Richtung des Amtes der Parteivorsitzenden zu richten?
00:26:18: Die Formulierung von Klingmal war eigentlich interessant.
00:26:22: Er möchte eine Doppelspitze festhalten und damit war klar er hält daran sich selbst fest Weil ja der zweite Post nur freigeworden ist.
00:26:31: Das war sehr, sehr klug eingefädelt.
00:26:33: also wenn es... Und
00:26:34: er hat auch gesagt, er möchte die besten mögliche Lösungen und das sieht sich wahrscheinlich
00:26:37: als Teil
00:26:37: dieser bestmöglichen Lösung.
00:26:39: Ja, und er hat diese Vereinigung hinter sich.
00:26:41: Er hat den Jusoflügel hinter sich... Also die Frage ist jetzt wie die Landesverbände sich aufstellen?
00:26:48: Wie?
00:26:49: NRW hat sich noch nicht positioniert zur Neuwahl des Vorsitzenden?
00:26:55: Davon wird es natürlich abhängen ob er nominiert wird und auch er könnte ja ein schlechtes Wahlergebnis gegenüber Schwésich durchaus wieder einkassieren.
00:27:03: das ändert ja nichts.
00:27:04: Er bleibt trotzdem Vorsitzende.
00:27:05: also da Da sehe ich die Clevernis der Beharrungskräfte, weil natürlich sein großes Ziel vermutlich ist.
00:27:15: Die Kanzlerkandidatur kann er nur erreichen aus seiner Sicht wenn er auch Parteivorsitzender bleibt.
00:27:21: aber in neuen Personen gedacht müssen wir ja eben auch fragen wo die Chancen einer sozialen Demokratie aus sozialdemokratischer Sicht sich auftun.
00:27:33: und da muss man mit Menschen über Menschen denken die auch vor allen Dingen den sozialen Medien auftauchen und mobilisieren können.
00:27:44: Und dass Rücktritte immer verdachtsbestimmt sind, das ist doch klar!
00:27:51: Und dass darüber dann viele Geschichten sich entwickeln zumal anhand der Formulierung, die man für den eigenen Rücktritt ausformuliert, vorliest oder vortragen lässt... Das ist ganz klar.
00:28:05: aber ich Ich sehe einfach auch hier mit der Neuaufstellung mehrere Möglichkeiten.
00:28:15: Die Neu-Aufstellen kann ja dahin gehen, durchaus in einer roten Formation neue Mehrheiten zu formen ist nicht vollkommen auszuschließen das kann damit auch angedeutet werden.
00:28:32: Aber das ist ja jetzt tatsächlich das Spannende an dieser Konstellation.
00:28:36: Wir haben im Laufe der letzten Monate schon immer mal darüber gesprochen, auch das erste Mal nach den für die SPD nicht erfolgreich verlaufenden Landtagswahlen im Frühjahr ob das Auswirkungen haben könnte auf die Parteispitze.
00:28:49: Sie kamen unter anderem unter Zutun von mir aber vor allen Dingen sie zu dem Ergebnis dass man wahrscheinlich noch den Herbst abwarten könnte bis man einen Führungswechsel wenn man ihn In Betracht ziehen würde dann umsetzt.
00:29:01: Jetzt gab es dieses Momentum, fand ich nach den Wahlen eigentlich nicht für einen Wechsel in der Parteispitze.
00:29:07: Jetzt hat er sich durch den Bass-Rücktritt ergeben.
00:29:10: Es gäbe jetzt die eine Interpretation wie Sie gesagt haben das Klingweil diesen Posten braucht auch als Vizekanzlerin zu kommen.
00:29:17: man könnte vielleicht auch anfügen dass ein doppelter Führungswechsel sehr viel neu wäre und diese Partei in diesen Zeiten auch ein gewisses Maß an Stabilität brauchen könnte.
00:29:27: deswegen einer von zwei der sich jetzt eben ergeben hat, gut tun würde.
00:29:31: Auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen zwei neue Köpfe während vielleicht auf die Gelegenheit tatsächlich für eine grundlegende Neuausrichtung weil es der SPD ja im Moment insgesamt nicht gut geht.
00:29:41: da habe ich mich allerdings gefragt weil sie das eben auch angedeutet haben mit einer Ausrichtungs Richtung Rot-Grün-Rot was das für ein Stress-Test mit der schwarzroten Koalition für euch die Schwarzrote Koalition wäre wenn die SPD sich bei dieser Führungsfrage noch etwas weiter links aufstellt.
00:30:00: Ja, aber sie brauchen Personen und Ideen.
00:30:04: Dazu fand ich jetzt am Wochenende interessant.
00:30:06: nochmal der Kollege Bollmann von ihnen hatte noch mal aufgelistet was Kurt Beck ihr Blick auf Rheinland-Pfalz als Parteipositzen da gesagt hatte und er hat nochmal herausgearbeitet dass er Auf dem Weihnachtsmarkt in Wiesbaden mit das hier rausgesucht.
00:30:26: Da hatte er zu einem arbeitslosen mit Pankfrisur ja der ihn wegen den Harzreformen anging, gesagt.
00:30:35: Wenn sie sich waschen und rasieren haben Sie in drei Wochen einen Job.
00:30:39: das war Kurt Beck und damit auch praktisch als Anwalt einer Idee von Leistungsgerechtigkeit die ja eine Chance hätte wenn die SPD sie stärker macht stärker im Blick auf Mobilisierungsmöglichkeiten sich das nochmal zu durchdenken.
00:31:01: Also diese Form von Gerechtigkeit ins Zentrum zu stellen, Aufstiegsversprechen damit zu verbinden wenn man sich anstrengt.
00:31:08: Das ist ja jetzt nicht der Hintergrund.
00:31:10: Es ist auch etwas was übrigens Alexander Schweizer schon zu seiner Zeit als reiner Pfälzischer Ministerpräsident in seiner ersten Regierungserklärung oder in seiner Antrittsrede sehr deutlich gemacht hat, dass er für einen Leistungsversprechen in dieser Gesellschaft steht.
00:31:26: Ja und das ist ja das unabhängig von Personen eine große Rolle sprekt mit welchem Versprechen?
00:31:34: Mit welcher Geschichte?
00:31:35: Mit welche Erzählung?
00:31:36: Mit Welchen Beispielen die Sozialdemokratie eben wieder anwachsen kann.
00:31:43: Das ist doch die Frage die dahintersteht weil Das Thema Gerechtigkeit hat ja auch der Kanzler für sich jetzt wieder entdeckt.
00:31:51: Aber wie kann es als Sozialdemokratie gefüllt werden?
00:31:54: Ich glaube, das ist der Zugang entlang einer Wäscheleine die man aufhängt und die einzelnen Wäschestücke dazu betrachtet ob das jetzt Gerechtigkeitsfragen sind in der Notfallmedizin oder in der Altersvorsorge oder sonst was da muss... Da ist einfach ein Nachholbedarf um das zu klarerzumachen und eine Doppelspitze bei der SPD eher aus einer Notlage heraus entstanden ist, die letztlich ein Entweder-Oder projiziert.
00:32:23: Ist da überhaupt kein Weg, der durchschlagende Erfolg wäre eine Einzelspitze zu haben, die eben mit so einer neuen Gerechtigkeitserzählung daherkommt und nicht sich relativiert dadurch, dass man gedoppelt auftritt?
00:32:38: Wir erinnern uns in diesem Zug nach dem Untertitel zur Einführung Der Doppelspitze an dieses Casting, das Doppelspitzen-Casting der SPD wo sich ja verschiedene Teams auf einer Roundtour vorgestellt haben und am Ende gewählt worden sind.
00:32:54: Und dann weiter Boyans und Saskia Esken reingekommen sind und unter anderem Barmals Olaf Scholz zum Beispiel nicht.
00:33:01: Pistorius ist damals auch angetreten, sind auch noch mal Erinnerungen.
00:33:05: Wenn man in diesen Namen denkt also ein neuer Vorsitz vielleicht als Einzelspitze der SPD dann eine Kanzlerkandidaten, vielleicht der beliebteste Politiker den es gibt seit Jahren von Umfragen her Pistorios und kriegt plötzlich mit diesen beiden Namen Auf einmal entwickelt sich eine Idee, das man sich vorstellen kann.
00:33:29: Das wäre ein interessanter Wahlkampf der auf einen zukommt und deren Chance hat auch mobilisieren zu können.
00:33:35: Das klingt alles sehr unwahrscheinlich aber... ...das lösen einfach.
00:33:41: also die Fantasie beginnt mit den neuen und veränderten Personen, die natürlich mehr als nur für ein Programm stehen.
00:33:50: Sie sind ne Projektionsfläche für so viel, aber wenn sie übersetzbar sind in die neuen Sozialmedien, dann kann daraus eine ganz besondere eigene Dynamik entwickeln.
00:34:03: Aber wir hatten ja schon mal bei der letzten Mal einen Bundeskanzler Scholz den Antrag mit den schlechtesten Werten die jemals ein Bundeskantler zum damaligen Zeitpunkt hatte also Kanzler Malus.
00:34:12: trotzdem glaubt er dass er nochmal so eine Art Respekterzählung mitbringt und noch einmal gewählt wird.
00:34:18: Also diese Irrtümer ja die Selbstverleugnung.
00:34:24: ich weiß es nicht wie das ist.
00:34:26: Parteien waren auf jeden Fall nicht mutig genug, dass dann der Spitzenperson zu sagen, dass das nicht am Ende zu irgendwas führen kann.
00:34:35: und da ist natürlich ein bisschen revolutionärer Kampfgeist hilfreich um vielleicht doch interessante Personen nach vorne zu
00:34:43: bringen.".
00:34:44: Weil viel Raum für kreative Lösungen gibt ja jetzt was Lars Klingbeil vorgegeben hat als Vizekanzler Finanzminister und einzig verbliebener Parteichef nicht.
00:34:55: Er hat gesagt, er will an der Doppelspitze festhalten weil er es auch als Generalsekretär war, der sie eingeführt hat.
00:35:01: Er sagte, er möchte wieder antreten wie Sie eben auch schon gesagt haben.
00:35:04: das heißt übersetzt wir suchen eine Ko-Parteichefin und nicht mehr heisst ja auch abseits der Personalie des weiblichen Teils der Dattelspitzen wo man jetzt wahrscheinlich auf Manuela Schwese kommen könnte wenn sie wollte wird ja nicht viel anderes übrig bleiben.
00:35:22: Denn aus einem bestehenden Kabinett, wir haben eben so halb über Alexander Schweizer geredet, wird ja keiner gegen den Vizekanzler, Finanzminister und Parteichef in der Kampfkandidatur gehen.
00:35:32: Da bliebe vielleicht jemand wie Hubertus Heil also jemand, der gerade nicht in einer Koalitionsverantwortung ist, der sich dann zutrauen könnte eine Kampfkandidatur zugehen weil er mit Lars Klingball nicht in einem Boot sitzt.
00:35:43: aber die Zahl derer, die dort denkbar wären werden ja durch das was Lars Klingenball schon vorgegeben hat maximal reduziert.
00:35:50: Das stimmt.
00:35:51: Sie haben jetzt die Saarländerin vergessen?
00:35:54: Angerillinger, ja!
00:35:55: Die alle noch eine Wahl vor sich haben.
00:35:57: aber man kann auch sagen wann ist der richtige Zeitpunkt?
00:35:59: wenn es jetzt aus so genanter staatspolitischer Notwendigkeit heraus wäre das Gemeinwohl zu retten die Demokratie zu neuen Farben zu führen warum muss man da ein Landtagswahltermin decken?
00:36:12: also so könnte man auch im Blick auf Düsseldorf und Herrn Wüst argumentieren wann wäre der richtige zeitpunkt?
00:36:18: der ist irgendwie dann nieder.
00:36:22: Aber ich habe bisher noch keine Ministerpräsidentin, die einen Wahlkampf vor sich hat gesehen, die so mutig gewesen wäre diesen Schritt im Sinne einer Parteiverantwortung zu machen weil ihnen dann doch der eigene Wahlkampf immer den einen Tick näher
00:36:37: ist.
00:36:38: deswegen eher schwesig als Rehlinger weil die jetzt
00:36:41: eine Besonderheit.
00:36:43: Frau Kram Karrenbauer Als Ministerpräsidentin hat aufgehört und ist Generalsekretärin der Bundes-CDU geworden.
00:36:50: Das hat es nie gegeben, dass einer Ministerpräsidentenamt geaufgibt für ein Parteiamt was dann bundesweit gewirkt hat das hat die Partei auch nie vergessen.
00:37:01: Dass sie diesen Schritt gegangen ist, kann man sagen.
00:37:03: Das ist jetzt nicht das größte Bundesland aber egal!
00:37:05: Es war schon ein sehr interessanter Schritt.
00:37:08: was wir sonst vom Ministerpräsidenten kennen ist ja eher wenn Sie die Wahl verloren haben dass sie eingebunden werden.
00:37:13: also Clement war bei Schröder eingebundeneichelt schon Schweizer jetzt also es eigentlich einen Punkt bei dem man Profis einbindet aus dem Fach die in die Kabinettsdisziplin dann integriert werden.
00:37:31: Das war mit Schweizer jetzt kein Einzelweg, aber dass ein Ministerpräsident einfach vor einer Wahl auf versucht ... Es war eher umgekehrt.
00:37:42: wenn man sagt Schröderler-Fontänen in der Auseinandersetzung eines Landtagswahlkampfes wäre es besser und hat gesagt diese beiden Landtagswahlkämpfe gehen dienen als Maßstab, wer am Ende Kanzlerkandidat wird.
00:37:56: Das war auch mal ein interessanter Wettbewerb über Landtagswahl.
00:37:58: Sie werden oft für andere Dinge auch eingesetzt hoch funktional.
00:38:04: aber wenn man meint die Werte des oder der Kanzlers kann hat nicht mehr die Kraft weil er keine Unterstützung hat die notwendigen Veränderungen in den Sozialversicherungssystem mit Mehrheit herbeizuführen, dann müsste er zurücktreten und es müsste ein anderer CDU-Kanzler gewählt werden.
00:38:27: Das ist der Weg von der Verfassung, der einfachste Weg ist.
00:38:32: Und das war mein Argument gibt es keinen besonderen Zeitpunkt.
00:38:36: Dann ist auch eine Wahl im Landtagswahl nicht so wichtig wie an sich diese Diese größere Aufgabe, die Mehrheit, die in der Mitte da ist mit zwölf Stimmen mehrheit auch wirklich noch bis zum Ende Lexaturperiode zu nutzen für geradezu rabiate Veränderungen.
00:38:53: Die am Ende das Leben für uns einfacher machen.
00:38:57: würden Sie aber hinsichtlich der SPD?
00:38:59: So habe ich das rausgehört Aber manchmal verstehe es hier auf falsch oder gar nicht Oder kann ihn nicht folgen Würden sie sich für eine singuläre Spitze und eher gegen eine Doppelspitze aussprechen, weil wir ja so wäre jetzt meine Deutung schon gemerkt haben.
00:39:16: Dass Doppelspitzen bei der SPD entweder gegeneinander ausgespielt werden oder ihnen die Einigkeit fehlt, weil der eine wie in der Vergangenheit Berbel-Bass eher das linke Lager gespielt hat.
00:39:27: Lars Klingbeil vielleicht eher das progressivere Lager.
00:39:30: Jeder hatte seine Hälfte angesprochen aber es fehlte der gemeinsamen Nenner.
00:39:33: dann kam diese Thematik hinzu dass Berbel Bass das wesentlich bessere Ergebnis gehabt hat.
00:39:39: angeschossen, im Prinzip in seine Amtszeit gegangen ist.
00:39:42: Das wären ja alles Themen die unter einer Lösung mit einem Parteivorsitzenden oder ein näher Partei Vorsitzenden zunächst mal keine Rolle spielen
00:39:50: würden.".
00:39:51: Ja, Sie haben ja jetzt auch keine Chefredakteurin direkt neben sich stehen.
00:39:55: Wir
00:39:56: sind so dritter Korte?
00:39:57: Ja
00:39:57: gut in einer anderen Konstellation aber für unterschiedliche Arbeitsbereiche.
00:40:03: wenn man sieht wie diese Doppelspitzen entstehen sind sie aus der Notsituation heraus der Uneinigkeit und das bleibt ebenso.
00:40:10: es kann eine Addition dass die zwei Lager am Ende mehr werden größer werden beide geradezu in dieser Kultur von Unterschiedlichkeit erstrahlen, sondern es ist eine Kultur der Unentschiedenheit die am Ende eher defensiv auf Führungsfragen wirkt.
00:40:28: Die er lähmt und die nie nach vorne führt.
00:40:31: so sind viele Doppelspitzen und sofern wäre es an der Zeit die einfach abzuschaffen.
00:40:37: man kann ja alle zwei Jahre werden neue Parteipositionen gewählt man kann dann wieder einen anderen wählen wenn die oder derjenige sich nicht bewährt.
00:40:44: auch das In einer Zeit, in der wir nicht mehr davon ausgehen dass man zwanzig Jahre in der gleichen Position ist etwas was nicht vollkommen aus der zeit gefallen wäre auch nicht bei parteiämtern.
00:40:56: Es würde wenn es eben keine adition von unterschieden ist dazu führen die führungsfragen mit sehnsüchten mit kristallisationsfiguren mit hoffnungen ja zu verbinden als eine person und versuchen Lager abzubilden.
00:41:18: Das heißt der Korte, sie wären jetzt in einer Zwickmühle.
00:41:21: Sie müssten sich dann perspektivisch entscheiden ob sie Bundespräsident Papst oder SPD-Vorsitzender werden wollen?
00:41:28: Ja da wissen wir ja.
00:41:31: was hatte Münzefering gesagt?
00:41:33: Papst ist noch Papst is besser Hat er doch gesagt, oder wie war das?
00:41:38: Er hat
00:41:38: noch gesagt, der SPD-Vorsitzender ist neben Papst.
00:41:41: Das schönste Amt,
00:41:42: oder?
00:41:44: So genau war es an.
00:41:45: sofern gab's schon mal diese Überlegung die Dinge nebeneinander zu sehen.
00:41:50: ja in unterschiedlichen Lebenslagen greift man auch dann kann man zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen was man gerne machen möchte.
00:41:57: also immer heute bräuchte ich nicht mehr
00:42:01: alles drei.
00:42:06: Ja, ich meine wenn der Zugang zu Ewigkeit natürlich über so ein Papst am gesichert ist.
00:42:16: Wenn man dann mit der Seglung der eigenen Familie das Gleiche für die auch übersetzt also kann man das nicht ablehnen.
00:42:22: Voraussetzung wäre aber eines normalen irdischen Erdenbürgers wie ich das jetzt bin dass wir den Podcast auch regelmäßig aus dem Vatikan aufnehmen würden.
00:42:33: Halt vom Heiligen Stuhl aus der Korte!
00:42:36: Das geht technisch, also da habe ich eigentlich keine Bedenken.
00:42:41: Also daran wird es nicht scheitern.
00:42:45: Okay, ich würde sagen dann ernten wir in dieser Folge mit dem gesegneten Gedanken wie's wäre wenn Professor Dr.
00:42:51: Karl-Odolf Korte auf dem Heiligen stuhlplatz nehmen würde und von dort Woche für Woche mit mir den Vm-Podcast Korte und Ring besprechen würde.
00:42:59: Wir haben ja schon auf einem Thron gesessen, wenn sich eben gibt es auch schöne Bilder der Wormser-Tron in beide Richtungen ausgerichtet.
00:43:07: Da waren ja auch schon päpste Kurfürsten, Herzöge, Kaiserkönigern alle draufgesessen also in dieser Nachbildung aber in beiden Richtungen eben genau das Geistliche und die Politische Macht.
00:43:21: Sie könnten dann auch Ihren Unterrichtskurs zum Erlernen des Hafe Spielen sein lassen, weil ich glaube der Papst für ihn wird Hafe gespielt.
00:43:28: Der muss nicht selbst spielen.
00:43:30: Ja das stimmt als was dran.
00:43:32: Vielen Dank Herr Korte für die vielen Einordnungen und wertvollen Gedanken!
00:43:37: Für mich natürlich aber auch für unsere Hörerinnen und Hörern und für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer.
00:43:43: Ich bedanke mich wie immer für die Aufmerksamkeit.
00:43:45: Danke Herr Korde dass sie Zeit für uns hatten wünsche Ihnen noch eine schöne Woche bis dahin auf Wiedersehen und Tschüss
00:43:51: Ciao!
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